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Perlhuhnbuntbarsch, Altolamprologus calvus, ca. 4,0-5,0 cm

Perlenkleid

Körper mit zahlreichen hellen Perlpunkten auf dunklerem Grund

Spaltenjäger

Hoher, schmaler Körper passt in engste Felsritzen

Langlebiger Pflegling

Wächst langsam und wird bei guter Pflege sehr alt

Höhlenbrüter

Weibchen laicht in Spalten oder Schneckenhäusern

Perlhuhnbuntbarsch, Altolamprologus calvus, ca. 4,0-5,0 cm


Auf einen Blick: Perlhuhnbuntbarsch, Altolamprologus calvus
Deutscher Name:Perlhuhnbuntbarsch
Wissenschaftlich:Altolamprologus calvus
Synonyme:Calvus, Perlhuhncichlide, Altolamprologus calvus
Herkunft:Tanganjikasee, Felsküsten in Sambia und DR Kongo
Gesellschafts-Aquarium:Paar oder Harem, ruhige Tanganjika-Mitbewohner
Wasserwerte:pH 7,5–9,0, GH 8–20 °dH
Temperatur:24–27 °C
Beckengröße:ab 100 cm Kantenlänge, rund 150–200 Liter
Bepflanzung:Felsaufbauten mit engen Spalten, Schneckenhäuser
Futter:Frost- und Lebendfutter, Mysis, Artemia, Granulat
Geschlechts-Unterschiede:Männchen deutlich größer mit längeren Flossen
Zucht möglich:Höhlenbrüter, Weibchen laicht in engen Spalten
Maximale Größe:Männchen bis etwa 14 cm, Weibchen um 9 cm
Liefergröße:ca. 4,0-5,0 cm
Mit Garnelen verträglich:Ungeeignet, Garnelen werden erbeutet
Im Detail: Perlhuhnbuntbarsch, Altolamprologus calvus

Herkunft von Perlhuhnbuntbarsch (Altolamprologus calvus)

Der Perlhuhnbuntbarsch Altolamprologus calvus wurde 1978 von Poll beschrieben und ist endemisch im Tanganjikasee. Er bewohnt die Felsküsten im südlichen Teil des Sees, in Sambia und an der kongolesischen Küste, und hält sich bevorzugt zwischen großen Felsblöcken und in schmalen Spalten auf. Sein extrem hochrückiger, seitlich stark zusammengedrückter Körper ist eine perfekte Anpassung an dieses Leben: Damit kann er sich in engste Ritzen schieben, um dort nach Garnelen, Jungfischen und Eiern anderer Buntbarsche zu jagen. Die Körperseiten sind mit zahlreichen hellen Perlpunkten auf dunklerem Grund übersät, die an das Gefieder eines Perlhuhns erinnern und der Art ihren deutschen Namen gaben. Je nach Fundort gibt es unterschiedlich gefärbte Populationen, im Handel etwa als Black, White oder Yellow bezeichnet. Dieser Artikel umfasst Nachzuchttiere ohne besondere Standortangabe; ihre Grundfärbung reicht je nach Zuchtlinie von bräunlich-grau bis dunkel, stets mit den typischen hellen Punkten. Wer mehrere Formen hält, sollte sie getrennt pflegen, damit sich die Populationen nicht vermischen. Der Perlhuhnbuntbarsch wächst langsam, wird aber sehr alt und gilt als ruhiger, interessanter Pflegling mit ausgeprägtem Charakter.

Vergesellschaftung

Calvus sind gegenüber Fischen, die nicht ins Maul passen, recht friedlich, aber territorial. Bewährt hat sich die Haltung als Paar oder als Männchen mit mehreren Weibchen. Gute Mitbewohner sind Julidochromis, Cyprichromis, andere Neolamprologus-Arten und Tanganjika-Synodontis. Ruppige Mbuna oder sehr hektische Fische sind ungeeignet; kleine Jungfische anderer Arten werden gefressen.

Passende Wasserparameter

Hartes, alkalisches Wasser mit pH 7,5 bis 9,0 und einer Gesamthärte von 8 bis 20 °dH ist ideal. Die Art reagiert empfindlich auf Nitrat und schwankende Werte, daher sind stabile Verhältnisse und regelmäßige Teilwasserwechsel wichtig.

Haltungstemperatur

24 bis 27 °C sind optimal, zur Zucht etwa 25 bis 26 °C.

Beckengröße

Für ein Paar genügt ein Aquarium ab 100 cm Länge mit rund 150 bis 200 Litern; Gesellschaftsbecken mit mehreren Arten sollten deutlich größer sein. Entscheidend sind viele Felsspalten und Rückzugsorte.

Bepflanzung

Steinaufbauten aus Lochgestein oder Schiefer mit zahlreichen engen Spalten bilden das Herz der Einrichtung, dazu ein feiner Sandboden. Große Schneckenhäuser oder schmale Höhlen dienen als Laichplätze, in die nur das Weibchen hineinpasst. Pflanzen sind nicht nötig, robuste Anubias stören nicht.

Futter

Der Perlhuhnbuntbarsch ist ein Fleischfresser. Bevorzugt werden Frost- und Lebendfutter wie Mysis, Artemia, Krill und Cyclops; gutes Granulat wird von Nachzuchten meist angenommen. Pflanzliche Kost spielt kaum eine Rolle. Nicht zu reichlich füttern, die Tiere fressen langsam und wählerisch.

Geschlechtsunterschiede

Männchen werden deutlich größer und entwickeln längere Flossen. Weibchen bleiben wesentlich kleiner, was ihnen erlaubt, sich zum Laichen in enge Spalten oder Schneckenhäuser zurückzuziehen, in die das Männchen nicht folgen kann.

Zucht

Calvus sind Höhlenbrüter. Das Weibchen wählt eine enge Höhle oder ein Schneckenhaus und legt dort bis zu etwa 200 Eier ab, die das Männchen am Eingang befruchtet. Die Larven schlüpfen nach etwa zwei Tagen und schwimmen nach weiteren acht bis zehn Tagen frei. Paare finden sich oft erst nach längerer Zeit, Jungtiere wachsen langsam.

Endgröße

Männchen erreichen etwa 13 bis 14 cm, Weibchen bleiben bei rund 9 cm. Mit ihrem langsamen Wachstum werden Perlhuhnbuntbarsche bei guter Pflege oft 10 Jahre und älter.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Garnelen gehören zur natürlichen Beute; weder adulte Zwerggarnelen noch Nachwuchs sind sicher.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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