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Japanische Großarmgarnele, Macrobrachium japonicum

Markante Scheren

Markante, abgeflachte Scheren prägen ihr Erscheinungsbild.

Revierbewusst

Strukturreiche Artbecken mindern Revierstress und Kannibalismus.

Klares Flusswasser

Benötigt sauberes, sauerstoffreiches Wasser mit guter Strömung.

Larvenzucht für Profis

Die Larvenaufzucht erfordert ein separates Brackwassersystem.

Japanische Großarmgarnele, Macrobrachium japonicum


Auf einen Blick: Japanische Großarmgarnele, Macrobrachium japonicum
Deutscher Name:Japanische Großarmgarnele
Wissenschaftlich:Macrobrachium japonicum
Synonyme:Hirate-Tenagaebi, Yamato-Tenagaebi
Herkunft:Japan, Ryūkyū-Inseln, Ogasawara-Inseln und Taiwan
Gesellschafts-Aquarium:Am besten einzeln oder paarweise; Gruppen nur in großen, stark gegliederten Artbecken
Wasserwerte:pH 6,5–8,0; mittelhartes Wasser, sauber und sauerstoffreich
Temperatur:20–25 °C
Beckengröße:Ab 100 l und 80 cm Kantenlänge; für Gruppen deutlich größer
Bepflanzung:Robuste Randbepflanzung, freie Bodenflächen und viele Höhlen
Futter:Allesfresser mit deutlichem Schwerpunkt auf tierischer Kost
Geschlechts-Unterschiede:Männchen meist größer und mit kräftigeren, längeren Scherenarmen
Zucht möglich:Anspruchsvoller Larventyp; Aufzucht voraussichtlich nur separat in Brack- bis Meerwasser
Maximale Größe:Etwa 8–10 cm Körperlänge, Scherenarme zusätzlich
Liefergröße:ca. 5,0-7,0 cm
Mit Garnelen verträglich:Nicht mit Zwerggarnelen vergesellschaften; Artbecken empfohlen
Im Detail: Japanische Großarmgarnele, Macrobrachium japonicum

Herkunft von Japanische Großarmgarnele (Macrobrachium japonicum)

Macrobrachium japonicum stammt aus ostasiatischen Fließgewässern. Sicher belegt ist die Art vor allem aus Japan einschließlich der südlichen Hauptinseln, der Ryūkyū- und Ogasawara-Inseln sowie aus Taiwan. Sie besiedelt Flüsse vom mündungsnahen Abschnitt bis weit in den Mittel- und Oberlauf hinein. Dort hält sie sich zwischen Steinen, Wurzeln, Wasserpflanzen und anderen deckungsreichen Strukturen auf. Je nach Gewässer werden sowohl strömungsreiche Zonen als auch ruhigere, bewachsene Bereiche genutzt. Die Art ist amphidrom: Erwachsene Tiere leben überwiegend im Süßwasser, während die winzigen, frei schwimmenden Larven flussabwärts in küstennahe, salzhaltigere Bereiche gelangen. Nach ihrer Entwicklung wandern die jungen Garnelen wieder in die Flüsse ein und können beträchtliche Entfernungen stromaufwärts zurücklegen. Diese Lebensweise erklärt, weshalb sauerstoffreiches Wasser, eine gute Wasserhygiene und etwas Strömung im Aquarium sinnvoll sind. Die eher grünbraune bis dunkel olivfarbene Zeichnung bietet auf natürlichem Untergrund eine hervorragende Tarnung. Besonders auffällig sind die kräftigen, abgeflachten Scherenbeine, die bei ausgewachsenen Männchen deutlich imposanter wirken als bei Weibchen und Jungtieren.

Vergesellschaftung

Diese Großarmgarnele ist keine friedliche Gruppengarnele im Stil von Neocaridina. Sie nutzt ihre kräftigen Scheren zur Nahrungssuche, Verteidigung und Auseinandersetzung mit Artgenossen. Am sichersten ist die Einzelhaltung oder ein gut harmonierendes Paar. Eine kleine Gruppe mit nur einem adulten Männchen und mehreren Weibchen kommt ausschließlich in einem deutlich größeren, sehr übersichtlich strukturierten Aquarium infrage. Höhlen, Steinaufbauten, Wurzeln und Sichtbarrieren müssen mehrfach vorhanden sein, damit jedes Tier einen eigenen Rückzugsraum findet. Während und unmittelbar nach der Häutung ist der Panzer weich; die Garnele ist dann besonders verletzlich und benötigt ein enges, sicher erreichbares Versteck. Kannibalismus ist bei Platzmangel, Häutungsproblemen oder Futterkonkurrenz möglich. Frisch eingesetzte Tiere sollten deshalb aufmerksam beobachtet und bei anhaltender Verfolgung getrennt werden. Für ein klassisches Gesellschaftsbecken ist die Art nur sehr eingeschränkt geeignet.

Passende Wasserparameter

Empfohlen wird sauberes, gut gefiltertes und sauerstoffreiches Süßwasser mit leichter bis mäßiger Strömung. Als vorsichtiger Zielbereich eignen sich ein pH-Wert von etwa 6,5 bis 8,0 und weiches bis mittelhartes, mineralstoffhaltiges Wasser. Extreme Säure, sehr geringe Mineralisierung sowie abrupte Schwankungen sollten vermieden werden. Ammonium und Nitrit müssen nicht nachweisbar sein, Nitrat sollte durch regelmäßige Teilwasserwechsel niedrig gehalten werden. Kupferhaltige Präparate können für Garnelen gefährlich sein. Mineralstoffe und eine ausgewogene Ernährung unterstützen den Aufbau des neuen Panzers nach der Häutung, ersetzen jedoch keine stabile Wasserqualität. Neue Tiere langsam an Temperatur und Leitwert gewöhnen. Da artspezifische Aquarienwerte nur lückenhaft dokumentiert sind, empfiehlt sich eine zurückhaltende Anpassung statt schneller Veränderungen.

Haltungstemperatur

Ein praxistauglicher Temperaturbereich liegt bei etwa 20 bis 25 °C. Die Art stammt aus gemäßigten bis subtropischen Flussregionen und muss nicht dauerhaft besonders warm gehalten werden. Kurzzeitige jahreszeitliche Abweichungen können vorkommen, rasche Temperatursprünge sind jedoch zu vermeiden. Bei höheren Temperaturen steigen Stoffwechsel und Sauerstoffbedarf deutlich; dann sind eine kräftige Oberflächenbewegung und sehr gute Beckenhygiene besonders wichtig. Eine dauerhafte Haltung oberhalb von 26 °C sollte nur bei gesicherter Sauerstoffversorgung erfolgen.

Beckengröße

Für ein einzelnes Tier oder ein Paar sollte das Aquarium mindestens rund 100 Liter Volumen und etwa 80 cm Kantenlänge bieten. Entscheidender als die reine Literzahl ist eine große, gegliederte Bodenfläche. Für mehrere Tiere ist ein Becken ab 120 cm Länge wesentlich geeigneter. Jede Garnele benötigt eigene Höhlen und voneinander getrennte Aufenthaltsbereiche. Der Aufbau muss standsicher sein, damit beim Untergraben oder Klettern keine Steine verrutschen. Eine dicht schließende Abdeckung ist ratsam, denn Großarmgarnelen können an Kabeln, Schläuchen und Einrichtungsgegenständen erstaunlich gut emporsteigen.

Bepflanzung

Eine Bepflanzung ist möglich und schafft wertvolle Sichtbarrieren. Bewährt sind robuste, fest verwurzelte Pflanzen sowie Aufsitzer wie Javafarn, Anubias und größere Moose auf Wurzeln oder Steinen. Gleichzeitig sollte ausreichend freie Bodenfläche für die Nahrungssuche bleiben. Feine, frisch gesetzte Pflanzen können beim Umherlaufen oder Graben gelockert werden. Wichtiger als ein dichter Pflanzenteppich sind stabile Höhlen, verzweigte Wurzeln, Laub und schattige Spalten. Ansaugöffnungen des Filters sollten gesichert werden, insbesondere wenn Larven oder kleine Jungtiere im Becken auftreten.

Futter

Macrobrachium japonicum ist ein opportunistischer Allesfresser mit ausgeprägter Vorliebe für tierische Nahrung. Geeignet sind sinkende Garnelen- und Krebsfutter, Frostfutter wie Artemia, Mysis oder Mückenlarven sowie gelegentlich kleine Stücke von Muschel- oder Fischfleisch. Pflanzliche Bestandteile, überbrühtes Gemüse und braunes Herbstlaub ergänzen den Speiseplan. Abwechslungsreiche, maßvolle Fütterung ist besser als große proteinreiche Portionen. Futterreste müssen zeitnah entfernt werden, weil sie das Wasser stark belasten können. Eine gezielte Fütterung an mehreren Stellen senkt Konkurrenz, verhindert aber nicht zuverlässig innerartliche Übergriffe. Frisch gehäutete, geschwächte oder sehr kleine Tiere können als Beute betrachtet werden.

Geschlechtsunterschiede

Ausgewachsene Männchen werden meist größer und entwickeln deutlich kräftigere, längere sowie abgeflachte Scherenarme. Weibchen wirken kompakter und besitzen im Verhältnis zum Körper weniger imposante Scheren. Geschlechtsreife Weibchen tragen die Eier angeheftet an den Schwimmbeinen unter dem Hinterleib und bewegen sie regelmäßig zur Belüftung. Bei jungen oder noch nicht voll entwickelten Tieren ist eine sichere Geschlechtsbestimmung schwieriger. Einzelne Merkmale sollten daher immer gemeinsam beurteilt werden.

Zucht

Die Art gehört zum amphidromen beziehungsweise primitiven Fortpflanzungstyp. Nach der Paarung trägt das Weibchen zahlreiche kleine Eier unter dem Hinterleib. Daraus schlüpfen keine fertig entwickelten Junggarnelen, sondern winzige, frei schwimmende Larven. In der Natur werden diese flussabwärts in küstennahe, salzhaltige Bereiche verdriftet und kehren nach der Umwandlung als Junggarnelen ins Süßwasser zurück. Eine zufällige Vermehrung im normalen Süßwasseraquarium ist daher nicht zu erwarten. Für einen Zuchtversuch werden ein separates Larvenbecken, geeignetes Brack- bis Meerwasser, sehr feines Lebendfutter und sorgfältige Wasserhygiene benötigt. Belastbare, einheitliche Aquarienprotokolle speziell für diese Art sind kaum verfügbar; Salzgehalt und Umstellungszeitpunkt müssen deshalb fachlich geprüft und vorsichtig erprobt werden. Die Aufzucht ist ein Projekt für erfahrene Wirbellosenhalter.

Endgröße

Erwachsene Tiere erreichen ungefähr 8 bis 10 cm Gesamtlänge. In Untersuchungen wurden Männchen bis knapp 9 cm erfasst; regionale Angaben nennen auch Tiere um 9 bis 10 cm. Die langen Scherenarme ausgewachsener Männchen können über die eigentliche Körperlänge hinausragen und lassen sie erheblich größer erscheinen. Die angebotene Größe ist daher nicht mit der endgültigen Größe gleichzusetzen. Wegen abweichender Größenangaben zwischen Populationen sollte im Zweifel mit rund 10 cm Körperlänge und zusätzlichem Platzbedarf für die Scheren gerechnet werden.

Verträglichkeit mit anderen Garnelen

Zwerggarnelen, kleine Fächergarnelen und frisch gehäutete Krebstiere sind keine geeigneten Mitbewohner. Sie können bedrängt, verletzt oder gefressen werden. Auch Schnecken und bodenruhende, langsame oder langflossige Fische sind gefährdet. Selbst flinke Fische lassen sich nicht als vollkommen sicher einstufen, besonders nachts oder bei Krankheit. Umgekehrt können große, wehrhafte Fische die Garnele während der Häutung verletzen. Die zuverlässig beste Lösung ist ein geräumiges Artbecken. Eine Vergesellschaftung sollte nur mit robusten, nicht territorialen Fischen versucht werden, die überwiegend die oberen Wasserzonen nutzen; ein Ausweichbecken muss dennoch verfügbar sein.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Warum häuten sich Garnelen und Krebse?

Garnelen und Krebse gehören zu den Krebstieren und besitzen ein Außenskelett, das aus Chitin besteht. Da dieses Exoskelett nicht mit dem Tier mitwachsen kann, müssen sie sich regelmäßig häuten, um Platz für ihr wachsendes Körpervolumen zu schaffen. Während der Häutung streifen sie ihre alte Schale ab und sind anschließend für einige Stunden bis Tage weich und verletzlich, bis das neue Exoskelett aushärtet. In dieser Phase brauchen die Tiere Versteckmöglichkeiten wie z.B. Röhren.

Die Häutungshäufigkeit hängt vom Alter und der Wachstumsphase ab:

  • Junge Garnelen und Krebse häuten sich häufiger (alle paar Tage bis Wochen), da sie schneller wachsen.
  • Ausgewachsene Tiere häuten sich seltener (etwa einmal pro Monat oder seltener).

Ein ausreichendes Nahrungsangebot mit Mineralstoffen (z. B. Kalzium aus Sepiaschale oder Laub) und gute Wasserwerte unterstützen eine problemlose Häutung.

Was tun, wenn eine Garnele oder ein Krebs auf dem Rücken liegt?

Eine Garnele oder ein Krebs, der auf dem Rücken liegt, kann verschiedene Ursachen haben:

  1. Normales Verhalten während der Häutung
    • Während des Häutungsprozesses können Krebse oder Garnelen kurzzeitig auf dem Rücken liegen. Nach der Häutung sollten sie sich wieder normal bewegen.
  2. Probleme mit der Häutung
    • Falls das Tier längere Zeit auf dem Rücken liegt und sich nicht bewegt, könnte eine missglückte Häutung vorliegen. Dies kann durch Nährstoffmangel oder falsche Wasserwerte verursacht werden.
    • Maßnahmen:
      • Wasserwerte überprüfen (vor allem Kalzium- und Mineralstoffversorgung).
      • Sepiaschale oder spezielle Mineralfutter anbieten.
      • Bei Garnelen kann ein Wasserwechsel helfen, um den Häutungsprozess zu erleichtern.
  3. Schwäche oder Krankheit
    • Ein auf dem Rücken liegendes Tier könnte auch krank oder geschwächt sein.
    • Ursachen können Stress, Sauerstoffmangel oder eine Vergiftung durch Schwermetalle (z. B. Kupfer) sein.
    • Maßnahmen:
      • Sofort Wasserwerte prüfen.
      • Falls andere Tiere betroffen sind, einen großzügigen Wasserwechsel (30-50 %) durchführen.
      • Auf Futterreste und Wasserqualität achten, um Vergiftungen vorzubeugen.
  4. Vergiftung oder Sauerstoffmangel
    • Wenn mehrere Tiere betroffen sind, könnte eine plötzliche Wasserbelastung (z. B. nach Medikamenteneinsatz oder einer Überdosis Dünger) die Ursache sein.
    • Maßnahmen:
      • Starke Belüftung und sofortigen Wasserwechsel durchführen.

Ein einzelnes Tier, das sich nach einiger Zeit wieder aufrichtet und normal verhält, war wahrscheinlich nur beim Häuten oder hatte kurzzeitig Probleme mit der Balance.

Wie kann ich Krankheiten bei Garnelen und Krebsen vermeiden?

Krankheiten bei Garnelen und Krebsen lassen sich oft durch gute Haltungsbedingungen vermeiden. Hier sind die wichtigsten Maßnahmen:

  1. Saubere Wasserqualität gewährleisten
    • Regelmäßige Wasserwechsel (alle 1-2 Wochen ca. 20-30 %).
    • Ammonium, Nitrit und Nitrat kontrollieren (Nitrit sollte immer bei 0 mg/l sein).
    • Kein Chlor oder Kupfer im Wasser (Leitungswasser ggf. mit Wasseraufbereiter behandeln).
  2. Ausgewogene Ernährung bieten
    • Hochwertiges, abwechslungsreiches Futter mit pflanzlichen (alle) und tierischen Bestandteilen (Nur Krebse).
    • Mineralien und Kalzium (z. B. Sepiaschale, Laub) für gesunde Häutung.
    • Keine Überfütterung – Futterreste schnell entfernen, um Wasserbelastung zu vermeiden.
  3. Neue Tiere vorsichtig eingewöhnen
    • Neue Garnelen oder Krebse langsam an das Aquariumwasser gewöhnen (Tropf-Methode über 1-2 Stunden).
    • Quarantäne für neue Tiere, um Krankheiten nicht einzuschleppen.
  4. Stress vermeiden
    • Keine aggressiven Fische oder ungeeignete Vergesellschaftung.
    • Versteckmöglichkeiten durch Wurzeln, Höhlen und Pflanzen bieten.
    • Keine plötzlichen Wasserveränderungen oder große Temperaturschwankungen.
  5. Parasiten und Infektionen vorbeugen
    • Regelmäßige Kontrolle der Tiere auf Verfärbungen, Flecken oder ungewöhnliches Verhalten.
    • Keine aggressiven Medikamente oder Kupferhaltige Mittel im Garnelen-/Krebsbecken verwenden.
    • Neue Pflanzen vor dem einsetzen erst einige Tage wässern. Entfällt bei In Vitro-Pflanzen, diese sind immer sicher!

Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen bleiben Garnelen und Krebse in der Regel gesund und munter!

Wie gewöhne ich Krebse und Garnelen ein?

Die Eingewöhnung von Garnelen und Krebsen ist ähnlich wie bei Fischen, ein Wasserwechsel vor Beginn der Eingewöhnung empfiehlt sich grundsätzlich immer.

Zunächst hängt man nach dem auspacken aus der Styrobox die geschlossenen Beutel für einige Zeit in das Aquarium damit sich die Temperatur langsam angleichen kann. Wenn das erfolgt ist kann man den Inhalt des Beutels inkl. Tier(en) vorsichtig in ein sauberes Gefäß schütten und dann langsam in kleinen Portionen Wasser vom Aquarium zugeben damit sich die Tiere an das neue Wasser gewöhnen können. 

Wenn sich das Wasservolumen mindestens verdreifacht hat kann man die Garnelen mit einem Kescher herausfangen und ins Aquarium geben. Krebse kann man entweder mit der Hand fangen (Vorsicht vor den kräftigen Scheren bei Cherax & Co.) oder ebenfalls mit einem Kescher.

Fütterung von Garnelen und Krebsen im Aquarium?

1. Was fressen Garnelen und Krebse im Aquarium?

Garnelen und Krebse sind überwiegend Allesfresser, wobei Garnelen eher zu Aufwuchsfressern zählen und Krebse einen höheren Proteinbedarf haben. In der Natur ernähren sie sich von Algen, Pflanzenresten, Mikroorganismen und kleinen tierischen Bestandteilen. Im Aquarium sollte die Ernährung abwechslungsreich sein und pflanzliche sowie tierische Komponenten enthalten.

2. Welches Futter eignet sich für Garnelen?

Für Garnelen sind spezielle Garnelenfutter-Pellets, Blätter (z. B. Seemandelbaumblätter, Walnussblätter), überbrühte Gemüse (Zucchini, Spinat, Erbsen) und Algen eine gute Wahl. Proteinhaltige Futtermittel sollten nur in Maßen gegeben werden, da zu viel tierisches Eiweiß Häutungsprobleme verursachen kann.

3. Was ist das beste Futter für Krebse?

Krebse benötigen mehr tierisches Eiweiß als Garnelen. Spezielle Krebs-Pellets, Frostfutter wie Artemia oder Mysis sowie proteinhaltige Futtersticks sind ideal. Zudem fressen sie gerne überbrühtes Gemüse, Laub und Fischfutterreste. Wichtig ist, dass das Futter sinkt, da Krebse es am Boden aufnehmen.

4. Kann ich Fischfutter für Garnelen und Krebse verwenden?

Fischfutter ist nicht optimal für Garnelen, da es oft zu proteinreich ist. Krebse können gelegentlich Fischfutter bekommen, sollten aber zusätzlich mit pflanzlicher Nahrung und speziellem Krebsfutter versorgt werden.

5. Wie oft sollte ich Garnelen und Krebse füttern?

  • Garnelen: 2-3 Mal pro Woche eine kleine Menge füttern, da sie sich auch von Algen und Biofilm ernähren.
  • Krebse: Täglich eine Portion füttern, um sicherzustellen, dass sie ausreichend Nährstoffe erhalten.

6. Wieviel Futter ist ideal?

Das Futter sollte innerhalb weniger Stunden vollständig gefressen sein. Zu große Mengen führen zu Futterresten, die die Wasserqualität verschlechtern. Besonders bei Garnelen genügt oft eine winzige Menge, da sie sich von natürlichen Aufwüchsen ernähren.

7. Ist Laub als Nahrung geeignet?

Ja, Laub ist eine natürliche und gesunde Futterquelle für Garnelen und Krebse. Seemandelbaumblätter, Walnuss-, Buche- und Eichenblätter sind besonders beliebt, da sie langsam zerfallen und über Wochen als Futterquelle dienen.

8. Kann ich meine Garnelen und Krebse mit Lebendfutter füttern?

Garnelen benötigen gar kein Lebendfutter, da es zuviel Protein enthält. Krebse hingegen nehmen gern gelegentlich kleine Lebendfutter-Tiere wie Artemia oder Mückenlarven an. Wichtig ist bei beiden Gattungen, insgesamt nicht zu proteinreich zu füttern, um Häutungsprobleme zu vermeiden.

9. Welche Rolle spielt Spirulina in der Ernährung?

Spirulina (z. B. Spirulina platensis) ist eine wertvolle pflanzliche Futterergänzung, die Garnelen und Krebse mit wichtigen Nährstoffen und natürlichem Astaxanthin versorgt, was die Farbausprägung fördert.

10. Kann ich mein Garnelen- oder Krebsfutter selbst herstellen?

Ja! Eine Mischung aus getrocknetem Gemüse, Algenpulver, Spirulina und Laub eignet sich als hausgemachtes Garnelenfutter. Krebse profitieren von selbstgemachten Futtertabletten mit zusätzlichem Eiweiß, z. B. aus getrocknetem Fisch oder Insektenprotein.

11. Was tun, wenn Garnelen oder Krebse das Futter nicht annehmen?

Falls die Tiere das Futter ignorieren, kann es sein, dass sie noch natürliche Nahrung im Becken finden. Alternativ kann ein anderes Futter ausprobiert werden, da manche Garnelen und Krebse wählerisch sein können.

12. Wie kann ich Überfütterung vermeiden?

Regelmäßiges Absaugen von Futterresten und eine sparsame Dosierung helfen, Überfütterung zu vermeiden. Weniger ist oft mehr – besonders bei Garnelen, die sich selbstständig von Biofilm und Algen ernähren.

Wie werden Krebse versendet?

Krebse sind wirbellose Tiere und können per DHL versendet werden. Die Tiere sind so gut verpackt, dass auch ein Transport über 2 oder 3 Tage den Tieren keine Probleme bereiten würde. In rund 90% der Fälle sind aber unsere DHL Pakete bereits am Folgetag des Versands beim Kunden. Wer seine Krebse auf jeden Fall am nächsten Tag erhalten möchte, kann wahlweise per Tierkurier GO! versenden lassen.

Der Versand von Krebsen erfolgt grundsätzlich einzeln in Beuteln mit etwas Wasser verpackt in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Krebse mit zusätzlichem Wasservolumen vor zu starker Hitze geschützt. Im Winter versenden wir Krebse automatisch mit zusätzlichen Heatpacks.

Wie werden die Garnelen versendet?

Garnelen sind wirbellose Tiere und können per DHL versendet werden. Die Tiere sind so gut verpackt, dass auch ein Transport über 2 oder 3 Tage den Tieren keine Probleme bereiten würde. In rund 90% der Fälle sind aber unsere DHL Pakete bereits am Folgetag des Versands beim Kunden. Wer seine Garnelen auf jeden Fall am nächsten Tag erhalten möchte, kann wahlweise per Tierkurier GO! versenden lassen.

Der Versand der Garnelen erfolgt grundsätzlich in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Garnelen mit zusätzlichem Wasservolumen vor zu starker Hitze geschützt. Im Winter versenden wir die Garnelen mit Heatpacks.

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