Schönnatter, Orthriophis taeniurus
133,99 €*
40 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 4,00 €)
Versand 28,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Versand in Thermobox, bei Kälte mit Wärmepack · Geld zurück, falls ein Tier nicht lebend ankommt
Schönnatter, Orthriophis taeniurus
| Deutscher Name: | Schönnatter |
| Wissenschaftlich: | Orthriophis taeniurus |
| Synonyme: | Streifen-Kletternatter |
| Herkunft: | Ost-, Süd- und Südostasien; Wälder, Karstgebiete, Felsen und Kulturland |
| Lebensweise: | Halbbaumbewohnende, sehr bewegungsfreudige Kletternatter |
| Aktivitätszeit: | Überwiegend tagaktiv, teils auch dämmerungsaktiv |
| Haltungsform: | Einzelhaltung in einem hohen, ausbruchsicheren Terrarium |
| Mindestgröße des Geheges: | Körperlängenbezogen etwa 1,0 × 0,5 × 1,0 GL; Höhe maximal 2 m |
| Temperaturzonen: | Tags 22–28 °C, Wärmeplatz 29–31 °C, nachts 18–22 °C |
| Luftfeuchtigkeit: | Meist 50–70 %, zur Häutung zeitweise etwas höher |
| UV und Beleuchtung: | Helles Tageslicht, Wärmespot und schwache bis moderate UVB-Versorgung |
| Bodengrund: | 10–15 cm lockere Erde-Rinden-Mischung mit Laubauflage |
| Futter: | Passend große, bevorzugt aufgetaute Kleinsäuger; gelegentlich Geflügel |
| Sozialverhalten: | Territorial und futteraggressiv möglich; einzeln halten |
| Maximale Größe: | Je nach Unterart meist etwa 150–270 cm Gesamtlänge |
| Lebenserwartung: | Bei guter Haltung meist etwa 15–20 Jahre |
| Schutzstatus und Nachweise: | Stand Oktober 2026 nicht in CITES gelistet; örtliche Vorgaben prüfen |
Herkunft, Lebensraum und Verhalten von Schönnatter (Orthriophis taeniurus)
Die Schönnatter besitzt ein außergewöhnlich großes Verbreitungsgebiet in Ost-, Süd- und Südostasien. Nachweise reichen unter anderem von Teilen Indiens und Bhutans über China, Myanmar, Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam bis nach Malaysia, Indonesien, Taiwan, Korea und auf die japanischen Ryūkyū-Inseln. Innerhalb dieses Raumes werden mehrere Unterarten unterschieden, deren Lebensbedingungen deutlich voneinander abweichen können. Manche Populationen bewohnen kühlere, saisonal geprägte Wald- und Bergregionen, andere stammen aus warmen, feuchten Gebieten Südostasiens. Typische Lebensräume sind lichte Wälder, Waldränder, buschreiche Hänge, felsige Karstlandschaften, Höhlenbereiche sowie landwirtschaftlich genutzte und vom Menschen veränderte Flächen. Die Tiere bewegen sich sowohl am Boden als auch geschickt in Sträuchern und Bäumen. Dort suchen sie nach Kleinsäugern, Vogelnestern und geschützten Ruheplätzen. Diese breite ökologische Spannweite ist für die Haltung besonders wichtig: Ohne Kenntnis der Unterart oder Herkunft lassen sich Winterruhe, Feuchteniveau und jahreszeitlicher Temperaturverlauf nicht zuverlässig festlegen. Der angebotene Artname allein beschreibt daher keinen vollständig einheitlichen Haltungstyp.
Das richtige Gehege
Die Schönnatter ist schnell, neugierig und ausgesprochen bewegungsfreudig. Sie benötigt ein hohes, geräumiges und lückenlos verschließbares Terrarium mit gesicherten Schiebetüren oder belastbaren Schlössern. Als körperlängenbezogener Richtwert für Kletternattern gelten etwa 1,0 × 0,5 × 1,0 der Gesamtlänge für Länge, Tiefe und Höhe; die Terrarienhöhe kann bei sehr großen Tieren auf 2 m begrenzt werden. Für eine 2 m lange Schlange ergibt sich damit beispielsweise ungefähr 200 × 100 × 200 cm. Die Einrichtung muss diese Höhe durchgehend nutzbar machen. Wegen möglicher Konkurrenz, Futterneid und schwer erkennbaren Dauerstresses ist die Einzelhaltung zu bevorzugen. Auch bei zeitweiser Zusammenführung zur Zucht sind die Tiere engmaschig zu beobachten und getrennt zu füttern.
Einrichtung, Bodengrund und Bepflanzung
Mehrere kräftige, fest verschraubte Äste sollten waagerechte und schräge Laufwege auf unterschiedlichen Höhen bilden. Breite Ablagen, Korkröhren und gut erreichbare Ruheplätze erweitern die nutzbare Fläche. Mindestens je ein enges Versteck gehört in den warmen und den kühleren Bereich; zusätzliche erhöhte Rückzüge werden häufig gern angenommen. Sichtschutz aus robusten Kunst- oder Echtpflanzen hilft der Schlange, sich trotz ihrer Aktivität sicher zu fühlen. Als Bodengrund eignet sich eine etwa 10–15 cm hohe Mischung aus ungedüngter Erde, Rindenmaterial und Laub. Sie soll leicht feuchtigkeitsregulierend, aber niemals dauerhaft nass sein. Eine standfeste Wasserschale muss frisches Trinkwasser bieten und groß genug sein, dass sich das Tier bei Bedarf hineinlegen kann. Ein fest eingebauter Wasserteil ist nicht erforderlich. Gute Querlüftung verhindert Staunässe und verbrauchte Luft.
UV, Beleuchtung und Wärme
Ein klarer Tag-Nacht-Rhythmus von etwa zwölf Stunden unterstützt Aktivität und jahreszeitliche Orientierung. Helles, flächiges Tageslicht sollte mit einem von oben wirkenden Wärmespot kombiniert werden. Eine schwache bis moderate UVB-Versorgung ist empfehlenswert, sofern passende Abstände, Schutzgitter und Herstellerangaben eingehalten werden. Sie schafft zusammen mit sichtbarem Licht einen naturnahen Sonnenbereich, während dicht strukturierte und schattige Zonen jederzeit Rückzug erlauben. Beleuchtung und Wärmequellen müssen gegen direkten Kontakt gesichert sein, da die kräftige Schlange Lampenkörbe und Kabel erreichen kann. Nachts bleiben helle und farbige Lampen ausgeschaltet; notwendige Restwärme wird ohne sichtbares Licht erzeugt und thermostatisch geregelt.
Klima, Wasser und Luftfeuchtigkeit
Im Terrarium braucht die Schönnatter ein deutliches Temperaturgefälle. Tagsüber sind in der kühlen Zone etwa 22–24 °C und im wärmeren Bereich 25–28 °C passend. Ein begrenzter Sonnenplatz darf ungefähr 29–31 °C erreichen. Nachts sollte die Temperatur je nach Herkunft auf etwa 18–22 °C absinken. Dauerhaft hohe Werte über 30 °C im gesamten Terrarium sind zu vermeiden. Als allgemeiner Orientierungsbereich eignen sich etwa 50–70 % relative Luftfeuchtigkeit. Während der Häutung kann ein feuchter Rückzugsplatz angeboten werden, ohne den gesamten Boden zu vernässen. Regelmäßiger Luftaustausch ist ebenso wichtig wie Feuchtigkeit. Da tropische Höhlenformen, Inselpopulationen und nördliche Festlandformen unterschiedliche Ansprüche besitzen, müssen die Klimawerte nach gesicherter Unterart und Herkunft fein abgestimmt werden.
Fütterung und Mineralversorgung
Schönnattern erbeuten in der Natur vor allem warmblütige Wirbeltiere. Untersuchungen belegen Kleinsäuger sowie Jungvögel und Eier als Nahrung. Im Terrarium bilden passend große, vollständig aufgetaute Mäuse oder Ratten die gut kontrollierbare Grundlage. Gelegentlich können geeignete ganze Futtervögel Abwechslung bieten. Das Futtertier wird an Körperumfang, Alter und Ernährungszustand der Schlange angepasst. Jungtiere erhalten meist kleinere Mahlzeiten in kürzeren Abständen, erwachsene Tiere werden zurückhaltender und körperkonditionsabhängig gefüttert. Die Art zeigt häufig eine sehr schnelle Futterreaktion. Daher sollte mit einer langen Futterzange gearbeitet und nie mit bloßen Händen im unmittelbaren Futterkontext hantiert werden. Bei mehreren Tieren wäre getrennte Fütterung zwingend. Dauerhafte Überfütterung belastet die Organe und verkürzt die aktive Futtersuche.
Sozialverhalten
Die Schönnatter ist eine wachsame, schnelle und erkundungsfreudige Schlange. Ruhige Tiere ziehen sich bei Störungen oft zunächst zurück; bedrängte Exemplare können den Vorderkörper S-förmig aufrichten, zischen, mit dem Schwanz vibrieren und entschlossen zubeißen. Besonders Jungtiere oder wenig an Pflegemaßnahmen gewöhnte Tiere reagieren mitunter hektisch. Regelmäßige, ruhige Arbeiten am Terrarium sind sinnvoller als häufiges Herausnehmen. Eine soziale Bindung an Artgenossen besteht nicht. Gemeinsame Haltung bietet deshalb keinen erkennbaren Vorteil und kann Konkurrenz, unbemerkten Stress oder gefährliche Fütterungssituationen verursachen. Für die dauerhafte Pflege ist Einzelhaltung die verlässlichste Lösung.
Geschlechtsunterschiede
Männchen und Weibchen zeigen keine sicher erkennbare unterschiedliche Färbung. Körperfülle, Schwanzlänge und Form der Schwanzbasis können Hinweise liefern, reichen für eine zuverlässige Geschlechtsbestimmung jedoch nicht aus. Sondieren oder ähnliche invasive Methoden gehören ausschließlich in die Hände erfahrener Fachleute oder reptilienkundiger Tierärzte. Bei Jungtieren ist besondere Zurückhaltung geboten, da unsachgemäße Untersuchungen schwere Verletzungen verursachen können.
Fortpflanzung und Inkubation
Die Schönnatter ist eierlegend. Nach erfolgreicher Paarung benötigt das Weibchen eine geschützte Legebox mit leicht feuchtem, formstabilem Substrat. Je nach Unterart, Alter und Zustand sind Gelege von ungefähr vier bis zwölf, teils auch mehr Eiern beschrieben. Bewährte Inkubationsbereiche liegen etwa bei 25–28 °C; unter solchen Bedingungen kann die Entwicklung rund 65–75 Tage dauern. Abweichungen entstehen durch Unterart, Temperaturführung und individuelle Faktoren. Die Eier dürfen nach dem Ablegen nicht gedreht werden. Zucht setzt sicher bestimmte, gesunde und ausreichend kräftige Elterntiere voraus. Eine saisonale Abkühlung kann bei nördlichen Formen die Fortpflanzung anregen, darf aber nicht pauschal auf tropische Tiere übertragen werden.
Winterruhe oder saisonale Ruhe
Ob eine ausgeprägte Winterruhe sinnvoll ist, hängt unmittelbar von Unterart und Herkunft ab. Nördliche und saisonal lebende Formen können nach vollständiger Darmentleerung und tierärztlich unauffälligem Gesundheitszustand für etwa acht bis zwölf Wochen auf ungefähr 12–15 °C abgekühlt werden. Tropische oder höhlenbewohnende Formen dürfen nicht nach demselben Schema kalt überwintert werden; bei ihnen genügt gegebenenfalls eine mildere Phase mit etwas kürzerer Beleuchtung und geringfügig niedrigeren Temperaturen. Jungtiere, geschwächte, untergewichtige oder neu erworbene Schlangen werden nicht unkritisch eingewintert. Solange Unterart und Herkunft ungeklärt sind, sollte keine starke Abkühlung erfolgen.
Endgröße und Lebenserwartung
Die Endgröße schwankt im Artenkomplex deutlich. Kleinere Formen bleiben häufig bei etwa 150–180 cm, während großwüchsige Unterarten regelmäßig mehr als 200 cm und in Einzelfällen ungefähr 250–270 cm erreichen können. Der Körper bleibt dabei vergleichsweise lang und beweglich. Diese Spannweite ist bereits bei der Planung des endgültigen Terrariums zu berücksichtigen. Bei guter Haltung liegt die artspezifische Lebenserwartung meist bei etwa 15–20 Jahren; einzelne Angaben reichen darüber hinaus, sind jedoch nicht für alle Unterarten gleichermaßen abgesichert.
Schutzstatus und rechtliche Hinweise
Die Schönnatter ist nach derzeitigem Stand nicht in den CITES-Anhängen aufgeführt. Eine daraus abgeleitete bundesweite artenschutzrechtliche Meldepflicht besteht in Deutschland üblicherweise nicht. Unabhängig davon gelten das Tierschutzgesetz und die Pflicht zu einer verhaltensgerechten Unterbringung. Landesrechtliche, kommunale oder mietvertragliche Vorgaben können abweichen und sollten vor dem Erwerb bei der zuständigen Behörde beziehungsweise der Hausverwaltung geprüft werden. Kaufbeleg und nachvollziehbare Herkunftsunterlagen sollten dauerhaft aufbewahrt werden. Die Art darf keinesfalls ausgesetzt werden.
Risiken und sicherer Umgang
Die Schönnatter ist nicht giftig, kann aufgrund ihrer Größe, Schnelligkeit und kräftigen Futterreaktion jedoch schmerzhafte Bissverletzungen verursachen. Türen, Lüftungsflächen und Kabeldurchführungen müssen absolut ausbruchsicher sein. Heizgeräte werden mit Schutzkörben versehen und über geeignete Thermostate geregelt. Für Umsetzungen großer oder nervöser Tiere ist eine zweite erfahrene Person hilfreich. Nach Kontakt mit Tier, Wasserbecken oder Einrichtung sind die Hände gründlich zu reinigen. Neue Tiere benötigen eine getrennte Quarantäne mit Kotuntersuchung und genauer Kontrolle auf Milben, Atemgeräusche und Häutungsprobleme.
Nice-to-Know
Der auffällige Längsstreifen auf dem hinteren Körper und Schwanz erklärt den Namen Streifen-Kletternatter. Schönnattern verbinden kraftvolle Bodenbewegung mit bemerkenswerter Klettergeschicklichkeit und nutzen ein abwechslungsreich eingerichtetes Terrarium sichtbar intensiv. Unter dem deutschen Grundnamen werden allerdings mehrere deutlich verschieden gefärbte und unterschiedlich große Unterarten gehandelt. Eine genaue Herkunftsangabe ist deshalb fachlich wertvoller als ein bloßer Farb- oder Fantasiename.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Reptilien versendet?
Alle Reptilien sind Wirbelltiere und werden von uns, gemäß den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand von Reptilien erfolgt immer in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei niedrigen Außentemperaturen werden die Tiere mit Heatpacks zusätzlich vor kalten Temperaturen geschützt.
Geschlechtsauswahl bei unseren Reptilien
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.