White-Beard-Skolopender, Scolopendra sp.
185,99 €*
56 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 5,60 €)
Versand 12,99 € · DHL mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Derzeit nicht verfügbar
Versand in Thermobox, bei Kälte mit Wärmepack · Geld zurück, falls ein Tier nicht lebend ankommt
White-Beard-Skolopender, Scolopendra sp.
| Deutscher Name: | White-Beard-Skolopender |
| Wissenschaftlich: | Scolopendra sp. |
| Synonyme: | White Beard Centipede, Giant White Beard Centipede |
| Herkunft: | Vermutlich Vietnam beziehungsweise Südostasien; genaue Art und Herkunft nicht abschließend geklärt |
| Lebensweise: | Bodenbewohnender, grabender und überwiegend nachtaktiver Hundertfüßer |
| Aktivitätszeit: | Sehr schnell, reaktionsstark und häufig defensiv; für erfahrene Halter |
| Haltungsform: | Strikte Einzelhaltung in einem verriegelten, vollständig ausbruchssicheren Terrarium |
| Mindestgröße des Terrariums: | Für große Tiere etwa 60 × 40 × 40 cm oder größer; Grundfläche und Substrattiefe sind entscheidend |
| Temperatur und Luftfeuchtigkeit: | Konservativ 20–24 °C und etwa 70–80 % relative Luftfeuchte bei guter Querlüftung |
| Bodengrund und Substrattiefe: | Mindestens 15 cm tiefes, grabfähiges und mäßig feuchtes Erdsubstrat mit Feuchtegefälle |
| Verstecke: | Mehrere enge Verstecke aus flach aufliegender Korkrinde |
| Futter: | Passend große Schaben, Grillen und Heuschrecken in kontrollierten Abständen |
| Ausbruchsschutz: | Verriegelter Deckel, kleinste Lüftungsöffnungen und sicher verschlossene Kabeldurchführungen |
| Häutung: | Ungestört im Versteck oder Bodengang; Futtertiere vorher entfernen |
| Maximale Größe: | Voraussichtlich etwa 20–30 cm, vereinzelt werden über 30 cm genannt; Artbestimmung prüfen |
| Giftwirkung, Abwehrverhalten und Sicherheit: | Giftklauen, hohe Geschwindigkeit und potenziell sehr schmerzhafter Biss |
Herkunft und Lebensraum von White-Beard-Skolopender (Scolopendra sp.)
Unter dem Handelszusatz „White Beard“ werden große asiatische Skolopender mit auffallend hellen Antennen angeboten. Als Herkunft wird im Handel überwiegend Vietnam genannt; vereinzelt finden sich weiter gefasste Angaben zu Südostasien. Eine wissenschaftlich beschriebene Art lässt sich diesem Handelsnamen derzeit jedoch nicht zuverlässig zuordnen. Deshalb bleibt Scolopendra sp. die fachlich saubere Bezeichnung. Zuordnungen zu Scolopendra subspinipes oder verwandten Arten sind ohne Herkunftsdokumentation und morphologische Untersuchung nicht belastbar. Auch der Zusatz bezeichnet keine anerkannte Unterart oder Zuchtform, sondern einen Handelsnamen. Die Tiere werden mit feuchten Waldstandorten und teils höher gelegenen Fundregionen in Verbindung gebracht. Dort nutzen bodenbewohnende Skolopender Erdspalten, Laubschichten, lockeren Boden sowie Hohlräume unter Holz und Steinen als geschützte Tagesverstecke. Für die Haltung lässt sich daraus ein tiefes, strukturstabiles Substrat mit feuchten Rückzugszonen und guter Belüftung ableiten. Da es sich bei diesem Artikel um einen Import handelt, sollten Herkunft, Zustand und Eingewöhnung besonders aufmerksam geprüft werden. Bis eine sichere Artbestimmung vorliegt, sind Temperatur-, Größen- und Herkunftsangaben als vorsichtige Orientierung und nicht als endgültige artspezifische Werte zu verstehen.
Lebensweise und Verhalten
Dieser Skolopender lebt überwiegend am Boden und verbringt einen großen Teil des Tages verborgen in selbst angelegten Gängen oder unter fest aufliegender Rinde. In der Dämmerung und nachts geht er auf Nahrungssuche. Trotz längerer Ruhephasen kann er bei Störung explosionsartig beschleunigen, sich eng zusammenrollen oder unvermittelt mit den Giftklauen reagieren. Das Tier eignet sich daher nicht zum Anfassen oder für ein häufig geöffnetes Schauterrarium. Eine ruhige Aufstellung ohne dauernde Erschütterungen erleichtert die Eingewöhnung, besonders bei frisch importierten Exemplaren.
Terrarium und Ausbruchsschutz
Für ein großes Tier sollte eine Grundfläche von ungefähr 60 × 40 cm nicht unterschritten werden; bei besonders kräftigen oder über 30 cm langen Exemplaren ist entsprechend mehr Platz sinnvoll. Wichtiger als große Höhe sind ausreichende Bodenfläche und mindestens 15 cm grabfähiges Substrat. Zwischen Bodengrund, Einrichtung und Deckel muss ein deutlicher Sicherheitsabstand bleiben. Der Deckel benötigt feste Verriegelungen, denn Skolopender können sich durch erstaunlich schmale Spalten drücken und leichte Abdeckungen anheben. Lüftungsöffnungen müssen kleiner als der Kopf sein. Kabeldurchführungen, Schiebetürspalten und schlecht sitzende Gaze sind konsequent zu sichern.
Bodengrund und Verstecke
Geeignet ist ein formstabiles Gemisch aus ungedüngter Erde und feuchtigkeitsbindender Kokosfaser. Der Bodengrund wird leicht angedrückt, damit angelegte Gänge nicht sofort einstürzen. Eine Tiefe von 15–20 cm kommt dem ausgeprägten Grabverhalten entgegen. Ein Bereich darf deutlich feucht sein, während die gegenüberliegende Zone nur mäßig feucht bleibt. So kann das Tier sein bevorzugtes Mikroklima selbst wählen. Staunässe, sumpfiger Boden und dauerhaft nasse Oberflächen sind zu vermeiden, da sie zusammen mit schlechter Luftbewegung Schimmel und Hautprobleme begünstigen können. Flach aufliegende Korkstücke bieten zusätzliche, gut kontrollierbare Rückzugsplätze.
Klima und Beleuchtung
Wegen der ungeklärten Artzugehörigkeit sollte das Klima vorsichtig gewählt und engmaschig kontrolliert werden. Für als „White Beard“ gehandelte Tiere hat sich als konservativer Ausgangsbereich eine Temperatur von etwa 20–24 °C bei ungefähr 70–80 % relativer Luftfeuchte etabliert. Zu Herkunft und Wärmebedarf kursieren jedoch abweichende Angaben; dauerhaft hohe Temperaturen sollten deshalb ohne gesicherte Fundortdaten vermieden werden. Entscheidend sind mäßig feuchtes Tiefsubstrat, eine stets gefüllte flache Wasserschale und wirksame Querlüftung. Das Terrarium darf weder austrocknen noch stickig und tropfnass werden. Bei Importtieren sollten Aktivität, Trinkverhalten, Körperhaltung und Hautbild besonders aufmerksam beobachtet werden.
Fütterung und Wasserversorgung
Als räuberischer Hundertfüßer nimmt der White-Beard-Skolopender lebende Wirbellose an. Geeignet sind abwechslungsweise Schaben, Grillen oder Heuschrecken in einer Größe, die sicher überwältigt werden kann. Je nach Körperumfang, Temperatur und Alter genügt bei größeren Tieren häufig eine Fütterung im Abstand von etwa sieben bis vierzehn Tagen. Ein deutlich gefüllter Körper spricht für eine längere Pause. Nicht angenommene Futtertiere und Beutereste werden zeitnah mit einer langen Pinzette entfernt. Vor einer Häutung ist das Futter vollständig herauszunehmen, weil selbst kleine Heimchen ein wehrloses Tier verletzen können. Wirbeltierfutter ist für eine ausgewogene Haltung nicht erforderlich.
Häutung
Vor der Häutung zieht sich der Skolopender meist zurück, wird inaktiver und verweigert häufig die Nahrung. Nun darf weder gegraben noch das Versteck angehoben werden. Das Substrat sollte in der Tiefe gleichmäßig mäßig feucht bleiben, ohne dass Wasser in den Gang läuft. Während und unmittelbar nach der Häutung ist der Körper weich und besonders verletzlich. Futtertiere müssen deshalb entfernt sein. Erst wenn der neue Panzer vollständig ausgehärtet ist und das Tier wieder aktiv erscheint, wird vorsichtig gefüttert. Die abgestreifte Hülle kann teilweise gefressen werden und muss nicht sofort herausgenommen werden.
Einzelhaltung und Vergesellschaftung
Scolopendra werden grundsätzlich einzeln gehalten. Begegnungen können unabhängig von Geschlecht oder Größe in schwere Verletzungen und Kannibalismus münden. Auch zur Paarung dürfen Tiere nicht unvorbereitet zusammengesetzt werden. Jedes Exemplar benötigt ein eigenes, sicher verriegeltes Terrarium sowie eigene Fang- und Umsetzgefäße. Eine Vergesellschaftung mit anderen Wirbellosen ist nicht vorgesehen; eingesetzte Futtertiere sind Beute und keine dauerhaften Mitbewohner.
Geschlechtsunterschiede
Männchen und Weibchen lassen sich äußerlich meist nicht zuverlässig unterscheiden. Körpergröße, Färbung oder Verhalten liefern bei einem unbestimmten Scolopendra keine sichere Geschlechtsdiagnose. Eine Untersuchung der Geschlechtsregion ist anspruchsvoll, bedeutet erheblichen Stress und birgt wegen Geschwindigkeit und Giftklauen ein hohes Risiko. Sie sollte nur von entsprechend erfahrenen Personen mit geeigneter Sicherheitsausrüstung durchgeführt werden.
Fortpflanzung und Entwicklung
Die Zucht ist erfahrenen Spezialisten vorbehalten. Skolopender übertragen Sperma über eine abgelegte Spermatophore; eine direkte Paarung wie bei Wirbeltieren findet nicht statt. Weibchen bewachen Gelege und Jungtiere in einem geschützten Brutraum. In dieser Phase können Erschütterungen, Trockenheit, wiederholte Kontrollen oder Störungen zum Abbruch der Brutpflege führen. Das Muttertier sollte daher vollständig in Ruhe bleiben. Sobald die Jungtiere selbstständig werden, müssen sie getrennt aufgezogen werden, weil Kannibalismus möglich ist. Bei importierten Weibchen kann eine frühere Verpaarung nicht sicher ausgeschlossen werden. Die ungeklärte Artzugehörigkeit verlangt außerdem, Tiere unterschiedlicher Handelsformen oder Fundorte keinesfalls miteinander zu verpaaren.
Endgröße und Lebenserwartung
Für den White-Beard-Skolopender werden meist Endgrößen von ungefähr 20–30 cm genannt. Einzelne Tiere und Handelsangaben liegen darüber; Werte von mehr als 30 cm sollten wegen der ungeklärten Artzugehörigkeit jedoch als prüfbedürftig gelten. Die tatsächliche Größe hängt unter anderem von genetischer Herkunft, Geschlecht, Alter und Ernährungszustand ab. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Giftwirkung, Abwehrverhalten und sicherer Umgang
Die zu Giftklauen umgebildeten ersten Beinpaare können die Haut durchdringen und Gift einbringen. Ein Biss ist potenziell medizinisch relevant und kann starke Schmerzen, Schwellung, Rötung und weitere Beschwerden verursachen. Das Tier wird niemals frei gehandhabt. Pflegearbeiten erfolgen mit langen Werkzeugen, nachdem der Aufenthaltsort kontrolliert wurde. Für Umsetzungen werden zwei verriegelbare Fangbehälter vorbereitet und Türen sowie Fenster geschlossen. Kinder und Haustiere dürfen keinen Zugang zum Terrarium haben. Nach einem Biss sind Ruhe zu bewahren, die Wunde hygienisch zu versorgen und medizinischer Rat einzuholen; bei ausgeprägten oder allgemeinen Symptomen ist umgehend der Notdienst zu kontaktieren.
Nice-to-Know
Der helle „Bart“ dieses Handelsnamens bezieht sich vor allem auf die auffällig blassen Antennen, die einen starken Kontrast zum dunkleren Körper bilden können. Färbung und Proportionen verändern sich während des Wachstums, sodass junge Tiere anders wirken können als adulte Exemplare. Scolopendra gehören zu den Hundertfüßern der Klasse Chilopoda. Sie sind weder Insekten noch Tausendfüßer. Dieser imposante Import ist vor allem ein Beobachtungstier für sehr erfahrene Halter, die Klima, Ausbruchsschutz und sichere Arbeitsabläufe dauerhaft zuverlässig beherrschen.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Spinnen & Insekten versendet?
Die Spinnen und Insekten versenden wir, nach Ihrer Wahl, mit DHL oder per GO! in einer Thermobox. Die Tiere werden sicher verpackt und bei Kälte mit Heatpacks geschützt. Bei Nachtfrost empfehlen wir Ihnen dringend den GO-Tierkurier-Versand auszuwählen!
Geschlechtsauswahl bei unseren Spinnen&Insekten
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.