Orangechromide „Gold“, Etroplus maculatus
14,99 €*
4 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 0,40 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Versand in Thermobox, bei Kälte mit Wärmepack · Geld zurück, falls ein Tier nicht lebend ankommt
Orangechromide „Gold“, Etroplus maculatus
| Deutscher Name: | Orangechromide „Gold“ |
| Wissenschaftlich: | Etroplus maculatus |
| Synonyme: | Orangebuntbarsch, Indischer Buntbarsch, Orange Chromide, Gold-Orangechromide |
| Herkunft: | Südindien und Sri Lanka (Brack- und Süßwasser); „Gold“ ist eine Zuchtform |
| Gesellschafts-Aquarium: | Gruppenhaltung ab 6–8 Tieren; außerhalb der Brutzeit eher friedlich, zur Brut territorial |
| Wasserwerte: | pH ca. 7,0–8,5, hart und alkalisch (ca. 10–20 °dGH); Süß- oder leichtes Brackwasser, kein saures Weichwasser |
| Temperatur: | ca. 24–28 °C |
| Beckengröße: | ab ca. 120 Liter für eine Gruppe |
| Bepflanzung: | Robuste, salztolerante Pflanzen, Wurzeln, Steine und Sandboden; weiche Pflanzen werden angeknabbert |
| Futter: | Allesfresser: Spirulina-Flocken, Cichlidengranulat, Frost- und Lebendfutter, pflanzlicher Anteil wichtig |
| Geschlechts-Unterschiede: | Schwer erkennbar; Männchen meist größer und wärmer gefärbt, Weibchen etwas blasser |
| Zucht möglich: | Offenbrüter mit Brutpflege beider Eltern; Jungtiere fressen anfangs Hautschleim der Eltern |
| Maximale Größe: | ausgewachsen ca. 7–9 cm; angebotene Tiere 3–4 cm |
| Liefergröße: | ca. 3,0-4,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Adulte größere Garnelen eventuell geduldet, Nachwuchs wird gefressen; Brackwasser ungeeignet für die meisten Garnelen |
Herkunft von Orangechromide „Gold“ (Etroplus maculatus)
Der Orangechromide stammt aus dem Süden Indiens und aus Sri Lanka. Dort lebt er vor allem in brackigen Flussmündungen, Küstenlagunen und den unteren Flussabschnitten, kommt aber auch in rein süßen, dicht bewachsenen Gewässern vor. Die Süßwasservorkommen auf Sri Lanka gehen vermutlich zumindest teilweise auf Besatz zurück. Die Art ist euryhalin, kommt also mit stark schwankenden Salzgehalten zurecht, meidet aber saures Wasser. Sie gehört zu den wenigen Buntbarschen Asiens. Neuere Untersuchungen führen sie in der eigenen Gattung Pseudetroplus, während ältere Literatur und Handel sie meist noch als Etroplus maculatus bezeichnen. In ihrer Heimat teilt sie den Lebensraum mit dem größeren Grünen Chromiden (Etroplus suratensis): Sie frisst gelegentlich dessen Eier und Larven, liest ihm aber auch Parasiten von der Haut. Die Wildform ist variabel gefärbt, von grünlich bis gelborange mit rötlichen Tupfen und einem auffälligen dunklen Fleck an der Flanke. Die hier angebotene Variante „Gold“ ist eine goldgelbe Zuchtform (xanthoristisch), die über viele Jahre das Bild der Art im Aquarium geprägt hat. Zur genauen Linienherkunft einzelner Zuchtstämme gibt es keine verlässlichen Angaben. Der Bestand der Art gilt laut IUCN als nicht gefährdet.
Vergesellschaftung
Orangechromiden sind lose Gruppenfische und fühlen sich in einem kleinen Trupp deutlich sicherer als einzeln oder zu zweit. Empfehlenswert sind mindestens sechs, besser acht oder mehr Tiere in einem entsprechend großen Becken, damit sich Rangeleien verteilen und schwächere Fische ausweichen können. Außerhalb der Brutzeit gelten die Fische als relativ friedlich, zur Fortpflanzung bilden sich jedoch Paare, die ihr Revier um die Laichstelle energisch verteidigen. Die Angaben zum Temperament sind in der Literatur nicht einheitlich; vom friedlichen bis zum halbaggressiven Charakter ist alles beschrieben. Rechnen Sie also mit Revierverhalten und planen Sie Rückzugsorte sowie Sichtbarrieren ein. Als Beifische eignen sich ruhige, ähnlich große Arten, die hartes, alkalisches Wasser vertragen, zum Beispiel flinke Bärblinge, Rasboras oder Regenbogenfische als Dithers im Süßwasser, im Brackwasser salztolerante Lebendgebärende wie Mollys. Ungeeignet sind territoriale oder aggressive Arten und solche, die weiches, saures Wasser brauchen. Sehr kleine Fische können als Futter enden.
Passende Wasserparameter
Der Orangechromide bevorzugt hartes, alkalisches Wasser mit einem pH-Wert von etwa 7,0 bis 8,5 und einer Gesamthärte im Bereich von rund 10 bis 20 °dGH; je nach Quelle werden auch höhere Werte toleriert. Weiches, saures Wasser sollte unbedingt vermieden werden. Die Haltung ist in reinem Süßwasser möglich, ein leichter Salzzusatz oder echtes Brackwasser entspricht aber eher dem natürlichen Lebensraum und wird von vielen Pflegern bevorzugt. Die empfohlenen Salzmengen schwanken in der Praxis; sie sollten vorsichtig und messbar dosiert und bei Wasserwechseln konsequent angepasst werden. Wichtiger als der exakte Salzgehalt ist saubere Wasserqualität: Die Art reagiert empfindlich auf Nitrat und organische Belastung. Regelmäßige Teilwasserwechsel, kräftige Filterung mit mäßiger Strömung und gute Sauerstoffversorgung gehören daher zur Routine. Neu eingesetzte Tiere sollten behutsam an das Beckenwasser gewöhnt werden, besonders wenn sich Wasserhärte oder Salzgehalt vom Händlerbecken unterscheiden.
Haltungstemperatur
Als Wohlfühlbereich haben sich etwa 24 bis 28 °C bewährt. Die Literatur nennt teils breitere Spannen von rund 20 bis über 29 °C, die Art wird in der Natur und im Aquarium also in einem recht weiten Temperaturfenster gepflegt. Dauerhaft zu kühle Haltung kann die Tiere anfälliger für Krankheiten machen; zur Fortpflanzung werden eher wärmere Bedingungen im oberen Bereich genannt, wobei Nachzuchten laut Berichten auch bei moderateren Temperaturen gelangen. Stabile Werte sind wichtiger als kurzzeitige Spitzen.
Beckengröße
Für eine kleine Gruppe sollte ein Aquarium von mindestens etwa 120 Litern eingeplant werden; je größer, desto besser, denn die Tiere sind aktive Schwimmer und brauchen neben den Verstecken auch freie Wasserfläche. Für acht bis zehn Fische werden in der Fachliteratur sogar deutlich größere Becken von rund 300 Litern genannt. Kleinere Becken ab etwa 50 bis 60 Litern werden zwar gelegentlich als Notlösung beschrieben, bieten bei Revierstreitigkeiten aber zu wenig Ausweichmöglichkeiten. Das Becken sollte eingefahren und zuverlässig abgedeckt sein.
Bepflanzung
Ein feiner Sand- oder Korallensandboden, dazu Steine, Wurzeln und Tonröhren oder umgelegte Blumentöpfe schaffen Reviere und Sichtbarrieren. Das schützt scheue Tiere und gibt den Paaren Laichplätze. Im vorderen Beckenbereich sollte genügend freie Schwimmfläche bleiben. Bepflanzt wird mit robusten Arten, die auch leichte Salzgehalte vertragen, etwa Anubias oder Javafarn; die Verträglichkeit hängt vom gewählten Salzgehalt ab. Weiche, feinblättrige Pflanzen werden häufig angeknabbert. Eine ruhige, nicht zu helle Beleuchtung und Schwimmpflanzen oder Laub unterstützen die Farbentwicklung und das Wohlbefinden.
Futter
Der Orangechromide ist ein Allesfresser, der in der Natur Aufwuchs, Algen und Kleinstlebewesen aufnimmt. Im Aquarium bewährt sich eine abwechslungsreiche Kost aus hochwertigen Flocken oder Granulaten mit pflanzlichem Anteil, etwa Spirulina, ergänzt durch Frost- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia oder Wasserflöhe. Rote Mückenlarven werden besonders gern genommen, sollten aber nicht überwiegen. Jungtiere von 3 bis 4 cm fressen feines Futter und freuen sich über mehrere kleine Mahlzeiten am Tag. Da die Art empfindlich auf Belastung des Wassers reagiert, sollte nur so viel gefüttert werden, wie in wenigen Minuten aufgenommen wird.
Geschlechtsunterschiede
Männchen und Weibchen sind schwer zu unterscheiden, vor allem bei Jungtieren. Männchen werden meist etwas größer und zeigen oft wärmere, intensivere Farben, Weibchen wirken eher blasser. Als weiteres, nicht ganz zuverlässiges Merkmal wird ein heller bzw. weißer Rand an der Schwanzflosse der Weibchen genannt. Bei der goldgelben Zuchtform sind Farbunterschiede möglicherweise weniger deutlich ausgeprägt. Am sichersten erkennt man die Geschlechter zur Laichzeit, wenn die Paare ihr Revier verteidigen und sich der Legeapparat zeigt.
Zucht
Der Orangechromide ist ein Substratlaicher mit Brutpflege durch beide Eltern. Die Paare bilden sich meist erst zur Laichzeit aus der Gruppe; am besten pflegt man deshalb mehrere Tiere und lässt sie ihre Partner selbst wählen. Die grünlichen Eier werden an Steinen, Wurzeln oder Blättern abgelegt und von den Eltern befächelt und bewacht; in einem Pflegebericht waren es etwa 80 Eier. Nach dem Schlupf hängen die Jungen zunächst an den Eltern und nehmen deren Hautschleim auf, ähnlich wie bei Diskusfischen. Später werden sie in Gruben geführt und können mit feinem Futter wie Artemia-Nauplien gefüttert werden. Die Nachzucht gilt als anspruchsvoll. Ob Salz zwingend nötig ist, wird unterschiedlich beurteilt, es gelangen auch Bruten in Süßwasser.
Endgröße
Ausgewachsene Orangechromiden erreichen meist etwa 7 bis 9 cm, in einzelnen Quellen werden bis zu 9,5 cm genannt. Die angebotenen Tiere mit 3 bis 4 cm sind also noch Jungfische, die sich erst im Lauf der Monate fertig entwickeln und ausfärben. Bei guter Pflege kann die Art mehrere Jahre alt werden; genannt werden etwa fünf bis acht Jahre.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Für adulte Garnelen gibt es keine belastbaren Verträglichkeitsangaben. Der Orangechromide frisst Zooplankton und Kleinstlebewesen und ist kein ausgesprochener Garnelenjäger, größere und wehrhafte erwachsene Garnelen werden in Süßwasserhaltung mit Glück ignoriert, ein Risiko bleibt aber bestehen. Zwerggarnelen und besonders Garnelennachwuchs sind dagegen nicht sicher: Winzige Jungtiere werden als willkommenes Lebendfutter betrachtet und sollten nicht mit der Art zusammenleben. Bei Haltung in Brackwasser scheiden die meisten gängigen Süßwassergarnelen ohnehin aus, da sie Salz nicht vertragen.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.