Schmetterlingsbuntbarsch „Electric Blue Red Head“, Mikrogeophagus ramirezi
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Schmetterlingsbuntbarsch „Electric Blue Red Head“, Mikrogeophagus ramirezi
| Deutscher Name: | Schmetterlingsbuntbarsch „Electric Blue Red Head“ |
| Wissenschaftlich: | Mikrogeophagus ramirezi |
| Synonyme: | Electric Blue Ram Red Head, Neonblauer Ramirezi Rotkopf, Blauer Schmetterlingsbuntbarsch Rotkopf |
| Herkunft: | Zuchtform; Wildform aus den Llanos des Orinoco (Venezuela, Kolumbien) |
| Gesellschafts-Aquarium: | Paarweise, mit ruhigen kleinen Salmlern und Panzerwelsen |
| Wasserwerte: | pH 5,5–7,0, GH 2–10 °dH |
| Temperatur: | 26–30 °C |
| Beckengröße: | ab 60 cm für ein Paar |
| Bepflanzung: | Dichte Randbepflanzung, Sand, flache Steine, Wurzeln |
| Futter: | Artemia, Mückenlarven, Cyclops, feines Granulat |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen mit längeren Flossenstrahlen, Weibchen mit rosa Bauch |
| Zucht möglich: | Offenbrüter, beide Eltern pflegen die Brut |
| Maximale Größe: | etwa 5–6 cm |
| Liefergröße: | ca. 2,5-3,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Bedingt, Garnelennachwuchs wird gefressen |
Herkunft von Schmetterlingsbuntbarsch „Electric Blue Red Head“ (Mikrogeophagus ramirezi)
Mikrogeophagus ramirezi wurde 1948 von Myers und Harry als Apistogramma ramirezi beschrieben. Die Wildform lebt in den Llanos, den weiten Savannen im Einzugsgebiet des Orinoco in Venezuela und Kolumbien. Dort bewohnt sie flache, stehende oder langsam fließende Gewässer mit weichem, warmem Wasser, Sandboden und dichtem Pflanzenwuchs, die in der Trockenzeit teils stark schrumpfen. Der Schmetterlingsbuntbarsch zählt seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Zwergbuntbarschen und wird in großem Umfang in Asien und Europa nachgezogen. Aus diesen Zuchten ist die Form „Electric Blue“ hervorgegangen, bei der der ganze Körper in einem intensiven, metallischen Blau leuchtet. Die hier angebotene Linie „Electric Blue Red Head“ verbindet diese blaue Körperfärbung mit einem kräftig orange- bis rotgefärbten Kopf und Brustbereich, ähnlich wie bei der goldenen Rotkopf-Form. Es handelt sich um eine reine Farbzucht ohne veränderte Körperform. Wie viele Farbformen gelten Electric-Blue-Tiere als etwas empfindlicher als die Wildform und brauchen sauberes, warmes Wasser. Zur Erhaltung der Farblinie sollten nur Tiere derselben Form miteinander verpaart werden.
Vergesellschaftung
Schmetterlingsbuntbarsche sind friedlich und werden am besten paarweise gehalten. Zur Brutzeit verteidigt das Paar ein kleines Revier. Gute Beifische sind ruhige, kleine Salmler, Bärblinge und Panzerwelse, die die hohen Temperaturen vertragen. Hektische oder ruppige Mitbewohner verdrängen die Tiere.
Passende Wasserparameter
Weiches bis mittelhartes, leicht saures Wasser mit pH 5,5 bis 7,0 und einer Gesamthärte von etwa 2 bis 10 °dH ist ideal. Die Art reagiert empfindlich auf Nitrat und organische Belastung; regelmäßige Teilwasserwechsel sind wichtig.
Haltungstemperatur
Die Art braucht warmes Wasser von 26 bis 30 °C; zur Zucht eher 28 bis 29 °C.
Beckengröße
Für ein Paar genügt ein Becken ab 60 cm Länge; in Gesellschaft mit anderen Fischen sind 80 cm empfehlenswert.
Bepflanzung
Eine dichte Rand- und Hintergrundbepflanzung, freie Sandflächen zum Gründeln, flache Steine als Laichplatz und einige Wurzeln schaffen Reviere und Rückzugsorte. Gedämpftes Licht und etwas Laub fördern das Wohlbefinden.
Futter
Gefressen werden vor allem kleine Wirbellose. Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Mückenlarven, Cyclops und Daphnien sollten den Hauptteil bilden, ergänzt durch feines Granulat oder Flockenfutter.
Geschlechtsunterschiede
Männchen werden etwas größer und haben verlängerte vordere Rückenflossenstrahlen. Weibchen bleiben kleiner und zeigen besonders zur Laichzeit einen rosa bis rötlichen Bauch.
Zucht
Der Schmetterlingsbuntbarsch ist ein Offenbrüter. Das Paar laicht auf flachen Steinen oder in einer Sandmulde, beide Eltern bewachen Gelege und Larven. Die Jungfische schwimmen nach etwa einer Woche frei und fressen dann Artemia-Nauplien und Staubfutter.
Endgröße
Ausgewachsene Tiere erreichen etwa 5 bis 6 cm, Männchen etwas mehr als Weibchen. Die Lebenserwartung liegt bei etwa 2 bis 4 Jahren.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Bedingt geeignet: Erwachsene Zwerggarnelen werden meist geduldet, ihr Nachwuchs aber gefressen.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.