Zweifarb-Pfeilgiftfrosch, Phyllobates bicolor
89,99 €*
27 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 2,70 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Versand in Thermobox, bei Kälte mit Wärmepack · Geld zurück, falls ein Tier nicht lebend ankommt
Zweifarb-Pfeilgiftfrosch, Phyllobates bicolor
| Deutscher Name: | Zweifarb-Pfeilgiftfrosch |
| Wissenschaftlich: | Phyllobates bicolor |
| Synonyme: | Bicolor-Pfeilgiftfrosch, Zwei-Farb-Frosch |
| Herkunft: | Südamerika – Kolumbien, Pazifikküste – Tiefland-Regenwälder |
| Lebensweise: | Bodenbewohnend, tagaktiv, auffällige Warnfärbung |
| Haltungsform: | Geräumiges Regenwald-Terrarium mit dichter Vegetation und vielen Rückzugsorten |
| Mindestgröße des Terrariums: | 80x50x60 cm (LxBxH) für ein Paar, größer für Gruppen |
| Temperatur & Luftfeuchtigkeit: | 24-27°C am Tag, Nachtabsenkung auf 20-22°C, 80-95 % Luftfeuchtigkeit |
| Beleuchtung: | Tageslichtspektrum mit UV-A, niedrige UVB-Strahlung (2.0) empfehlenswert |
| Bodengrund: | Lockerer Humus mit Moosen, Rindenstücken und Laubschicht |
| Futter: | Kleinere Insekten wie Fruchtfliegen, Heimchen, Springschwänze, Vitaminzugaben empfohlen |
| Maximale Größe: | bis zu 5 cm |
Lebensraum und Verhalten des Zweifarb-Pfeilgiftfroschs
Der Zweifarb-Pfeilgiftfrosch lebt in den feuchten Regenwäldern Kolumbiens, insbesondere entlang der Pazifikküste. Dort bevorzugt er den dichten Waldboden mit viel Laub, Moosen und Versteckmöglichkeiten. Charakteristisch für diese Art ist die intensive zweifarbige Färbung, die meist aus leuchtendem Gelb oder Orange und dunklen Kontrastpartien besteht. Diese auffällige Warntracht signalisiert Fressfeinden die Giftigkeit der Tiere. Im Terrarium zeigen sich die Frösche lebhaft und neugierig und sind daher gut zu beobachten. Sie halten sich überwiegend am Boden auf, klettern jedoch auch gelegentlich auf niedrige Pflanzen oder Äste.
Die richtige Haltung im Terrarium
Für die Haltung ist ein mittelgroßes bis großes Regenwald-Terrarium mit einer Grundfläche von mindestens 80x50 cm erforderlich. Gruppenhaltung ist möglich, sollte aber nur in geräumigen Becken mit ausreichend Sichtschutz und Struktur erfolgen. Als Bodengrund eignet sich eine Mischung aus Humus, Laubstreu und Moosen, die dauerhaft feucht gehalten werden sollte. Rindenstücke, Wurzeln und Korkhöhlen bieten zusätzliche Rückzugsmöglichkeiten. Eine flache Wasserschale sollte immer vorhanden sein, da die Tiere auf ausreichende Luftfeuchtigkeit angewiesen sind.
Die richtige Bepflanzung
Für ein naturnahes Terrarium eignen sich dichte Bepflanzungen mit robusten Pflanzen, die gleichzeitig Deckung und Kletterstruktur bieten. Bromelien, Farne und Philodendren sind hierfür ideal. Auch Bodendecker wie Fittonia oder kleine Farne schaffen eine geschlossene Vegetationsschicht. Moose tragen zusätzlich dazu bei, die Luftfeuchtigkeit hoch zu halten und eine authentische Regenwaldatmosphäre zu erzeugen.
Beleuchtung, UV und Temperatursteuerung
Der Zweifarb-Pfeilgiftfrosch benötigt ein helles Terrarium mit Tageslichtspektrum. Eine niedrige UVB-Beleuchtung (2.0) unterstützt den Kalziumstoffwechsel und fördert die Gesundheit. Tagsüber liegen die Temperaturen bei 24-27°C, nachts darf es auf 20-22°C absinken. Die Luftfeuchtigkeit sollte konstant zwischen 80 und 95 % gehalten werden. Automatische Beregnungsanlagen oder Nebler erleichtern die Pflege, regelmäßiges Besprühen ist jedoch ebenfalls ausreichend. Wichtig ist eine gute Luftzirkulation, um Schimmelbildung zu vermeiden.
Fütterung: Was frisst der Zweifarb-Pfeilgiftfrosch?
In der Natur ernährt sich Phyllobates bicolor von Ameisen, Milben und kleinen Insekten. Im Terrarium werden Fruchtfliegen, Mikroheimchen, Springschwänze und kleine Asseln gerne angenommen. Eine abwechslungsreiche Ernährung ist entscheidend, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Da die Tiere in Nachzucht keine giftbildenden Insekten fressen, sind sie im Terrarium vollkommen ungiftig. Regelmäßige Vitamin- und Kalziumgaben sind empfehlenswert, um die Gesundheit langfristig zu sichern.
Geschlechtsunterschiede bei Phyllobates bicolor
Die Geschlechter lassen sich bei Phyllobates bicolor nur schwer unterscheiden. Weibchen sind meist etwas größer und fülliger, während Männchen in der Paarungszeit durch Rufe auffallen. Eine sichere Bestimmung gelingt oft erst durch Beobachtung des Brutverhaltens.
Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung
Die Nachzucht des Zweifarb-Pfeilgiftfroschs ist in Terrarien mit geeigneten Bedingungen möglich. Das Männchen übernimmt die Brutpflege, indem es die Eier bewacht und später die Kaulquappen auf dem Rücken in kleine Wasseransammlungen transportiert. Dort entwickeln sie sich über mehrere Wochen zu Jungfröschen. Für eine erfolgreiche Nachzucht sind stabile Umweltbedingungen mit hoher Luftfeuchtigkeit und geeigneten Eiablageplätzen wie glatten Blättern entscheidend.
Die Endgröße und Lebenserwartung von Phyllobates bicolor
Mit einer Größe von bis zu 5 cm zählt der Zweifarb-Pfeilgiftfrosch zu den mittelgroßen Pfeilgiftfröschen. In menschlicher Obhut können die Tiere ein Alter von 10 bis 15 Jahren erreichen und erfreuen ihre Halter somit über viele Jahre.
Nice-to-Know: Extreme Giftigkeit in der Natur
In ihrer Heimat gelten Phyllobates bicolor als eine der giftigsten Amphibien der Welt. Ihr Hautsekret enthält Batrachotoxin, das in freier Wildbahn durch spezielle Beutetiere wie Ameisen und Käfer aufgenommen wird. In Terrarien-Nachzuchten fehlt diese Nahrungsgrundlage, weshalb die Tiere hier vollkommen ungiftig sind. Damit ist ihre Haltung für Liebhaber sicher, zugleich bleibt die faszinierende Verbindung zwischen Ernährung und Abwehrkraft ein spannender Aspekt dieser Art.
Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen
Nachzuchttiere sind für den Menschen ungiftig, dennoch empfiehlt es sich, direkten Hautkontakt zu vermeiden und nach der Pflege im Terrarium gründlich die Hände zu waschen. So bleibt der Umgang hygienisch und problemlos.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede
Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:
-
Frösche
- Meist eine glatte, feuchte Haut
- Lange Hinterbeine für weite Sprünge
- Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
- Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
-
Kröten
- Trockene, warzige Haut
- Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
- Können in trockeneren Gebieten überleben
- Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
-
Unken
- Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
- Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
- Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.
Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?
Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.
Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.
Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:
- Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
- Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
- In der Regel keine Hautatmung haben.
Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.
Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).
Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?
Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.
Häufige Futterquellen für Amphibien:
- Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
- Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
- Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)
Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?
Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:
- Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
- Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird
Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.
Halten Amphibien eine Winterruhe?
Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.
- Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
- Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
- Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.
Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?
Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:
- Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
- Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
- Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander
Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.
Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?
Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.
Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?
- Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
- Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
- Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
- Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
- Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.
Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?
Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.
- Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
- Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
- Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.
Alternative Proteinquellen für große Amphibien:
Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill
Fazit:
Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.
Wie werden Amphiben versendet?
Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.
Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.
Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?
Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.
Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:
- Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
- Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
- Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.
Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.
Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.