Ist es möglich, bei Gastromyzon sp. „Bloody Mary“ (Bloody-Mary-Flossensauger) eine bestimmte Anzahl an Weibchen und Männchen zu bekommen?
Flossensauger „Double Red“ (Bloody Mary), Pseudogastromyzon sp.
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Flossensauger „Double Red“ (Bloody Mary), Pseudogastromyzon sp.
| Deutscher Name: | Flossensauger „Double Red“ (Bloody Mary) |
| Wissenschaftlich: | Pseudogastromyzon sp. |
| Synonyme: | Bloody Mary, Double Red, Bloody Mary Flossensauger |
| Herkunft: | Ostasien, genaue Herkunft der Handelsform nicht gesichert |
| Gesellschafts-Aquarium: | friedlich, in einer Gruppe ab fünf Tieren, mit ruhigen Strömungsfischen |
| Wasserwerte: | sauberes, sauerstoffreiches Wasser, pH 7,0 - 8,0, GH 4 - 12 |
| Temperatur: | ca. 20 - 24 °C |
| Beckengröße: | ab 100 cm Kantenlänge, flach und mit starker Strömung |
| Bepflanzung: | robuste Pflanzen und Moose an Steinen, glatte Steine und Kies |
| Futter: | Aufwuchs, Algenfutter, Frost- und Lebendfutter |
| Geschlechts-Unterschiede: | Weibchen kräftiger und größer, sicher nur von unten erkennbar |
| Zucht möglich: | in Aquarien kaum bekannt |
| Maximale Größe: | ca. 6 - 8 cm |
| Liefergröße: | ca. 3,0-4,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | adulte Garnelen meist unproblematisch, Jungtiere nicht sicher |
Herkunft von Flossensauger „Double Red“ (Bloody Mary) (Pseudogastromyzon sp.)
Der Flossensauger „Double Red“, im Handel auch als „Bloody Mary“ bekannt, gehört zu den Pseudogastromyzon-Flossensaugern, kleinen Bachschmerlen aus schnell fließenden, sauerstoffreichen Bergbächen Ostasiens. Sein Körper ist abgeflacht, und die breiten Brust- und Bauchflossen bilden eine Saugscheibe, mit der sich die Tiere selbst in starker Strömung an Steinen festhalten und den Aufwuchs abweiden. Namensgebend ist die auffällige Zeichnung: Auf hellem Grund verlaufen dunkle Streifen, und die Flossen leuchten in kräftigem Rot. „Double Red“ und „Bloody Mary“ sind Handelsnamen für dieselbe, nicht wissenschaftlich beschriebene Form, deren genaue Art und Fundort nicht gesichert sind. Zusammen mit den anderen roten Formen der Gattung zählt er zu den gefragtesten Flossensaugern, die Sammler gern in kleinen Gruppen halten. Die Tiere stammen überwiegend aus Wildfängen und sind deshalb auf sauberes Wasser, ein gut eingefahrenes Becken und eine ruhige Eingewöhnung angewiesen. Wer sie pflegen möchte, sollte kräftige Strömung, glatte Steine und viel Aufwuchs bereithalten, damit sich die farbenprächtigen Tiere dauerhaft wohlfühlen.
Vergesellschaftung
Flossensauger sind friedliche Fische, die sich vor allem mit Artgenossen beschäftigen. Gegenüber ähnlich geformten Bodenfischen, besonders anderen Flossensaugern, können sie revierbetont sein. Am besten pflegt man eine Gruppe ab fünf Tieren, dann verteilen sich die Auseinandersetzungen und jedes Tier findet Platz zum Ausweichen. Als Beifische eignen sich ruhige Strömungsfische wie kleine Bärblinge oder Bachgrundeln mit ähnlichen Wasserwerten. Hektische oder futterstarke Arten sind ungeeignet, weil Flossensauger schwache Futterkonkurrenten sind.
Passende Wasserparameter
Gefragt ist sauberes, klares und sehr sauerstoffreiches Wasser. Übereinstimmende Handelsangaben nennen einen pH-Wert von etwa 7,0 bis 8,0 und eine Gesamthärte von 4 bis 12 °dGH. Wichtiger als der genaue Wert ist die Stabilität: Nitrit und Ammonium dürfen nicht messbar sein, und das Becken muss gut eingefahren sein. Regelmäßige Teilwasserwechsel mit temperiertem Wasser halten die Wasserqualität hoch.
Haltungstemperatur
Die Tiere bevorzugen kühles bis gemäßigtes Wasser von etwa 20 bis 24 °C. Wärmeres Wasser enthält weniger Sauerstoff und belastet Flossensauger schnell, deshalb sollte das Becken im Sommer nicht überhitzen. Ein Lüfter oder ein kühler Standort hilft bei Bedarf.
Beckengröße
Für eine Gruppe empfiehlt sich ein Aquarium ab etwa 100 cm Kantenlänge. Ein flaches Becken mit großer Bodenfläche ist besser als ein hohes. Wichtig sind eine kräftige Strömung durch Pumpen oder Außenfilter mit hoher Umwälzung sowie eine gut schließende Abdeckung, denn Flossensauger können an Glasflächen klettern.
Bepflanzung
Der Bodengrund besteht idealerweise aus Sand, feinem Kies und glatten, abgerundeten Steinen, auf denen sich Aufwuchs bildet. Robuste Pflanzen wie Anubias oder Javafarn sowie Moose lassen sich auf Steinen und Wurzeln befestigen. Das Becken sollte hell stehen, damit sich genügend Aufwuchs entwickeln kann; in neu eingerichteten Becken fühlen sich die Tiere nicht wohl.
Futter
Flossensauger weiden Biofilm und Algen von Steinen und Scheiben ab. Ergänzend nehmen sie Algenwafer, feines Flockenfutter sowie Frost- und Lebendfutter wie Wasserflöhe, Artemia oder Mückenlarven. Gefüttert wird in kleinen Portionen, damit die Tiere nicht gegen schnellere Mitbewohner verlieren.
Geschlechtsunterschiede
Weibchen sind in der Regel größer und kräftiger gebaut als Männchen. Besser erkennbar ist der Unterschied von unten, etwa an der Glasscheibe. Bei diesem Handelsfisch sind verlässliche Angaben begrenzt.
Zucht
Zur Nachzucht des Flossensaugers „Double Red“ liegen keine gesicherten Angaben vor.
Endgröße
Die Tiere erreichen nach Handelsangaben bis zu etwa 8 cm; die Angabe ist nicht wissenschaftlich abgesichert. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Adulte Garnelen werden von diesen Aufwuchsfressern meist nicht bedrängt. Für Jungtiere und sehr kleine Garnelen lässt sich keine verlässliche Aussage treffen, da sie bei Gelegenheit gefressen werden können.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen, Zimmertemperatur (19-21°C) - kein Heizer in beheizten Räumen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.