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Kleinschuppiger Heringscichlide „Kasai“, Cyprichromis microlepidotus, ca. 4,0-5,0 cm

Schwarm im Freiwasser

Belebt die obere Beckenhälfte mit einer ruhigen, eleganten Gruppe

Fundortform Kasai

Nachzucht einer benannten Tanganjika-Population für Kenner

Friedlicher Planktonfresser

Passt zu ruhigen Bodenbewohnern wie Schneckenbuntbarschen

Maulbrütende Weibchen

Wenige große Eier reifen wochenlang sicher im Maul der Mutter

Kleinschuppiger Heringscichlide „Kasai“, Cyprichromis microlepidotus, ca. 4,0-5,0 cm


Auf einen Blick: Kleinschuppiger Heringscichlide „Kasai“, Cyprichromis microlepidotus
Deutscher Name:Kleinschuppiger Heringscichlide „Kasai“
Wissenschaftlich:Cyprichromis microlepidotus
Synonyme:Kleinschuppiger Kärpflingsbuntbarsch, Small Scale Cyprichromis, Cyprichromis microlepidotus Kasai
Herkunft:Tanganjikasee (Ostafrika), Fundortform „Kasai“
Gesellschafts-Aquarium:Gruppe ab acht Tieren, mehr Weibchen als Männchen
Wasserwerte:pH 8,0–9,0, GH 10–20 °dH, KH ab 10 °dH
Temperatur:24–26 °C
Beckengröße:ab 150 cm Länge, rund 400 Liter
Bepflanzung:Freier Schwimmraum oben, Steinaufbau unten
Futter:Frost- und Lebendfutter wie Cyclops, Artemia, Mysis
Geschlechts-Unterschiede:Männchen farbiger mit kontrastreichen Flossen
Zucht möglich:Maulbrüter, Weibchen trägt etwa drei bis vier Wochen
Maximale Größe:etwa 10–13 cm, Weibchen etwas kleiner
Liefergröße:ca. 4,0-5,0 cm
Mit Garnelen verträglich:Garnelennachwuchs wird gefressen
Im Detail: Kleinschuppiger Heringscichlide „Kasai“, Cyprichromis microlepidotus

Herkunft von Kleinschuppiger Heringscichlide „Kasai“ (Cyprichromis microlepidotus)

Der Kleinschuppige Heringscichlide stammt aus dem Tanganjikasee, dem tiefen und sehr alten Grabenbruchsee zwischen Tansania, Burundi, der Demokratischen Republik Kongo und Sambia. Die Art wurde 1956 von Max Poll als Limnochromis microlepidotus beschrieben und später in die Gattung Cyprichromis gestellt. Sie kommt vor allem im nördlichen Teil des Sees vor und lebt dort in großen Schwärmen im freien Wasser über felsigen Hängen und Geröllzonen, wo sie Zooplankton aus der Wassersäule pickt. Der Artname bezieht sich auf die auffallend kleinen Schuppen, die den schlanken, heringsartigen Körper bedecken. Wie bei allen Cyprichromis unterscheiden sich die Bestände entlang der Küste in der Färbung der Männchen, weshalb sie im Handel nach ihrem Fundort benannt werden. „Kasai“ ist eine solche Fundortbezeichnung; die genaue Lage dieses Fangplatzes wird in den zugänglichen Quellen nicht einheitlich beschrieben. Typisch für die Art ist ein ausgeprägter Polychromatismus: Selbst innerhalb einer Population können Männchen unterschiedlich gefärbte Schwanzflossen tragen. Die angebotenen Tiere sind Nachzuchten dieser Form. Wer die Fundortform rein erhalten möchte, sollte sie nicht mit anderen Cyprichromis-Formen zusammen pflegen, da sich verwandte Formen leicht kreuzen.

Vergesellschaftung

Heringscichliden sind friedliche Schwarmfische, die sich nur in einer größeren Gruppe sicher fühlen. Ideal sind acht bis zwölf Tiere mit deutlich mehr Weibchen als Männchen. Die Männchen beanspruchen kleine Reviere im freien Wasser und imponieren einander, ohne ernsthaft zu kämpfen. Als Mitbewohner eignen sich ruhige Bodenbewohner wie Schneckenbuntbarsche, Julidochromis oder Altolamprologus. Ruppige Arten und Mbuna aus dem Malawisee verdrängen die zarten Planktonfresser.

Passende Wasserparameter

Wie alle Tanganjika-Cichliden braucht diese Art hartes, alkalisches Wasser mit einem pH-Wert von 8,0 bis 9,0 und einer Gesamthärte von etwa 10 bis 20 °dH. Eine stabile, hohe Karbonathärte verhindert pH-Schwankungen. Die Fische reagieren empfindlich auf Nitrit und angereicherte Schadstoffe, daher sind regelmäßige Teilwasserwechsel mit gut temperiertem Wasser wichtig.

Haltungstemperatur

Empfohlen werden 24 bis 26 °C. Kurzfristig werden bis 27 °C vertragen, dauerhaft höhere Werte belasten die Tiere.

Beckengröße

Da die Fische im Schwarm das gesamte freie Wasser nutzen, ist ein langes Becken ab 150 cm und rund 400 Litern angemessen. Die obere Hälfte bleibt frei zum Schwimmen. Eine gut schließende Abdeckung ist Pflicht, denn erschreckte Tiere springen.

Bepflanzung

Ein Felsaufbau in der unteren Beckenhälfte gibt Rückzug und Orientierung, darüber bleibt viel freier Raum. Feiner Sand als Boden passt gut. Pflanzen sind nicht nötig; robuste Arten wie Anubias oder Vallisnerien können am Rand gesetzt werden.

Futter

In der Natur fressen Heringscichliden Zooplankton. Im Aquarium sind kleines Frost- und Lebendfutter wie Cyclops, Artemia, Mysis und Daphnien die beste Grundlage. Feines Granulat und Flocken werden ergänzend angenommen. Mehrere kleine Portionen am Tag entsprechen ihrer natürlichen Ernährung.

Geschlechtsunterschiede

Ausgefärbte Männchen sind kontrastreicher, haben längere Bauchflossen und zeigen beim Imponieren intensive Farben in Körper und Flossen. Die Weibchen bleiben schlichter silbrig bis bräunlich gefärbt und etwas kleiner. Bei Jungtieren lassen sich die Geschlechter noch nicht sicher unterscheiden.

Zucht

Die Paarung findet im freien Wasser statt. Das Weibchen nimmt die wenigen, verhältnismäßig großen Eier sofort ins Maul, oft nur fünf bis fünfzehn Stück. Nach etwa drei bis vier Wochen entlässt es voll entwickelte Jungfische, die sofort Artemia-Nauplien fressen. In einem ruhigen Gesellschaftsbecken kommt immer wieder Nachwuchs durch.

Endgröße

Im Aquarium erreichen die Fische etwa 10 bis 13 cm, Weibchen bleiben meist etwas kleiner. Die Lebenserwartung liegt bei guter Pflege bei etwa 6 bis 8 Jahren.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Erwachsene Amanogarnelen werden meist in Ruhe gelassen, Zwerggarnelen und Garnelennachwuchs werden aber gefressen. Für Garnelenbecken ist die Art nicht geeignet.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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