Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

INTERAQUARISTIK

Sortiment entdecken

Alle Kategorien

Blitzversand
Lebendgarantie
Top-Service
Riesige Auswahl

Niceforo-Baumsteiger, Ameerega ingeri

Tagaktiver Bodenfrosch

Aktiv auf Laubstreu und morgens oft gut zu beobachten

Kolumbien-Endemit

Eine selten gepflegte Art aus dem Anden-Amazonas-Vorland

Kompakte Endgröße

Adulte Tiere erreichen meist nur etwa 2,0 bis 2,6 cm

Feucht mit Luftzug

Hohe Luftfeuchte braucht stets wirksame, sanfte Lüftung

Niceforo-Baumsteiger, Ameerega ingeri


Auf einen Blick: Niceforo-Baumsteiger, Ameerega ingeri
Deutscher Name:Niceforo-Baumsteiger
Wissenschaftlich:Ameerega ingeri
Synonyme:Nicéforo-Baumsteiger, Nicéforos Pfeilgiftfrosch
Herkunft:Kolumbien, östlicher Andenabhang und Anden-Amazonas-Vorland
Lebensweise:Tagaktiv und überwiegend bodenbewohnend
Haltungsform:Paar oder sorgfältig beobachtete kleine Gruppe
Mindestgröße des Terrariums:Ab 60 × 45 × 45 cm für ein Paar, Gruppen deutlich größer
Temperatur und Luftfeuchtigkeit:Tagsüber etwa 22–25 °C, nachts 18–22 °C; 70–90 % Luftfeuchte
Beleuchtung:Heller Tag-Nacht-Rhythmus, optional sehr schwaches UVB mit Schattenzonen
Bodengrund:Drainierter Waldbodenaufbau mit einer dicken Laubschicht
Futter:Kleine lebende Futtertiere wie Fruchtfliegen und Springschwänze
Maximale Größe:Meist etwa 2,0–2,6 cm Kopf-Rumpf-Länge
Im Detail: Niceforo-Baumsteiger, Ameerega ingeri

Lebensraum und Verhalten von Niceforo-Baumsteiger (Ameerega ingeri)

Ameerega ingeri ist ein ausschließlich aus Kolumbien bekannter Pfeilgiftfrosch. Sein Verbreitungsgebiet liegt am östlichen Abhang der Ostkordillere und im Übergang zum Amazonasbecken. Aktuelle Nachweise stammen vor allem aus Caquetá; weitere Vorkommen werden für den Süden des Departamento Cauca und den Norden Putumayos geführt. Je nach Auswertung reichen die Höhenangaben ungefähr von 214 bis 1.285 Metern. Da ältere Funde teilweise mit der ähnlich wirkenden Ameerega bilinguis verwechselt wurden, ist die genaue Abgrenzung des Areals weiterhin Gegenstand fachlicher Prüfung. Bewohnt werden feuchte tropische Sekundär- und Galeriewälder, häufig in Landschaften mit Waldbächen und kleineren Gewässern. Die Frösche selbst leben jedoch vorwiegend an Land. Tagsüber bewegen sie sich durch die Laubstreu des Waldbodens und sind besonders an hellen Vormittagen aktiv. Nachts wurden Tiere auch auf grünen Blättern ruhend beobachtet. Im Herkunftsgebiet herrschen ganzjährig warme, niederschlagsreiche Bedingungen mit hoher Luftfeuchte. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel aus feuchtem Mikroklima, zeitweise abtrocknender Lauboberfläche, zahlreichen Verstecken und stetigem Luftaustausch.

Die richtige Haltung

Für diesen kleinen, aber bewegungsfreudigen Bodenfrosch eignet sich ein gut belüftetes Regenwaldterrarium mit möglichst großer Grundfläche. Für ein Paar sollte das Becken mindestens etwa 60 × 45 × 45 cm messen; für eine kleine Gruppe ist ein Terrarium ab ungefähr 80 × 50 × 50 cm die verantwortungsvollere Wahl. Strukturieren Sie den Boden mit Laub, flachen Korkstücken, Wurzeln und mehreren voneinander getrennten Rückzugsorten. Niedrige Plattformen und robuste Pflanzenblätter erweitern den nutzbaren Raum. Ein großes offenes Wasserbecken ist nicht erforderlich und kann für kleine Frösche zur Gefahr werden. Eine sehr flache, leicht zugängliche Wasserschale genügt außerhalb der Zuchtvorbereitung. Gruppen müssen aufmerksam auf Verfolgungen, Ringen, Futterkonkurrenz und dauerhaftes Verstecken einzelner Tiere kontrolliert werden. Eine Vergesellschaftung mit anderen Froscharten ist wegen Stress, Krankheitsübertragung und unterschiedlicher Ansprüche nicht zu empfehlen.

Die richtige Bepflanzung

Eine dichte, aber nicht vollständig zugewachsene Bepflanzung schafft Deckung und stabilisiert das feuchte Mikroklima. Gut geeignet sind kleinbleibende Farne, rankende Ficus-Arten, Peperomien und robuste, unbedornte Bromelien. Breite Blätter werden als erhöhte Ruheplätze genutzt, während freie Bereiche auf der Laubschicht für die Nahrungssuche erhalten bleiben sollten. Pflanzen dürfen nicht so dicht stehen, dass die Luft am Boden stagniert. Unter der Einrichtung ist eine funktionierende Drainageschicht sinnvoll, damit überschüssiges Sprühwasser ablaufen kann und der eigentliche Laufbereich nicht vernässt. Auf scharfkantige Dekoration, gedüngte Pflanzenerde und chemisch behandelte Pflanzen ist zu verzichten.

Beleuchtung, UV, Heizung und Luftfeuchte

Im Terrarium hat sich ein moderat warmes Klima mit etwa 22–25 °C am Tag und einer leichten nächtlichen Absenkung auf ungefähr 18–22 °C bewährt. Kurzzeitig etwas höhere Werte können vorkommen, dauerhaft mehr als 27 °C sollten jedoch vermieden werden. Die relative Luftfeuchte darf meist zwischen 70 und 90 % liegen. Wichtiger als ein ständig maximaler Messwert ist ein natürlicher Wechsel: Nach dem Sprühen steigt die Feuchte an, anschließend darf die Oberfläche der Laubstreu teilweise abtrocknen. Seitliche oder frontale Lüftungsflächen verhindern verbrauchte, stehende Luft. Beleuchtet wird etwa zehn bis zwölf Stunden täglich mit pflanzentauglichem, nicht aufheizendem Licht. Sehr schwaches UVB kann angeboten werden, sofern vollständig beschattete Rückzugsbereiche vorhanden sind. Ohne UVB muss die Vitamin-D3-Versorgung über ein abgestimmtes Supplement erfolgen.

Fütterung

In der Natur frisst Ameerega ingeri überwiegend winzige Gliederfüßer aus der Laubstreu; bei untersuchten Tieren stellten Ameisen einen besonders großen Anteil der Beute. Im Terrarium eignen sich flugunfähige Fruchtfliegen, Springschwänze, sehr kleine Heimchen und andere passende Mikrofuttertiere. Die Beute muss klein genug sein, um sicher überwältigt und geschluckt zu werden. Abwechslung ist sinnvoll, auch wenn Fruchtfliegen meist das Grundfutter bilden. Futtertiere werden regelmäßig und sparsam mit einem hochwertigen Calcium- und Vitaminpräparat für Amphibien bestäubt. Häufigkeit und Vitamin-D3-Gehalt müssen auf Alter, Fütterungsrhythmus und vorhandene UVB-Beleuchtung abgestimmt werden. Präparate sollten frisch, trocken und nach Herstellerangabe gelagert werden; eine wahllose Kombination mehrerer Produkte erhöht das Risiko einer Überversorgung.

Geschlechtsunterschiede

Weibchen werden im Durchschnitt etwas größer und kräftiger als Männchen. In aktuellen Untersuchungen erreichten Männchen bis etwa 24,3 mm und Weibchen bis rund 25,6 mm Kopf-Rumpf-Länge. Rufende Tiere sind Männchen; ihr Werberuf besteht aus wiederkehrenden, paarweise abgegebenen Tönen. Bei jungen oder nicht rufenden Tieren ist eine sichere Geschlechtsbestimmung anhand äußerer Merkmale schwierig und sollte nicht allein aus Körperform oder Größe abgeleitet werden.

Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung

Zur Fortpflanzung gehören ein feuchtes, reich gegliedertes Terrarium, ruhige Rückzugsplätze und geeignete Ablageflächen nahe dem Boden. Aus Nachzuchtberichten sind Gelege unter Laub, auf glatten Blättern oder unter geschützten Abdeckungen bekannt; dabei werden ungefähr 10–20 Eier genannt. Diese Gelegegröße ist als Haltungserfahrung und nicht als umfassend bestätigter Freilandwert zu verstehen. Nach dem Schlupf werden die Kaulquappen von den Altfröschen zu Wasserstellen transportiert. Für eine kontrollierte Aufzucht müssen flache, leicht zugängliche und hygienisch einwandfreie Larvengewässer bereitstehen. Eier und Larven reagieren empfindlich auf schlechte Wasserqualität, Überhitzung und abrupte Veränderungen. Da die artspezifische Nachzucht noch vergleichsweise wenig dokumentiert ist, sollten Zuchtversuche sorgfältig protokolliert und an erfahrenen Ameerega-Haltungen orientiert werden.

Endgröße und Lebenserwartung

Aktuell untersuchte adulte Ameerega ingeri lagen überwiegend bei etwa 2,0–2,6 cm Kopf-Rumpf-Länge. Weibchen waren im Mittel größer als Männchen. In älterer Literatur finden sich vereinzelt Werte bis ungefähr 2,8 cm, weshalb die Endgröße vorsichtig als kleine Spannbreite angegeben werden sollte.

Nice-to-Know

Der dunkle, fein bis deutlich gekörnte Rücken und die orangefarbenen bis gelben Flecken an Leisten, Achseln und Unterschenkeln machen diesen kleinen Frosch unverwechselbar. Die Bauchseite kann kräftig blau wirken. Der Artname ehrt den Zoologen Robert F. Inger, während der gebräuchliche Name an Bruder Nicéforo María erinnert, der die ursprüngliche Typenserie sammelte. Obwohl die Art bereits 1970 beschrieben wurde, wurden Färbung, Ruf, Kaulquappen und Lebensweise erst durch neuere Felduntersuchungen ausführlicher dokumentiert. Ameerega ingeri bleibt deshalb eine fachlich besonders interessante, zugleich aber noch nicht in allen Haltungsfragen abschließend bekannte Art.

Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen

Wie andere Pfeilgiftfrösche kann Ameerega ingeri in der Natur Abwehralkaloide aus bestimmten Beutetieren aufnehmen und in der Haut speichern. Das artspezifische Alkaloidprofil ist bislang nur unzureichend untersucht. Bei in Gefangenschaft nachgezogenen Tieren, die übliche Fruchtfliegen und andere alkaloidarme Futtertiere erhalten, ist keine mit Wildtieren vergleichbare Giftwirkung zu erwarten. Trotzdem sind Hautsekrete grundsätzlich nicht für den Kontakt mit Augen, Mund oder offenen Wunden bestimmt. Die Tiere sollten wegen ihrer empfindlichen, durchlässigen Haut nur im unvermeidbaren Ausnahmefall und dann mit angefeuchteten, puderfreien Handschuhen berührt werden. Anschließende gründliche Handhygiene ist selbstverständlich.

0 von 0 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Bewerten Sie dieses Produkt!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.


Fragen zum Artikel

Noch keine Fragen vorhanden.

Eigene Frage stellen

Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.

−25 %
5x Goldfisch im Mix , Carassius auratus (Kaltwasser)

29,99 €* 39,99 €* (25.01% gespart)
9 Bonuspunkte sichern
1

Durchschnittliche Bewertung von 4.9 von 5 Sternen

Amanogarnele , Caridina multidentata

Ab 1,59 €*

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Aulonocara spec. Dragon Blood albino , DNZ

18,99 €*
6 Bonuspunkte sichern
1

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Bitterlingsbarbe , Rohanella titteya , ehem. Puntius titteya ehem. Puntius titteya

Ab 3,59 €*
1 Bonuspunkte sichern
3
−27 %
Tipp

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Erbsenkugelfisch , Carinotetraodon travancoricus (Minifisch)

5,49 €* 7,49 €* (26.7% gespart)
2 Bonuspunkte sichern
3
−10 %

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gelbsaum-Prachtharnischwels , L81 , Baryancistrus spec., 6-8 cm Baryancistrus spec., 6-8 cm

62,99 €* 69,99 €* (10% gespart)
19 Bonuspunkte sichern
1

Häufige Fragen (FAQ)


 

Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede

Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:

  • Frösche
    • Meist eine glatte, feuchte Haut
    • Lange Hinterbeine für weite Sprünge
    • Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
    • Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
  • Kröten
    • Trockene, warzige Haut
    • Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
    • Können in trockeneren Gebieten überleben
    • Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
  • Unken
    • Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
    • Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
    • Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)

Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.

Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?

Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.

Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.

Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:

  • Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
  • Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
  • In der Regel keine Hautatmung haben.

Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.

Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).

Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?

Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.

Häufige Futterquellen für Amphibien:

  • Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
  • Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
  • Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)

Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?

Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:

  • Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
  • Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird

Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.

Halten Amphibien eine Winterruhe?

Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.

  • Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
  • Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
  • Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.

Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?

Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:

  • Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
  • Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
  • Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander

Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.

Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?

Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.

Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?

  • Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
  • Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
  • Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
  • Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
  • Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.

Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?

Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.

  • Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
  • Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
  • Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.

Alternative Proteinquellen für große Amphibien:

Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill

Fazit:

Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.

Wie werden Amphiben versendet?

Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.

Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.

Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?

Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.

Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:

  • Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
  • Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
  • Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.

Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.

Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

Jetzt anmelden und 3 € sparen

Neue Tiere, frische Lieferungen und exklusive Angebote direkt in Ihr Postfach – als Dankeschön gibt es einen 3 €-Gutschein ab 30 € Einkaufswert.

Abmeldung jederzeit mit einem Klick. Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung.