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Agassiz-Zwergbuntbarsch „Red“, Apistogramma agassizii, ca. 3,0-4,0 cm

Leuchtend rote Flossen

Nachzuchtlinie mit kräftigem Rot in Rücken- und Schwanzflosse

Markanter Spatenschwanz

Männchen zeigen die typische, spitz zulaufende Schwanzflosse

Robuste Nachzucht

Anpassungsfähiger an Leitungswasser als Wildfänge

Spannende Brutpflege

Weibchen führt die Jungfischschar aus der Höhle heraus

Agassiz-Zwergbuntbarsch „Red“, Apistogramma agassizii, ca. 3,0-4,0 cm


Auf einen Blick: Agassiz-Zwergbuntbarsch „Red“, Apistogramma agassizii
Deutscher Name:Agassiz-Zwergbuntbarsch „Red“
Wissenschaftlich:Apistogramma agassizii
Synonyme:Agassiz' Zwergbuntbarsch Red, Red Agassizi, Apistogramma agassizi red
Herkunft:Zuchtform; Wildart aus dem Amazonasbecken
Gesellschafts-Aquarium:Ein Männchen mit zwei bis drei Weibchen, ruhige Salmler
Wasserwerte:pH 5,5–7,0, GH 2–12 °dH
Temperatur:24–28 °C
Beckengröße:ab 60 cm, für Haremshaltung ab 80 cm
Bepflanzung:Dicht bepflanzt, Höhlen, Wurzeln, Laub, Sandboden
Futter:Artemia, Mückenlarven, Cyclops, Granulat
Geschlechts-Unterschiede:Männchen größer mit Spatenschwanz und roten Flossen
Zucht möglich:Höhlenbrüter, Weibchen betreut die Brut
Maximale Größe:Männchen bis 8 cm, Weibchen etwa 5 cm
Liefergröße:ca. 3,0-4,0 cm
Mit Garnelen verträglich:Bedingt, Garnelennachwuchs wird gefressen
Im Detail: Agassiz-Zwergbuntbarsch „Red“, Apistogramma agassizii

Herkunft von Agassiz-Zwergbuntbarsch „Red“ (Apistogramma agassizii)

Apistogramma agassizii wurde 1875 von Steindachner beschrieben und zählt zu den bekanntesten und am weitesten verbreiteten Zwergbuntbarschen Südamerikas. Die Wildform bewohnt große Teile des Amazonasbeckens, vor allem flache Uferzonen von Schwarz- und Klarwasserflüssen, Bächen und überschwemmten Waldgebieten, wo dicke Laubschichten, Wurzeln und Totholz Verstecke bieten. Je nach Fundort unterscheiden sich die Wildfänge deutlich in der Färbung, was Züchter früh zur Auslese verschiedener Farblinien angeregt hat. Der „Red“ ist eine solche Nachzuchtlinie, bei der die Rottöne in Rücken-, After- und Schwanzflosse besonders kräftig herausgearbeitet wurden. Typisch sind ein bläulich bis gelblich schimmernder Körper mit dunklem Längsband und Flossen, die in leuchtendem Rot bis Orangerot gesäumt oder flächig gefärbt sind; die spatenförmige Schwanzflosse der Männchen wirkt dabei besonders auffällig. Im Handel wird diese Linie getrennt von den Formen „Fire Red“, „Double Red“ und „Gold Red“ angeboten. Nachzuchten sind deutlich anpassungsfähiger an mittelhartes Leitungswasser als Wildfänge und daher auch für Einsteiger in die Zwergbuntbarschpflege geeignet.

Vergesellschaftung

Agassiz-Zwergbuntbarsche sind friedliche Pfleglinge, die zur Brutzeit ein kleines Revier verteidigen. Ideal ist ein Männchen mit zwei bis drei Weibchen, wobei jedes Weibchen eine eigene Höhle braucht. Als Beifische eignen sich Schwärme ruhiger Salmler oder Bärblinge, die die Zwergbuntbarsche aus der Deckung locken. Mehrere Männchen nur in großen, gut strukturierten Becken.

Passende Wasserparameter

Weiches, leicht saures Wasser bringt die Farben am besten zur Geltung: pH 5,5 bis 7,0 und Gesamthärte etwa 2 bis 12 °dH. Nachzuchten vertragen auch etwas härteres Wasser. Wichtig sind saubere Bedingungen mit niedrigem Nitratgehalt.

Haltungstemperatur

Gehalten wird bei 24 bis 28 °C, zur Zucht sind 26 bis 28 °C günstig.

Beckengröße

Für ein Paar reicht ein Becken ab 60 cm Länge; für eine Haremsgruppe mit mehreren Weibchen sollten es 80 cm und mehr sein.

Bepflanzung

Eine dichte Bepflanzung mit Freiwasserzone, Wurzelholz, Kokosnuss- oder Tonhöhlen und eine Schicht Seemandelbaum- oder Buchenlaub schaffen ein naturnahes Umfeld. Feiner Sand eignet sich als Bodengrund.

Futter

Der Agassiz-Zwergbuntbarsch frisst vor allem kleine Wirbellose. Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Cyclops, Daphnien und Mückenlarven bilden die Grundlage, ergänzt durch hochwertiges Granulat. Kleine, abwechslungsreiche Portionen sind ideal.

Geschlechtsunterschiede

Männchen werden deutlich größer, haben ausgezogene Rücken- und Afterflossen und eine spatenförmige, kräftig rot gefärbte Schwanzflosse. Weibchen bleiben kleiner, sind gelblich gefärbt und färben sich zur Brutpflege intensiv gelb mit dunklen Abzeichen.

Zucht

Die Art ist ein Höhlenbrüter mit Mutterfamilie. Das Weibchen heftet die Eier an die Decke einer Höhle und betreut Gelege und Jungfische allein, während das Männchen das weitere Revier verteidigt. Die Jungfische fressen frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien. Bei zu hohen Temperaturen entstehen überwiegend Männchen.

Endgröße

Männchen erreichen bis etwa 8 cm, Weibchen etwa 5 cm. Die Lebenserwartung liegt bei etwa 4 bis 6 Jahren.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Nur bedingt geeignet: Erwachsene, größere Garnelen werden meist geduldet, Jungtiere und kleine Zwerggarnelen aber gefressen.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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