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Baumhöhlen-Krötenlaubfrosch, Trachycephalus resinifictrix

Aus Nachzucht

Baumhöhlen-Krötenlaubfrösche erhalten wir als EU- und USA-Nachzuchten

Auffällige Färbung

Trachycephalus resinifictrix ist ein sehr kontrastreicher Frosch

Nachtaktiver Frosch

Baumhöhlen-Krötenlaubfrösche lassen sich in den Abendstunden beobachten

Männchen können laut sein

Besser nicht in der Nähe von Schlafräumen halten, die Tiere können laut quaken

Baumhöhlen-Krötenlaubfrosch, Trachycephalus resinifictrix


Auf einen Blick: Baumhöhlen-Krötenlaubfrosch, Trachycephalus resinifictrix
Deutscher Name:Baumhöhlen-Krötenlaubfrosch
Wissenschaftlich:Trachycephalus resinifictrix
Synonyme:Amazonas-Milchfrosch, Milchfrosch
Herkunft:Östliches Amazonasgebiet und die Guayanas in Südamerika
Lebensweise:Baumbewohnend, nachtaktiv und eng an wassergefüllte Baumhöhlen gebunden
Haltungsform:Geräumiges, gut belüftetes Regenwald-Hochterrarium
Mindestgröße des Terrariums:Für ein Paar mindestens etwa 60 × 45 × 90 cm, größer ist günstiger
Temperatur und Luftfeuchtigkeit:Tagsüber etwa 24–28 °C, nachts 20–24 °C; wechselnd 60–90 % Luftfeuchte
Beleuchtung:Tageslichtzyklus mit schwacher, kontrollierter UVB-Versorgung
Bodengrund:Drainierter, feuchter Humusboden mit Laub, nicht dauerhaft vernässt
Futter:Abwechslungsreiche lebende Insekten mit abgestimmter Mineral- und Vitaminergänzung
Maximale Größe:Männchen etwa 6,5–7,7 cm, Weibchen etwa 8,6–10 cm Körperlänge
Im Detail: Baumhöhlen-Krötenlaubfrosch, Trachycephalus resinifictrix

Lebensraum und Verhalten von Baumhöhlen-Krötenlaubfrosch (Trachycephalus resinifictrix)

Der Baumhöhlen-Krötenlaubfrosch stammt aus den warmen Tieflandregenwäldern des nördlichen Südamerikas. Nach heutigem taxonomischem Verständnis liegt sein gesichertes Verbreitungsgebiet vor allem im östlichen Amazonasbecken Brasiliens sowie in Französisch-Guayana, Guyana und Suriname. Ältere Veröffentlichungen nennen häufig zusätzlich weite Teile des zentralen und westlichen Amazonasraums. Ein Teil dieser früher zugeordneten Populationen wird inzwischen jedoch der nah verwandten Art Trachycephalus cunauaru zugerechnet. Vorkommen in Venezuela und im südöstlichen Kolumbien gelten daher als bestätigungsbedürftig. Im natürlichen Lebensraum hält sich der kräftige Frosch überwiegend hoch in den Baumkronen ursprünglicher Regenwälder auf. Tagsüber ruht er geschützt in Baumhöhlen, Spalten oder dichter Vegetation; mit Einbruch der Dunkelheit wird er aktiv. Eine besondere Bedeutung haben wassergefüllte Baumhöhlen. Sie dienen nicht nur als Rückzugsplätze, sondern auch als Ruf-, Paarungs- und Entwicklungsgewässer. Solche Höhlen können viele Meter über dem Waldboden liegen. Das Terrarium sollte deshalb weniger eine bodenbewohnende Sumpflandschaft als vielmehr einen feuchten, strukturierten Ausschnitt des Regenwalddachs nachbilden.

Die richtige Haltung

Ein hohes, ausbruchsicheres Regenwaldterrarium mit großzügiger Grundfläche ist für diesen großen und beweglichen Laubfrosch unverzichtbar. Für ein Paar sollte das Becken mindestens etwa 60 × 45 × 90 cm messen; zusätzliche Höhe und Breite schaffen deutlich mehr nutzbare Kletter- und Rückzugsflächen. Mehrere stabile Äste, Korkröhren und senkrechte sowie waagerechte Sitzplätze müssen das Gewicht ausgewachsener Tiere sicher tragen. Geschützte Höhlen in verschiedenen Höhen vermitteln Ruhe und können zugleich als künstliche Baumhöhlen gestaltet werden. Ein ausreichend großes Gefäß mit schadstoffarmem, temperiertem Wasser gehört zur Einrichtung. Es muss leicht erreichbar und gut zu reinigen sein. Für Zuchtabsichten ist ein tieferer, kontrollierbarer Wasserbereich erforderlich. Staunässe im Bodengrund und ständig beschlagene, schlecht belüftete Scheiben sind zu vermeiden. Eine wirksame Querlüftung lässt die Oberflächen nach dem Sprühen teilweise abtrocknen und senkt das Risiko eines belasteten Keimmilieus. Futterreste und Kot sollten zeitnah entfernt, Wassergefäße regelmäßig gründlich gereinigt werden.

Die richtige Bepflanzung

Robuste, ungespritzte Regenwaldpflanzen mit breiten Blättern geben Sichtschutz und zusätzliche Ruheplätze. Bromelien und trichterförmig wachsende Pflanzen greifen den natürlichen Lebensraum besonders anschaulich auf, ersetzen jedoch kein hygienisch kontrollierbares Wassergefäß. Die Bepflanzung sollte dicht genug für Deckung sein, zugleich aber freie Sprungwege und eine gute Luftbewegung zulassen. Kräftige Äste, Kork und Lianen bilden das tragende Gerüst; Pflanzen allein reichen für die schweren erwachsenen Frösche nicht aus. Eine Drainageschicht unter einem lockeren, feuchtigkeitsspeichernden Substrat verhindert dauerhaft nasse Bodenbereiche. Laubstreu unterstützt ein naturnahes Mikroklima. Lose Bestandteile dürfen bei der Jagd nicht regelmäßig mit aufgenommen werden, weshalb eine gezielte Fütterung an übersichtlichen Stellen sinnvoll ist.

Beleuchtung, UV, Heizung und Luftfeuchte

Bewährt haben sich Tagestemperaturen von etwa 24–28 °C mit einzelnen, nicht überhitzten Bereichen und einer nächtlichen Absenkung auf ungefähr 20–24 °C. Dauerhafte Temperaturen nahe oder über 30 °C sollten vermieden werden. Die Luftfeuchtigkeit darf nach dem Sprühen zeitweise auf 80–90 % steigen, sollte bei guter Lüftung zwischen den Beregnungen jedoch wieder auf etwa 60–70 % absinken. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Feuchte, Frischluft und sauberen Oberflächen, nicht ein ständig maximaler Messwert. Ein ungefähr zwölfstündiger Tag-Nacht-Rhythmus strukturiert den Tagesablauf. Für diese Art ist eine schwache UVB-Versorgung fachlich sinnvoll, da Untersuchungen positive Effekte auf Wachstum und Skelettentwicklung zeigten. Die tatsächliche UVB-Dosis muss an Lampentyp, Abstand, Gaze und Rückzugsmöglichkeiten angepasst werden. Helle Pflanzenbeleuchtung darf das Terrarium nicht vollständig ausleuchten; schattige Höhlen müssen jederzeit verfügbar bleiben.

Fütterung

Der Baumhöhlen-Krötenlaubfrosch frisst lebende, passend große Wirbellose. Geeignet sind abwechslungsweise Grillen, Heimchen, Schaben, Fliegen und kleinere Heuschrecken; ein einziges Futtertier sollte nicht dauerhaft die gesamte Ernährung bestimmen. Die Futtertiere werden vor dem Verfüttern hochwertig ernährt und regelmäßig mit einem geeigneten Calciumpräparat bestäubt. Ein Amphibien-Multivitamin wird in größeren Abständen und entsprechend der Herstellerdosierung eingesetzt. Vitamin D3 muss auf die vorhandene UVB-Versorgung abgestimmt werden, damit mehrere angereicherte Produkte nicht unkontrolliert kombiniert werden. Erwachsene Tiere erhalten während aktiver Phasen meist zwei- bis dreimal wöchentlich eine maßvolle Portion, Jungtiere benötigen kleinere Beute in kürzeren Abständen. Körperform und Fressverhalten sind zu beobachten, denn die kräftigen Frösche können bei zu reichlicher Fütterung verfetten. Nicht gefressene Insekten sollten entfernt werden, bevor sie die Tiere während der Ruhephase stören oder verletzen.

Geschlechtsunterschiede

Ausgewachsene Weibchen werden deutlich größer und massiger als die Männchen. Bei den Männchen liegt die Kopf-Rumpf-Länge meist bei etwa 6,5–7,7 cm, während Weibchen ungefähr 8,6–10 cm erreichen können. Fortpflanzungsbereite Männchen besitzen an der Innenseite der Daumen erkennbare Brunstschwielen. Zudem beginnen sie nach Einbruch der Dunkelheit zu rufen, besonders bei feuchtwarmen Bedingungen. Bei jüngeren Tieren ist eine zuverlässige Geschlechtsbestimmung anhand von Größe oder Körperform häufig noch nicht möglich.

Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung

In der Natur rufen die Männchen aus wassergefüllten Baumhöhlen und verteidigen geeignete Plätze teilweise gegen Rivalen. Nach dem axillaren Amplexus legt das Weibchen zahlreiche kleine Eier als Film an der Wasseroberfläche ab. In menschlicher Obhut können Gelege mehrere hundert Eier umfassen; eine Zucht muss daher lange vor dem Ansatz hinsichtlich Platz, Futter und Abgabemöglichkeiten geplant werden. Die Larven schlüpfen häufig innerhalb von 24–48 Stunden. Bei etwa 23–25 °C wurde die Metamorphose nach ungefähr 45–75 Tagen beobachtet, sie kann sich bei einzelnen Larven jedoch deutlich länger hinziehen. Kaulquappen benötigen sauberes, eher weiches Wasser, schonende Filterung und häufige Teilwasserwechsel. Frisch metamorphosierte Jungfrösche sind empfindlich und noch keine sicheren Schwimmer. Ihr Wasserzugang muss deshalb sehr flach sein und einen einfachen Ausstieg bieten. Eine dauerhafte Fortpflanzung ohne Ruhephase ist nicht anzustreben.

Endgröße und Lebenserwartung

Die Geschlechter unterscheiden sich deutlich in ihrer Endgröße. Männchen erreichen gewöhnlich etwa 6,5–7,7 cm Kopf-Rumpf-Länge. Weibchen werden meist 8,6–9 cm groß und können ungefähr 10 cm erreichen. Damit zählt die Art zu den stattlicheren baumbewohnenden Laubfröschen. Der kräftige Körperbau und die großen Haftscheiben sollten bei der Dimensionierung und Belastbarkeit der Einrichtung berücksichtigt werden.

Nice-to-Know

Jungtiere verändern ihr Erscheinungsbild während des Heranwachsens auffällig. Aus einer dunklen Grundfarbe mit hellen Partien entwickelt sich allmählich die typische graubraune, kontrastreiche Zeichnung erwachsener Tiere. Besonders markant ist die goldfarbene Iris mit dunkler Kreuzzeichnung. Der englische Name „Amazon Milk Frog“ bezieht sich nicht auf die Färbung, sondern auf ein weißliches, klebriges Abwehrsekret. Die Tiere sind vor allem am Abend und in der Nacht zu beobachten. Häufiges Herausfangen oder Anfassen verursacht Stress und sollte auf notwendige Kontrollen beschränkt bleiben.

Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen

Bei Bedrohung kann die Art ein weißliches, klebriges Hautsekret abgeben, das Fressfeinde abschreckt. Seine Wirkung auf Menschen ist nicht ausreichend quantifiziert; ein Kontakt mit Augen, Mund, Schleimhäuten oder offenen Hautstellen muss vorsorglich vermieden werden. Der Frosch ist kein Tier zum Anfassen. Muss er aus medizinischen oder pflegerischen Gründen umgesetzt werden, eignen sich angefeuchtete, puderfreie Einmalhandschuhe oder ein sauberer Fangbehälter. Anschließend werden Hände und verwendete Hilfsmittel gründlich gereinigt. Ebenso wichtig ist der Schutz des Frosches: Seifenreste, Cremes, Desinfektionsmittel, Nikotin und andere Chemikalien können über seine durchlässige Haut aufgenommen werden.

3 von 3 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 4.6 von 5 Sternen


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3 Bewertungen

25. September 2026 21:36

Bewertung mit 4 von 5 Sternen

Trachycephalus resinifictrix

Ich bestellte 4 schöne Frösche und die Lieferung war sehr schnell. Ich hatte gefragt, ob es möglich sei, sie etwas größer zu erhalten, und ich war zufrieden! Die Kosten sind akzeptabel und die Freundlichkeit des Eigentümers war tadellos. Ich bin sehr zufrieden mit dem Kauf und dem Online-Shop, den ich ausgewählt habe. Ich werde bald eine neue Bestellung aufgeben.

9. Dezember 2024 21:26

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Frösche

Bin sehr begeistert die Tiere Ware super verpackt und sind schnell da gewesen. Kann ich nur empfehlen.

11. Juli 2024 19:23

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Die schönsten Tiere

Ich habe mir die Baumhöhlen-Krötenlaubfrösche geholt, zwei Stück. Wunderschöne Tiere in einem hervorragenden, gesundheitlichen Zustand. Beide sind sehr aktiv und haben schon eine richtige Persönlichkeit, die einen auf trabg hält. Die zwei teilen sich ab und an eine Gehirnzelle, was die Tiere noch liebenswerter macht. Freue mich darauf wenn sie ausgewachsen sind.

Fragen zum Artikel

Hallo , Wenn ich 3 Milch Frösche kaufe besteht die Möglichkeit 2 weibliche unfein männlichen Frosch zu bekommen ?? Wie groß sind sie derzeit?? Lg

Guten Tag,
leider ist bei dieser Art keine gezielte Geschlechterauswahl möglich. Die zuletzt verfügbaren Tiere hatten eine Größe von etwa 3 cm, wobei die Liefergröße je nach Lieferung leicht variieren kann.

Hallo wie groß sind die Tiere die aktuell im Stock sind

Hallo! Sie können das immer tagesaktuell in der Abteilung per WhatsApp oder Anruf anfragen, die Nummer finden Sie am Artikel!

Hallo, ich habe eine Frage zu den Trachycephalus resinifictix. Was mich interessiert ist, wie alt die Tiere sind wie groß ca uns, ob vielleicht eine Geschlechtsbestimmung möglich ist. Außer sie sind zu klein, liebe Grüße, Christian Engel

Guten Tag
diese Exemplare sind ca. 1-2 cm groß, eine Geschlechterunterscheidung ist leider nicht möglich

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede

Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:

  • Frösche
    • Meist eine glatte, feuchte Haut
    • Lange Hinterbeine für weite Sprünge
    • Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
    • Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
  • Kröten
    • Trockene, warzige Haut
    • Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
    • Können in trockeneren Gebieten überleben
    • Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
  • Unken
    • Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
    • Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
    • Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)

Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.

Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?

Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.

Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.

Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:

  • Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
  • Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
  • In der Regel keine Hautatmung haben.

Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.

Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).

Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?

Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.

Häufige Futterquellen für Amphibien:

  • Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
  • Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
  • Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)

Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?

Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:

  • Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
  • Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird

Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.

Halten Amphibien eine Winterruhe?

Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.

  • Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
  • Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
  • Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.

Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?

Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:

  • Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
  • Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
  • Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander

Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.

Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?

Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.

Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?

  • Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
  • Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
  • Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
  • Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
  • Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.

Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?

Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.

  • Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
  • Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
  • Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.

Alternative Proteinquellen für große Amphibien:

Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill

Fazit:

Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.

Wie werden Amphiben versendet?

Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.

Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.

Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?

Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.

Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:

  • Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
  • Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
  • Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.

Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.

Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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