Augenfleck-Buntbarsch „Curare“, Heros sp.
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Augenfleck-Buntbarsch „Curare“, Heros sp.
| Deutscher Name: | Augenfleck-Buntbarsch „Curare“ |
| Wissenschaftlich: | Heros sp. |
| Synonyme: | Heros sp. Curare, Curare-Heros, Red Tiger Severum, Augenfleckbuntbarsch Curare |
| Herkunft: | Venezuela, vermutlich Orinoco-Gebiet; Wildfang |
| Gesellschafts-Aquarium: | Recht friedlich, paarweise oder in Gruppe |
| Wasserwerte: | pH 5,5–7,5, GH 1–12 °dH |
| Temperatur: | 25–30 °C |
| Beckengröße: | Ab 200 cm und etwa 600 Litern |
| Bepflanzung: | Wurzeln, Steine, robuste Pflanzen |
| Futter: | Allesfresser mit Pflanzenanteil |
| Geschlechts-Unterschiede: | Weibchen mit dunklem Fleck in der Rückenflosse |
| Zucht möglich: | Offenbrüter, beide Eltern betreuen die Brut |
| Maximale Größe: | Etwa 20–25 cm |
| Liefergröße: | ca. 15,0-26,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Bedingt, kleine Garnelen werden gefressen |
Herkunft von Augenfleck-Buntbarsch „Curare“ (Heros sp.)
Augenfleck-Buntbarsche der Gattung Heros sind im Amazonas- und Orinoco-Becken weit verbreitet. Sie leben in ruhigen, oft pflanzenreichen Uferzonen, Seitenarmen und Überschwemmungsgebieten mit Wurzeln und umgestürzten Bäumen, meist in weichem, leicht saurem Wasser. Ihre Systematik ist nicht abschließend geklärt: Neben Heros severus, Heros efasciatus, Heros notatus, Heros spurius und Heros liberifer werden zahlreiche Fundortformen gehandelt, deren Zuordnung offen ist. Die Form „Curare“ wurde 2016 erstmals aus Venezuela importiert. Laut Exporteur stammt sie aus einem Rio Curare; ein Fluss dieses Namens ist jedoch nicht sicher belegt, vermutet wird ein Fundort im Einzugsgebiet des Rio Ventuari, eines Zuflusses des Orinoco. Die Tiere sind außergewöhnlich farbenprächtig mit leuchtend roten Partien und werden im englischsprachigen Raum auch als Red Tiger Severum gehandelt. Einige Fachleute halten sie für den echten Heros severus, da die meisten unter diesem Namen gehandelten Tiere zu anderen Formen gehören. Bis zur Klärung wird die Form als Heros sp. geführt. Die angebotenen Tiere sind große Wildfänge. Sie sollten in einem ruhigen Quarantänebecken eingewöhnt und langsam an die eigenen Wasserwerte gewöhnt werden.
Vergesellschaftung
Der Augenfleck-Buntbarsch „Curare“ ist für einen Buntbarsch dieser Größe recht friedlich. Man pflegt ihn paarweise oder als kleine Gruppe, aus der sich Paare bilden. Zur Laichzeit wird ein Revier verteidigt. Gute Mitbewohner sind mittelgroße bis große Salmler, Panzer- und Harnischwelse sowie ruhige südamerikanische Buntbarsche ähnlicher Größe. Sehr kleine Fische können gefressen werden.
Passende Wasserparameter
Ideal ist weiches, leicht saures Wasser mit pH 5,5 bis 7,5 und einer Gesamthärte von 1 bis 12 °dH, wie es in den Herkunftsgewässern vorherrscht. Wildfänge sollten anfangs möglichst weich und sauber gehalten werden. Regelmäßige Teilwasserwechsel und eine kräftige Filterung sind wichtig.
Haltungstemperatur
Gehalten wird bei 25 bis 30 °C. Starke Temperaturschwankungen sollten vermieden werden.
Beckengröße
Für ein Paar erwachsener Tiere ist ein Aquarium ab 200 cm Länge und etwa 600 Litern sinnvoll, für eine Gruppe entsprechend mehr. Die Beckenhöhe sollte mindestens 60 cm betragen.
Bepflanzung
Große Wurzeln, einige Steine und robuste, größere Pflanzen wie Amazonas-Schwertpflanzen, Anubias oder Javafarn schaffen Deckung. Zarte Pflanzen werden gelegentlich angefressen. Freier Schwimmraum und gedämpftes Licht kommen den Tieren entgegen.
Futter
Heros sind Allesfresser mit deutlichem Pflanzenanteil. Gefüttert werden Frostfutter wie Mückenlarven, Mysis und Krill, hochwertige Pellets und Sticks mit Spirulina sowie zusätzlich überbrühtes Gemüse wie Erbsen oder Spinat.
Geschlechtsunterschiede
Weibchen tragen in der Rückenflosse meist einen dunklen Fleck. Männchen zeigen eine kräftigere Zeichnung aus Punkten oder Wurmlinien am Kopf und werden etwas größer. Bei erwachsenen Tieren ist das Geschlecht so meist gut erkennbar.
Zucht
Heros sind Offenbrüter. Das Paar säubert eine Wurzel oder einen flachen Stein und legt dort mehrere hundert Eier ab. Beide Eltern bewachen Gelege und Jungfische. Von der Form „Curare“ sind in Europa bereits Nachzuchten gelungen.
Endgröße
Ausgewachsen erreichen Heros etwa 20 bis 25 cm; die angebotenen Wildfänge sind bereits weitgehend ausgewachsen. Die Lebenserwartung liegt bei guter Pflege bei etwa 10 bis 15 Jahren.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Nur bedingt geeignet: Zwerggarnelen und deren Nachwuchs werden gefressen, große Fächergarnelen meist in Ruhe gelassen.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.