Bolifamba-Riedfrosch, Hyperolius bolifambae
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Bolifamba-Riedfrosch, Hyperolius bolifambae
| Deutscher Name: | Bolifamba-Riedfrosch |
| Wissenschaftlich: | Hyperolius bolifambae |
| Synonyme: | Medje-Riedfrosch, Bolifamba Reed Frog, Medje Reed Frog |
| Herkunft: | Westliches Zentralafrika, vor allem Südost-Nigeria bis Kamerun und die südwestliche Zentralafrikanische Republik |
| Lebensweise: | Kleiner, dämmerungs- und nachtaktiver Kletterfrosch der wasserbegleitenden Vegetation |
| Haltungsform: | Bepflanztes, gut belüftetes Feuchtterrarium mit vielen Sitzplätzen und flacher Wasserzone |
| Mindestgröße des Terrariums: | Als vorsichtiger Ausgangswert für ein Paar etwa 45 × 45 × 60 cm, für Gruppen deutlich größer |
| Temperatur und Luftfeuchtigkeit: | Tagsüber etwa 23–27 °C, nachts 20–23 °C; ungefähr 65–85 % relative Luftfeuchte |
| Beleuchtung: | Helles Tageslicht mit schwacher UVB-Komponente, beschatteten Rückzugsplätzen und rund 12 Stunden Beleuchtungsdauer |
| Bodengrund: | Feuchtigkeitsspeichernder, drainierter Bodengrund mit Laubauflage, ohne dauerhafte Vernässung |
| Futter: | Kleine lebende Futterinsekten wie Fruchtfliegen, Mikroheimchen und kleine Fliegen |
| Maximale Größe: | Männchen bis etwa 2,6 cm, Weibchen bis etwa 3,3 cm Kopf-Rumpf-Länge |
Lebensraum und Verhalten von Bolifamba-Riedfrosch (Hyperolius bolifambae)
Hyperolius bolifambae stammt aus dem westlichen Zentralafrika. Gesicherte Nachweise reichen vom südöstlichen Nigeria über das südliche Kamerun bis in den Südwesten der Zentralafrikanischen Republik. Für Äquatorialguinea liegt inzwischen ebenfalls ein Nachweis vor. Ein isolierter Fund aus dem Nordosten der Demokratischen Republik Kongo wird dagegen teilweise als unsicher bewertet; auch Angaben für Gabun und die Republik Kongo sollten nicht ohne Prüfung als bestätigte Vorkommen übernommen werden. Die Art lebt überwiegend im tropischen Tiefland unterhalb von ungefähr 730 Metern. Sie wird besonders in sekundärer Vegetation innerhalb des Waldgürtels gefunden, kommt aber offenbar ebenso in geschlossenerem Wald vor. Entscheidend ist die Nähe zu kleinen stehenden oder nur schwach fließenden Gewässern, Sümpfen und zeitweise wasserführenden Senken. Dort sitzen die Frösche auf niedrigen Pflanzen, Blättern und Halmen. Fortpflanzungsaktivität wurde an kleinen Tümpeln beobachtet. Diese Verbindung aus dichter, vertikal gegliederter Vegetation und ruhigem Flachwasser sollte sich auch in der Terrariengestaltung wiederfinden. Die Art gilt als vergleichsweise anpassungsfähig, ist jedoch kein Bewohner trockener oder strukturarm eingerichteter Behälter.
Die richtige Haltung
Für den kleinen, aber beweglichen Kletterfrosch eignet sich ein höheres Feuchtterrarium mit großzügiger Lüftungsfläche. Als vorsichtiger Ausgangswert kann für ein Paar etwa 45 × 45 × 60 cm angesetzt werden; mehrere Tiere benötigen entsprechend mehr Grundfläche, zusätzliche Höhe und zahlreiche voneinander getrennte Sitzplätze. Artspezifisch veröffentlichte Mindestmaße liegen nicht vor. Dünne Äste, Halme, Kork und breite Blätter sollten verschiedene Höhen erschließen. Eine flache Wasserzone oder leicht zugängliche Wasserschale ist unverzichtbar. Sie muss so gestaltet sein, dass die Tiere überall bequem aussteigen können. Sauberes, geeignet aufbereitetes Wasser sollte regelmäßig erneuert werden. Dauerhaft sumpfiger Boden, stehende Schmutznässe und ein Terrarium ohne Luftaustausch begünstigen Hautprobleme. Gleichzeitig darf die Einrichtung nicht vollständig austrocknen. Eine Drainageschicht erleichtert die Feuchtesteuerung. Vergesellschaftungen mit anderen Arten sind nicht zu empfehlen, da Konkurrenz, Übertragung von Krankheitserregern und Fehlbestimmungen schwer kontrollierbar sind.
Die richtige Bepflanzung
Eine dichte, aber nicht undurchdringliche Bepflanzung bildet das Zentrum der Einrichtung. Geeignet sind robuste, unbehandelte Pflanzen mit glatten oder leicht strukturierten Blättern, etwa kleinere Philodendron-, Scindapsus-, Ficus- oder Bromelienarten. Ergänzend schaffen aufrecht stehende Halme und schmale Blattpflanzen natürliche Ruf- und Ruheplätze. Über der Wasserzone sollten Blätter oder Zweige erreichbar sein, ohne dass der gesamte Behälter beschattet wird. Alle Pflanzen müssen frei von Pflanzenschutzmitteln, Blattglanzmitteln und Düngerresten sein. Neu erworbene Pflanzen werden gründlich gereinigt und möglichst außerhalb des Tierterrariums eingewöhnt. Eine Laubschicht sowie Moose können lokal Feuchtigkeit speichern; dauerhaft nasses Moos auf sämtlichen Flächen ist jedoch ungeeignet. Freie Bereiche erleichtern die Futterkontrolle und ermöglichen den Fröschen die Wahl zwischen feuchten, trockeneren, hellen und geschützten Sitzplätzen.
Beleuchtung, UV, Heizung und Luftfeuchte
Für die Haltung bietet sich ein mäßig warmes, feuchtes Tieflandklima an. Als vorsichtiger Praxisbereich gelten tagsüber ungefähr 23–27 °C und nachts etwa 20–23 °C. Eine leichte nächtliche Abkühlung ist sinnvoll; anhaltende Überhitzung sollte vermieden werden. Die relative Luftfeuchte kann sich überwiegend zwischen etwa 65 und 85 % bewegen und nach dem abendlichen Sprühen vorübergehend höher liegen. Wichtig ist ein Wechsel aus feuchten Phasen und oberflächlichem Abtrocknen bei stetigem Luftaustausch. Temperatur und Luftfeuchte sollten digital überwacht werden. Helles, pflanzengerechtes Tageslicht unterstützt einen klaren Rhythmus. Eine schwache UVB-Quelle kann angeboten werden, sofern die Bestrahlungsstärke kontrolliert wird und dichte Schattenplätze vorhanden sind. Das Leuchtmittel gehört oberhalb einer geeigneten Gaze, nicht hinter Glas. Eine Beleuchtungsdauer von ungefähr zwölf Stunden bildet einen praktikablen Ausgangspunkt. Direkte starke Strahlung und ungeschützte heiße Sonnenplätze passen nicht zu diesem kleinen Frosch.
Fütterung
Hyperolius bolifambae benötigt kleine, lebende und sich bewegende Wirbellose. Geeignet sind unter anderem Fruchtfliegen, Mikroheimchen, kleine Fliegen, sehr kleine Schaben und andere passend dimensionierte Futterinsekten. Die Beute darf nicht so groß sein, dass sie nur mühsam bewältigt wird. Abwechslung ist einer einseitigen Ernährung vorzuziehen. Futtertiere sollten vor dem Verfüttern hochwertig ernährt und regelmäßig mit einem amphibiengeeigneten Calciumpräparat bestäubt werden. Ein Vitaminpräparat wird sparsam und nach einem festen, zum UVB-Angebot passenden Plan eingesetzt. Bei messbarer UVB-Versorgung ist zusätzliches Vitamin D3 besonders zurückhaltend zu dosieren; ohne wirksames UVB kann eine kontrollierte Ergänzung notwendig sein. Überversorgungen sind ebenso zu vermeiden wie dauerhafter Calciummangel. Futtermenge und Rhythmus richten sich nach Alter, Kondition und Aktivität. Nicht gefressene Heimchen sollten entfernt werden, damit sie ruhende Frösche nicht bedrängen.
Geschlechtsunterschiede
Weibchen werden größer und erreichen nach veröffentlichten Feldangaben bis etwa 33 mm Kopf-Rumpf-Länge, während Männchen bis ungefähr 26 mm erreichen. Bei geschlechtsreifen Männchen ist die Kehle grünlich gefärbt und als Schallblase ausgebildet. Rufende Tiere lassen sich daher meist sicher als Männchen erkennen. Die Grundfärbung kann bei der Art variieren und reicht unter anderem von Braun bis Gelb; Farbe allein ist deshalb kein zuverlässiges Geschlechtsmerkmal. Für die Zusammenstellung einer Zuchtgruppe sollten Größe, Kehlregion und Rufverhalten gemeinsam beurteilt werden.
Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung
In der Natur rufen die Männchen ab der Dämmerung von niedriger Vegetation nahe stehenden oder schwach fließenden Gewässern. Die Rufe können bis in die frühe Nacht hinein besonders aktiv sein. Als Fortpflanzungsgewässer werden kleine Tümpel und sumpfige Bereiche genutzt. Für einen Zuchtversuch sind daher eine gut strukturierte Wasserzone, überhängende Blätter und eine jahreszeitlich nachvollziehbare Veränderung von Beregnung und Feuchtigkeit sinnvoll. Zur genauen Eiablage und zur verlässlich erprobten Nachzucht von Hyperolius bolifambae liegen jedoch nur wenige belastbare artspezifische Angaben vor. Eine für andere Riedfrösche beschriebene Eiablage auf Blättern über dem Wasser darf deshalb nicht ungeprüft als gesicherter Ablauf dieser Art vorausgesetzt werden. Kaulquappen entwickeln sich aquatisch und benötigen hygienisch stabiles, schadstofffreies Wasser, geeignetes Kleinstfutter und Schutz vor Ansaugstellen. Zuchtversuche sollten sorgfältig dokumentiert und Gelege beziehungsweise Larven getrennt überwacht werden.
Endgröße und Lebenserwartung
Hyperolius bolifambae bleibt ausgesprochen klein. Für Männchen werden maximal etwa 26 mm, für Weibchen etwa 33 mm Kopf-Rumpf-Länge angegeben. Die zierliche Gestalt darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Frosch viel nutzbare Kletterfläche und zahlreiche Sitzplätze benötigt. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Nice-to-Know
Der Ruf wird als hohes, summendes Geräusch beschrieben und setzt gewöhnlich mit der Dämmerung ein. Die Tiere sitzen dabei auf niedrigen Pflanzen in Gewässernähe. Ihre Färbung ist variabel: Der Rücken kann einheitlich braun bis gelblich erscheinen, während die Bauchseite gelb oder dunkel mit hellen Punkten sein kann. Hyperolius bolifambae ähnelt insbesondere Hyperolius pardalis. Einzelne Farbmerkmale reichen für eine sichere Bestimmung nicht immer aus; Ruf, Herkunft und fachkundige morphologische Prüfung sollten einbezogen werden. Der wissenschaftliche Name erinnert an den kamerunischen Typusfundort Bolifamba am Mount Cameroon.
Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen
Für Hyperolius bolifambae sind keine belastbaren Hinweise auf eine für Menschen gefährliche Giftwirkung bekannt. Wie andere Amphibien kann die Art jedoch Hautsekrete abgeben, die Augen, Schleimhäute oder empfindliche Haut reizen können. Direkter Kontakt sollte deshalb auf unvermeidbare Pflegemaßnahmen beschränkt bleiben. Nach Arbeiten im Terrarium sind die Hände gründlich zu waschen. Für das Tier selbst stellen Seifenreste, Cremes, Desinfektionsmittel, Nikotin und natürliche Hautfette ein erhebliches Risiko dar. Falls ein Umsetzen notwendig ist, eignen sich angefeuchtete, puderfreie Einmalhandschuhe oder ein sauberer Fangbehälter besser als trockene Hände.
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Häufige Fragen (FAQ)
Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede
Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:
-
Frösche
- Meist eine glatte, feuchte Haut
- Lange Hinterbeine für weite Sprünge
- Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
- Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
-
Kröten
- Trockene, warzige Haut
- Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
- Können in trockeneren Gebieten überleben
- Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
-
Unken
- Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
- Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
- Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.
Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?
Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.
Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.
Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:
- Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
- Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
- In der Regel keine Hautatmung haben.
Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.
Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).
Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?
Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.
Häufige Futterquellen für Amphibien:
- Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
- Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
- Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)
Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?
Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:
- Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
- Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird
Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.
Halten Amphibien eine Winterruhe?
Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.
- Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
- Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
- Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.
Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?
Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:
- Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
- Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
- Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander
Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.
Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?
Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.
Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?
- Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
- Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
- Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
- Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
- Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.
Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?
Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.
- Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
- Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
- Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.
Alternative Proteinquellen für große Amphibien:
Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill
Fazit:
Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.
Wie werden Amphiben versendet?
Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.
Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.
Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?
Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.
Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:
- Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
- Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
- Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.
Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.
Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.