Flossensauger „Imperial Double Red“, Pseudogastromyzon sp.
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Flossensauger „Imperial Double Red“, Pseudogastromyzon sp.
| Deutscher Name: | Flossensauger „Imperial Double Red“ |
| Wissenschaftlich: | Pseudogastromyzon sp. |
| Synonyme: | Imperial Double Red, Double Red Flossensauger, Roter Flossensauger |
| Herkunft: | Asien, genaue Herkunft der Handelsform nicht gesichert |
| Gesellschafts-Aquarium: | friedlich, in einer Gruppe ab vier Tieren, nur mit ruhigen Strömungsfischen |
| Wasserwerte: | sauberes, sauerstoffreiches, eher weiches bis mittelhartes Wasser |
| Temperatur: | ca. 20 - 25 °C |
| Beckengröße: | ab 80 cm Kantenlänge, flach und mit starker Strömung |
| Bepflanzung: | robuste Pflanzen und Moose an Steinen möglich, Steine und Kies wichtig |
| Futter: | Aufwuchs, Algenfutter, feines Frost- und Flockenfutter |
| Geschlechts-Unterschiede: | Weibchen meist kräftiger und etwas größer, sicher nur von unten erkennbar |
| Zucht möglich: | in Aquarien nicht bekannt |
| Maximale Größe: | je nach Art ca. 6 - 10 cm |
| Liefergröße: | ca. 4,0-5,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | adulte Garnelen meist unproblematisch, Jungtiere nicht sicher |
Herkunft von Flossensauger „Imperial Double Red“ (Pseudogastromyzon sp.)
Der Imperial Double Red gehört zu den Flossensaugern, also zu jenen Bachschmerlen, die in schnell fließenden, sauerstoffreichen Bergbächen Asiens leben. Ihre Körper sind abgeflacht, die paarigen Brust- und Bauchflossen bilden eine breite Saugscheibe, mit der sich die Tiere selbst in starker Strömung an Steinen festhalten und den Aufwuchs abweiden. Unter dem Handelsnamen „Imperial Double Red“ kommt eine leuchtend rot gezeichnete Form in den Handel, die nicht wissenschaftlich beschrieben ist. Je nach Händler wird sie der Gattung Pseudogastromyzon aus China oder den Borneo-Flossensaugern der Gattung Gastromyzon zugeordnet; die genaue Art und der Fundort sind nicht gesichert. Auch der Name „Imperial“ beschreibt eher die auffällige Färbung als eine belegte Zuchtlinie. Die Tiere stammen überwiegend aus Wildfängen, was ihre Empfindlichkeit gegenüber Wasserqualität und Transport erklärt. Wer diesen auffälligen Flossensauger pflegen möchte, sollte ein gut eingefahrenes Becken mit kräftiger Strömung, glatten Steinen und viel Aufwuchs bereithalten und die Tiere nach der Ankunft ruhig eingewöhnen.
Vergesellschaftung
Flossensauger sind friedliche Fische, die sich vor allem mit ihresgleichen beschäftigen. Es empfiehlt sich, mindestens vier Tiere gemeinsam zu halten, denn untereinander zeigen sie ein gewisses Revierverhalten, das sich in der Gruppe verteilt. Als Beifische eignen sich ruhige Strömungsfische wie kleine Bärblinge, Bachgrundeln oder rheophile Welse, die ähnliche Wasserwerte mögen. Große, hektische oder futterstarke Arten sind ungeeignet, weil der Flossensauger ein schwacher Futterkonkurrent ist.
Passende Wasserparameter
Wichtig ist sauberes, klares und sehr sauerstoffreiches Wasser. Die meisten Flossensauger kommen mit weichem bis mittelhartem Wasser im neutralen Bereich zurecht. Entscheidend ist weniger der exakte Wert als die Stabilität: Nitrit und Ammonium dürfen nicht messbar sein, und das Becken muss gut eingefahren sein. Regelmäßige Teilwasserwechsel mit temperiertem Wasser halten die Wasserqualität hoch.
Haltungstemperatur
Die Tiere bevorzugen kühles bis gemäßigtes Wasser, etwa 20 bis 25 °C. Zu warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff und belastet Flossensauger schnell. Im Sommer sollte das Becken deshalb nicht überhitzen; ein Lüfter oder ein kühler Standort hilft bei Bedarf.
Beckengröße
Für eine kleine Gruppe empfiehlt sich ein Aquarium ab etwa 80 cm Kantenlänge. Besser als ein hohes Becken ist ein flaches mit großer Bodenfläche. Eine kräftige Strömung durch Pumpen oder einen Außenfilter mit Ausströmer ist wichtig, ebenso eine gut schließende Abdeckung, denn Flossensauger können an Glasflächen klettern.
Bepflanzung
Der Bodengrund besteht idealerweise aus Sand, feinem Kies und glatten, abgerundeten Steinen, auf denen sich Aufwuchs bildet. Robuste Pflanzen wie Anubias oder Javafarn und Moose lassen sich auf Steinen und Wurzeln befestigen und bieten zusätzlich Strukturen. Das Becken sollte hell stehen, damit sich ausreichend Aufwuchs entwickeln kann.
Futter
Flossensauger weiden Biofilm und Algen von Steinen und Scheiben ab. Im Aquarium ergänzt man das mit Algenwafern, feinem Flockenfutter, Frostfutter wie Mückenlarven oder Artemia sowie gelegentlich fein zerkleinertem Gemüse. Ein zu hoher Proteinanteil sollte vermieden werden. Gefüttert wird am besten in kleinen Portionen, damit die Tiere nicht gegen schnellere Mitbewohner verlieren.
Geschlechtsunterschiede
Weibchen sind in der Regel etwas kräftiger gebaut und meist leicht größer als Männchen. Besser erkennbar ist der Unterschied von unten, etwa an der Glasscheibe. Bei diesem Handelsfisch sind verlässliche Angaben begrenzt.
Endgröße
Die Endgröße hängt von der tatsächlichen Art ab und liegt bei Flossensaugern meist im Bereich von etwa 6 bis 10 cm. Da die Art nicht sicher bestimmt ist, sind die Angaben als Spanne zu verstehen. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Adulte Garnelen werden von diesen Aufwuchsfressern meist nicht bedrängt. Für Jungtiere und sehr kleine Garnelen lässt sich keine verlässliche Aussage treffen, da sie bei Gelegenheit gefressen werden können.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.