Roter Tomatenfrosch, Dyscophus antongilli
294,99 €*
88 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 8,80 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Versand in Thermobox, bei Kälte mit Wärmepack · Geld zurück, falls ein Tier nicht lebend ankommt
Roter Tomatenfrosch, Dyscophus antongilli
| Deutscher Name: | Roter Tomatenfrosch |
| Wissenschaftlich: | Dyscophus antongilli |
| Synonyme: | Tomatenfrosch, Madagaskar-Tomatenfrosch |
| Herkunft: | Nordöstliches Madagaskar, vor allem küstennahe Tiefländer und angrenzende Regionen |
| Lebensweise: | Bodenbewohnender, überwiegend dämmerungs- und nachtaktiver Lauerjäger |
| Haltungsform: | Einzelhaltung empfohlen; keine Vergesellschaftung mit anderen Arten |
| Mindestgröße des Terrariums: | Für ein adultes Tier mindestens 60 × 45 × 45 cm, mit möglichst großer Bodenfläche |
| Temperatur und Luftfeuchtigkeit: | Tagsüber etwa 22–26 °C, nachts 18–22 °C; feucht mit guter Lüftung |
| Beleuchtung: | 10–12 Stunden Tagesrhythmus; schwaches, gut abschattbares UV-B möglich |
| Bodengrund: | Mindestens 10–15 cm feuchtes, lockeres und grabfähiges Bodensubstrat |
| Futter: | Abwechslungsreiche, passend große und supplementierte Wirbellose |
| Maximale Größe: | Männchen meist etwa 5,5–7,5 cm, Weibchen etwa 7,5–10,5 cm |
Lebensraum und Verhalten von Roter Tomatenfrosch (Dyscophus antongilli)
Der Rote Tomatenfrosch ist ein Endemit Madagaskars und stammt aus dem feuchtwarmen Nordosten der Insel. Sein bekanntes Verbreitungsgebiet erstreckt sich vor allem entlang der Küste rund um die Antongil-Bucht und Maroantsetra; weitere Nachweise liegen unter anderem aus der Umgebung von Ambatovaky, Andivoranto und Andasibe vor. Die Art wurde vom Tiefland bis in Höhenlagen von ungefähr 600 Metern festgestellt. Sie bewohnt nicht ausschließlich ursprüngliche Wälder, sondern kommt auch in Sekundärvegetation, Gärten, Plantagen und teilweise stark vom Menschen geprägten Bereichen vor. Entscheidend sind geeignete Verstecke, lockerer Boden sowie langsam fließende, stehende oder zeitweise entstehende Gewässer in der Umgebung. Tagsüber ruht der gedrungene Frosch häufig unter Laub, Pflanzenresten oder teilweise eingegraben im Boden. Mit zunehmender Dunkelheit wird er aktiver und wartet auf vorbeikommende Beutetiere. Zur Fortpflanzung sucht er flache Tümpel, Gräben und andere ruhige Wasserstellen auf. Beobachtungen aus Maroantsetra zeigen, dass starke Regenereignisse die Ruf- und Laichaktivität deutlich anregen können.
Die richtige Haltung
Als ausgesprochen bodenorientierte Art benötigt der Rote Tomatenfrosch ein Terrarium mit mehr Grundfläche als Höhe. Für ein adultes Tier sollte die Anlage mindestens 60 × 45 × 45 cm messen; zusätzliche Bodenfläche verbessert die Strukturierungsmöglichkeiten. Eine 10–15 cm starke, grabfähige Bodenschicht ermöglicht das typische teilweise Eingraben. Korkstücke, Laub, Wurzelbereiche und mindestens ein dunkler Unterschlupf schaffen geschützte Ruheplätze. Eine flache Wasserschale muss so bemessen sein, dass der Frosch bequem darin sitzen und sie ohne Mühe verlassen kann. Das Wasser wird täglich sowie unmittelbar nach Verunreinigungen gewechselt. Einzelhaltung ist am übersichtlichsten, da Größenunterschiede und Futterkonkurrenz problematisch werden können. Eine Vergesellschaftung mit anderen Amphibien oder Reptilien ist nicht zu empfehlen. Das Terrarium benötigt wirksame Querlüftung, ohne dabei den feuchten Bodengrund vollständig austrocknen zu lassen.
Die richtige Bepflanzung
Eine dichte, aber nicht vollständig geschlossene Bepflanzung vermittelt Sicherheit und unterstützt ein ausgeglichenes Mikroklima. Geeignet sind robuste, ungiftige Terrarienpflanzen, die mit feuchtem Boden und eher gedämpftem Licht zurechtkommen. Empfindliche Gewächse können vom kräftigen, grabenden Frosch leicht entwurzelt werden und stehen deshalb am besten in geschützten Pflanzbereichen oder versenkten Töpfen. Alle Pflanzen und Naturmaterialien müssen frei von Pestiziden, Düngeresten und scharfkantigen Bestandteilen sein. Eine Laubschicht über dem Substrat bietet zusätzliche Deckung und lässt die Oberfläche zwischen den Sprühintervallen leicht abtrocknen. In bioaktiven Anlagen können Springschwänze und geeignete Asseln beim Abbau organischer Reste helfen; tägliche Kontrolle, Wasserwechsel und das Entfernen von Kot ersetzen sie jedoch nicht.
Beleuchtung, UV, Heizung und Luftfeuchte
Bewährt hat sich tagsüber ein Temperaturgefälle von ungefähr 22–26 °C. Ein kleiner, leicht wärmerer Bereich darf etwa 26–28 °C erreichen, muss aber stets neben kühleren, feuchten Rückzugsorten liegen. Nachts ist eine Absenkung auf ungefähr 18–22 °C sinnvoll. Dauerhafte Temperaturen oberhalb von 28 °C sind besonders in schlecht belüfteten, feuchten Terrarien zu vermeiden. Die relative Luftfeuchtigkeit kann überwiegend zwischen etwa 65 und 85 Prozent liegen. Wichtiger als ein starrer Messwert ist ein gleichmäßig feuchter, niemals vernässter Bodengrund bei guter Luftbewegung. Gesprüht wird mit geeignetem, schadstofffreiem Wasser. Die überwiegend nachtaktive Art braucht keine intensive Beleuchtung. Ein Rhythmus von 10–12 Stunden ist angemessen. Schwaches, vollständig abschattbares UV-B kann angeboten werden; am erreichbaren hellsten Platz sollte nur eine geringe Intensität anliegen, während Verstecke UV-frei bleiben. Wärme- und Lichtquellen müssen geregelt und gegen direkten Tierkontakt gesichert sein.
Fütterung
Der Rote Tomatenfrosch ist ein Lauerjäger und reagiert vor allem auf bewegte Beute. Geeignet sind abwechslungsreich angebotene Regenwürmer, Grillen, Heimchen, Schaben, kleine Heuschrecken und andere nährstoffreiche Wirbellose in passender Größe. Sehr harte, übergroße oder fettreiche Futtertiere eignen sich nicht als regelmäßige Nahrung. Die Futtertiere sollten vor dem Verfüttern hochwertig ernährt und regelmäßig mit einem amphibiengeeigneten Calciumpräparat bestäubt werden. Ein Vitaminpräparat wird zurückhaltend nach Herstellerangabe ergänzt. Die Versorgung mit Vitamin D3 ist an die tatsächlich vorhandene UV-B-Beleuchtung anzupassen, damit weder Unter- noch Überversorgung entsteht. Jungtiere benötigen kleinere und häufigere Portionen, adulte Tiere erhalten in größeren Abständen kontrollierte Mahlzeiten. Da Tomatenfrösche bereitwillig fressen und zu übermäßiger Gewichtszunahme neigen können, werden Körperform und Futtermenge laufend beobachtet.
Geschlechtsunterschiede
Weibchen werden deutlich größer und massiger als Männchen und zeigen häufig eine kräftigere orange- bis tomatenrote Grundfärbung. Adulte Männchen bleiben meist bei etwa 5,5–7,5 cm Kopf-Rumpf-Länge, während Weibchen ungefähr 7,5–10,5 cm erreichen können. Bei geschlechtsreifen Männchen ist die Kehle oft heller oder gelblicher; zudem rufen sie vor allem im Zusammenhang mit feuchten Wetterphasen und der Fortpflanzung. Färbung und Größe allein reichen bei jungen oder noch nicht ausgewachsenen Tieren jedoch nicht für eine sichere Geschlechtsbestimmung aus.
Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung
Die Nachzucht ist ein anspruchsvolles Vorhaben und erfordert ein vorbereitetes separates Wasser- beziehungsweise Regenbecken. In der Natur gilt die Art als unregelmäßiger Regenzeitlaicher: Starke Niederschläge können die Männchen zum Rufen und die Tiere zur Paarung anregen. Der Amplexus und die äußere Befruchtung finden im Wasser statt. Das Weibchen gibt zahlreiche kleine Eier ab, die sich als lockerer Film an der Wasseroberfläche verteilen. Die Larven schlüpfen unter passenden Bedingungen bereits nach wenigen Tagen; bis zur Metamorphose vergehen häufig etwa vier bis sieben Wochen. Kaulquappen benötigen sauberes, biologisch stabiles Wasser, geeignetes feines Futter und eine sorgfältige Kontrolle der Besatzdichte. Nach der Metamorphose brauchen die winzigen Jungfrösche einen flachen, ausbruchsicheren Landbereich und entsprechend kleine Futtertiere. Wegen der hohen möglichen Jungtierzahl sollte die vollständige Aufzuchtkapazität vor einem Zuchtversuch feststehen.
Endgröße und Lebenserwartung
Adulte Männchen erreichen überwiegend etwa 5,5–7,5 cm Kopf-Rumpf-Länge. Weibchen sind kräftiger gebaut und werden meist ungefähr 7,5–10,5 cm lang. Untersuchungen verschiedener Populationen zeigen deutliche regionale Unterschiede, weshalb Einzeltiere innerhalb dieser Spannen kleiner oder größer ausfallen können.
Nice-to-Know
Der Rote Tomatenfrosch ist kein agiler Kletterer, sondern verbringt viel Zeit ruhig im oder auf dem Bodengrund. Bei Gefahr kann er seinen Körper aufblasen und ein klebriges Hautsekret abgeben. Die ähnliche Art Dyscophus guineti wird im Handel ebenfalls als Tomatenfrosch bezeichnet und kann äußerlich verwechselt werden. Eine Bestimmung allein anhand der Rot- oder Orangefärbung ist daher nicht zuverlässig; wissenschaftliche Bezeichnung und dokumentierte Herkunft sollten zusammen geprüft werden. Dyscophus antongilii unterliegt internationalen Artenschutzbestimmungen. Unterlagen zum rechtmäßigen Erwerb müssen vollständig mit dem Tier weitergegeben und dauerhaft aufbewahrt werden.
Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen
Bei starker Beunruhigung kann der Frosch ein weißliches, klebriges Abwehrsekret über die Haut absondern. Dieses kann Haut, Augen und Schleimhäute reizen und bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen. Das Tier sollte deshalb nur bewegt werden, wenn es für Pflege oder Gesundheit notwendig ist. Dafür eignen sich saubere, puderfreie und mit geeignetem Wasser angefeuchtete Nitrilhandschuhe. Anschließend werden Hände und verwendete Hilfsmittel gründlich gereinigt; Seifen- oder Desinfektionsmittelreste dürfen nicht an den Frosch gelangen. Bei Kontakt mit Augen oder Schleimhäuten wird sofort ausgiebig mit klarem Wasser gespült. Anhaltende oder starke Beschwerden erfordern medizinische Abklärung.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede
Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:
-
Frösche
- Meist eine glatte, feuchte Haut
- Lange Hinterbeine für weite Sprünge
- Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
- Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
-
Kröten
- Trockene, warzige Haut
- Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
- Können in trockeneren Gebieten überleben
- Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
-
Unken
- Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
- Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
- Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.
Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?
Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.
Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.
Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:
- Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
- Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
- In der Regel keine Hautatmung haben.
Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.
Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).
Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?
Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.
Häufige Futterquellen für Amphibien:
- Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
- Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
- Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)
Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?
Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:
- Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
- Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird
Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.
Halten Amphibien eine Winterruhe?
Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.
- Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
- Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
- Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.
Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?
Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:
- Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
- Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
- Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander
Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.
Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?
Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.
Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?
- Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
- Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
- Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
- Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
- Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.
Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?
Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.
- Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
- Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
- Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.
Alternative Proteinquellen für große Amphibien:
Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill
Fazit:
Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.
Wie werden Amphiben versendet?
Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.
Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.
Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?
Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.
Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:
- Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
- Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
- Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.
Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.
Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.