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Scarlet-Witch-Salmler, Hyphessobrycon sp.

Seltener Schwarmfisch

Dunkler Längsstreifen mit rötlichem Schimmer im Schwarm

Gruppe ab 8 Tieren

Zeigt sich im größeren Trupp ruhig und farbintensiver

Ab 60 cm Becken

Kompakter Salmler für gut bepflanzte Gesellschaftsbecken

Weiches, saures Wasser

Bevorzugt weiches Wasser, pH leicht sauer bis neutral

Scarlet-Witch-Salmler, Hyphessobrycon sp.


Auf einen Blick: Scarlet-Witch-Salmler, Hyphessobrycon sp.
Deutscher Name:Scarlet-Witch-Salmler
Wissenschaftlich:Hyphessobrycon sp.
Synonyme:Scarlet Witch, Scarlet Witch Tetra, Scarlet-Witch-Salmler, Hyphessobrycon Scarlet Witch
Herkunft:Südamerika; genaue Art und Fundort unbestimmt
Gesellschafts-Aquarium:Friedlicher Schwarmfisch, Gruppe ab 8–10 Tieren
Wasserwerte:Weich bis mittelhart, pH ca. 5,5–7,0 (Richtwert)
Temperatur:ca. 23–26 °C (Richtwert)
Beckengröße:Ab 60 cm Kantenlänge bzw. ca. 54 Liter
Bepflanzung:Dicht bepflanzt, Schwimmpflanzen, Wurzeln, Laub
Futter:Allesfresser: feines Trocken-, Frost- und Lebendfutter
Geschlechts-Unterschiede:Für diese Form nicht gesichert; Weibchen meist rundlicher
Zucht möglich:Nachzucht dieser Form nicht dokumentiert
Maximale Größe:Lieferware 2–3 cm; adult vermutlich ca. 3,5–4 cm
Liefergröße:ca. 2,0-3,0 cm
Mit Garnelen verträglich:Adulte Zwerggarnelen meist unproblematisch, Nachwuchs gefährdet
Im Detail: Scarlet-Witch-Salmler, Hyphessobrycon sp.

Herkunft von Scarlet-Witch-Salmler (Hyphessobrycon sp.)

Der Scarlet-Witch-Salmler ist ein Handelsname und keine wissenschaftlich beschriebene Art. Hinter der Bezeichnung steht ein kleiner Salmler der Gattung Hyphessobrycon, die heute zur Familie Acestrorhamphidae gezählt wird und fast ausschließlich in Süd- und Mittelamerika vorkommt. Bei diesem Fisch ist nur die Herkunft Südamerika üblich angegeben. Einen genauen Fundort oder ein Fanggebiet können wir nicht seriös nennen. Deshalb führen wir ihn ehrlich als Hyphessobrycon sp., also als nicht näher bestimmte Art. Einzelne Händler ordnen ihn als nahe Verwandten von Hyphessobrycon vilmae ein, der im oberen Einzugsgebiet des Rio Tapajós in Brasilien lebt. Diese Zuordnung ist jedoch nicht abgesichert und sollte nur als Hinweis verstanden werden. Hyphessobrycon-Arten dieser Größe bewohnen meist kleine Bäche und Flussabschnitte mit weichem, oft huminstoffreichem Wasser, Falllaub, Wurzeln und Uferpflanzen. Genau dieses Umfeld sollte man im Aquarium nachempfinden: gedämpftes Licht, Verstecke und ein ruhiger Strömungsbereich. Weil Herkunft, Art und Wasseransprüche nicht eindeutig belegt sind, empfehlen wir eine vorsichtige, naturnahe Eingewöhnung. Wir beobachten die Tiere bei uns und beraten gern, wie sie sich in Ihrem Becken am wohlsten fühlen.

Vergesellschaftung

Wie die meisten kleinen Salmler fühlt sich der Scarlet-Witch-Salmler nur in der Gruppe wirklich wohl. Empfehlenswert sind mindestens acht bis zehn Tiere, gern mehr, wenn das Becken Platz bietet. In einem größeren Trupp wirken die Fische ruhiger, zeigen mehr Farbe und bewegen sich aufgeregter und zugleich harmonisch durch die mittlere Wasserzone. Einzeltiere oder sehr kleine Gruppen werden dagegen schnell scheu und blass. Gegenüber anderen Fischen gilt er als friedlich. Als Mitbewohner passen ruhige, ähnlich große Arten wie kleine Salmler, Rasboras, Zwergpanzerwelse oder friedliche Bodenfische. Mit großen, räuberischen oder sehr ruppigen Fischen sollte er nicht vergesellschaftet werden. Untereinander sind kleine Rangeleien unter den Männchen möglich, die aber in einer Gruppe meist harmlos bleiben. Da es sich um eine nicht eindeutig bestimmte Form handelt, sollten Sie die ersten Wochen aufmerksam beobachten.

Passende Wasserparameter

Als Richtwert eignet sich weiches bis höchstens mittelhartes Wasser mit einem leicht sauren bis neutralen pH-Wert, etwa pH 5,5 bis 7,0 und eine Gesamthärte bis ungefähr 10 bis 12 °dGH. Verwandte Hyphessobrycon-Arten aus Schwarzwasser-Regionen kommen mit diesen Bedingungen am besten zurecht. Da die genaue Art nicht bestimmt ist, sollten Sie sich eher am weicheren Bereich orientieren und Werte nicht abrupt verändern. Regelmäßige Teilwasserwechsel, gute Filterung und saubere, sauerstoffreiche Bedingungen tragen zu Gesundheit und Färbung bei. Huminstoffe aus Erlenzapfen, Laub oder Wurzeln können das Wasser naturnah abrunden. Sehr hartes, stark kalkhaltiges Wasser sollten Sie vermeiden oder mit Osmosewasser verschneiden. Bitte prüfen Sie Ihre Wasserwerte vor dem Einsatz. Unser Hinweis: Die Spanne beruht auf Angaben zu nahestehenden Arten und ist nicht für genau diese Form belegt.

Haltungstemperatur

Als gut verträglicher Bereich gelten etwa 23 bis 26 °C. Für nahe verwandte Arten werden teils auch 20 bis 26 °C genannt, die Angaben schwanken also leicht. Wir empfehlen deshalb eine mittlere Temperatur von etwa 24 °C. Im Hochsommer kann ein Aquarienlüfter oder Kühler helfen, damit das Wasser nicht zu warm wird, da warmes Wasser weniger Sauerstoff enthält. Zu kühle Temperaturen unter 22 °C sollten Sie dauerhaft vermeiden. Beim Einsetzen sollte der Temperaturausgleich langsam erfolgen.

Beckengröße

Für eine Gruppe ab acht bis zehn Tieren planen wir ein Aquarium ab 60 cm Kantenlänge beziehungsweise rund 54 Litern. Mehr Länge ist von Vorteil, denn die Fische schwimmen lebhaft in der mittleren Wasserzone und nutzen gern freie Schwimmstrecken. Bei Vergesellschaftung mit weiteren Arten oder größeren Gruppen sollten Sie entsprechend ein größeres Becken wählen. Eine Abdeckung ist empfehlenswert, da kleine Salmler bei Schreck gelegentlich springen können.

Bepflanzung

Der Scarlet-Witch-Salmler wirkt in einem dicht bepflanzten, naturnah eingerichteten Becken besonders schön. Feinfiedrige Stängelpflanzen, Moose, Javafarn und Schwimmpflanzen sorgen für Deckung und gedämpftes Licht. Dazu passen Wurzeln, Falllaub und ein dunkler, feiner Bodengrund. Gleichzeitig sollte genug freier Schwimmraum bleiben, damit der Trupp sich frei bewegen kann. Dunkle Umgebung und ruhiges Licht unterstreichen den Längsstreifen und die rötlichen Farbtöne. Pflanzen stellen außerdem sicher, dass sich schwächere Tiere zurückziehen können.

Futter

Der kleine Salmler gilt als Allesfresser und ist beim Futter unkompliziert. Er nimmt feines Flocken- und Granulatfutter ebenso an wie Frost- und Lebendfutter. Gut geeignet sind Artemia, Cyclops, Daphnien, Mückenlarven und gelegentlich feine Pflanzenkost. Abwechslung fördert Vitalität und Farbe. Füttern Sie lieber zwei kleine Portionen pro Tag als eine große und entfernen Sie Reste. Das Futter muss maulgerecht sein, denn die Tiere sind klein. Gerade frisch eingewöhnte Jungtiere profitieren von fein zerkleinertem Futter.

Geschlechtsunterschiede

Für genau diese Form liegen keine gesicherten Angaben zur Geschlechtsunterscheidung vor. Bei nahe verwandten Hyphessobrycon-Arten zeigen Männchen oft intensivere Farben und mehr Zeichnung in den Flossen, während Weibchen etwas größer und rundlicher wirken, besonders wenn sie laichreif sind. Bei Tieren von 2 bis 3 cm sind solche Unterschiede noch kaum erkennbar. Eine verlässliche Bestimmung ist erst bei ausgewachsenen Fischen möglich und auch dann nicht in jedem Fall.

Zucht

Über die Nachzucht dieser unbestimmten Form liegen uns keine gesicherten Informationen vor. Verwandte Hyphessobrycon-Arten sind Freilaicher, die ihre Eier im Pflanzengewirr oder am Boden verstreuen und keine Brutpflege betreiben. Bei den Eltern besteht die Gefahr, dass sie Eier und Larven fressen. Zuchtversuche erfordern ein separates, abgedunkeltes Becken mit weichem, leicht saurem Wasser und feinen Pflanzen oder einem Laichrost. Ob und wie gut sich genau diese Form nachziehen lässt, ist nicht bekannt. Wir geben keine Erfolgsversprechen.

Endgröße

Die angebotenen Tiere sind mit 2 bis 3 cm noch jung beziehungsweise klein. Angaben zur Endgröße sind bei dieser nicht bestimmten Form nicht gesichert. Händler nennen für den Scarlet-Witch-Salmler etwa 3,5 bis 4 cm. Für nahe Verwandte werden Gesamtlängen von etwa 3 bis 4 cm beschrieben. Planen Sie also vorsichtig mit rund 3 bis 4 cm. Es handelt sich um einen kleinbleibenden Salmler, der Aquarien schon ab etwa 60 cm Länge gut bewohnen kann. Das Wachstum hängt von Fütterung, Haltung und Alter ab.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Adulte Zwerggarnelen wie Neocaridina oder Caridina gelten in einem gut strukturierten Becken meist als unproblematisch, denn der Salmler ist klein und friedlich. Ein Restrisiko lässt sich nicht ausschließen, vor allem bei sehr kleinen oder frisch gehäuteten Tieren. Garnelennachwuchs wird dagegen gern als Futter genutzt und kann stark dezimiert werden. Wer Garnelen vermehren möchte, sollte reichlich Moos, Laub und dichte Pflanzen einrichten oder getrennt halten. Größere Garnelen und Krebse wurden nicht geprüft. Bei dieser Form haben wir keine eigenen Langzeitbeobachtungen.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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