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Goldfröschchen, Mantella aurantiaca

Leuchtendes Orange

Die intensive Warnfarbe macht jeden Blick ins Terrarium besonders.

Kühler Waldbewohner

Optimal bei 18–24 °C und hoher, gut belüfteter Feuchte.

Tagaktiv am Boden

Aktiv zwischen Laub, Moos und niedrigen Ästen zu beobachten.

Kleinstfutter gefragt

Frisst Fruchtfliegen, Springschwänze und winzige Grillen.

Goldfröschchen, Mantella aurantiaca

Liefergröße: Größenklasse M


Auf einen Blick: Goldfröschchen, Mantella aurantiaca
Deutscher Name:Goldfröschchen
Wissenschaftlich:Mantella aurantiaca
Synonyme:Goldmantella, Goldener Mantella-Frosch
Herkunft:Östliches Zentralmadagaskar, Raum Moramanga und Andasibe
Lebensweise:Tagaktiv, überwiegend bodenbewohnend und in Gruppen lebend
Haltungsform:Kühles, dicht strukturiertes Feuchtwaldterrarium mit flachem Wasserzugang
Mindestgröße des Terrariums:Für eine kleine Gruppe mindestens etwa 45 × 45 × 45 cm, größer empfohlen
Temperatur und Luftfeuchtigkeit:Saisonal etwa 15–24 °C bei hoher Luftfeuchte und guter Lüftung
Beleuchtung:Helles Tageslicht, schwaches UVB und saisonal 10–14 Stunden Beleuchtung
Bodengrund:Drainagefähiger Waldboden mit feuchtem Laub, Moos und Verstecken
Futter:Sehr kleine lebende Wirbellose wie Fruchtfliegen, Springschwänze und Grillennymphen
Maximale Größe:Männchen etwa 20–22 mm, Weibchen meist 24–26 mm
Im Detail: Goldfröschchen, Mantella aurantiaca

Lebensraum und Verhalten von Goldfröschchen (Mantella aurantiaca)

Das Goldfröschchen ist ausschließlich auf Madagaskar heimisch und bewohnt dort ein ausgesprochen kleines Gebiet im östlichen zentralen Hochland. Die bekannten Vorkommen liegen im Umfeld von Moramanga und Andasibe, unter anderem im Feuchtgebiet Torotorofotsy sowie in benachbarten Resten des östlichen Regenwaldkorridors. Die Fundorte befinden sich ungefähr 870 bis 1.050 Meter über dem Meeresspiegel. Statt dauerhaft im Wasser zu leben, hält sich dieser winzige Frosch vor allem am Boden feuchter Bergwälder auf. Er durchstreift lockere Erde, Moospolster, dichtes Pflanzenwerk und eine tiefe Schicht aus Falllaub. Selbst weit unter der Oberfläche des lockeren Laubes wurden Tiere gefunden. Besonders wichtig sind kleine sumpfige Senken und zeitweise wasserführende Tümpel, denn sie ermöglichen die Entwicklung der Kaulquappen. Das Klima ist feucht, aber aufgrund der Höhenlage deutlich kühler als in vielen tropischen Tieflandhabitaten. Regenzeit und kühlere Trockenzeit prägen Aktivität, Nahrungsaufnahme und Fortpflanzung. Wegen seines winzigen Verbreitungsgebietes und fortdauernder Lebensraumverluste gilt das Goldfröschchen als stark gefährdet. Für die Terrarienhaltung sollten deshalb ausschließlich Tiere mit nachvollziehbarer legaler Herkunft gewählt werden.

Die richtige Haltung

Geeignet ist ein ausbruchssicheres, bodenorientiertes Feuchtwaldterrarium mit großzügiger Grundfläche. Für eine kleine Gruppe empfiehlt sich mindestens etwa 45 × 45 × 45 cm; mehr Raum erleichtert die Einrichtung sichtgeschützter Bereiche und kleiner Territorien. Eine strukturierte Landschaft aus Kork, Wurzeln, niedrigen Ästen, Laubhaufen und mehreren dunklen Rückzugsplätzen kommt dem natürlichen Verhalten entgegen. Obwohl die Art überwiegend am Boden lebt, nutzt sie niedrige Klettergelegenheiten. Ein sehr flaches Wasserbecken mit sanftem Ausstieg muss ständig verfügbar sein. Tiefe Wasserteile und ungesicherte Pumpen bergen ein Risiko. Die Haltung erfolgt am besten im Artenbecken. Innerhalb einer Gruppe müssen alle Tiere gut an Futter gelangen können; während der Fortpflanzungszeit können besonders Männchen kleine Rufplätze verteidigen. Eine leistungsfähige Belüftung ist unverzichtbar, damit die hohe Feuchte nicht zu dauerhaft abgestandener, keimbelasteter Luft führt.

Die richtige Bepflanzung

Robuste, feuchtigkeitsliebende Waldpflanzen schaffen Deckung, Sichtbarrieren und unterschiedliche Mikroklimata. Bewährt sind kleinbleibende Farne, Fittonien, rankende Ficus-Arten, Peperomien und kompakte Bromelien. Dichte Bepflanzung sollte mit freien Bodenflächen zum Jagen kombiniert werden. Pflanzen und Einrichtung dürfen nicht mit Pflanzenschutzmitteln oder Blattglanzmitteln belastet sein. Eine Drainageschicht unter dem eigentlichen Bodengrund verhindert Staunässe. Darauf eignet sich ein lockeres, strukturstabiles Gemisch aus ungedüngter Erde, Kokoshumus und weiteren gut drainierenden Bestandteilen. Eine Auflage aus schadstofffreiem Laub, Rindenstücken und stellenweise lebendem Moos bietet natürliche Deckung und Eiablageplätze. Der Boden bleibt feucht, darf aber weder versumpfen noch vollständig austrocknen.

Beleuchtung, UV, Heizung und Luftfeuchte

Während der aktiven, feuchteren Phase sind etwa 18–24 °C und 80–90 Prozent relative Luftfeuchte passend. Temperaturen oberhalb von 24 °C sollten nicht über längere Zeit anhalten; an warmen Sommertagen kann eine aktive Raum- oder Terrarienkühlung erforderlich werden. Eine kühlere Ruhephase mit ungefähr 15–20 °C und zeitweise um 70 Prozent Luftfeuchte bildet den jahreszeitlichen Rhythmus des Hochlandhabitats nach. Der Bodengrund darf auch dann nicht vollständig austrocknen. Mehrmaliges feines Sprühen, eine Drainage und ein flacher Wasserbereich helfen, feuchte Rückzugszonen zu erhalten. Gleichzeitig müssen Lüftungsflächen oder eine sanfte technische Luftbewegung für regelmäßigen Luftaustausch sorgen. Beleuchtungsdauer, Temperatur und Beregnung werden über mehrere Wochen schrittweise verändert, nicht abrupt. Als Orientierung eignen sich rund 14 Stunden Licht in der aktiven und 10 Stunden in der kühleren Phase.

Fütterung

Goldfröschchen fressen ausschließlich kleine lebende Wirbellose. Geeignet sind flugunfähige Fruchtfliegen, Springschwänze, sehr kleine Grillennymphen, Blattläuse und andere mundgerechte Futtertiere aus kontrollierter, schadstofffreier Zucht. Abwechslungsreich ernährte und vor der Verfütterung gut aufgewertete Futtertiere sind einer einseitigen Ernährung vorzuziehen. Bei adulten Tieren wird das Futter regelmäßig dünn mit einem geeigneten Calcium- und Vitaminpräparat bestäubt, in etablierten Haltungsprogrammen häufig ein- bis zweimal wöchentlich. Jungtiere und eiertragende Weibchen benötigen meist eine engmaschigere Versorgung, die an Futtermenge, UVB-Angebot und Präparat angepasst werden muss. Eine Überdosierung fettlöslicher Vitamine ist ebenso zu vermeiden wie ein dauerhafter Calciummangel. Carotinoidreich ernährte Futtertiere können zur natürlichen Pigmentversorgung beitragen. Wild gefangene Futtertiere bergen Risiken durch Pestizide, Parasiten und ungeeignete Beutetiere.

Geschlechtsunterschiede

Weibchen werden gewöhnlich etwas größer und wirken besonders zur Fortpflanzungszeit kräftiger und rundlicher. Männchen bleiben meist schlanker, besitzen eine einzelne Kehlschallblase und äußern ihre leisen, kurzen Rufe von erhöhten Steinen, Wurzeln oder kleinen Bodenhügeln. Bei geschlechtsreifen Männchen können helle Bereiche an den Hinterseiten der Oberschenkel auffallen, welche die dortigen Drüsenpolster hervorheben. Auch helle Linien der Samenleiter können auf der Bauchseite erkennbar sein. Bei jungen oder nicht fortpflanzungsaktiven Tieren ist eine sichere Geschlechtsbestimmung anhand äußerer Merkmale schwierig.

Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung

Die Nachzucht setzt einen ausgeprägten jahreszeitlichen Wechsel voraus. Nach einer kühleren, etwas trockeneren Ruhephase regen steigende Temperaturen, längere Beleuchtung, intensivere Beregnung und ein reiches Futterangebot das Balzverhalten an. Die Geschlechtsreife wird unter guten Bedingungen ungefähr mit 12–15 Monaten erreicht. Mehrere Männchen können durch Ruf- und Konkurrenzverhalten zur Fortpflanzungsaktivität beitragen; als kleinste Zuchtgruppe wird häufig ein Verhältnis von zwei Männchen zu einem Weibchen genutzt. Die Eier werden nicht ins Wasser, sondern versteckt in feuchtem Moos, unter Laub, Rinde oder in dunklen Spalten nahe einem Wasserbereich abgelegt. Literaturangaben nennen je nach Haltung und Gelege etwa 20 bis über 100 Eier. Bei ungefähr 20–24 °C dauert die Entwicklung meist 10–14 Tage. Regen spült die schlüpfenden Larven natürlicherweise ins Wasser. Kaulquappen benötigen sauberes, weiches und sanft belüftetes Wasser; bis zur Metamorphose vergehen ungefähr 56 bis über 90 Tage. Frisch metamorphosierte Jungfrösche sind besonders austrocknungsgefährdet und brauchen reichlich Springschwänze sowie sehr flache, sicher zugängliche Wasserstellen.

Endgröße und Lebenserwartung

Männchen erreichen meist etwa 20–22 mm Kopf-Rumpf-Länge, Weibchen ungefähr 24–26 mm. Einzelne abweichende Größenangaben sind möglich, weshalb Körperbau und Ernährungszustand stets mitbeurteilt werden sollten. Zur Lebenserwartung liegen unterschiedliche Daten für Freiland und Haltung vor: Skeletochronologische Untersuchungen an Wildpopulationen ergaben ein Alter von höchstens etwa zwei Jahren. In menschlicher Obhut leben Goldfröschchen regelmäßig länger als fünf Jahre; als dokumentierter Einzelfall werden zwölf Jahre genannt. Haltungsklima, Ernährung, Herkunft und tiermedizinische Versorgung beeinflussen die tatsächlich erreichbare Lebensdauer erheblich.

Nice-to-Know

Die orangefarbene Erscheinung erwachsener Goldfröschchen reicht natürlicherweise von gelborange bis beinahe rot. Jungfrösche sind zunächst bräunlich und können zehn Monate oder länger benötigen, bis ihre vollständige Erwachsenenfärbung entwickelt ist. Nahrungspigmente und ein niedrig dosiertes UVB-Angebot beeinflussen die Farbentwicklung, sind aber kein Ersatz für eine ausgewogene Gesamtversorgung. Sinnvoll ist schwaches UVB mit einem erreichbaren UV-Index von etwa 0,5–1,0, kombiniert mit vollständig abgeschatteten Rückzugszonen. Das Goldfröschchen wird international im Anhang II des Artenschutzübereinkommens geführt. Herkunftsnachweise müssen sorgfältig aufbewahrt und örtlich geltende Meldebestimmungen vor dem Erwerb geprüft werden.

Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen

Die intensive Farbe ist eine Warntracht. Wildlebende Goldfröschchen lagern über ihre natürliche Nahrung lipophile Alkaloide in der Haut ein. Bei Nachzuchten mit üblicher Terrarienfütterung ist diese Wirkung vermutlich stark vermindert, dennoch dürfen Hautsekrete nicht als bedenkenlos betrachtet werden. Direkter Hautkontakt ist auch zum Schutz des empfindlichen Frosches möglichst zu vermeiden. Falls ein Umsetzen unvermeidbar ist, werden angefeuchtete, puderfreie Einmalhandschuhe verwendet. Anschließend sind die Hände gründlich zu reinigen; Kontakt mit Augen, Mund, Schleimhäuten und offenen Wunden ist zu verhindern. Kinder und Haustiere dürfen die Tiere nicht berühren.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede

Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:

  • Frösche
    • Meist eine glatte, feuchte Haut
    • Lange Hinterbeine für weite Sprünge
    • Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
    • Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
  • Kröten
    • Trockene, warzige Haut
    • Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
    • Können in trockeneren Gebieten überleben
    • Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
  • Unken
    • Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
    • Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
    • Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)

Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.

Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?

Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.

Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.

Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:

  • Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
  • Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
  • In der Regel keine Hautatmung haben.

Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.

Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).

Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?

Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.

Häufige Futterquellen für Amphibien:

  • Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
  • Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
  • Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)

Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?

Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:

  • Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
  • Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird

Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.

Halten Amphibien eine Winterruhe?

Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.

  • Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
  • Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
  • Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.

Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?

Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:

  • Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
  • Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
  • Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander

Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.

Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?

Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.

Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?

  • Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
  • Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
  • Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
  • Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
  • Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.

Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?

Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.

  • Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
  • Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
  • Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.

Alternative Proteinquellen für große Amphibien:

Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill

Fazit:

Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.

Wie werden Amphiben versendet?

Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.

Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.

Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?

Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.

Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:

  • Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
  • Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
  • Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.

Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.

Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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