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Weißstreifen-Antennenwels, Pimelodus albofasciatus

Markante Zeichnung

Silbrig-weißer Streifen entlang der Seitenlinie

Gesellig in der Gruppe

Zeigt sich am besten in einer kleinen Gruppe ab vier Tieren

Endgröße beachten

Die Jungtiere wachsen auf etwa 25 bis 30 cm heran

Nichts für Garnelen

Frisst Garnelen, Garnelennachwuchs und kleine Fische

Weißstreifen-Antennenwels, Pimelodus albofasciatus


Auf einen Blick: Weißstreifen-Antennenwels, Pimelodus albofasciatus
Deutscher Name:Weißstreifen-Antennenwels
Wissenschaftlich:Pimelodus albofasciatus
Synonyme:Vierstreifenpimelodus, Zebra-Engelswels, White Line Pim, Four Line Pim, Weißstreifen Antennenwels
Herkunft:Tropisches Südamerika: Amazonas, Orinoko, oberer Corantijn und Sipaliwini (Suriname)
Gesellschafts-Aquarium:Gesellig, am besten in einer kleinen Gruppe; friedlich, frisst aber kleinere Fische
Wasserwerte:Anspruchslos; weich bis mittelhart, pH ca. 6,0–7,5, sauberes, sauerstoffreiches Wasser
Temperatur:22–26 °C
Beckengröße:Für eine Gruppe ab ca. 150–180 cm Kantenlänge (400 l und mehr)
Bepflanzung:Möglich, aber nur mit robusten Pflanzen; die Tiere wühlen nachts
Futter:Allesfresser: Frost-, Lebend- und Trockenfutter, nach Dämmerung füttern
Geschlechts-Unterschiede:Keine zuverlässigen äußeren Unterschiede bekannt
Zucht möglich:Aus dem Aquarium nicht zuverlässig dokumentiert
Maximale Größe:Ausgewachsen etwa 25–30 cm; die angebotenen 7–9 cm sind Jungtiere
Liefergröße:ca. 7,0-9,0 cm
Mit Garnelen verträglich:Nicht geeignet: Adulte Garnelen und Nachwuchs werden gefressen
Im Detail: Weißstreifen-Antennenwels, Pimelodus albofasciatus

Herkunft von Weißstreifen-Antennenwels (Pimelodus albofasciatus)

Der Weißstreifen-Antennenwels stammt aus dem tropischen Südamerika. Nach den gängigen Fischdatenbanken bewohnt er Flusssysteme im Einzugsgebiet des Amazonas und des Orinoko sowie das obere Stromgebiet des Corantijn und den Sipaliwini im Süden Surinames. Genau dort, am Sipaliwini, liegt der Fundort der Typusexemplare. Beschrieben wurde die Art 1974 von dem niederländischen Ichthyologen Gerlof Mees im Rahmen seiner Bearbeitung der Antennenwelse Surinames. Der Artname verweist auf das auffälligste Merkmal: einen silbrig-weißen Streifen, der entlang der Seitenlinie verläuft. Wie alle Antennenwelse (Pimelodidae) besitzt der Fisch drei Paar Barteln, von denen die oberen deutlich länger sind, sowie eine gut ausgebildete Fettflosse. In der Natur hält er sich bodennah bis in mittlere Wasserschichten auf und ist in Flüssen und deren Nebengewässern zu Hause. Die Art wird in verfügbaren Einstufungen als nicht gefährdet geführt. Im Handel begegnet er unter verschiedenen Namen wie Vierstreifenpimelodus, Zebra-Engelswels oder Four Line Pim. Die Färbung ist je nach Fundort recht variabel, und die Art ist dem Pimelodus blochii sowie dem Pimelodus maculatus sehr ähnlich, weshalb Verwechslungen im Handel vorkommen. Wer sicher gehen möchte, achtet auf den durchgehenden hellen Seitenlinienstreifen und fragt bei Unsicherheit nach der Herkunft der Tiere.

Vergesellschaftung

Der Weißstreifen-Antennenwels ist ein geselliger, lebhafter Wels, der in der Natur meist in lockeren Verbänden unterwegs ist. Im Aquarium fühlt er sich in einer kleinen Gruppe wohler, empfohlen werden mindestens vier bis fünf Tiere; in der Gruppe zeigen sie mehr natürliches Verhalten und verstecken sich weniger. Gegenüber gleich großen oder größeren Fischen gilt er als friedlich. Das Maul ist jedoch groß genug, um kleine Fische zu verschlingen, daher sind Neons, Moskitorasboras, junge Guppys und ähnlich kleine Arten keine geeigneten Mitbewohner. Gut passen größere, flotte Fische wie robuste Salmler, Barben, Fadenfische oder andere kräftige Welse, die sich nicht von den Barteln stören lassen. Mit ruhigen, langsamen Fischen wie Skalaren kann es nachts zu Rempeleien kommen, wenn der Wels mit seinen Barteln die Umgebung abtastet. Einzelne Quellen beschreiben Tiere auch als rauer; beobachten Sie deshalb die Gruppe in den ersten Wochen. Die Tiere sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, kommen bei gedämpftem Licht und beim Füttern aber auch tagsüber hervor.

Passende Wasserparameter

Die Art gilt als robust und wenig anspruchsvoll, solange das Wasser sauber und gut mit Sauerstoff versorgt ist. Die Literatur nennt für den pH-Wert recht unterschiedliche Spannen von leicht sauer bis neutral; ein Bereich von etwa pH 6,0 bis 7,5 bei weichem bis mittelhartem Wasser ist eine vorsichtige, gut umsetzbare Orientierung. Wichtiger als der exakte Wert ist Stabilität. Ein leistungsfähiger Filter und regelmäßige Teilwasserwechsel, etwa 25 bis 30 Prozent pro Woche, halten die Nitratwerte niedrig. Das ist bei dieser Art besonders sinnvoll, denn bei schlechter Wasserqualität können die empfindlichen Barteln zurückgehen und verkümmern. Mit frischem Wasser erholen sie sich meist wieder. Eine mäßige Strömung ist willkommen, starke Strömung ist aber nicht nötig. Als Grundtiere, die viel fressen und entsprechend viel ausscheiden, belasten sie das Becken stärker als ihre Größe vermuten lässt. Neue Tiere gewöhnen Sie langsam an Ihr Wasser, da Transport und Umstellung für Welse Stress bedeuten.

Haltungstemperatur

Für den Weißstreifen-Antennenwels sind Temperaturen von etwa 22 bis 26 °C passend; die Angaben der Datenbanken liegen überwiegend zwischen 22 und 25 °C, einzelne Hobbyquellen nennen bis 28 °C. Im Gesellschaftsbecken mit anderen tropischen Fischen sind 24 bis 25 °C ein guter Mittelwert. Dauerhaft zu warmes Wasser sollten Sie vermeiden, da es den Sauerstoffgehalt senkt und den Stoffwechsel dieser fressfreudigen Tiere unnötig antreibt.

Beckengröße

Auch wenn die angebotenen Jungtiere zunächst klein sind, wachsen sie zu kräftigen Welsen von rund 25 bis 30 cm heran. Für eine Gruppe empfiehlt sich daher ein Aquarium mit mindestens 150 cm, besser 180 cm Kantenlänge und etwa 400 Litern oder mehr; Angaben zu deutlich kleineren Becken sind für ausgewachsene Tiere nicht zu empfehlen. Wichtig ist viel freie Schwimmfläche am Boden und im mittleren Bereich, dazu Wurzeln, Steinaufbauten und Höhlen, in die sich die Tiere zurückziehen können. Besonders an den Seiten des Beckens sind Verstecke wertvoll: Wenn die Welse bei Schreck in eine Deckung flüchten können, sind sie deutlich aktiver und ruhiger. Eine gut schließende Abdeckung ist ratsam, da Welse bei Erschrecken springen können.

Bepflanzung

Bepflanzung ist grundsätzlich möglich, verlangt aber etwas Planung. Die Tiere sind nachts sehr unternehmungslustig und graben und rempeln dabei gerne. Zarte oder frisch gesetzte Pflanzen werden schnell ausgerissen. Besser geeignet sind kräftige, fest verwurzelte Arten oder solche, die auf Wurzeln und Steinen wachsen, etwa Java-Farn, Anubias oder Speerblatt. Schwimmpflanzen an der Oberfläche spenden Schatten und kommen der dämmerungsaktiven Lebensweise entgegen. Lassen Sie ausreichend Platz zwischen den Pflanzungen, damit die Welse sich ohne Schaden bewegen können. Feiner Sand oder abgerundeter Kies als Bodengrund schont die Barteln.

Futter

Der Weißstreifen-Antennenwels ist ein genügsamer Allesfresser mit einem deutlichen Hang zu tierischer Kost. Er nimmt fast jedes Futter an: hochwertiges Trockenfutter wie sinkende Granulate und Tabletten, dazu Frostfutter wie Mückenlarven, Artemia oder Mysis und gelegentlich Lebendfutter. Rote Mückenlarven eignen sich gut, um neu eingewöhnte Jungtiere zum Fressen zu bringen. Die Tiere fressen mitunter große Mengen auf einmal; füttern Sie lieber maßvoll und regelmäßig, statt zu überfüttern, denn überschüssiges Futter belastet das Wasser. Da sie vor allem abends und nachts aktiv sind, füttern Sie am besten kurz vor dem Ausschalten des Lichts, damit auch zurückhaltende Tiere in der Gruppe genug abbekommen. Achten Sie darauf, dass schnelle Mitbewohner nicht alles wegschnappen. Einen oder zwei Fastentage pro Woche vertragen erwachsene Tiere gut.

Geschlechtsunterschiede

Äußere Geschlechtsunterschiede sind bei dieser Art nicht bekannt. Bei Jungtieren, wie sie hier angeboten werden, lassen sich Männchen und Weibchen nicht unterscheiden. Eine gezielte Zusammenstellung nach Geschlecht ist daher nicht möglich.

Zucht

Zuverlässig dokumentierte Nachzuchten im Aquarium sind nicht bekannt, und auch bei verwandten Antennenwelsen gelingt die Vermehrung in Privathand kaum. Für den Handel dürfte daher überwiegend mit Wildfängen oder Importtieren zu rechnen sein; fragen Sie im Zweifel nach der Herkunft. Planen Sie die Haltung deshalb als reine Schaupflege ohne Zuchtziel.

Endgröße

Die angebotenen Tiere mit 7 bis 9 cm sind Jungfische. Ausgewachsen erreichen sie nach den üblichen Angaben etwa 25 cm Standardlänge, in der Fachliteratur werden bis knapp 30 cm genannt. Rechnen Sie also mit einem Wels von rund 25 bis 30 cm, der bei guter Pflege über viele Jahre lebt. Das Wachstum ist im ersten Jahr zügig; planen Sie das Becken von Anfang an für die Endgröße.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Für die Vergesellschaftung mit Garnelen ist der Weißstreifen-Antennenwels nicht geeignet. Adulte Garnelen werden als Beute behandelt, auch größere Arten wie Amanogarnelen sind nachts nicht sicher; der Wels erkundet mit seinen langen Barteln den Boden und nimmt alles, was in das große Maul passt. Garnelennachwuchs hat erst recht keine Chance und wird sofort gefressen. Auch kleine Schnecken sind gefährdet. Garnelen sollten daher in einem getrennten Becken gepflegt werden.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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