Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

INTERAQUARISTIK

Sortiment entdecken

Alle Kategorien

Blitzversand
Lebendgarantie
Top-Service
Riesige Auswahl

Südlicher Schaufelfuß, Scaphiopus couchii

Tiefer Grabgrund

Lockeres Substrat ermöglicht das typische Rückwärtsgraben.

Nachtaktiver Charakter

Beobachtungen gelingen besonders nach simulierten Regenreizen.

Wüstenart mit Feuchte

Trockene Oberfläche und feuchte Tiefe bilden den Schlüssel.

Flacher Wasserzugang

Eine niedrige Schale erlaubt sicheres Trinken und Baden.

Südlicher Schaufelfuß, Scaphiopus couchii


Auf einen Blick: Südlicher Schaufelfuß, Scaphiopus couchii
Deutscher Name:Südlicher Schaufelfuß
Wissenschaftlich:Scaphiopus couchii
Synonyme:Couchs Schaufelfuß, Couch-Schaufelfußkröte, Couch’s Spadefoot
Herkunft:Südwestliche USA und Mexiko
Lebensweise:Nachtaktiv, terrestrisch und stark grabend
Haltungsform:Vorzugsweise einzeln im gut belüfteten Trockenterrarium
Mindestgröße des Terrariums:Für ein adultes Tier mindestens etwa 80 × 40 × 40 cm
Temperatur und Luftfeuchtigkeit:Warme Luft, trockene Oberfläche und leicht feuchte Substrattiefe
Beleuchtung:Tageslichtzyklus mit schwacher UVB-Zone und schattigen Bereichen
Bodengrund:Mindestens 20 cm lockeres, grabfähiges Sand-Erde-Gemisch
Futter:Passende Insekten und andere wirbellose Futtertiere
Maximale Größe:Meist etwa 5,5–9 cm Körperlänge
Im Detail: Südlicher Schaufelfuß, Scaphiopus couchii

Lebensraum und Verhalten von Südlicher Schaufelfuß (Scaphiopus couchii)

Der Südliche Schaufelfuß bewohnt ein großes, überwiegend trockenes Verbreitungsgebiet im Süden und Südwesten Nordamerikas. Es reicht von Teilen Kaliforniens, Arizonas, New Mexicos, Colorados, Oklahomas und Texas bis weit nach Mexiko einschließlich Bereichen der Baja California. Typische Lebensräume sind Wüsten- und Halbwüstenlandschaften, offene Grasländer, Mesquite-Savannen, trockene Buschflächen, sandige Senken und zeitweise auch landwirtschaftlich geprägte Flächen. Entscheidend ist ein lockerer, gut grabbarer Boden, in den sich die Tiere rückwärts eingraben können. Den größten Teil trockener Perioden verbringen sie in tieferen Erdschichten und reduzieren dabei ihre Aktivität erheblich. Erst kräftige Regenfälle und die damit verbundenen tiefen Geräusche und Bodenvibrationen locken viele Tiere an die Oberfläche. Dann nutzen sie kurzlebige Regenpfützen und flache Überschwemmungsflächen zur Fortpflanzung. Diese außergewöhnliche Lebensweise verbindet einen ausgesprochen terrestrischen Alltag mit einer kurzen, intensiven aquatischen Entwicklungsphase der Larven. Im Terrarium darf die Herkunft aus Trockengebieten daher nicht mit vollständig trockenem Boden gleichgesetzt werden: Unter einer eher trockenen Oberfläche muss eine geschützte, leicht feuchte Substrattiefe verfügbar bleiben.

Die richtige Haltung

Für ein adultes Tier empfiehlt sich ein gut belüftetes Terrarium ab etwa 80 × 40 × 40 cm. Wichtiger als große Kletterhöhe ist eine großzügige Bodenfläche mit mindestens 20 cm, besser 25–30 cm tiefem Grabsubstrat. Ein standfestes Versteck, Korkstücke und Laub schaffen zusätzliche Deckung, müssen aber so aufliegen, dass sie ein grabendes Tier nicht einklemmen können. Wegen der zurückgezogenen Lebensweise und der begrenzten Erfahrungen mit dauerhafter Gruppenhaltung ist eine Einzelhaltung für die zuverlässige Futter- und Gesundheitskontrolle vorzuziehen. Eine flache, kippsichere Schale mit sauberem, aufbereitetem Wasser muss jederzeit zugänglich sein; sie ersetzt jedoch keinen tief feuchten Bodengrund. Das Terrarium sollte ausbruchssicher sein, da die Tiere nach Beregnung überraschend aktiv werden können. Direkte Wärmestrahlung auf das Tier und dauerhaft nasser, schlammiger Boden sind zu vermeiden. Eine schwache UVB-Zone kann angeboten werden, muss aber durch Schattenplätze und das tiefe Substrat vollständig umgangen werden können.

Die richtige Bepflanzung

Eine dichte Bepflanzung ist weder erforderlich noch besonders zweckmäßig, da der Südliche Schaufelfuß große Bereiche des Bodens zum Eingraben benötigt. Geeignet sind robuste, ungiftige Pflanzen in gesicherten Töpfen oder einzelne Grasbüschel, die offene Grabflächen frei lassen. Wurzeln, Steine und Pflanzgefäße müssen gegen Untergraben und Absacken gesichert sein. Stachelige Gewächse sowie Pflanzen oder Substrate mit Dünger- und Pflanzenschutzmittelrückständen sind für das Amphibienterrarium ungeeignet. Trockenes Laub kann stellenweise als Deckung dienen, darf die Kontrolle des Bodenzustands aber nicht verhindern.

Beleuchtung, UV, Heizung und Luftfeuchte

Die Haltung sollte ein warmes, trocken wirkendes Oberflächenklima mit feuchteren Rückzugszonen im Bodengrund nachbilden. Als vorsichtiger Praxisbereich eignen sich tagsüber etwa 23–28 °C mit einem lokal etwas wärmeren Bereich; nachts kann die Temperatur auf ungefähr 18–22 °C sinken. Die obere Substratschicht darf zwischen leichten Befeuchtungen abtrocknen, während tiefere Schichten stets leicht feucht, aber niemals vernässt bleiben. Regelmäßige Kontrolle mit mehreren Messpunkten ist wichtiger als ein einzelner Luftfeuchtewert. Eine kräftigere Beregnung kann zeitweise natürliche Aktivität auslösen, sollte jedoch nicht zu dauerhaftem Schlamm oder Staunässe führen. Der Tag-Nacht-Rhythmus kann mit etwa zwölf Stunden Beleuchtung gestaltet werden. Wegen der nachtaktiven, grabenden Lebensweise genügt eine geringe UVB-Intensität; starke UV-Strahlung und ungeschützte Heizlampen sind ungeeignet. Eine ausgeprägte Trocken- oder Kälteruhe sollte ohne fundierte Erfahrung und genaue Gesundheitskontrolle nicht künstlich erzwungen werden.

Fütterung

Der Südliche Schaufelfuß ernährt sich räuberisch von bodenlebenden Wirbellosen. Im natürlichen Nahrungsspektrum finden sich unter anderem Käfer, Grillen, Heuschrecken, Termiten, Ameisen und Spinnen. Im Terrarium eignen sich abwechslungsreich gefütterte Heimchen, Grillen, Schaben, kleine Heuschrecken und gelegentlich andere geeignete Wirbellose in passender Größe. Die Futtermenge muss an Aktivität, Ernährungszustand und Temperatur angepasst werden, denn ein verborgen lebendes Tier darf weder unbemerkt abmagern noch verfetten. Futtertiere sollten hochwertig ernährt und regelmäßig mit einem amphibiengeeigneten Calciumpräparat bestäubt werden. Ein Vitaminpräparat wird zurückhaltend nach Herstellerangabe eingesetzt. Enthält die Beleuchtung kein wirksames UVB, muss auch die Vitamin-D3-Versorgung fachkundig über die Supplementierung berücksichtigt werden; eine Überdosierung ist ebenso zu vermeiden wie ein Mangel. Nicht gefressene Futtertiere sind zeitnah zu entfernen.

Geschlechtsunterschiede

Weibchen werden im Mittel größer und kräftiger als Männchen. Bei ausgewachsenen Tieren können Weibchen eine deutlichere dunkle Fleckung oder Marmorierung auf gelblichem bis olivfarbenem Grund zeigen, während Männchen häufig gleichmäßiger und grüner wirken. Diese Merkmale sind jedoch variabel und erlauben bei Jungtieren keine sichere Geschlechtsbestimmung. Fortpflanzungsbereite Männchen fallen vor allem durch ihre lauten, an ein Blöken erinnernden Rufe auf.

Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung

Die Art ist ein ausgeprägter Explosivlaicher. In der Natur verlassen viele Tiere nach starken Frühlings- oder Sommerregen nahezu gleichzeitig ihre Erdverstecke und sammeln sich an flachen, nur vorübergehend wasserführenden Gewässern. Die Eier werden in Portionen an Pflanzen oder andere Strukturen im Wasser geheftet; ein Weibchen kann insgesamt mehrere Tausend Eier hervorbringen. Bei hohen Wassertemperaturen können die Larven bereits nach sehr kurzer Zeit schlüpfen. Auch die weitere Entwicklung verläuft außergewöhnlich schnell: Abhängig von Temperatur, Nahrungsangebot und Wasserstand kann die Metamorphose innerhalb weniger Wochen, unter günstigen Bedingungen sogar nach rund neun Tagen beginnen. Eine kontrollierte Nachzucht erfordert eine sorgfältig vorbereitete Trockenphase, passende Temperaturreize, simulierte Starkregenereignisse und ein separates, flaches Aufzuchtgewässer. Wegen der raschen Wasserveränderungen und der empfindlichen Larven ist sie erfahrenen Amphibienhaltern vorbehalten. Eine künstliche Ruhephase darf nur mit gesunden, gut vorbereiteten Tieren durchgeführt werden.

Endgröße und Lebenserwartung

Adulte Südliche Schaufelfüße erreichen meist etwa 5,5–9 cm Kopf-Rumpf-Länge. Weibchen werden gewöhnlich größer als Männchen. Der Körper ist gedrungen, die Haut vergleichsweise glatt und die Pupillen stehen senkrecht. An jedem Hinterfuß sitzt eine dunkle, verhornte Grabschaufel, mit der sich das Tier rückwärts in lockeren Boden arbeitet. Zur Lebenserwartung liegen Angaben von durchschnittlich etwa 6,7 Jahren in menschlicher Obhut vor; für ausgewachsene Wildpopulationen werden mögliche Höchstalter von ungefähr 11 Jahren bei Männchen und 13 Jahren bei Weibchen genannt. Da die Datengrundlage begrenzt ist, sollten diese Werte als vorsichtige Orientierung verstanden werden.

Nice-to-Know

Der Südliche Schaufelfuß verbringt oft viele Monate unsichtbar unter der Erde. Ein scheinbar leeres Terrarium kann daher Ausdruck seines natürlichen Verhaltens sein. Die namensgebenden schwarzen Grabschaufeln sind verhornte Strukturen an den Hinterfüßen. Nach kräftiger Beregnung können die Tiere sehr plötzlich aktiv werden, wobei die Männchen einen auffälligen, an Schafe oder Ziegen erinnernden Ruf äußern. Trotz der verbreiteten englischen Bezeichnung als „Spadefoot Toad“ handelt es sich nicht um eine Echte Kröte aus der Familie Bufonidae, sondern um einen Vertreter der Amerikanischen Schaufelfußkröten.

Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen

Bei Stress kann die Haut ein reizendes Abwehrsekret abgeben. Dieses kann bei empfindlichen Menschen allergieähnliche Beschwerden auslösen und Augen, Schleimhäute sowie kleine Hautverletzungen reizen. Das Tier sollte deshalb nur angefasst werden, wenn es wirklich notwendig ist, und dann mit angefeuchteten, puderfreien Handschuhen. Anschließend sind die Hände gründlich zu waschen. Berührungen von Gesicht und Augen während der Pflege sind zu vermeiden. Kinder und Haustiere dürfen keinen direkten Kontakt mit dem Amphibium oder seinem Wasser haben.

0 von 0 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Bewerten Sie dieses Produkt!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.


Fragen zum Artikel

Noch keine Fragen vorhanden.

Eigene Frage stellen

Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.

−25 %
5x Goldfisch im Mix , Carassius auratus (Kaltwasser)

29,99 €* 39,99 €* (25.01% gespart)
9 Bonuspunkte sichern
1

Durchschnittliche Bewertung von 4.9 von 5 Sternen

Amanogarnele , Caridina multidentata

Ab 1,59 €*

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Aulonocara spec. Dragon Blood albino , DNZ

18,99 €*
6 Bonuspunkte sichern
1

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Bitterlingsbarbe , Rohanella titteya , ehem. Puntius titteya ehem. Puntius titteya

Ab 3,59 €*
1 Bonuspunkte sichern
3
−27 %
Tipp

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Erbsenkugelfisch , Carinotetraodon travancoricus (Minifisch)

5,49 €* 7,49 €* (26.7% gespart)
2 Bonuspunkte sichern
3
−10 %

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gelbsaum-Prachtharnischwels , L81 , Baryancistrus spec., 6-8 cm Baryancistrus spec., 6-8 cm

62,99 €* 69,99 €* (10% gespart)
19 Bonuspunkte sichern
1

Häufige Fragen (FAQ)


 

Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede

Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:

  • Frösche
    • Meist eine glatte, feuchte Haut
    • Lange Hinterbeine für weite Sprünge
    • Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
    • Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
  • Kröten
    • Trockene, warzige Haut
    • Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
    • Können in trockeneren Gebieten überleben
    • Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
  • Unken
    • Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
    • Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
    • Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)

Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.

Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?

Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.

Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.

Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:

  • Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
  • Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
  • In der Regel keine Hautatmung haben.

Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.

Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).

Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?

Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.

Häufige Futterquellen für Amphibien:

  • Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
  • Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
  • Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)

Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?

Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:

  • Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
  • Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird

Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.

Halten Amphibien eine Winterruhe?

Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.

  • Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
  • Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
  • Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.

Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?

Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:

  • Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
  • Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
  • Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander

Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.

Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?

Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.

Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?

  • Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
  • Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
  • Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
  • Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
  • Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.

Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?

Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.

  • Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
  • Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
  • Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.

Alternative Proteinquellen für große Amphibien:

Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill

Fazit:

Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.

Wie werden Amphiben versendet?

Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.

Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.

Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?

Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.

Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:

  • Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
  • Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
  • Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.

Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.

Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

Jetzt anmelden und 3 € sparen

Neue Tiere, frische Lieferungen und exklusive Angebote direkt in Ihr Postfach – als Dankeschön gibt es einen 3 €-Gutschein ab 30 € Einkaufswert.

Abmeldung jederzeit mit einem Klick. Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung.