Rotschwanz-Reisfisch, Oryzias songkhramensis (Minifisch)
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Rotschwanz-Reisfisch, Oryzias songkhramensis (Minifisch)
| Deutscher Name: | Rotschwanz-Reisfisch |
| Wissenschaftlich: | Oryzias songkhramensis |
| Synonyme: | Songkhram-Reisfisch, Songkhram Medaka |
| Herkunft: | Südostasien, ausschließlich im Einzugsgebiet des Songkhram-Flusses (Thailand) |
| Gesellschafts-Aquarium: | gut geeignet |
| Wasserwerte: | weich bis mittelhart, pH ca. 6,0 - 7,5 |
| Temperatur: | ca. 22–26 °C |
| Beckengröße: | ab 60 cm |
| Bepflanzung: | dicht, mit feinfiedrigen Pflanzen und Schwimmpflanzen |
| Futter: | Carnivore; feines Lebendfutter, Frostfutter, hochwertiges Staubfutter |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen mit länger ausgezogenen Flossen und leuchtender Färbung |
| Zucht möglich: | Ja, Haftlaicher mit Eientwicklung an Substraten |
| Maximale Größe: | bis zu 3 cm |
| Liefergröße: | ca. 1–2 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | sehr gut geeignet |
Herkunft des Rotschwanz-Reisfischs (Oryzias songkhramensis)
Der zierliche Rotschwanz-Reisfisch (Oryzias songkhramensis), auch als Songkhram-Reisfisch bekannt, stammt aus einem eng begrenzten Gebiet in Thailand und kommt ausschließlich im Einzugsgebiet des Songkhram-Flusses vor – einem Nebenfluss des Mekong. Dort lebt er in flachen, oft nur temporär wasserführenden Reisfeldern, Tümpeln und langsam fließenden Seitenarmen. Die Umgebung ist meist stark bewachsen, das Wasser klar bis leicht bräunlich und oft nährstoffarm. Die Färbung des Rotschwanz-Reisfischs ist zart transparent mit leichtem Goldschimmer, wobei Männchen während der Balz ein intensiveres Glänzen zeigen. Die Tiere sind äußerst friedlich, sehr kleinbleibend und faszinieren durch ihr ruhiges, neugieriges Verhalten. Eine Besonderheit: Diese Art wurde erst 2012 wissenschaftlich beschrieben und zählt zu den endemischen Arten Südostasiens.
Rotschwanz-Reisfisch vergesellschaften
Aufgrund ihres friedlichen Wesens lassen sich Rotschwanz-Reisfische hervorragend mit anderen kleineren, ruhigen Arten vergesellschaften. Besonders geeignet sind Zwerggarnelen, Boraras-Arten, kleine Rasboras oder auch Heterandria. Auf hektische oder deutlich größere Fische sollte jedoch verzichtet werden, da diese die zurückhaltenden Reisfische stressen könnten.
Passende Wasserparameter
Oryzias songkhramensis bevorzugt weiches bis mittelhartes Wasser bei einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5. Ein leichter Huminstoffeintrag durch Seemandelblätter oder Erlenzapfen wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden der Tiere aus.
Haltungstemperatur
Die optimale Temperatur liegt bei 22 bis 26 °C. Temperaturen über 28 °C sollten dauerhaft vermieden werden, da sie die Lebensdauer der Tiere verkürzen können.
Die Beckengröße für Oryzias songkhramensis
Bereits Becken ab 60 cm Länge bieten ausreichend Platz für eine kleine Gruppe dieser zierlichen Fische. Wichtig ist eine dichte Bepflanzung mit Rückzugsmöglichkeiten sowie eine sanfte Strömung. Schwimmpflanzen helfen, das Licht zu dämpfen und das natürliche Verhalten zu fördern. Ein dunkler, feinkörniger Bodengrund unterstreicht die zarte Färbung der Tiere.
Bepflanzung
Feinfiedrige Pflanzen wie Hornkraut, Cabomba oder Wasserpest sind ideal, da sie Deckung bieten. Auch Moose wie Javamoos fördern das Wohlbefinden. Schwimmpflanzen reduzieren Stress und unterstützen ein naturnahes Habitat.
Das Futter für Rotschwanz-Reisfische
Die kleinen Fische sind carnivor ausgerichtet und nehmen bevorzugt feines Lebendfutter wie Artemia-Nauplien oder Cyclops auf. Auch feines Frostfutter sowie hochwertiges Mikrogranulat und Staubfutter werden gut angenommen. Eine abwechslungsreiche Ernährung fördert Vitalität und Farbenpracht.
Geschlechtsunterschiede
Männchen zeigen verlängerte Flossen und eine intensivere Körperfärbung, vor allem während der Balz. Weibchen sind rundlicher gebaut und tragen die befruchteten Eier für kurze Zeit sichtbar am Körper, bevor sie diese an feine Pflanzenstrukturen ablegen.
Die Zucht von Oryzias songkhramensis
Die Zucht im Aquarium ist gut möglich. Die Weibchen tragen die Eier einige Stunden lang sichtbar unter dem Körper, bevor sie sie an Pflanzen oder feine Substrate heften. Nach wenigen Tagen schlüpfen winzige Jungfische, die sich mit Staubfutter oder Infusorien ernähren lassen. Eine dichte Bepflanzung schützt die Jungtiere vor Prädation durch die Elterntiere.
Die Endgröße von Rotschwanz-Reisfischen
Erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von maximal 3 cm. Trotz ihrer geringen Größe können sie bei guter Pflege 3–4 Jahre alt werden. Ihre zarte Erscheinung und ihr ruhiges Verhalten machen sie zu einem idealen Besatz für Nanoaquarien mit asiatischem Flair.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Rotschwanz-Reisfische sind hervorragend mit Zwerggarnelen wie Neocaridina oder Caridina verträglich. Aufgrund ihrer geringen Größe stellen sie keine Gefahr für Garnelen dar – im Gegenteil: Die beiden Gruppen ergänzen sich hervorragend in einem naturnah gestalteten Aquarium.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.