Südamerikanischer Lungenfisch, Lepidosiren paradoxa
166,99 €*
50 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 5,00 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Versand in Thermobox, bei Kälte mit Wärmepack · Geld zurück, falls ein Tier nicht lebend ankommt
Südamerikanischer Lungenfisch, Lepidosiren paradoxa
| Deutscher Name: | Südamerikanischer Lungenfisch |
| Wissenschaftlich: | Lepidosiren paradoxa |
| Synonyme: | Amerikanischer Lungenfisch, Südamerikanischer Schuppenmolch, Pirambóia |
| Herkunft: | Südamerika; Amazonas-, Paraguay- und unteres Paraná-Becken |
| Gesellschafts-Aquarium: | Vorzugsweise einzeln im Artbecken |
| Wasserwerte: | pH 6,0–8,0; etwa 2–20 °dGH; sehr stabil und schadstoffarm |
| Temperatur: | 24–28 °C |
| Beckengröße: | Adult etwa 3.000 l, mindestens 240–300 × 90–100 cm Grundfläche |
| Bepflanzung: | Nur robuste oder geschützte Pflanzen; viel freie Bodenfläche |
| Futter: | Schnecken, Muscheln, Krebstiere, Insekten und pflanzliche Kost |
| Geschlechts-Unterschiede: | Zuchtmännchen entwickeln auffällige Filamente an den Bauchflossen |
| Zucht möglich: | Sehr anspruchsvoll; Nestbau im Bodengrund und Brutpflege durch das Männchen |
| Maximale Größe: | Bis etwa 125 cm Gesamtlänge |
| Liefergröße: | ca. 8,0-10,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Nicht geeignet; adulte Garnelen und Nachwuchs werden gefressen |
Herkunft von Südamerikanischer Lungenfisch (Lepidosiren paradoxa)
Der Südamerikanische Lungenfisch stammt aus einem außerordentlich großen Verbreitungsgebiet in Südamerika. Nachgewiesen ist er in den Einzugsgebieten des Amazonas, des Paraguay und des unteren Paraná; damit reicht sein Vorkommen über mehrere Länder und sehr unterschiedliche saisonale Wasserlandschaften. Typische Lebensräume sind flache Sümpfe, überschwemmte Grasflächen, verkrautete Seitengewässer, Tümpel und langsam fließende Nebenarme. Das Wasser kann dort warm, trüb und ausgesprochen sauerstoffarm sein. Lepidosiren paradoxa ist deshalb kein Bewohner rasch strömender Flüsse, sondern an ruhige, häufig dicht bewachsene Gewässer angepasst. Als obligatorischer Luftatmer muss der Fisch regelmäßig zur Oberfläche gelangen. Während ausgeprägter Trockenzeiten kann er sich tief in weichen Schlamm eingraben und in einer feuchten Kammer eine Ruhephase überstehen. Diese besondere Fähigkeit darf im Aquarium nicht durch künstliches Austrocknen nachgestellt werden. Für die Haltung entscheidend sind vielmehr ungehinderter Oberflächenzugang, wenig Strömung und ein sicher abgedecktes Becken mit ausreichend Luftraum. Jungtiere wirken mit ihren äußeren Kiemen und der dunklen, gefleckten Zeichnung deutlich anders als ältere Tiere. Mit zunehmendem Alter wird die Färbung meist gleichmäßiger grau- bis olivbraun, während der Körper kräftig und langgestreckt heranwächst.
Vergesellschaftung
Für die dauerhafte Pflege ist ein großzügiges Artbecken die verlässlichste Lösung. Der Südamerikanische Lungenfisch ist kein Schwarmfisch und benötigt keine Artgenossen als Sozialpartner. Gegenüber großen Fischen kann er zeitweise ruhig erscheinen, sein Verhalten bleibt jedoch individuell und nicht vollständig vorhersehbar. Kleinere Mitbewohner werden als Nahrung betrachtet, bodenorientierte Tiere können bedrängt oder verletzt werden. Auch untereinander sind Konflikte in begrenztem Raum nicht auszuschließen. Eine Vergesellschaftung kommt daher allenfalls in einer sehr großen, professionell geplanten Anlage mit robusten, deutlich zu großen Beifischen infrage. Selbst dann müssen Ausweichraum, Futterkonkurrenz und das enorme Endmaß aller Bewohner berücksichtigt werden.
Passende Wasserparameter
Die Art gilt hinsichtlich der Wasserhärte als vergleichsweise anpassungsfähig, benötigt aber dauerhaft sauberes und biologisch stabiles Wasser. Geeignet sind etwa pH 6,0 bis 8,0 und ungefähr 2 bis 20 °dGH. Extreme oder schnelle Veränderungen sind zu vermeiden. Eine leistungsfähige Filterung ist wegen der kräftigen Futteraufnahme wichtig, der Rücklauf sollte jedoch keine starke Strömung erzeugen. Ammonium beziehungsweise Ammoniak und Nitrit müssen nicht nachweisbar bleiben; Nitrat ist durch angemessene Teilwasserwechsel niedrig zu halten. Da der Fisch atmosphärische Luft atmet, ersetzt seine Widerstandsfähigkeit gegenüber Sauerstoffmangel keinesfalls die übliche Wasserpflege. Zwischen Wasseroberfläche und Abdeckung muss ein zugänglicher, warmer Luftraum verbleiben.
Haltungstemperatur
Eine gleichmäßige Wassertemperatur von 24 bis 28 °C entspricht den bekannten natürlichen und aquaristischen Angaben. Kurze saisonale Abweichungen sind in der Natur möglich, im Aquarium sollte die Temperatur jedoch stabil gehalten werden. Besonders die über der Wasseroberfläche eingeatmete Luft darf nicht deutlich auskühlen. Kalte Zugluft über einem warmen Becken ist deshalb zu vermeiden. Eine sicher geschützte Heizung und eine kontrollierte Temperaturführung sind angesichts der Körperkraft und späteren Größe des Fisches besonders wichtig.
Beckengröße
Die angebotene Größe von 8 bis 10 cm ist ein Jungtierstadium und darf nicht über den späteren Platzbedarf hinwegtäuschen. Ausgewachsene Exemplare können ungefähr 100 bis 125 cm erreichen. Für die dauerhafte Haltung ist daher eine sehr große Spezialanlage erforderlich. Als Orientierung sollte die Grundfläche mindestens etwa 240 bis 300 cm Länge und 90 bis 100 cm Tiefe erreichen; rund 3.000 Liter oder mehr sind für ein adultes Tier angemessen. Eine größere Grundfläche ist wertvoller als unnötige Beckenhöhe. Das Aquarium muss ausbruchsicher abgedeckt sein, darf den Zugang zur Oberfläche aber niemals blockieren. Wegen des langen Haltungszeitraums sollte die endgültige Anlage bereits vor dem Kauf verbindlich geplant sein.
Bepflanzung
Eine aufwendig bepflanzte Schaubeckengestaltung ist für diesen großen, kräftigen Bodenbewohner nur eingeschränkt geeignet. Beim Suchen nach Futter und bei Wendebewegungen können Pflanzen gelockert oder beschädigt werden. Wenn Grün vorgesehen ist, empfehlen sich robuste, gut befestigte Aufsitzerpflanzen oder geschützte Pflanzbereiche. Wichtiger sind freie Bewegungsflächen, weicher Sand oder feiner, abgerundeter Bodengrund und glatte, standsicher platzierte Strukturen. Scharfkantige Steine und enge Spalten sind wegen der empfindlichen Haut und der späteren Körperfülle ungeeignet. Gedämpftes Licht und einzelne großzügige Deckungsbereiche kommen der Lebensweise entgegen.
Futter
Jungtiere ernähren sich in der Natur vor allem von Insektenlarven und Schnecken. Erwachsene Tiere nutzen ein breiteres Nahrungsspektrum aus Schnecken, Muscheln, Krebstieren, anderen aquatischen Wirbellosen, kleineren Wirbeltieren sowie Algen und weiterer pflanzlicher Nahrung. Im Aquarium ist eine abwechslungsreiche Fütterung mit geeigneten Schnecken, Muschelfleisch, Garnelen beziehungsweise Krebstieren, Insektenlarven, hochwertigen sinkenden Großfischpellets und ergänzender Pflanzenkost sinnvoll. Die kräftigen Zahnplatten sind auf das Zerdrücken fester Nahrung ausgerichtet. Reines Muskelfleisch von Säugetieren und Geflügel ist nicht als Futtergrundlage geeignet. Auf Futterfische sollte wegen Verletzungs-, Parasiten- und Einschleppungsrisiken verzichtet werden. Kleine Jungtiere benötigen häufiger kleine Portionen; mit zunehmender Größe werden die Fütterungsabstände deutlich länger.
Geschlechtsunterschiede
Außerhalb der Fortpflanzungszeit lassen sich die Geschlechter äußerlich nicht zuverlässig unterscheiden. Geschlechtsreife Männchen entwickeln während der Fortpflanzungsperiode zahlreiche auffällige, stark durchblutete Filamente an den Bauchflossen. Diese saisonalen Strukturen sind das deutlichste bekannte äußere Merkmal. Ihre lange vermutete Funktion bei der Sauerstoffversorgung der Brut ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt. Bei Jungtieren der angebotenen Größe ist eine sichere Geschlechtsbestimmung normalerweise nicht möglich.
Zucht
Die Fortpflanzung ist eng mit der Regenzeit und der Überflutung geeigneter Flachwasserbereiche verbunden. Die Tiere legen Bruthöhlen beziehungsweise annähernd waagerechte Gänge im schlammigen Untergrund an. Im Nest werden Pflanzenreste und Blätter gesammelt, zwischen denen die Eier abgelegt werden. Das Männchen bewacht Eier und junge Larven. Während dieser Zeit trägt es die charakteristischen Filamente an den Bauchflossen. Larven besitzen zunächst auffällige äußere Kiemen. Eine Nachzucht im Aquarium ist nur aus seltenen Berichten bekannt und erfordert sehr große, gezielt saisonal gesteuerte Anlagen mit geeignetem Bodensubstrat. Für ein gewöhnliches Heimaquarium ist eine planbare Vermehrung nicht realistisch.
Endgröße
Als wissenschaftlich dokumentierte Maximallänge werden etwa 125 cm angegeben. Viele adulte Tiere bleiben näher an einem Meter, dennoch muss die Anlage grundsätzlich auf das mögliche Höchstmaß ausgelegt werden. Der zunächst schlanke Jungfisch entwickelt einen langen, kräftigen Körper und einen breiten Kopf mit leistungsfähigen Zahnplatten. Wachstum, Endgröße und Lebenserwartung machen Lepidosiren paradoxa zu einem langfristigen Spezialpflegling und nicht zu einem Tier für ein vorübergehendes Standardaquarium.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Eine Vergesellschaftung mit Garnelen ist nicht sinnvoll. Krebstiere gehören zum natürlichen Nahrungsspektrum, und selbst größere adulte Garnelen können mit den kräftigen Zahnplatten erfasst und zerdrückt werden. Garnelennachwuchs sowie kleine Arten sind besonders sicher als Beute anzusehen. Auch zahlreiche Verstecke schaffen keine verlässliche Verträglichkeit. Futtergarnelen aus unbekannter Herkunft sollten wegen möglicher Krankheits- und Parasitenübertragung ebenfalls nicht eingesetzt werden.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.