Agakröte, Bufo marinus
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Agakröte, Bufo marinus
| Deutscher Name: | Agakröte |
| Wissenschaftlich: | Bufo marinus |
| Synonyme: | Riesenkröte, Rohrkröte, Zuckerrohrkröte |
| Herkunft: | Amazonisches und guayanisches Südamerika östlich der Anden; weltweit vielfach eingeführt |
| Lebensweise: | Terrestrisch sowie dämmerungs- und nachtaktiv |
| Haltungsform: | Geräumiges, ausbruchsicheres Bodenterrarium mit Verstecken und großer Wasserstelle |
| Mindestgröße des Terrariums: | Für ein adultes Tier ab etwa 120 × 60 × 60 cm, besser größer |
| Temperatur und Luftfeuchtigkeit: | Tagsüber etwa 23–27 °C, nachts etwas kühler; mäßig bis deutlich feucht |
| Beleuchtung: | Klarer Tag-Nacht-Rhythmus; schwaches UVB kann angeboten werden |
| Bodengrund: | Grabfähige, leicht feuchte Erde mit Laubauflage und trockeneren Bereichen |
| Futter: | Abwechslungsreiche, gut ernährte Futterinsekten, Würmer und andere Wirbellose |
| Maximale Größe: | Meist etwa 10–17 cm Körperlänge, große Weibchen über 20 cm möglich |
Lebensraum und Verhalten von Agakröte (Bufo marinus)
Die Agakröte stammt nach heutiger taxonomischer Abgrenzung aus dem tropischen Südamerika östlich der Anden. Ihr natürliches Areal erstreckt sich durch das Amazonasbecken und die Guayanas bis in Teile Brasiliens, Boliviens, Perus, Ecuadors und Kolumbiens. Ältere Literatur fasste unter Bufo marinus häufig zusätzlich Populationen aus Mittelamerika und dem westlichen Südamerika zusammen; ein Teil davon wird inzwischen Rhinella horribilis zugeordnet. In ihrer Heimat besiedelt Rhinella marina keineswegs nur geschlossene Regenwälder. Die kräftige Kröte kommt ebenso an Waldrändern, in offenen Gras- und Buschlandschaften, auf landwirtschaftlich geprägten Flächen und in Siedlungsnähe vor. Wichtig sind erreichbare feuchte Rückzugsplätze und geeignete, stehende oder langsam fließende Gewässer für die Fortpflanzung. Tagsüber ruht sie meist verborgen im lockeren Boden, unter Laub oder in geschützten Hohlräumen. Nach Einbruch der Dunkelheit sucht sie am Boden nach Nahrung. Durch menschliche Aussetzungen gelangte die Art unter anderem in die Karibik, nach Australien und auf zahlreiche Inseln des Pazifiks. Dort kann sie sich invasiv ausbreiten und heimische Tiere durch Fraßdruck und ihre giftigen Hautsekrete gefährden.
Die richtige Haltung
Für die schwere, überwiegend laufende Kröte zählt vor allem großzügige Bodenfläche. Als gut nutzbarer Ausgangspunkt für ein adultes Tier eignet sich ein Terrarium ab etwa 120 × 60 × 60 cm; größere oder sehr kräftige Exemplare profitieren deutlich von mehr Platz. Das Becken muss lückenlos und stabil verschlossen sein. Mehrere geräumige, bodennahe Verstecke, Korkstücke und eine Laubschicht schaffen geschützte Ruheplätze. Eine große, standfeste Wasserschale muss der Kröte das vollständige Hineinsetzen erlauben, dabei aber flach genug sein und einen sicheren Ausstieg besitzen. Das Wasser wird täglich sowie nach Verunreinigungen sofort gewechselt. Der Boden darf leicht feucht sein, sollte jedoch weder vernässen noch dauerhaft sumpfig werden. Gut belüftete, etwas trockenere Zonen geben dem Tier eine echte Wahlmöglichkeit. Eine Wärmequelle wird seitlich oder von oben angebracht und thermostatisch geregelt; starke Bodenheizung unter der bevorzugten Grabstelle ist ungünstig. Einzelhaltung erleichtert Futterkontrolle und Hygiene. Eine Gruppenhaltung verlangt sehr viel Raum, ähnlich große Tiere und genaue Beobachtung wegen Futterkonkurrenz und möglichem Kannibalismus.
Die richtige Bepflanzung
Eine naturnahe Bepflanzung ist möglich, muss jedoch der Masse und Grabaktivität der Agakröte standhalten. Robuste, ungiftige Pflanzen können geschützt in schweren Töpfen oder hinter stabilen Wurzeln eingesetzt werden. Empfindliche Bodendecker werden häufig niedergetreten oder ausgegraben. Laub, Korkrinde und breite Wurzelstücke strukturieren die Bodenfläche meist zuverlässiger als eine dichte Bepflanzung. Alle verwendeten Pflanzen und Dekorationen müssen frei von Pflanzenschutzmitteln, Düngerresten, scharfen Kanten und verschluckbaren Kleinteilen sein. Bei bioaktiver Einrichtung bleibt eine regelmäßige Kontrolle der stark belasteten Futter- und Wasserbereiche notwendig.
Beleuchtung, UV, Heizung und Luftfeuchte
Bewährt hat sich tagsüber ein Temperaturgefälle von ungefähr 23–27 °C mit einer lokal etwas wärmeren Zone. Nachts darf die Temperatur auf etwa 20–22 °C sinken. Anhaltende Überhitzung und trockene, stehende Luft sind zu vermeiden. Die Luftfeuchte kann überwiegend im Bereich von etwa 60–80 % liegen, wobei gute Belüftung und ein Wechsel zwischen feuchten und weniger feuchten Bodenstellen wichtiger sind als ein dauerhaft hoher Messwert. Gesprüht wird bedarfsgerecht mit geeignetem Wasser, ohne das Tier ständig direkt zu beregnen. Ein geregelter Tag-Nacht-Rhythmus von ungefähr zwölf Stunden unterstützt die Orientierung. Die überwiegend nachtaktive Art gilt nicht als ausgeprägte Sonnenanbeterin; schwaches UVB in einer gut strukturierten Beleuchtungszone kann dennoch angeboten werden. Schattenplätze müssen jederzeit erreichbar bleiben. UVB-Stärke, Abstand und Vitamin-D3-Supplementierung sind aufeinander abzustimmen.
Fütterung
Agakröten sind sehr futterorientierte Beutegreifer. Im Terrarium bilden abwechslungsreiche Wirbellose die sinnvolle Grundlage, beispielsweise Regenwürmer, Schaben, Grillen, Heuschrecken und geeignete, kontrolliert gezüchtete Schnecken. Die Futtertiere sollten vor der Verfütterung hochwertig ernährt und passend zur übrigen Versorgung regelmäßig mit Calcium sowie gezielt mit einem Amphibien-Mineralstoffpräparat ergänzt werden. Vitaminpräparate und Vitamin D3 dürfen nicht wahllos überdosiert werden; ihre Anwendung richtet sich unter anderem nach Futterplan und UVB-Angebot. Wild gefangene Futtertiere sind wegen möglicher Pestizide und Parasiten problematisch. Kleine Wirbeltiere gehören zwar zum natürlichen Beutespektrum großer Exemplare, sind für eine ausgewogene Routinefütterung jedoch nicht erforderlich. Zu energiereiche Fütterung begünstigt Übergewicht. Häufigkeit und Menge werden deshalb an Alter, Aktivität, Temperatur und Körperzustand angepasst. Nicht gefressene Futtertiere werden zeitnah entfernt.
Geschlechtsunterschiede
Weibchen werden im Durchschnitt größer und massiger als Männchen. Erwachsene Männchen besitzen während der Fortpflanzungszeit dunkle Brunftschwielen an den Fingern und können mit einem anhaltenden, trillernden Ruf auf sich aufmerksam machen. Ihre Rückenhaut wirkt häufig rauer und teilweise gelblicher, während Weibchen eher braun bis dunkel marmoriert erscheinen. Färbung und Hautstruktur sind jedoch variabel und allein keine sichere Geschlechtsbestimmung. Bei noch nicht ausgewachsenen Tieren ist eine zuverlässige Zuordnung oft schwierig.
Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung
Die Fortpflanzung findet im Wasser statt und wird in der Natur häufig durch Wärme und kräftige Regenfälle angeregt. Das Männchen umklammert das Weibchen im Amplexus; anschließend werden sehr lange gallertige Laichschnüre mit mehreren Tausend Eiern abgelegt. Für einen verantwortbaren Zuchtversuch ist ein separates, großzügiges Wasserbecken mit sicherem Ein- und Ausstieg, stabilen Wasserwerten und sorgfältiger Überwachung erforderlich. Die Larven entwickeln sich vollständig aquatisch, bevor die Jungkröten an Land gehen. Eier, Kaulquappen und Jungtiere können ebenfalls toxisch sein. Aufgrund der enormen Nachkommenzahl, der möglichen Lautstärke rufender Männchen und des invasiven Potenzials sollte die Zucht nur mit einem belastbaren Unterbringungs- und Abgabekonzept erfolgen. Laich, Wasser, Bodengrund oder Tiere dürfen niemals in die Umwelt gelangen.
Endgröße und Lebenserwartung
Ausgewachsene Agakröten erreichen häufig ungefähr 10–17 cm Kopf-Rumpf-Länge. Besonders große Weibchen können mehr als 20 cm messen; dokumentierte Ausnahmeexemplare liegen bei etwa 23–25 cm. Die Endgröße schwankt deutlich mit Geschlecht, Herkunft und individueller Entwicklung. Neben der Länge ist das kräftige, breite Körperformat bei der Planung von Terrarium, Verstecken und Wasserschale zu berücksichtigen.
Nice-to-Know
Trotz des früher verbreiteten englischen Namens „Marine Toad“ ist die Agakröte kein Meerestier. Sie lebt überwiegend an Land und sucht Gewässer vor allem zur Fortpflanzung sowie zum Einweichen auf. Ihre Anpassungsfähigkeit machte sie nach Aussetzungen in mehreren Weltregionen zu einer problematischen invasiven Art. Das Tier darf daher unter keinen Umständen ausgesetzt werden. Agakröten sind vorwiegend nachts aktiv und können feste Futterplätze rasch mit der Fütterung verknüpfen. Sie sind Beobachtungstiere und sollten nicht unnötig angefasst werden.
Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen
Die großen Ohrdrüsen hinter den Augen können bei Stress ein weißliches, stark wirksames Abwehrsekret abgeben. Es darf weder in Augen, Mund, Nase noch auf verletzte Haut gelangen. Besonders für Hunde, Katzen und andere Terrarientiere kann das Belecken oder Verschlucken der Kröte lebensgefährlich sein. Das Terrarium muss deshalb für Kinder und Haustiere unzugänglich stehen. Notwendiges Umsetzen erfolgt möglichst in einem geeigneten Behälter oder mit angefeuchteten, puderfreien Einmalhandschuhen. Anschließend werden Hände und verwendete Geräte gründlich gereinigt. Bei Schleimhautkontakt wird sofort ausgiebig mit Wasser gespült und medizinischer Rat eingeholt; nach Kontakt eines Haustiers ist umgehend eine Tierarztpraxis beziehungsweise ein tierärztlicher Notdienst zu verständigen.
| Telefon: | Terraristik: Telefonberatung (8.30-15.00 Uhr) und Anforderung aktueller Tier-Fotos per WhatsApp: 016099593364 |
|---|---|
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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6 Bewertungen
31. Juli 2026 06:40
Die Kröte 🤩🤩🤩
Bevor man sich ein solches Tier zulegt immer informieren! Also hatte ich vor dem Kauf eine telefonische Beratung, die sehr freundlich und kompetent war. Alle meine Fragen wurden ausführlich beantwortet, sodass ich mich bestens aufgehoben gefühlt habe. Die Agar-Kröte in Größe S habe ich jedoch erst einige Wochen später bestellt. Der Versand erfolgte per Overnight und die Kröte kam schnell, sicher und in einem top Zustand bei mir an. Die kleine Lady ist fit und gesund. Sie hat bereits am ersten Tag problemlos gefressen und zeigt keinerlei Anzeichen von Stress oder Krankheit. Momentan ist sie noch sehr schüchtern und kommt meist erst spät in der Nacht aus ihrem Versteck – was für die Eingewöhnungszeit völlig normal ist. Ich kann den Verkäufer uneingeschränkt weiterempfehlen und würde jederzeit wieder dort bestellen!
24. Juli 2026 19:21
Alles perfekt
Habe das erste Mal bestellt und bin absolut zufrieden. Tiere sind sehr schön und machen einen guten Eindruck. Der Ablauf von Bestellung bis zur Lieferung war perfekt. Werde auf jeden Fall wieder bestellen.
20. September 2025 07:31
Größe S
Soweit alles Super Tiere fit und wirken gesund. Was ich nur zu bemängeln habe ist die Größenangabe, ich habe die Größe S bestellt und hatte nicht mit doch so großen Tieren gerechnet. Die Tiere sind bestimmt schon 5-7 cm unter Größe S hätte ich richtige Jungkröten mit der Größe 1-2 cm erwartet.
5. August 2025 08:11
Super schöne Tiere 👍🏻
Die Tiere sind aus der lokalen Population „Belize“. Gut zu erkennen an der schönen hellen „Maske“ um die Augen. Freue mich sehr darüber und bestelle definitiv immer wieder gern!
16. April 2025 22:25
Alles perfekt!
Wunderschönes und agiles Tier. Der Versand hat super geklappt. Ich werde definitiv wieder bestellen!
11. März 2025 10:23
Aga Kröte
Was die Bestellabwicklung und Lieferung ist alles gut und schnell verlaufen. Das Tier kam in einem guten Zustand. Werde weitere kaufen.
Fragen zum Artikel
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Häufige Fragen (FAQ)
Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede
Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:
-
Frösche
- Meist eine glatte, feuchte Haut
- Lange Hinterbeine für weite Sprünge
- Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
- Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
-
Kröten
- Trockene, warzige Haut
- Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
- Können in trockeneren Gebieten überleben
- Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
-
Unken
- Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
- Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
- Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.
Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?
Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.
Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.
Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:
- Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
- Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
- In der Regel keine Hautatmung haben.
Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.
Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).
Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?
Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.
Häufige Futterquellen für Amphibien:
- Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
- Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
- Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)
Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?
Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:
- Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
- Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird
Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.
Halten Amphibien eine Winterruhe?
Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.
- Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
- Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
- Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.
Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?
Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:
- Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
- Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
- Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander
Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.
Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?
Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.
Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?
- Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
- Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
- Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
- Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
- Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.
Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?
Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.
- Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
- Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
- Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.
Alternative Proteinquellen für große Amphibien:
Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill
Fazit:
Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.
Wie werden Amphiben versendet?
Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.
Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.
Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?
Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.
Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:
- Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
- Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
- Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.
Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.
Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.