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Altum-Skalar „Rio Inírida“, Pterophyllum altum

Fundort Rio Inírida

Altum-Skalar aus dem Orinoco-System, 7–10 cm groß

Imposante Erscheinung

Beeindruckende Körperhöhe von bis zu rund 30 cm

Schwarzwasser-Ansprüche

Sehr weiches, saures Wasser bei 27–30 °C ideal

Hohes Aquarium

Ab 400 Litern und mindestens 70 cm Beckenhöhe für Gruppen

Altum-Skalar „Rio Inírida“, Pterophyllum altum


Auf einen Blick: Altum-Skalar „Rio Inírida“, Pterophyllum altum
Deutscher Name:Altum-Skalar „Rio Inírida“
Wissenschaftlich:Pterophyllum altum
Synonyme:Echter Altum-Skalar, Hoher Segelflosser, Altum, Altumskalar, Orinoco-Skalar, Inírida-Altum
Herkunft:Nördliches Südamerika, Orinoco-System; Fundortbezeichnung Rio Inírida (Kolumbien)
Gesellschafts-Aquarium:Friedlicher, eher scheuer Schwarmfisch; Gruppe ab 5–6 Tieren, zur Laichzeit paarweise territorial
Wasserwerte:Sehr weich bis weich, sauer; pH ca. 4,5–6,5, GH 0–5 °dGH, KH 0–2 °dKH
Temperatur:27–30 °C
Beckengröße:Für eine Gruppe ab ca. 400 Litern, mindestens 70 cm Beckenhöhe, Länge ab 150 cm
Bepflanzung:Hohe Pflanzen am Rand, Wurzeln, Laub und freier Schwimmraum; gedämpftes Licht
Futter:Fleischbetonter Allesfresser: Frost- und Lebendfutter, hochwertiges Granulat und Flocken
Geschlechts-Unterschiede:Äußerlich kaum erkennbar; erst zur Laichzeit zeigt sich die Legeröhre
Zucht möglich:Freilaicher an senkrechten Flächen mit Brutpflege; sehr anspruchsvoll, benötigt extrem weiches, saures Wasser
Maximale Größe:Körperlänge ca. 15–20 cm, Gesamthöhe ca. 30–35 cm; angebotene Größe: 7–10 cm
Liefergröße:ca. 7,0-10,0 cm
Mit Garnelen verträglich:Nicht geeignet: Garnelen-Nachwuchs wird gefressen, auch kleine adulte Garnelen sind gefährdet
Im Detail: Altum-Skalar „Rio Inírida“, Pterophyllum altum

Herkunft von Altum-Skalar „Rio Inírida“ (Pterophyllum altum)

Der Altum-Skalar wurde 1903 von Pellegrin beschrieben und gilt als die eindrucksvollste Art der Gattung Pterophyllum. Seine Heimat liegt im Norden Südamerikas, vor allem im Einzugsgebiet des Orinoco in Kolumbien und Venezuela. Auch aus Zuflüssen des oberen Rio Negro werden Vorkommen gemeldet. Die Angabe „Rio Inírida“ bezeichnet den Fundort: Der Inírida ist ein Fluss im Osten Kolumbiens, der in den Guaviare mündet, und dieser wiederum in den Orinoco. Es handelt sich also um eine Fundortbezeichnung des Handels und nicht um eine eigene Art oder Unterart. Dort lebt der Altum in ruhigen, überfluteten Uferzonen und Waldbereichen mit Schwarzwasser. Das Wasser ist extrem mineralarm, sauer und durch Huminstoffe teetönig gefärbt. Zwischen versunkenen Ästen, Wurzeln und Falllaub stehen die hochrückigen Fische oft senkrecht im Geäst und sind so hervorragend getarnt. Die lange Strecke vom Fangort und die sehr weichen Heimatgewässer erklären, warum Altum-Skalare empfindlicher auf Wasserqualität und Transportstress reagieren als der verbreitete Skalar. Bei Tieren aus dem Handel kann es sich um Wildfänge oder Nachzuchten handeln; der Herkunftsstatus sollte beim Kauf immer erfragt werden.

Vergesellschaftung

Altum-Skalare sind ausgesprochene Schwarmfische und sollten in einer Gruppe von mindestens fünf bis sechs Tieren gehalten werden, größere Gruppen wirken oft ruhiger und ausgeglichener. Im Vergleich zum normalen Skalar sind sie deutlich scheuer und sozialer. Innerhalb der Gruppe bildet sich eine lockere Rangordnung; nur zur Laichzeit grenzen sich Paare ab und verteidigen ihr Revier. Als Mitbewohner kommen ruhige, nicht zu kleine Fische in Frage, die ähnliche Wasserwerte mögen, zum Beispiel größere Salmler wie Rotkopfsalmler oder kleine, friedliche Welse. Sehr kleine Fische, etwa Winzlinge unter drei Zentimetern, können als Beute gesehen werden. Ungeeignet sind flossenzupfende, hektische oder sehr futterstarke Arten, da der Altum dabei ins Hintertreffen gerät und Stress bekommt. Auf eine Mischung mit dem normalen Skalar sollte verzichtet werden, da die Ansprüche abweichen und Kreuzungen möglich sind.

Passende Wasserparameter

Der Altum stammt aus extrem weichem, saurem Wasser und reagiert auf schlechte oder schwankende Bedingungen empfindlich. Als Orientierung gelten ein pH-Wert von etwa 4,5 bis 6,5, eine Gesamthärte von 0 bis 5 °dGH, eine Karbonathärte von 0 bis 2 °dKH und ein niedriger Leitwert, möglichst unter 100 bis 150 µS/cm. Einige Quellen nennen auch weiter gefasste Spannen bis etwa pH 7 und mittelweiches Wasser; das ist für die Gesundheit oft machbar, für eine dauerhafte Pflege und besonders für die Zucht aber eher die Ausnahme. In den meisten Regionen Deutschlands ist daher Osmosewasser, gegebenenfalls verschnitten mit Leitungswasser, die Basis. Schwarztorf, Erlenzapfen und Eichenlaub können den Charakter eines Schwarzwasserbeckens unterstützen. Nitrit und Ammonium dürfen nicht nachweisbar sein, Nitrat sollte niedrig bleiben (unter ca. 10 mg/l). Regelmäßige Teilwasserwechsel mit temperaturgleichem, passend aufbereitetem Wasser und eine kräftige, strömungsarme Filterung sind wichtig. Neue Tiere sollten besonders sorgfältig tropfenweise an die Wasserwerte gewöhnt werden.

Haltungstemperatur

Altum-Skalare fühlen sich bei Wärme am wohlsten, empfohlen werden meist 27 bis 30 °C, in Einzelangaben 26 bis 30 °C. Für die Zucht liegt die Temperatur am oberen Ende, etwas über 28 °C. Dauerhaft kühlere Werte schwächen die Tiere und fördern Krankheiten, auch große Temperaturschwankungen beim Wasserwechsel sollten vermieden werden. Ein zuverlässiger Heizer mit Regler und ein Zweitthermometer sorgen für Sicherheit.

Beckengröße

Altum-Skalare werden sehr hoch, deshalb zählt neben dem Volumen vor allem die Beckenhöhe. Für eine kleine Gruppe empfehlen sich ca. 400 Liter oder mehr, eine Länge ab etwa 150 cm und eine Höhe von mindestens 70 cm; 60 cm gelten als unterste Grenze, wenn man den Bodengrund abzieht. Die Tiere von 7 bis 10 cm Größe wirken zunächst klein, wachsen aber bei guter Pflege zügig und brauchen das große Becken früher als gedacht. Eine dichte Abdeckung ist sinnvoll, da sie bei Schreck gelegentlich springen können. Stabile Wasserwerte lassen sich in großen Becken leichter halten als in kleinen.

Bepflanzung

Die Einrichtung orientiert sich am Schwarzwasserbiotop: Hohe, stabile Pflanzen am Rand und im Hintergrund, senkrecht stehende Wurzeln, die bis zur Oberfläche reichen, und Falllaub bieten Deckung und Orientierung. In sehr weichem, saurem Wasser gedeihen robuste Pflanzen wie Schwertpflanzen, Javafarn, Anubias oder Cryptocorynen gut. Schwimmpflanzen dämpfen das Licht, das die scheuen Tiere meist bevorzugen. Wichtig ist ein freier Schwimmraum in der Beckenmitte, damit die Fische ihre langen Flossen entfalten können. Als Bodengrund eignet sich feiner, dunkler Sand. Scharfkantige Dekoration sollte vermieden werden, da die zarten Flossen leicht verletzt werden.

Futter

Der Altum ist ein vorwiegend fleischfressender Allesfresser. Im Aquarium werden Frost- und Lebendfutter wie Artemia, Mysis, Mückenlarven und Wasserflöhe gern genommen. Ergänzend bewähren sich hochwertiges Granulat oder Flocken, um die Ernährung abwechslungsreich zu halten. Wildfänge brauchen mitunter etwas Zeit, bis sie Trockenfutter akzeptieren. Gefüttert wird am besten zwei- bis dreimal täglich in kleinen Portionen, die in wenigen Minuten gefressen sind. Futterreste sollten entfernt werden, weil sie die empfindlichen Wasserwerte belasten. Schlammröhrenwürmer sind wegen der Keimbelastung eher nicht empfehlenswert.

Geschlechtsunterschiede

Männchen und Weibchen sind äußerlich kaum zu unterscheiden. Hinweise liefern erst die geschlechtsreifen Tiere zur Laichzeit: Das Weibchen zeigt eine breitere, stumpfere Legeröhre, das Männchen eine schmalere, spitzere Genitalpapille. Kurz vor dem Ablaichen wirken Weibchen oft etwas voller im Bauchbereich. Bei den hier angebotenen Jungtieren von 7 bis 10 cm ist eine Geschlechtsbestimmung nicht möglich. Die sicherste Methode ist, eine Gruppe aufwachsen zu lassen und Paare selbst finden zu lassen.

Zucht

Altum-Skalare sind Offenbrüter, die ihre Eier an senkrechten Flächen wie Blättern, Wurzeln oder Schieferplatten ablegen. Beide Eltern säubern die Stelle, befächeln das Gelege und betreuen später die Jungfische. Als geeignete Methode hat sich bewährt, eine Gruppe aufwachsen zu lassen, bis sich ein Paar abgrenzt, und dieses dann gegebenenfalls separat zu setzen. Die Zucht gilt als sehr anspruchsvoll: Die Eier entwickeln sich sicher nur in extrem weichem, saurem Wasser mit sehr niedrigem Leitwert, bei ca. 28 bis 30 °C. Ohne Osmoseanlage ist ein Zuchterfolg unwahrscheinlich, obwohl die Tiere durchaus ablaichen. Die Jungen erhalten zunächst feines Lebendfutter wie frisch geschlüpfte Artemia.

Endgröße

Ausgewachsen erreichen Altum-Skalare eine Körperlänge von etwa 15 bis 20 cm und eine Gesamthöhe inklusive Flossen von rund 30 bis 35 cm; einzelne Quellen nennen bis zu 40 cm. Die angebotenen Tiere sind mit 7 bis 10 cm noch jung und brauchen je nach Futter und Wasserqualität etwa ein bis zwei Jahre bis zur Endgröße. Bei guter Pflege können sie viele Jahre alt werden. Planen Sie die Haltung deshalb von Beginn an für die Endmaße.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Adulte Garnelen: Für Zwerggarnelen wie Neocaridina und Caridina ist der Altum keine gute Gesellschaft, da sie als Beute gesehen und mit der Zeit gefressen werden. Selbst größere Garnelen sind nur mit viel Deckung und etwas Glück ein Risiko wert, eine sichere Vergesellschaftung lässt sich nicht zusichern. Nachwuchs: Junge Garnelen werden zuverlässig gefressen, ein Bestandsaufbau ist mit Altum-Skalaren nicht möglich. Wer Garnelen pflegen möchte, sollte ein eigenes Becken einrichten.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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