Plakat-Kampffisch „Super Orange“ (Männchen), Betta splendens
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Plakat-Kampffisch „Super Orange“ (Männchen), Betta splendens
| Deutscher Name: | Plakat-Kampffisch „Super Orange“ (Männchen) |
| Wissenschaftlich: | Betta splendens |
| Synonyme: | Kampffisch, Betta, Siamesischer Kampffisch, Plakat-Betta, Pla Kat |
| Herkunft: | Zuchtform des Siamesischen Kampffischs; Wildform aus Zentralthailand (Becken des Chao Phraya) |
| Gesellschafts-Aquarium: | Männchen einzeln halten; nur mit ruhigen, nicht flossenzupfenden Fischen vergesellschaften |
| Wasserwerte: | pH 6,0–7,5; GH 3–12 °dGH; KH 2–8 °dKH; weiches bis mittelhartes Wasser |
| Temperatur: | 24–28 °C |
| Beckengröße: | ab 20 Liter, besser 30 Liter oder mehr |
| Bepflanzung: | Dichte Bepflanzung mit Schwimmpflanzen, Höhlen und ruhigen Zonen |
| Futter: | Allesfresser mit Schwerpunkt auf tierischer Kost: Lebend-, Frost- und hochwertiges Granulatfutter |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen: kräftigere Farben, größere Flossen; Weibchen: blasser, Legeröhrchen am Bauch |
| Zucht möglich: | Schaumnestbauer mit Brutpflege durch das Männchen; Nachzucht nur für Erfahrene |
| Maximale Größe: | ausgewachsen meist ca. 5–6,5 cm; angebotene Größe 3–5 cm |
| Liefergröße: | ca. 3,0-5,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Adulte große Garnelen teils möglich, Zwerggarnelen und Garnelennachwuchs gefährdet |
Herkunft von Plakat-Kampffisch „Super Orange“ (Männchen) (Betta splendens)
Der Siamesische Kampffisch, Betta splendens, stammt aus dem zentralen Tiefland Thailands. Dort lebt er in Reisfeldern, Gräben, Sümpfen und anderen flachen, stehenden oder kaum durchströmten Gewässern, die im Lauf des Jahres stark schwanken können. Das Verbreitungsgebiet reicht von der Region um den Chao Phraya bis zum Norden der Malaiischen Halbinsel; Nachweise aus anderen Ländern gehen meist auf Aussetzungen oder entwichene Zuchtfische zurück. Die Wildform ist eher unscheinbar braun-grünlich gefärbt und kurzflossig. Weil der Lebensraum durch Verschmutzung und Landnutzung schrumpft, gilt die Art in der Natur als gefährdet, während sie als Zierfisch weltweit nachgezogen wird. Der hier angebotene Plakat „Super Orange“ ist keine natürliche Form, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger Selektion in Zuchtbetrieben, vor allem in Südostasien. „Plakat“ leitet sich vom thailändischen „pla kat“ ab, dem Wort für beißender Fisch, und bezeichnet heute kurzflossige Zuchtformen, die der Wildform in Körperbau und Beweglichkeit näherstehen als die langflossigen Schleierformen. „Super Orange“ ist ein Handelsname für eine intensiv orange gefärbte Linie; ein einheitlicher, fest definierter Standard dafür ist nicht belegt, daher können Farbton und Zeichnung von Tier zu Tier etwas abweichen.
Vergesellschaftung
Männchen des Kampffischs sind untereinander unverträglich und sollten niemals zu zweit in einem Becken leben, auch nicht mit Sichtkontakt ohne Sichtschutz. Gegenüber anderen Arten sind Plakat-Männchen meist weniger streitlustig als ihr Ruf, reagieren aber auf bunte, langflossige Fische wie Guppy-Männchen oder auf Flossenzupfer wie manche Barben mit Stress oder Angriffen. Besser passen ruhige, schlanke und nicht zu kleine Mitbewohner, die sich im mittleren und unteren Beckenbereich aufhalten, etwa friedliche Bodenfische oder kleine Schwarmfische ohne Zupfneigung. Eine Vergesellschaftung ist stets ein Versuch: Das Becken braucht ausreichend Platz, Rückzugsorte und eine Abtrennmöglichkeit für den Notfall. Weibchen und Männchen gemeinsam zu halten, ist nicht empfehlenswert, da Männchen Weibchen bedrängen können. Da der Kampffisch Luft von der Oberfläche atmet, sollte der Wasserspiegel gut erreichbar bleiben.
Passende Wasserparameter
Bettas sind anpassungsfähig, profitieren aber von sauberem, stabilem Wasser. Als Richtwerte haben sich ein pH-Wert von etwa 6,0 bis 7,5, eine Gesamthärte von ca. 3 bis 12 °dGH und eine Karbonathärte von rund 2 bis 8 °dKH bewährt. Wichtig sind nitritfreies Wasser, geringe Nitratwerte und regelmäßige Teilwasserwechsel von etwa 20 bis 30 Prozent pro Woche, abhängig von Besatz und Beckengröße. Frisches Wasser sollte auf Beckentemperatur gebracht und aufbereitet werden. Starke Strömung stresst die Tiere, weil sie mit ihren Flossen weniger gute Schwimmer sind; ein sanft laufender Filter, gegebenenfalls mit gedrosseltem Ausstrom, ist sinnvoll. Zwischen Wasseroberfläche und Abdeckung sollte ein Luftpolster bleiben, damit die Fische warme, feuchte Luft atmen können. Die Angaben sind Richtwerte; Fische aus Nachzuchten kommen mit einem recht breiten Spektrum zurecht, sofern sich die Werte langsam ändern.
Haltungstemperatur
Als tropischer Fisch fühlt sich der Kampffisch bei etwa 24 bis 28 °C am wohlsten. Dauerhaft unter 24 °C werden Bettas träge, fressen weniger und werden anfälliger für Krankheiten. Ein Regelheizer mit Thermometer ist in Wohnräumen daher sinnvoll, besonders in kleineren Becken, in denen sich die Temperatur schnell verändert. Schwankungen von mehr als zwei bis drei Grad am Tag sollten vermieden werden. Im Hochsommer sollte man darauf achten, dass das Wasser nicht deutlich über 30 °C steigt, da der Sauerstoffgehalt dann sinkt.
Beckengröße
Für ein einzelnes Männchen sind etwa 20 Liter das Minimum; deutlich besser sind 30 Liter oder mehr, weil sich Wasserwerte in größeren Becken stabiler halten und die Tiere mehr Revier und Struktur nutzen können. Kleine Gläser oder Vasen ohne Heizung und Filter sind nicht artgerecht. Der Kampffisch liebt flache, gut strukturierte Becken mit großer Wasseroberfläche. Die Abdeckung sollte dicht schließen, da Bettas springen können, und zugleich ein Luftpolster lassen. Bei Vergesellschaftung mit anderen Arten sollte das Becken entsprechend größer sein, in der Regel ab etwa 54 bis 60 Litern.
Bepflanzung
Bettas fühlen sich in dicht bepflanzten Becken mit ruhigen Zonen wohl. Schwimmpflanzen wie Froschbiss oder Salvinia dämpfen das Licht und bieten Schatten, außerdem verankern sie gern das Schaumnest. Breite Blattpflanzen wie Anubias, Cryptocoryne oder Speerblatt dienen als Ruheplätze direkt unter der Oberfläche; hier legen sich die Fische gern ab. Wurzeln, Laub von Seemandelbaum und Höhlen schaffen zusätzliche Verstecke. Scharfkantige Dekoration und raue Kunststoffpflanzen sollten vermieden werden, weil sie die Flossen verletzen können. Gedimmtes Licht passt zur natürlichen Lebensweise in schattigen, pflanzenreichen Gewässern.
Futter
Kampffische sind überwiegend Insektenfresser. Gut geeignet sind Frost- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia und Daphnien sowie hochwertiges Granulat oder Flocken für Labyrinthfische, die an der Oberfläche aufgenommen werden. Mehrere kleine Portionen am Tag sind besser als eine große Mahlzeit; Futterreste sollten entfernt werden. Bettas neigen zum Überfressen, daher empfiehlt sich ein Fastentag pro Woche. Frisch eingewöhnte Jungtiere gewöhnen sich meist rasch an Trockenfutter, wenn man zunächst Frostfutter reicht und dann schrittweise umstellt.
Geschlechtsunterschiede
Bei diesem Artikel handelt es sich um Männchen. Sie sind an kräftigeren Farben, etwas längeren und breiteren Flossen und einem schlankeren, gestreckteren Körperbau zu erkennen. Beim Plakat bleiben die Flossen kürzer als bei Schleierformen, die Rücken-, Schwanz- und Afterflosse sind jedoch beim Männchen deutlich ausgeprägter als beim Weibchen. Weibchen sind meist blasser, kompakter und tragen ein kleines weißes Legeröhrchen zwischen Bauch- und Afterflosse. Bei Jungtieren von 3 bis 5 cm sind die Merkmale noch nicht voll entwickelt; Farbintensität und Flossenlänge können sich noch verändern.
Zucht
Der Kampffisch ist ein Schaumnestbauer: Das Männchen baut an der Oberfläche ein Nest aus Luftbläschen, nimmt nach dem Ablaichen die Eier auf und bewacht Nest und Larven. Die Nachzucht gelingt in einem separaten, flachen und gut abgedeckten Becken mit etwa 26 bis 28 °C, ruhigem Wasser und Versteckmöglichkeiten für das Weibchen, da das Männchen es bedrängen kann. Das Weibchen muss nach dem Ablaichen entfernt werden, ebenso das Männchen, sobald die Jungen frei schwimmen. Die Jungfische benötigen anfangs feinstes Lebendfutter wie Infusorien oder frisch geschlüpfte Artemia und eine konstante Wärme. Wegen des Aufwands und der notwendigen Abgabe vieler Jungtiere ist die Zucht eher erfahrenen Pflegern zu empfehlen.
Endgröße
Ausgewachsene Plakat-Männchen erreichen meist etwa 5 bis 6,5 cm Körperlänge ohne Flossen. Der angebotene Fisch liegt mit 3 bis 5 cm im Bereich von Jungtieren bis halbwüchsigen Fischen und kann noch wachsen und nachfärben. Bei guter Pflege werden Kampffische meist etwa zwei bis drei Jahre alt, in Einzelfällen etwas älter.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Adulte Garnelen: Große, wehrhafte Arten wie Amano-Garnelen werden von manchen Bettas in Ruhe gelassen, aber das hängt stark vom Einzeltier ab. Kleine Zwerggarnelen wie Neocaridina oder Caridina werden dagegen häufig gejagt oder verletzt, selbst wenn der Fisch zunächst friedlich wirkt. Garnelennachwuchs: Jungtiere und frisch geschlüpfte Garnelen gelten als Beute und werden mit hoher Wahrscheinlichkeit gefressen. Wer es versuchen möchte, sollte viele dichte Verstecke wie Moos und Wurzeln anbieten und das Verhalten genau beobachten. Eine sichere Vergesellschaftung lässt sich nicht garantieren.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.