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Burma-Tiger-Schlangenkopf „Gold“, Channa pulchra

Goldgelbe Farbform

Helle Zuchtlinie mit zurückgenommenen dunklen Pigmenten

Kühles Bergbachwasser

Fühlt sich bei 20 bis 25 °C und viel Sauerstoff am wohlsten

Zusätzlicher Luftatmer

Atmet zusätzlich atmosphärische Luft an der Wasseroberfläche

Echter Charakterfisch

Lernt seinen Pfleger kennen und zeigt interessantes Verhalten

Burma-Tiger-Schlangenkopf „Gold“, Channa pulchra


Auf einen Blick: Burma-Tiger-Schlangenkopf „Gold“, Channa pulchra
Deutscher Name:Burma-Tiger-Schlangenkopf „Gold“
Wissenschaftlich:Channa pulchra
Synonyme:Channa pulchra Gold, Golden Burmese Snakehead, Schöner Schlangenkopf Gold
Herkunft:Farbform; Wildart aus Bergbächen der Rakhine Yoma, Myanmar
Gesellschafts-Aquarium:Artbecken, einzeln oder als eingewöhntes Paar
Wasserwerte:pH 6,0–7,5, GH 3–12 °dH
Temperatur:20–25 °C, im Sommer kurz bis 26 °C
Beckengröße:ab 100 × 50 cm Grundfläche, rund 200 Liter
Bepflanzung:Wurzeln, Steine, Höhlen, robuste Pflanzen, dichte Abdeckung
Futter:Mysis, Krill, Garnelen, Regenwürmer, Fischstücke
Geschlechts-Unterschiede:Schwer erkennbar, Männchen oft kräftiger gefärbt
Zucht möglich:Männchen bewacht die Brut
Maximale Größe:etwa 20–30 cm
Liefergröße:ca. 9,0-10,0 cm
Mit Garnelen verträglich:Ungeeignet
Im Detail: Burma-Tiger-Schlangenkopf „Gold“, Channa pulchra

Herkunft von Burma-Tiger-Schlangenkopf „Gold“ (Channa pulchra)

Channa pulchra wurde 2007 von Ralf Britz wissenschaftlich beschrieben, zusammen mit dem nahe verwandten Channa ornatipinnis. Die Art stammt aus dem Einzugsgebiet des Kyeintali Chaung in der Rakhine Yoma im Westen Myanmars. Dort bewohnt sie klare, schnell fließende und sauerstoffreiche Bergbäche, die für ein subtropisches Gebiet recht kühl bleiben. Trotz der häufigen Einordnung als Zwergschlangenkopf kann sie rund 30 cm erreichen. Die Wildform ist graugrün bis türkis mit dunklem Mosaikmuster, orangefarbenen Flecken und schwarz-weiß gezeichneten Flossen. Bei der Farbform „Gold“ handelt es sich um eine in Asien gezüchtete Linie, bei der die dunklen Pigmente deutlich zurücktreten. Die Tiere wirken dadurch goldgelb bis cremefarben, während Flossensäume und Fleckenzeichnung je nach Tier mehr oder weniger sichtbar bleiben. Haltung und Pflege entsprechen vollständig der Wildform. Wild gefangene Tiere sind selten im Handel, angeboten werden heute überwiegend Nachzuchten. Wie alle Schlangenköpfe kann Channa pulchra zusätzlich atmosphärische Luft atmen und kommt deshalb regelmäßig zur Oberfläche.

Vergesellschaftung

Burma-Tiger-Schlangenköpfe sind untereinander unverträglich und sollten einzeln oder als gemeinsam aufgewachsenes, harmonierendes Paar im Artbecken gehalten werden. Erwachsene Tiere später zu verpaaren endet oft mit Verletzungen. Andere Fische, die ins Maul passen, werden als Beute betrachtet; Vergesellschaftung ist allenfalls in sehr großen Becken mit deutlich größeren, robusten Arten möglich und bleibt riskant.

Passende Wasserparameter

Weiches bis mittelhartes, leicht saures bis neutrales Wasser ist ideal: pH 6,0 bis 7,5, Gesamthärte etwa 3 bis 12 °dH. Eine kräftige Filterung mit guter Sauerstoffversorgung und regelmäßige Teilwasserwechsel sind wichtig.

Haltungstemperatur

Als Bewohner kühler Bergbäche bevorzugt die Art 20 bis 25 °C. Kurzzeitig höhere Sommerwerte bis etwa 26 °C werden toleriert, dauerhaft über 27 °C steigt das Krankheitsrisiko.

Beckengröße

Ein einzelnes Tier braucht ein Becken ab etwa 100 × 50 cm Grundfläche und rund 200 Liter, ein Paar besser 300 Liter und mehr. Die Abdeckung muss lückenlos und beschwert sein, denn Schlangenköpfe springen hervorragend.

Bepflanzung

Wurzelholz, Steinaufbauten und Höhlen aus Ton oder Rohren bieten die nötigen Verstecke. Robuste Pflanzen wie Anubias, Javafarn oder Schwimmpflanzen dämpfen das Licht. Ein gedämpft beleuchtetes, strukturreiches Becken reduziert Stress.

Futter

Channa pulchra ist ein reiner Fleischfresser. Geeignet sind Frostfutter wie Mysis, Krill und Garnelen, dazu Regenwürmer, Muschel- und Fischfleisch sowie spezielles Raubfischgranulat. Erwachsene Tiere werden nur zwei- bis dreimal pro Woche gefüttert, da sie leicht verfetten. Lebende Futterfische sind nicht nötig.

Geschlechtsunterschiede

Äußerlich lassen sich die Geschlechter nur schwer unterscheiden. Ausgewachsene Männchen sind oft etwas kräftiger gefärbt und haben einen breiteren Kopf; die Fleckenmuster sind dagegen individuell und kein Geschlechtsmerkmal.

Zucht

Nachzuchten gelingen inzwischen regelmäßig. Ein eingespieltes Paar laicht in Höhlen oder geschützten Bereichen, die Brutpflege übernimmt vor allem das Männchen, das Eier und Jungfische bewacht. Die Jungen lassen sich mit Artemia-Nauplien und später feinem Frostfutter aufziehen. Zur Fortpflanzungsweise gibt es in der Literatur unterschiedliche Angaben.

Endgröße

Die Art erreicht etwa 20 bis 30 cm Gesamtlänge. Die Lebenserwartung wird bei guter Pflege auf 10 Jahre und mehr geschätzt.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Ungeeignet: Garnelen jeder Größe gehören zum Beutespektrum und werden gefressen.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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