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Kleiner Wasserfrosch, Pelophylax lessonae

Legale Nachzucht

Saubere Herkunft gibt Sicherheit bei Haltung, Abgabe und Nachweisführung

Grüne Zeichnung

Grüne Töne, helle Linien und dunkle Flecken zeigen echtes Teichleben pur

Spannende Futterjagd

Fängt kleine Insekten am Ufer mit schnellen, gezielten Bewegungen präzise

Echter Wasserfrosch

Braucht Flachwasser, Pflanzenränder und einen gut erreichbaren Landteil

Kleiner Wasserfrosch, Pelophylax lessonae


Auf einen Blick: Kleiner Wasserfrosch, Pelophylax lessonae
Deutscher Name:Kleiner Wasserfrosch
Wissenschaftlich:Pelophylax lessonae
Synonyme:Kleiner Grünfrosch, Tümpelfrosch, Kleiner Teichfrosch, Zwergwasserfrosch
Herkunft:Mittel- und Osteuropa bis in das westliche Russland; in Deutschland heimisch
Lebensweise:Tagaktiver, sonnenliebender Wasserfrosch mit regelmäßigen Landgängen
Haltungsform:Am besten in einer kleinen, artreinen und gleich großen Gruppe
Mindestgröße des Terrariums:Ab etwa 120 x 50 x 50 cm für bis zu vier adulte Tiere; größer ist besser
Temperatur und Luftfeuchtigkeit:Aktivphase etwa 18–24 °C, warmer Sonnenplatz und ausgeprägte Winterruhe
Beleuchtung:Helle Tagesbeleuchtung mit UV-B, Wärmespot und schattigen Rückzugszonen
Bodengrund:Feuchter Naturboden an Land; Sand, Steine und Pflanzen in der Wasserzone
Futter:Lebende Insekten, Würmer, Spinnen, kleine Schnecken und andere Wirbellose
Maximale Größe:Meist 4–7 cm Kopf-Rumpf-Länge, selten etwa 8 cm
Im Detail: Kleiner Wasserfrosch, Pelophylax lessonae

Lebensraum und Verhalten von Kleiner Wasserfrosch (Pelophylax lessonae)

Der Kleine Wasserfrosch ist eine europäische Art mit einem weiten, allerdings nicht überall geschlossenen Verbreitungsgebiet. Es reicht von Teilen Frankreichs und Mitteleuropas über das Baltikum und Südskandinavien bis nach Osteuropa und in das westliche Russland. Auch in Deutschland ist die Art heimisch. Typische Lebensräume sind gut besonnte, pflanzenreiche und eher kleine Stillgewässer: Moor- und Waldweiher, Wiesentümpel, flache Gräben sowie strukturreiche Gewässer in Au- und Bruchwäldern. Große, kahle Seen und stark technisch geprägte Teiche werden dagegen meist gemieden. Wichtig sind dichte Uferpflanzen, seichte Zonen und tieferes Wasser als rasch erreichbarer Rückzugsraum. Anders als manche verwandten Wasserfrösche bleibt Pelophylax lessonae nicht während der gesamten Aktivitätszeit unmittelbar am Gewässer. Besonders nach warmem Regen sucht er auch feuchte Wiesen, Weiden und Wälder nach Nahrung ab. Viele Tiere überwintern an geschützten Stellen an Land. Innerhalb des europäischen Grünfroschkomplexes kommt es zu Verwechslungen und hybridogenetischen Verbindungen mit dem Teichfrosch. Herkunft und Artbestimmung angebotener Tiere müssen deshalb besonders sorgfältig dokumentiert sein.

Die richtige Haltung

Für die Innenhaltung ist ein ausbruchssicheres Paludarium mit deutlich überwiegender Wasserfläche und einem vollwertigen Landteil erforderlich. Für eine kleine Gruppe von bis zu vier adulten Tieren ist eine Grundfläche von etwa 120 x 50 cm bei mindestens 50 cm Höhe ein sinnvoller Ausgangspunkt. Die Wasserzone darf ungefähr zwei Drittel der Fläche einnehmen und sollte neben 15–25 cm tiefen Bereichen breite Flachwasserzonen bieten. Kork, flache Steine und bepflanzte Inseln müssen nur knapp über der Wasserlinie liegen, damit die Frösche mühelos aussteigen können. Ein sanfter Filter, regelmäßige Teilwasserwechsel und schadstofffreies, nicht gechlortes Wasser sichern die empfindliche Haut. Der Landteil braucht feuchte Verstecke unter Rinde, Laub oder Moospolstern, darf aber nicht vollständig vernässen. Gute Belüftung verhindert stehende, muffige Luft. Pelophylax lessonae springt geschickt und nutzt kleinste Spalten; Abdeckung, Kabeldurchführungen und Lüftungsflächen müssen deshalb lückenlos gesichert sein. Eine artreine Haltung gleich großer Tiere ist zu bevorzugen. Andere Wasserfrösche sollten wegen Verwechslungs-, Hybridisierungs- und Infektionsrisiken nicht zugesetzt werden.

Die richtige Bepflanzung

Eine dichte, aber nicht flächendeckende Bepflanzung bildet das natürliche Uferbild nach. Unter Wasser eignen sich robuste Kaltwasserpflanzen, feinfiedrige Bestände und Schwimmpflanzen als Ruheplätze, Deckung und mögliche Laichsubstrate. Am Übergang zum Land schaffen Seggen, Binsen, Moose und niedrig wachsende Uferpflanzen schattige Nischen. Gleichzeitig müssen offene Wasserflächen zum Schwimmen und gut beleuchtete Plätze zum Sonnen frei bleiben. Alle Pflanzen müssen frei von Pflanzenschutzmitteln, Blattglanz und ungeeigneten Düngerresten sein. Scharfkantige Pflanzkörbe oder harte Kunststoffgitter gehören nicht in erreichbare Uferbereiche.

Beleuchtung, UV, Heizung und Luftfeuchte

Während der aktiven Monate sind mäßige Luft- und Wassertemperaturen passend. Bereiche um 18–24 °C ermöglichen den Tieren die freie Wahl; unter einem lokal begrenzten Wärmespot darf die Oberfläche zeitweise etwa 30–35 °C erreichen. Das gesamte Paludarium darf sich dabei nicht aufheizen, und nachts ist eine deutliche Abkühlung erwünscht. Eine helle Beleuchtung mit saisonal angepasster Tageslänge unterstützt den natürlichen Rhythmus. Am Sonnenplatz ist ein moderates UV-B-Angebot sinnvoll; ein UV-Index bis ungefähr 3 im direkt erreichbaren Bereich sollte stets in einen vollständigen Schattenbereich übergehen. Lampenabstand und tatsächliche UV-Stärke müssen gemessen und an Schutzgitter angepasst werden. Als Art der gemäßigten Zone benötigt der Kleine Wasserfrosch eine ausgeprägte saisonale Abkühlung. Für eine kontrollierte Winterruhe werden gesunde Tiere nach schrittweiser Vorbereitung häufig bei etwa 5–8 °C untergebracht. Dauer, Substratfeuchte und Gesundheitskontrolle gehören in fachkundige Hände; eine abrupte Kühlung ist zu vermeiden.

Fütterung

Der Kleine Wasserfrosch reagiert vor allem auf bewegte Beute. Geeignet sind abwechslungsweise Heimchen, kleine Grillen, Fliegen, Schaben, Heuschrecken, Regenwürmer, Asseln, Spinnen und passende kleine Schnecken. Die Futtertiere müssen zur Maulgröße passen und sollten vor dem Verfüttern hochwertig ernährt werden. Während der Aktivitätszeit erhalten adulte Tiere gewöhnlich mehrere kleinere Mahlzeiten pro Woche; Jungtiere werden entsprechend häufiger gefüttert. Kalzium wird regelmäßig dünn auf geeignete Futterinsekten gegeben, ein ausgewogenes Vitamin- und Mineralpräparat deutlich sparsamer und abgestimmt auf UV-B-Versorgung sowie Futtervielfalt. Regenwürmer müssen nicht eingepudert werden. Nicht gefressene Futtertiere sind zu entfernen, damit sie Frösche in Ruhephasen nicht belästigen. Wild gefangene Insekten aus belasteten Flächen sind ungeeignet.

Geschlechtsunterschiede

Adulte Weibchen werden im Durchschnitt größer und wirken während der Fortpflanzungszeit fülliger. Männchen besitzen paarige, helle bis weißliche äußere Schallblasen und rufen bei geeigneten Temperaturen auch tagsüber. Zur Paarungszeit entwickeln sie kräftigere Vorderbeine und dunkle Brunstschwielen an den Daumen. Kopf und Vorderkörper können dann auffällig gelblich bis zitronengelb erscheinen. Außerhalb der Fortpflanzungsperiode und bei jungen Tieren ist eine sichere Geschlechtsbestimmung deutlich schwieriger.

Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung

Eine Nachzucht setzt einen glaubwürdig nachgebildeten Jahreslauf mit kürzer werdenden Tagen, kontrollierter Winterruhe und langsamer Erwärmung im Frühjahr voraus. Nach der Ruhephase beginnen die Männchen bei steigenden Wassertemperaturen zu rufen. Amplexus und Eiablage werden meist bei warmem, gut beleuchtetem Wasser um etwa 20–23 °C beobachtet. Das Weibchen verteilt mehrere kleine Laichballen an Wasserpflanzen und anderen feinen Strukturen. Insgesamt können dabei zahlreiche Eier abgelegt werden. Der Laich wird zur kontrollierten Aufzucht besser in ein separates, hygienisch eingerichtetes Becken überführt. Die Kaulquappen benötigen sauberes Wasser, pflanzlich-algenreiche Kost und mit fortschreitender Entwicklung zunehmend proteinreiches Futter. Je nach Temperatur und Nahrungsangebot erfolgt die Metamorphose meist innerhalb von etwa ein bis drei Monaten. Frisch metamorphosierte Jungfrösche müssen nach Größe sortiert und reichlich mit sehr kleinen Futtertieren versorgt werden, da deutlich kleinere Tiere als Beute betrachtet werden können. Nachzuchten und Bestandsveränderungen sind entsprechend den artenschutzrechtlichen Vorgaben zu dokumentieren und anzuzeigen.

Endgröße und Lebenserwartung

Adulte Kleine Wasserfrösche erreichen überwiegend etwa 4–7 cm Kopf-Rumpf-Länge; selten werden ungefähr 8 cm genannt. Weibchen sind meist größer als Männchen. Abweichende Angaben reichen bei großen Weibchen bis etwa 9 cm. Da Arten und Hybride des Grünfroschkomplexes äußerlich schwer zu trennen sind, sollte bei ungewöhnlich großen Exemplaren die Artbestimmung erneut fachkundig geprüft werden.

Nice-to-Know

Der Kleine Wasserfrosch ist kein verkleinerter Teichfrosch, sondern eine eigenständige Art. Der Teichfrosch enthält jedoch Erbanteile von Pelophylax lessonae und Pelophylax ridibundus, wodurch Bestimmung und Fortpflanzungsbiologie ungewöhnlich komplex werden. Für die Haltung sind daher Tiere aus einer nachvollziehbaren, sauber dokumentierten Zuchtlinie besonders wichtig. Auch akustisch ist die Art präsent: Während der Fortpflanzungszeit können die Männchen am Tag und bis in die Nacht kräftige Rufgemeinschaften bilden. Das Paludarium sollte deshalb nicht direkt neben einem Schlaf- oder Arbeitsbereich stehen.

Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen

Pelophylax lessonae ist nicht als stark giftiger Frosch bekannt. Seine Haut produziert jedoch schützenden Schleim, der Augen, Mund und empfindliche Haut reizen kann. Gleichzeitig nimmt die durchlässige Amphibienhaut Rückstände von Seife, Creme, Desinfektionsmitteln und anderen Chemikalien leicht auf. Die Tiere sollten deshalb nur angefasst werden, wenn es für Pflege oder Untersuchung unvermeidbar ist. Dafür eignen sich angefeuchtete, puderfreie Einmalhandschuhe. Anschließend Hände waschen und Berührungen von Gesicht oder Schleimhäuten vermeiden.

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Fragen zum Artikel

Überwintern im Gartenteich möglich oder. Müssen sie anders überwintern?

Guten Tag,
der Kleine Wasserfrosch, Pelophylax lessonae, überwintert überwiegend an Land und nicht dauerhaft im Gartenteich. Die Tiere suchen sich dafür frostgeschützte Verstecke, beispielsweise in lockerem Boden, unter Laub, Moos, Wurzeln oder Ästen. Einzelne Tiere können zwar auch im Gewässer überwintern, typisch für diese Art ist jedoch die terrestrische Überwinterung. Wichtig ist daher, dass rund um den Teich ausreichend naturnahe, ungestörte und frostgeschützte Bereiche vorhanden sind, in die sich die Frösche selbstständig zurückziehen können.
Viele Grüße
Ihr Interaquaristik-Team

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede

Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:

  • Frösche
    • Meist eine glatte, feuchte Haut
    • Lange Hinterbeine für weite Sprünge
    • Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
    • Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
  • Kröten
    • Trockene, warzige Haut
    • Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
    • Können in trockeneren Gebieten überleben
    • Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
  • Unken
    • Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
    • Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
    • Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)

Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.

Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?

Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.

Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.

Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:

  • Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
  • Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
  • In der Regel keine Hautatmung haben.

Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.

Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).

Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?

Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.

Häufige Futterquellen für Amphibien:

  • Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
  • Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
  • Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)

Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?

Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:

  • Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
  • Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird

Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.

Halten Amphibien eine Winterruhe?

Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.

  • Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
  • Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
  • Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.

Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?

Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:

  • Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
  • Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
  • Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander

Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.

Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?

Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.

Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?

  • Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
  • Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
  • Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
  • Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
  • Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.

Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?

Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.

  • Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
  • Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
  • Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.

Alternative Proteinquellen für große Amphibien:

Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill

Fazit:

Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.

Wie werden Amphiben versendet?

Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.

Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.

Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?

Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.

Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:

  • Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
  • Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
  • Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.

Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.

Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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