Schwarzsegel-Panzerwels, Corydoras brevirostris
21,99 €*
7 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 0,70 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Versand in Thermobox, bei Kälte mit Wärmepack · Geld zurück, falls ein Tier nicht lebend ankommt
Schwarzsegel-Panzerwels, Corydoras brevirostris
| Deutscher Name: | Schwarzsegel-Panzerwels |
| Wissenschaftlich: | Corydoras brevirostris |
| Synonyme: | Spotted Cory, Spotted Corydoras, Spotted Collar Cory, Guyana-Schwarzbinden-Panzerwels |
| Herkunft: | Nordöstliches Südamerika: Orinoco-Becken in Venezuela, Küstenflüsse in Suriname (und Guyana) |
| Gesellschafts-Aquarium: | Friedlicher Schwarmfisch, Gruppe ab 6 Tieren, besser 8 bis 10 |
| Wasserwerte: | Weich bis mittelhart, pH ca. 6,0 bis 7,5, GH ca. 2 bis 12 °dGH |
| Temperatur: | ca. 22 bis 26 °C (Literatur: 20 bis 27 °C) |
| Beckengröße: | Ab 80 cm Kantenlänge (ca. 100 Liter) für eine Gruppe |
| Bepflanzung: | Gedämpftes Licht, Randbepflanzung, Schwimmpflanzen, Laub, freie Sandflächen |
| Futter: | Allesfresser mit Hang zu tierischer Kost; absinkendes Futter, Frost- und Lebendfutter |
| Geschlechts-Unterschiede: | Weibchen kräftiger und breiter, Männchen schlanker; bei 2,5 bis 3 cm noch nicht sicher erkennbar |
| Zucht möglich: | Im Aquarium möglich, Angaben uneinheitlich; typische Corydoras-Laichweise |
| Maximale Größe: | Ca. 5 bis 6 cm (Lieferware 2,5 bis 3 cm = Jungtiere) |
| Liefergröße: | ca. 2,5-3,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Adulte Zwerggarnelen meist gut verträglich; winzige Garnelenbabys können mitgefressen werden |
Herkunft von Schwarzsegel-Panzerwels (Corydoras brevirostris)
Der Schwarzsegel-Panzerwels stammt aus dem nordöstlichen Südamerika. Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst das Orinoco-Becken in Venezuela sowie küstennahe Flusssysteme in Suriname; manche Quellen nennen zusätzlich Guyana. Als Typusfundort wird der Orinoco in Venezuela angegeben, wobei die Erstbeschreibung auf Aquarientieren beruhte. Dort lebt die Art in ruhigen, oft nur schwach strömenden Gewässern mit sandigem Grund, die häufig weich, leicht sauer und durch Falllaub und Wurzeln huminstoffreich sind. Solche Biotope können sauerstoffarm werden, weshalb Panzerwelse die Fähigkeit besitzen, gelegentlich Luft an der Oberfläche aufzunehmen. Wissenschaftlich wurde die Art lange als Unterart des Fleckpanzerwelses (Corydoras melanistius) geführt und erst um 2001 als eigene Art angesehen; sie lässt sich vor allem an der kurzen, rundlichen Schnauze und den dunklen Querbändern in der Schwanzflosse unterscheiden. Seit der Neugliederung der Panzerwelse im Jahr 2024 steht sie in der Gattung Hoplisoma. Im Handel taucht der Fisch oft als „CW27 High Fin“ auf, einer Handelsbezeichnung mit hoher Rückenflosse. Zu deren genauer Herkunft widersprechen sich die Händlerangaben (Venezuela oder Peru), und ob alle so bezeichneten Tiere sicher zu dieser Art gehören, ist nicht eindeutig belegt. Die IUCN führt die Art als nicht gefährdet.
Vergesellschaftung
Der Schwarzsegel-Panzerwels ist ein ausgesprochen friedlicher, geselliger Bodenbewohner, der sich nur in der Gruppe richtig wohlfühlt. Pflege ihn mit mindestens sechs Artgenossen, noch besser sind acht bis zehn Tiere: In größeren Trupps wirken die Fische deutlich sicherer, zeigen mehr Aktivität und suchen gemeinsam den Boden ab. Als Beifische passen ruhige Südamerikaner wie kleine Salmler, Beilbauchfische, Zwergbuntbarsche oder andere friedliche Arten, die sich vorwiegend in den mittleren und oberen Wasserschichten aufhalten. Vermeide sehr hektische, schnelle Futterkonkurrenten, denn die eher gemächlich suchenden Panzerwelse kommen dann leicht zu kurz. Ebenso ungeeignet sind große oder räuberische Fische, die die kleinen Welse bedrängen oder fressen könnten, sowie Arten mit stark abweichenden Wasseransprüchen, etwa Hartwasser-Buntbarsche aus den ostafrikanischen Seen. Auch eine Vergesellschaftung mit anderen Panzerwelsarten ist grundsätzlich möglich, jede Art sollte dann aber in ausreichend großer eigener Gruppe vorhanden sein. Beim Fangen und Umsetzen ist Vorsicht geboten: Die Stacheln von Brust- und Rückenflosse können sich im Netz verhaken oder die Haut verletzen.
Passende Wasserparameter
Die Art ist anpassungsfähig, fühlt sich aber in weichem bis mittelhartem, leicht saurem bis neutralem Wasser am wohlsten. Als praxisnaher Bereich haben sich pH 6,0 bis 7,5 und eine Gesamthärte von etwa 2 bis 12 °dGH bewährt; einzelne Quellen nennen etwas weitere Spannen. Huminstoffe aus Erlenzapfen, Laub oder Wurzeln fördern naturnahe Bedingungen. Wichtiger als exakte Zahlen ist konstant gutes Wasser: Panzerwelse wühlen ständig im Bodengrund und reagieren empfindlich auf Nitrat- und Keimbelastung, daher sind regelmäßige Teilwasserwechsel und eine saubere Sandoberfläche entscheidend. Eine moderate Strömung mit guter Sauerstoffversorgung wird gut vertragen. Neu eingesetzte Tiere sollten behutsam an die Wasserwerte des Beckens gewöhnt werden.
Haltungstemperatur
Mit etwa 22 bis 26 °C liegt man im Wohlfühlbereich. Die Literatur nennt für die Art je nach Quelle Spannen zwischen 20 und 27 °C, weshalb du dich an einer mittleren Temperatur orientieren solltest, die auch zu den Beifischen passt. Leicht kühlere Phasen, zum Beispiel nach einem größeren Wasserwechsel mit etwas kühlerem Wasser, regen bei vielen Panzerwelsen die Aktivität an. Dauerhaft sehr hohe Temperaturen sind weniger günstig, da der Sauerstoffgehalt sinkt und die Tiere schneller gestresst werden.
Beckengröße
Für eine Gruppe von acht bis zehn Tieren empfiehlt sich ein Aquarium ab 80 cm Kantenlänge, also etwa 100 Litern. Entscheidend ist weniger die Wasserhöhe als die Bodenfläche, denn die Welse halten sich fast ausschließlich am Grund auf und wollen dort ausgiebig gründeln. Für kleinere Gruppen von etwa sechs Tieren genügen vereinzelt auch kleinere Becken, die Beifische sollten dann entsprechend sparsam gewählt werden. Ein dicht schließendes Abdeck- oder Lüftungsgitter ist ratsam, da Panzerwelse zum Luftholen kurz zur Oberfläche flitzen.
Bepflanzung
Der Schwarzsegel-Panzerwels mag es eher gedämpft: Dicht bepflanzte Rand- und Hintergrundbereiche, einzelne Solitärpflanzen im Mittelgrund und Schwimmpflanzen als Schattenspender geben ihm Sicherheit. Robuste Arten wie Javafarn, Anubias oder Cryptocorynen eignen sich gut. Wichtiger als die Pflanzenauswahl sind freie, ungestörte Sandflächen, auf denen die Tiere suchen und ruhen können. Als Bodengrund dienen feiner Sand oder sehr feiner, abgerundeter Kies, damit die empfindlichen Barteln nicht verletzt werden; scharfkantiges Material ist zu meiden. Wurzeln, Höhlen, flache Steinaufbauten und braunes Laub bieten Verstecke und erinnern an den natürlichen Lebensraum.
Futter
Panzerwelse sind Allesfresser, bevorzugen aber tierische Kost, die zu Boden sinkt. Als Grundlage eignen sich hochwertige, sinkende Granulate, Futtertabs und Welswafer, ergänzt durch Frostfutter wie Mückenlarven, Artemia oder Daphnien sowie gelegentlich kleines Lebendfutter. Pflanzliche Anteile werden mitgenommen, sind aber nicht der Schwerpunkt. Gefüttert wird am besten abends oder bei gedämpftem Licht, wenn die Tiere besonders aktiv sind. Achte darauf, dass auch bei vielen schnellen Beifischen genug Futter den Boden erreicht. Füttere nur so viel, wie in kurzer Zeit gefressen wird, damit der Sand sauber bleibt. Die Jungtiere um 2,5 bis 3 cm sollten mit feinkörnigem Futter und mehrmals täglich kleinen Portionen versorgt werden.
Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechter lassen sich bei ausgewachsenen Tieren meist von oben erkennen: Weibchen sind kräftiger und breiter gebaut, Männchen wirken schlanker und bleiben oft etwas kleiner. Bei der gelieferten Größe von 2,5 bis 3 cm handelt es sich noch um Jungtiere, bei denen sich das Geschlecht nicht verlässlich bestimmen lässt. Eine gezielte Auswahl nach Geschlecht ist daher nicht möglich.
Zucht
Eine Nachzucht im Aquarium wird von verschiedenen Händlern und Pflegern als möglich beschrieben und als mittelschwer eingestuft; andere Quellen nennen die Aquarienzucht nicht dokumentiert, die Datenlage ist also uneinheitlich. Üblich ist die für Panzerwelse typische Laichweise: Das Weibchen nimmt Eier mit den Bauchflossen auf und klebt sie nach der Paarung in T-Stellung an Scheiben, Pflanzen oder Steine. Als Auslöser gelten ein größerer Wasserwechsel mit etwas kühlerem, weichem Wasser, reichlich Frostfutter und eine gut eingewöhnte Gruppe mit Weibchenüberschuss. Der Laich wird im Gesellschaftsbecken meist gefressen, weshalb er für eine Aufzucht abgesammelt werden muss. Die Jungfische brauchen feinstes Futter und sehr sauberes Wasser.
Endgröße
Ausgewachsen erreicht die Art etwa 5 bis 6 cm; FishBase gibt rund 5 cm Standardlänge an, einzelne Händlerangaben liegen etwas höher. Die gelieferten Tiere mit 2,5 bis 3 cm sind noch jung und wachsen im Aquarium weiter. Bei guter Pflege können Panzerwelse recht alt werden, das solltest du bei der Planung der Gruppe bedenken.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Ausgewachsene Zwerggarnelen wie Neocaridina oder Caridina werden normalerweise nicht gejagt; die Welse sind keine Garnelenräuber und teilen sich den Boden in der Regel friedlich. Beim ständigen Durchwühlen können sie jedoch winzigen Garnelennachwuchs aufnehmen, insbesondere frisch geschlüpfte Jungtiere. Wer Garnelen vermehren möchte, sollte reichlich Moos, Laub und dichte Pflanzenpolster als Rückzugsraum anbieten oder die Aufzucht separat betreiben. Sehr kleine Garnelen und frisch gehäutete, noch weiche Tiere sind am ehesten gefährdet. Größere Krebse und Flusskrebse sind als Beifische nicht geeignet.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.