Tanganjika-Beulenkopf, Cyphotilapia frontosa, ca. 4,0-5,0 cm
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Tanganjika-Beulenkopf, Cyphotilapia frontosa, ca. 4,0-5,0 cm
| Deutscher Name: | Tanganjika-Beulenkopf |
| Wissenschaftlich: | Cyphotilapia frontosa |
| Synonyme: | Beulenkopf-Cichlide, Frontosa, Buckelkopf-Buntbarsch, Humphead Cichlid |
| Herkunft: | Tanganjikasee, nördlicher Teil; Nachzucht ohne Fundortangabe |
| Gesellschafts-Aquarium: | Gruppe ab etwa fünf Tieren, nur mit großen Arten |
| Wasserwerte: | pH 8,0–9,0, GH 10–20 °dH, KH 10–18 °dH |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | ab 200 cm, besser 240 cm Kantenlänge |
| Bepflanzung: | Große Steinaufbauten, Sand, viel Schwimmraum |
| Futter: | Fleischfresser: Mysis, Krill, Garnelen, Granulat |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen größer, mit stärkerer Stirnbeule |
| Zucht möglich: | Maulbrüter, Weibchen trägt etwa fünf Wochen |
| Maximale Größe: | Männchen bis etwa 30–35 cm, Weibchen kleiner |
| Liefergröße: | ca. 4,0-5,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Ungeeignet |
Herkunft von Tanganjika-Beulenkopf (Cyphotilapia frontosa)
Cyphotilapia frontosa wurde 1906 von Boulenger als Paratilapia frontosa beschrieben und ist einer der bekanntesten Buntbarsche des Tanganjikasees. Die Art lebt im nördlichen Teil des Sees in Burundi, im Kongo und in Tansania. Seit 2003 werden die südlichen Populationen von manchen Autoren als eigene Art Cyphotilapia gibberosa geführt; andere Fachleute betrachten beide als eine Art. Der Tanganjika-Beulenkopf bewohnt tiefere Felszonen, meist ab etwa zwanzig Metern Tiefe, wo er in lockeren Gruppen über Geröll und Felsen zieht. Erwachsene Tiere jagen vor allem in der Morgendämmerung kleine Fische, die sie in ihren Schlafplätzen überraschen. Auffällig sind die blauweiße Grundfärbung mit sechs breiten schwarzen Querbinden und einer Kopfbinde sowie die mächtige Stirnbeule, die besonders bei alten Männchen stark ausgeprägt ist. Die hier angebotenen Tiere sind Nachzuchten der Grundform, für die der Lieferant keinen Fundort angibt. Sie eignen sich gut für Aquarianer, die einen ruhigen Großcichliden ohne Bindung an eine bestimmte Fundortform suchen. Mit Tieren bekannter Fundorte sollten sie nicht verpaart werden. Die Art wächst langsam und wird sehr alt.
Vergesellschaftung
Tanganjika-Beulenköpfe sind ruhige, gesellige Fische, die in Gruppen ab etwa fünf Tieren eine Rangordnung bilden. Ein Männchen mit mehreren Weibchen ist ideal. Kleine Fische werden gefressen; als Mitbewohner eignen sich nur große, ruhige Tanganjika-Arten wie Cyathopharynx oder große Synodontis. Hektische Beifische stören die Tiere.
Passende Wasserparameter
Gehalten wird in hartem, alkalischem Wasser mit pH 8,0 bis 9,0, Gesamthärte 10 bis 20 °dH und Karbonathärte 10 bis 18 °dH. Sauberes, sauerstoffreiches Wasser mit leistungsstarker Filterung und regelmäßigen Wasserwechseln ist wichtig.
Haltungstemperatur
Die Temperatur sollte zwischen 24 und 27 °C liegen.
Beckengröße
Wegen der Endgröße sind Becken ab 200 cm Kantenlänge und etwa 1000 Litern nötig, für eine Gruppe besser 240 cm. Jungtiere können übergangsweise kleiner gehalten werden.
Bepflanzung
Große, stabile Steinaufbauten mit Höhlen und viel freiem Schwimmraum davor, feiner Sand als Boden und eher gedämpftes Licht entsprechen dem Lebensraum. Pflanzen sind nicht nötig.
Futter
Der Tanganjika-Beulenkopf ist ein Fleischfresser. Gefüttert werden Mysis, Krill, Garnelen, Stinte in Stücken und hochwertiges Cichliden-Granulat. Erwachsene Tiere fressen nicht täglich große Mengen; zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag in kleinen Portionen genügen. Säugetierfleisch ist ungeeignet.
Geschlechtsunterschiede
Männchen werden deutlich größer, entwickeln eine stärkere Stirnbeule und längere Flossen. Weibchen bleiben kleiner und haben eine flachere Stirn. Bei Jungtieren sind die Geschlechter nicht sicher zu unterscheiden.
Zucht
Die Art ist ein maternaler Maulbrüter. Das Weibchen nimmt die Eier ins Maul und trägt die Brut etwa fünf Wochen. Die großen Jungfische fressen sofort Artemia-Nauplien und fein zerkleinertes Frostfutter. Die Geschlechtsreife tritt erst nach etwa drei Jahren ein.
Endgröße
Männchen erreichen etwa 30 bis 35 cm, Weibchen bleiben mit etwa 25 cm kleiner. Die Art wächst langsam und kann bei guter Pflege 20 Jahre und älter werden.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Ungeeignet: Garnelen werden gefressen, zudem passen die Wasserwerte nicht.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.