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Ternate Schwalbenschwänzchen, Chromis ternatensis

Markanter Gabelschwanz

Dunkle Ränder betonen die tief gegabelte Schwanzflosse.

Lebendige Riffgruppe

Freier Schwimmraum und viele Verstecke fördern das Verhalten.

Feines Planktonfutter

Mehrere kleine Mahlzeiten versorgen auch zurückhaltende Tiere.

Korallenfreundlicher Besatz

Gut geeignet für geräumige, sorgfältig besetzte Riffaquarien.

Ternate Schwalbenschwänzchen, Chromis ternatensis


Auf einen Blick: Ternate Schwalbenschwänzchen, Chromis ternatensis
Deutscher Name:Ternate Schwalbenschwänzchen
Wissenschaftlich:Chromis ternatensis
Synonyme:Ternate-Chromis
Herkunft:Indopazifik: Rotes Meer und Ostafrika bis Samoa, Japan und Lord Howe Island.
Riffaquarium-tauglich:Für Riffaquarien geeignet; Korallen und größere Wirbellose werden gewöhnlich verschont.
Verträglichkeit:Gruppenfisch mit Rangordnung; Rückzugsmöglichkeiten und ruhige Mitbewohner wichtig.
Wasserwerte:Salzgehalt 34–35 ‰; pH 8,1–8,4; KH 8–12 °dKH.
Temperatur:24–27 °C
Beckengröße:Für eine kleine Gruppe ab etwa 450 Litern mit freiem Schwimmraum einplanen.
Futter:Zooplankton, feines Frostfutter sowie eingewöhntes Granulat und Flocken.
Schwierigkeitsgrad:Mittel; regelmäßige kleine Fütterungen und Beobachtung der Gruppenhierarchie.
Geschlechts-Unterschiede:Äußerlich kaum zuverlässig zu unterscheiden.
Zucht möglich:Substratlaicher mit väterlicher Brutpflege; Larvenaufzucht anspruchsvoll.
Maximale Größe:Bis etwa 10,5 cm Gesamtlänge.
Liefergröße:ca. 4,0-5,0 cm
Im Detail: Ternate Schwalbenschwänzchen, Chromis ternatensis

Herkunft von Ternate Schwalbenschwänzchen (Chromis ternatensis)

Das Ternate Schwalbenschwänzchen bewohnt einen großen Teil des tropischen Indopazifiks. Sein Verbreitungsgebiet reicht vom Roten Meer und der ostafrikanischen Küste über den indonesischen Archipel bis nach Mikronesien und Samoa. Nach Norden erreicht es Japan, nach Süden unter anderem die Lord-Howe-Region. Der wissenschaftliche Artname erinnert an Ternate in Indonesien, den Ort der ursprünglichen Beschreibung. Typische Lebensräume sind Lagunen und geschützte Küstenriffe mit verzweigten Korallen. Über diesen Strukturen sammeln sich die Tiere häufig in größeren Ansammlungen und nehmen Nahrung aus dem freien Wasser auf. Bei Gefahr bleibt die schützende Riffstruktur in erreichbarer Nähe. Die gelblich graubraune Oberseite geht in eine helle Bauchpartie über. Besonders kennzeichnend sind der dunkle Strich durch das Auge und die dunklen Ränder beider Schwanzflossenlappen. Das Erscheinungsbild wirkt daher deutlich zurückhaltender als das vieler leuchtend blauer Riffbarsche. Für die Einrichtung des Aquariums ist das Wechselspiel aus offenem Wasser und deckungsreichen Korallenstrukturen besonders hilfreich: Es ermöglicht Schwimmen, Nahrungssuche und einen schnellen Rückzug.

Eignung für das Riffaquarium

Die Art eignet sich für ein Riffaquarium. Ein regelmäßiges Benagen von Korallen oder das gezielte Erbeuten größerer Garnelen ist nicht typisch. Sehr kleine frei schwimmende Krebstiere und Larven gehören dagegen zum natürlichen Nahrungsspektrum. Platzkonkurrenz an bevorzugten Rückzugsstellen bleibt auch im Korallenbecken möglich.

Vergesellschaftung und Verhalten

Eine Gruppe zeigt das natürliche Verhalten am besten, bildet aber eine Rangordnung. Mehrere getrennte Rückzugsplätze und genügend Ausweichraum verhindern, dass schwächere Tiere ständig bedrängt werden. Eine feste Garantie für dauerhaft friedliche Schwarmhaltung gibt es nicht. Ruhige bis mäßig durchsetzungsfähige Fische passender Größe sind geeignete Partner; große Räuber und starke Störenfriede scheiden aus.

Wasserwerte und Temperatur

Gut eingefahrenes Meerwasser mit 34–35 ‰ Salzgehalt, pH 8,1–8,4 und KH 8–12 °dKH bietet den passenden Rahmen. Die Temperatur sollte gleichmäßig bei 24–27 °C liegen. Gute Sauerstoffversorgung, sauberes Wasser und eine Strömung mit ruhigeren Ausweichzonen sind wichtiger als abrupte Korrekturen einzelner Messwerte.

Aquarium und Einrichtung

Für eine kleine Gruppe ist ein Aquarium ab etwa 450 Litern eine vorsichtige Planung. Entscheidend sind eine lange freie Schwimmstrecke und ein Riffaufbau mit zahlreichen separaten Verstecken. Größere Gruppen benötigen entsprechend mehr Platz. Ein abgedecktes Becken schützt bei Schreckreaktionen vor dem Herausspringen.

Futter und Futterumstellung

In der Natur werden vor allem kleine Planktonorganismen aus dem Wasser gefangen. Feines Mysis, angereicherte Artemia, Cyclops und andere geeignete marine Frostfuttersorten sollten mehrmals täglich in kleinen Portionen angeboten werden. Flocken und kleines Granulat lassen sich schrittweise beimischen. Dabei kontrollieren, ob auch rangniedere Tiere regelmäßig fressen.

Eingewöhnung

Transportbehälter zunächst temperaturmäßig angleichen und anschließend den Salzgehalt langsam an das vorbereitete Aquarium anpassen, beispielsweise mit kontrollierter Tropfmethode. Gedämpftes Licht und ruhige Abläufe erleichtern das Einsetzen. Nach der Eingewöhnung die Futteraufnahme jedes Tieres und mögliche Verfolgungen innerhalb der Gruppe prüfen.

Geschlechtsunterschiede

Männchen und Weibchen lassen sich anhand der Alltagsfärbung nicht sicher auseinanderhalten. Verhalten während Balz und Brutpflege kann Hinweise geben, ersetzt aber keine zuverlässige Geschlechtsbestimmung bei der Bestellung.

Zucht

Die Eier werden an einem vorbereiteten festen Untergrund abgelegt und vom Männchen bewacht. Für eine erfolgreiche Aufzucht müssen die kleinen pelagischen Larven separat mit passendem lebendem Erstfutter versorgt werden. Gelege im Aquarium bedeuten deshalb noch keine unkomplizierte Nachzucht.

Endgröße und Lebenserwartung

Die Art erreicht etwa 10,5 cm Gesamtlänge und wächst damit deutlich über die angebotene Jungfischgröße hinaus. Dieser Platzbedarf sollte bereits beim Kauf berücksichtigt werden. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie werden Meerwassertiere versendet?

Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.

Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.

Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?

Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.

Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.

Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?

Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.

Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.

Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?

Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.

Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.

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