Kakadu-Zwergbuntbarsch „Double Orange“, Apistogramma cacatuoides, ca. 3,0-4,0 cm
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Kakadu-Zwergbuntbarsch „Double Orange“, Apistogramma cacatuoides, ca. 3,0-4,0 cm
| Deutscher Name: | Kakadu-Zwergbuntbarsch „Double Orange“ |
| Wissenschaftlich: | Apistogramma cacatuoides |
| Synonyme: | Apistogramma cacatuoides Double Orange, Doppelorange Kakadu, Cockatoo Dwarf Cichlid Double Orange |
| Herkunft: | Zuchtform, Wildform aus dem oberen Amazonasbecken |
| Gesellschafts-Aquarium: | Harem aus einem Männchen und zwei bis drei Weibchen |
| Wasserwerte: | pH 5,5–7,5, GH 2–15 °dH |
| Temperatur: | 23–28 °C |
| Beckengröße: | ab 60 cm, rund 54 Liter |
| Bepflanzung: | Pflanzen, Wurzeln, Laub und mehrere Höhlen |
| Futter: | Artemia, Cyclops, Mückenlarven, feines Granulat |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen mit orangefarbenen Flossen und hohem Kamm, Weibchen klein und gelb |
| Zucht möglich: | Höhlenbrüter mit mütterlicher Brutpflege |
| Maximale Größe: | Männchen etwa 7–8 cm, Weibchen rund 5 cm |
| Liefergröße: | ca. 3,0-4,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Garnelennachwuchs wird gefressen, adulte meist toleriert |
Herkunft von Kakadu-Zwergbuntbarsch „Double Orange“ (Apistogramma cacatuoides)
Der Kakadu-Zwergbuntbarsch „Double Orange“ ist eine Zuchtform, bei der die Farbabzeichen der Wildform zu großen, leuchtend orangefarbenen Flächen ausgebaut wurden. Der Zusatz „Double“ bezieht sich darauf, dass sowohl die Rückenflosse als auch die Schwanzflosse kräftig gefärbt sind. Bei gut ausgefärbten Männchen leuchten die hohen Rückenflossenstrahlen, der Saum der Rückenflosse und große Teile der leierförmigen Schwanzflosse in warmem Orange, während der Körper bläulich bis türkis schimmert. Damit unterscheidet sich die Form deutlich von der roten Double-Red-Linie und von der Orange-Flash-Linie mit gelbem Körper. Die Stammform lebt im oberen Amazonasbecken in Peru, im Westen Brasiliens und in Kolumbien. Dort bewohnt sie flache Uferzonen mit Laubschichten, Totholz und Wurzeln, in denen Höhlen und Spalten als Brutplätze dienen. Zuchtformen wie diese sind seit vielen Generationen an Aquarienwasser angepasst und gelten als besonders unkompliziert. Die Tiere stammen aus tschechischer Nachzucht und werden in mehreren Größen angeboten. Die volle Orangefärbung entwickeln die Männchen mit zunehmendem Alter, sodass sich bei Jungtieren die spätere Pracht erst nach einigen Wochen gut beurteilen lässt.
Vergesellschaftung
Der „Double Orange“ wird am besten als Harem gepflegt, also ein Männchen mit zwei bis drei Weibchen. Jedes Weibchen braucht eine eigene Höhle. Die Fische sind gegenüber anderen Arten friedlich und passen gut zu kleinen Salmlern, Bärblingen, Panzerwelsen oder Otocinclus. Mit anderen Kakadu-Formen sollten sie nicht gemeinsam gehalten werden, damit die Linie rein bleibt.
Passende Wasserparameter
Weiches bis mittelhartes Wasser mit pH 5,5 bis 7,5 und 2 bis 15 °dH Gesamthärte ist geeignet. Für die Zucht empfiehlt sich weicheres, leicht saures Wasser. Wichtig sind stabile Werte, wenig Nitrat und wöchentliche Teilwasserwechsel.
Haltungstemperatur
Die Haltung gelingt bei 23 bis 28 °C. Wie bei allen Apistogramma bestimmt die Wassertemperatur während der Eientwicklung das Geschlechterverhältnis der Nachzucht mit.
Beckengröße
Für eine kleine Gruppe reicht ein Becken ab 60 cm Kantenlänge mit etwa 54 Litern. Wer mehrere Weibchen oder Beifische pflegen möchte, wählt besser 80 cm und mehr. Die Grundfläche ist wichtiger als die Höhe.
Bepflanzung
Dichte Bepflanzung an den Rändern, Wurzeln und Laub als Bodenbedeckung sowie mehrere kleine Höhlen bieten Struktur und Brutplätze. Dunkler Bodengrund und gedämpftes Licht lassen das Orange besonders intensiv wirken.
Futter
Als Kleintierfresser bevorzugen Kakadus Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Cyclops, Daphnien und Mückenlarven. Hochwertiges Granulat wird gut angenommen. Farbfördernde Futtersorten unterstützen die Orangetöne.
Geschlechtsunterschiede
Männchen werden größer und zeigen die orangefarbene Rücken- und Schwanzflosse mit dem hohen Kakadu-Kamm. Weibchen bleiben klein, sind gelblich gefärbt und tragen nur schwache Orangeanteile in den Flossen; zur Brutzeit färben sie sich intensiv gelb mit schwarzen Abzeichen.
Zucht
Das Weibchen heftet 40 bis 80 Eier an die Decke einer Höhle und betreut Gelege und Larven allein. Nach zwei bis drei Tagen schlüpfen die Jungen, eine Woche später schwimmen sie frei und folgen der Mutter. Artemia-Nauplien eignen sich als erstes Futter. Ein Teil der Nachzucht zeigt die Double-Orange-Färbung oft weniger ausgeprägt, daher werden für die Weiterzucht kräftig gefärbte Elterntiere gewählt.
Endgröße
Männchen erreichen etwa 7 bis 8 cm, Weibchen etwa 5 cm. Angeboten werden Tiere von 2 bis 6 cm. Die Lebenserwartung beträgt bei guter Pflege etwa vier bis sechs Jahre.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Erwachsene Zwerggarnelen werden meist toleriert, Garnelennachwuchs wird jedoch gefressen. Für reine Garnelenzucht sind Kakadus daher ungeeignet.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.