Pfauenaugenbuntbarsch „Red Tiger“, Schleier, Astronotus ocellatus
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Pfauenaugenbuntbarsch „Red Tiger“, Schleier, Astronotus ocellatus
| Deutscher Name: | Pfauenaugenbuntbarsch „Red Tiger“, Schleier |
| Wissenschaftlich: | Astronotus ocellatus |
| Synonyme: | Red Tiger Oscar Longfin, Schleier-Oscar Red Tiger, Oscar Red Tiger Langflosse, Langflossen-Oscar |
| Herkunft: | Zuchtform, Art aus dem Amazonasbecken |
| Gesellschafts-Aquarium: | Paarweise oder einzeln mit großen, ruhigen Fischen |
| Wasserwerte: | pH 6,0–7,5, GH 5–15 °dH, KH 3–10 °dH |
| Temperatur: | 24–28 °C |
| Beckengröße: | ab 150 cm, etwa 450 Liter |
| Bepflanzung: | Wurzeln, glatte Steine, robuste Pflanzen in Töpfen |
| Futter: | Granulat, Sticks, Frostfutter wie Garnelen und Mysis |
| Geschlechts-Unterschiede: | Äußerlich kaum zu unterscheiden |
| Zucht möglich: | Offenbrüter mit gemeinsamer Brutpflege |
| Maximale Größe: | etwa 25–30 cm |
| Liefergröße: | ca. 6,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Nicht für Garnelenbecken geeignet |
Herkunft von Pfauenaugenbuntbarsch „Red Tiger“, Schleier (Astronotus ocellatus)
Der Pfauenaugenbuntbarsch, im Handel meist Oscar genannt, stammt aus ruhigen, oft trüben Gewässern des Amazonasbeckens, wo er in überschwemmten Wäldern, Altarmen und an Uferzonen mit viel Holz lebt. Seinen deutschen Namen verdankt er dem auffälligen schwarzen Augenfleck mit rotem Ring an der Schwanzwurzel. Die hier angebotenen Tiere sind eine Zuchtform, die zwei Merkmale vereint: Die Färbung „Red Tiger“ zeigt eine kräftig rote bis orangerote, unregelmäßig marmorierte Zeichnung auf dunklem Grund, die bei jedem Tier etwas anders ausfällt. Hinzu kommen die verlängerten Flossen der Schleierform, bei der Rücken-, After-, Bauch- und Schwanzflosse deutlich länger auslaufen und dem Fisch ein elegantes, wehendes Erscheinungsbild geben. Oscars gelten als ausgesprochen intelligent und zutraulich, sie erkennen ihren Pfleger und kommen zur Fütterung an die Scheibe. Die volle Färbung entwickelt sich mit dem Heranwachsen; Jungtiere in der Liefergröße zeigen meist erst Ansätze der Marmorierung. Wegen der langen Flossen sollte das Becken keine scharfkantige Einrichtung enthalten, und flossenzupfende Mitbewohner sind tabu.
Vergesellschaftung
Am besten einzeln oder als eingewöhntes Paar halten. Als Mitbewohner eignen sich nur große, friedliche Fische wie ruhige Welse oder größere Salmler, die nicht in das Maul passen. Kleine Fische werden gefressen, flossenzupfende Arten beschädigen die langen Schleierflossen.
Passende Wasserparameter
Weiches bis mittelhartes Wasser mit pH 6,0 bis 7,5 und einer Gesamthärte von 5 bis 15 °dH. Oscars belasten das Wasser stark; eine leistungsfähige Filterung und wöchentliche Teilwasserwechsel von 30 bis 50 Prozent sind wichtig, gerade bei Schleierformen, deren Flossen auf schlechte Wasserqualität empfindlich reagieren.
Haltungstemperatur
24 bis 28 °C.
Beckengröße
Für ein ausgewachsenes Tier oder ein Paar ist ein Becken ab 150 cm Länge und etwa 450 Litern erforderlich; größere Becken sind besser.
Bepflanzung
Große Wurzeln und glatte, abgerundete Steine strukturieren das Becken, ohne die langen Flossen zu verletzen. Oscars graben gern und versetzen Einrichtung; Pflanzen daher in Töpfen oder robuste Aufsitzer wie Anubias und Javafarn verwenden.
Futter
Hochwertiges Granulat und Sticks für große Buntbarsche, ergänzt durch Frostfutter wie Garnelen, Mysis, Krill und Muschelfleisch. Futterfische und Säugetierfleisch sollten nicht gegeben werden. Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern.
Geschlechtsunterschiede
Männchen und Weibchen lassen sich äußerlich kaum sicher unterscheiden. Erst bei der Laichvorbereitung erkennt man an der Genitalpapille, welches Tier welches Geschlecht hat.
Zucht
Offenbrüter. Das Paar säubert eine flache Steinplatte, auf die mehrere hundert bis über tausend Eier geheftet werden. Beide Eltern bewachen Gelege und Jungfische. Die Zucht gelingt meist nur mit einem harmonierenden Paar in einem großen Becken.
Endgröße
Ausgewachsen erreichen Oscars etwa 25 bis 30 cm, die Schleierflossen wirken zusätzlich größer. Die Lebenserwartung liegt bei guter Pflege bei etwa 10 bis 15 Jahren, teils darüber.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Für Garnelenbecken nicht geeignet. Garnelen und andere Wirbellose werden gefressen.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.