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Drachenkopf Seenadel, Corythoichthys intestinalis

Feines natürliches Muster

Wellige Linien und Bänder tarnen den schlanken Körper.

Bodennahe Nahrungssuche

Die Seenadel sucht ruhige Riffbereiche nach Kleinstbeute ab.

Copepoden fest einplanen

Lebende Kleinstkrebse bilden eine wichtige Futterbasis.

Ruhige Spezialhaltung

Passende Partner und wenig Futterkonkurrenz sind nötig.

Drachenkopf Seenadel, Corythoichthys intestinalis


Auf einen Blick: Drachenkopf Seenadel, Corythoichthys intestinalis
Deutscher Name:Drachenkopf Seenadel
Wissenschaftlich:Corythoichthys intestinalis
Synonyme:Scribbled Pipefish, Messmate Pipefish
Herkunft:Westlicher Zentralpazifik; sandige und geröllreiche Riff- und Lagunenbereiche.
Riffaquarium-tauglich:Korallenverträglich; Kleinstkrebse werden gefressen, nesselnde Nachbarn meiden.
Verträglichkeit:Als passendes Paar oder kleine Gruppe im ruhigen Spezialbecken.
Wasserwerte:34–35 PSU, pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH.
Temperatur:24–26 °C
Beckengröße:Vorsichtige Empfehlung ab etwa 200 Litern mit reichem Kleinsttierbestand.
Futter:Vor allem lebende Copepoden; Frostfutter nur nach bestätigter Annahme.
Schwierigkeitsgrad:Sehr anspruchsvoll; kontinuierlich erreichbare kleine Beute nötig.
Geschlechts-Unterschiede:Männchen tragen die Eier an der Unterseite des Schwanzbereichs.
Zucht möglich:Nachzucht möglich, aber spezialisierte Ei- und Larvenversorgung nötig.
Maximale Größe:Etwa 16 cm, je nach Quelle unterschiedliche Längenmessung.
Liefergröße:ca. 7,0-9,0 cm
Im Detail: Drachenkopf Seenadel, Corythoichthys intestinalis

Herkunft von Drachenkopf Seenadel (Corythoichthys intestinalis)

Die Drachenkopf Seenadel bewohnt Riff- und Lagunenbereiche des westlichen Zentralpazifiks. Ihr Gebiet umfasst unter anderem Gewässer zwischen Borneo und Samoa sowie weiter nördlich gelegene mikronesische Inselgruppen. Im Süden reichen Angaben bis zu den Rowley Shoals und Neukaledonien. Die Tiere halten sich häufig dicht über sandigen Flächen, Geröll und niedrigen Riffstrukturen auf. Dort suchen sie mit ihrem kleinen röhrenförmigen Maul nach winzigen Krebstieren. Der sehr schlanke gegliederte Körper und ein welliges bis netzartiges Muster machen sie über dem Untergrund schwer erkennbar. Anders als frei schwimmende Schwarmfische bewegt sich diese Seenadel meist ruhig und bodennah. Paarweise auftretende Tiere können gemeinsam beim langsamen Absuchen geeigneter Flächen beobachtet werden. Für die Aquarienhaltung ergibt sich daraus ein besonderer Schwerpunkt: Die Nahrung muss nicht nur vorhanden, sondern für die Seenadel jederzeit erreichbar sein. Ein hektisches Gesellschaftsriff mit schnellen Nahrungskonkurrenten passt deshalb schlecht zu ihrer Lebensweise. Die angebotenen sieben bis neun Zentimeter liegen unter dem erwachsenen Maß und verlangen bereits eine verlässliche Versorgung mit passender Kleinstbeute.

Eignung für das Riffaquarium

Korallen werden gewöhnlich nicht angegriffen. Sehr kleine Krebstiere dienen als Nahrung. Nesselnde Anemonen und kräftig nesselnde Korallen können umgekehrt die Seenadel verletzen; deshalb ist nicht jedes Korallenriff als Umgebung geeignet.

Vergesellschaftung und Verhalten

Ein passendes Paar oder eine kleine Gruppe in ruhiger Spezialhaltung ist günstig. Schnelle Fresser, räuberische Krabben und aggressive Fische sind ungeeignet. Auch andere auf Copepoden angewiesene Spezialisten können starke Nahrungskonkurrenz verursachen.

Wasserwerte und Temperatur

Orientieren Sie sich an stabilen 24–26 °C, 34–35 PSU Salzgehalt, pH 8,1–8,4 und KH 7–10 °dKH. Sanfte, gut verteilte Strömung und geschützte Pumpenansaugungen sind wichtig, ohne auf Sauerstoffversorgung zu verzichten.

Aquarium und Einrichtung

Vorsichtig empfehlen wir etwa 200 Liter oder mehr als gezielt eingerichtetes Spezialbecken. Ein reifer Aufbau mit reichem Kleinsttierbestand ist wertvoll. Mehr Volumen allein löst Futterprobleme nicht, wenn die Seenadel ihre Beute nicht erreicht.

Futter und Futterumstellung

Lebende Copepoden und andere passend kleine marine Krebstiere bilden die sichere Planungsgrundlage. Manche Tiere nehmen angereichertes feines Frostfutter an, andere nicht. Mehrere gezielte Fütterungen und eine verlässliche Lebendfutterquelle sind nötig; Trockenfutter wird nicht vorausgesetzt.

Eingewöhnung

Temperatur und Salzgehalt langsam angleichen, etwa kontrolliert mit der Tropfmethode. Ein ruhiges wassergefülltes Gefäß vermeidet unnötiges Verfolgen. Nach dem Einsetzen früh passende kleine lebende Beute anbieten und die Aufnahme beobachten.

Geschlechtsunterschiede

Männchen tragen die Eier an der Unterseite im Schwanzbereich. Außerhalb einer Brutphase ist eine sichere Zuordnung kleiner Tiere schwieriger. Die Position enthält keine Zusage eines bestimmten Geschlechts.

Zucht

Nachzucht ist grundsätzlich möglich. Die frühe Versorgung kleiner Jungtiere mit geeigneter Kleinstnahrung verlangt jedoch Erfahrung und gesonderte Aufzuchtbedingungen. Dieses Angebot ist nicht als Nachzucht ausgewiesen.

Endgröße und Lebenserwartung

Als Größenordnung werden etwa 16 cm genannt; Standard- und Gesamtlänge sind in Quellen nicht immer gleich ausgewiesen. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie werden Meerwassertiere versendet?

Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.

Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.

Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?

Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.

Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.

Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?

Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.

Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.

Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?

Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.

Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.

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