Hallo,ich würde gern wissen wann der blaue Korallenfinger wieder lieferbar ist und mit welcher grösse ich rechnen kann
Blauer Korallenfinger-Laubfrosch, Litoria caerulea
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Blauer Korallenfinger-Laubfrosch, Litoria caerulea
| Deutscher Name: | Blauer Korallenfinger-Laubfrosch |
| Wissenschaftlich: | Litoria caerulea |
| Synonyme: | Korallenfinger, Australischer Laubfrosch, White’s Tree Frog, Weißer Laubfrosch |
| Herkunft: | Nördliches und östliches Australien sowie südliches Neuguinea |
| Lebensweise: | Dämmerungs- und nachtaktiver, baumbewohnender Lauerjäger |
| Haltungsform: | Artterrarium; einzeln oder mit ähnlich großen Artgenossen |
| Mindestgröße des Terrariums: | Ab 60 × 45 × 90 cm für ein bis zwei Tiere, Gruppen größer |
| Temperatur und Luftfeuchtigkeit: | Tagsüber 24–27 °C, lokal wärmer; mäßig feucht und gut belüftet |
| Beleuchtung: | Tageslicht und schwaches UVB mit vollständig beschatteten Rückzugsorten |
| Bodengrund: | Drainierter, leicht feuchter Waldboden mit Laubauflage |
| Futter: | Abwechslungsreiche, passend große Futterinsekten |
| Maximale Größe: | Etwa 7–12 cm Kopf-Rumpf-Länge, Weibchen meist kräftiger |
Lebensraum und Verhalten von Blauer Korallenfinger-Laubfrosch (Litoria caerulea)
Der Blauer Korallenfinger-Laubfrosch stammt aus einem außergewöhnlich großen Verbreitungsgebiet. Er lebt im Norden und Osten Australiens, auf Inseln der Torresstraße sowie im südlichen Tiefland Neuguineas. Dort ist er keineswegs nur im geschlossenen Regenwald anzutreffen. Die anpassungsfähige Art besiedelt lichte Wälder, Savannen mit Baumbestand, Überschwemmungsflächen, Gewässerränder und saisonal trockene Landschaften. Auch Gärten, Farmgelände und Gebäude werden genutzt, sofern feuchte Verstecke, Wasserstellen und genügend Beutetiere vorhanden sind. Tagsüber ruht der Frosch häufig geschützt in Baumhöhlen, Spalten, Rohrleitungen oder zwischen dichtem Blattwerk. In der Dämmerung beginnt er zu klettern und wartet von erhöhten Sitzplätzen aus auf Insekten. Seine auffälligen Haftscheiben ermöglichen sicheren Halt an Ästen, Blättern und glatten Flächen. Im natürlichen Jahreslauf wechseln warme Regenzeiten mit trockeneren Abschnitten. Deshalb benötigt die Art im Terrarium weder dauerhafte Nässe noch stehende, feuchte Luft. Entscheidend sind vielmehr ein leichtes Feuchtegefälle, regelmäßige Abtrocknung, gute Belüftung und jederzeit zugängliches, hygienisch einwandfreies Wasser.
Die richtige Haltung
Für diese kräftige, baumbewohnende Art ist ein hochformatiges Terrarium mit viel nutzbarem Raum oberhalb des Bodens erforderlich. Für ein bis zwei adulte Tiere sollte es mindestens etwa 60 × 45 × 90 cm messen; für eine kleine Gruppe ist deutlich großzügiger zu planen. Mehrere waagerechte und schräg verlaufende Äste, stabile Korkröhren, breite Sitzflächen und geschützte Ruheplätze strukturieren unterschiedliche Höhen- und Temperaturzonen. Alle Einrichtungsgegenstände müssen sicher befestigt und frei von scharfen oder scheuernden Stellen sein. Eine flache, standsichere Wasserschale mit bequemem Ausstieg gehört zur Grundausstattung. Das Wasser wird häufig gewechselt und muss für Amphibien geeignet sowie frei von Chlor, Chloramin und problematischen Rückständen sein. Eine Haltung mit ähnlich großen Artgenossen ist möglich, sofern genügend Platz und getrennte Futterplätze vorhanden sind. Deutliche Größenunterschiede bergen ein Risiko für Futterkonkurrenz und Kannibalismus. Von einer Vergesellschaftung mit anderen Arten ist abzuraten. Kot, Häutungsreste und nicht gefressene Futtertiere sollten zeitnah entfernt werden.
Die richtige Bepflanzung
Eine dichte, aber nicht vollständig geschlossene Bepflanzung vermittelt Sicherheit und bietet zusätzliche Sitzplätze. Geeignet sind robuste, ungespritzte und für Terrarientiere unbedenkliche Pflanzen mit festen Blättern, die das Gewicht der Frösche tragen können. Besonders sinnvoll ist eine Staffelung aus bodennahen Verstecken, mittelhohen Blattgruppen und freien Kletterästen im oberen Bereich. Neue Pflanzen werden gründlich abgespült und möglichst außerhalb des Terrariums von Dünger- und Pflanzenschutzmittelresten befreit. Ein drainierter Aufbau verhindert Staunässe im Wurzelraum. Freie Sichtachsen und gut erreichbare Scheiben erleichtern die tägliche Kontrolle, während beschattete Bereiche einen vollständigen Rückzug vor Licht und UVB ermöglichen.
Beleuchtung, UV, Heizung und Luftfeuchte
Bewährt hat sich tagsüber ein Temperaturgefälle von etwa 24–27 °C mit einem lokal begrenzten, gut kontrollierten Wärmeplatz um 28–30 °C. Nachts darf die Temperatur auf ungefähr 20–23 °C sinken. Eine dauerhafte Überhitzung ist ebenso zu vermeiden wie lang anhaltende Kälte. Die relative Luftfeuchtigkeit kann überwiegend etwa 50–70 % betragen und nach dem Sprühen kurzzeitig auf 70–80 % ansteigen. Anschließend sollten Oberflächen teilweise abtrocknen können. Gute Querlüftung ist wichtig, weil ständig nasses Substrat und stagnierende Luft Haut- und Hygieneprobleme begünstigen. Ein Tag-Nacht-Rhythmus von rund zwölf Stunden ist praktikabel. Eine schwach dosierte UVB-Quelle kann die Calciumversorgung sinnvoll ergänzen, muss aber mit ausreichend Abstand, beschatteten Ausweichplätzen und einem klaren Lichtgefälle kombiniert werden. UVB darf nicht durch Glas geführt werden. Die tatsächlich ankommende Strahlung hängt stark von Lampe, Reflektor, Gaze und Abstand ab und sollte entsprechend kontrolliert werden.
Fütterung
Korallenfinger-Laubfrösche sind kräftige Lauerjäger und nehmen vor allem lebende Wirbellose an. Als abwechslungsreiche Grundlage eignen sich passend große Grillen, Heimchen, Schaben, Heuschrecken, Fliegen und verschiedene weiche Insektenlarven. Sehr fettreiche oder hartschalige Larven sollten nur ergänzend angeboten werden. Die Futtertiere werden zuvor hochwertig ernährt und regelmäßig dünn mit einem geeigneten, phosphorarmen Calciumpräparat bestäubt. Ein Amphibien- oder Reptilien-Multivitamin wird in größeren Abständen sparsam eingesetzt. Die zusätzliche Gabe von Vitamin D3 muss auf die vorhandene UVB-Versorgung abgestimmt werden, damit weder Unter- noch Überversorgung entsteht. Adulte Tiere neigen bei zu reichlicher Fütterung zu Übergewicht; Körperform und Aktivität sind daher wichtiger als ein starrer Futterplan. Futtertiere dürfen nicht dauerhaft unbeaufsichtigt im Terrarium verbleiben, da sie ruhende Frösche belästigen können. Beutetiere sowie andere Wirbeltiere sind als regelmäßiges Futter ungeeignet.
Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechter sind bei jungen oder nicht fortpflanzungsaktiven Tieren nur schwer sicher zu unterscheiden. Geschlechtsreife Männchen rufen deutlich und entwickeln während der Fortpflanzungszeit dunklere Brunstschwielen an der Innenseite der Daumen. Ihre Kehlhaut kann durch die Nutzung der Schallblase lockerer oder dunkler erscheinen. Weibchen werden im Durchschnitt kräftiger und erreichen häufig eine größere Kopf-Rumpf-Länge. Einzelne äußere Merkmale reichen jedoch nicht immer für eine zuverlässige Bestimmung aus, weshalb mehrere Kennzeichen und das Verhalten über längere Zeit gemeinsam beurteilt werden sollten.
Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung
Die Fortpflanzung ist an warme Regenperioden gebunden und wird in der Terrarienhaltung gewöhnlich durch einen sorgfältig vorbereiteten jahreszeitlichen Wechsel angeregt. Nach einem etwas kühleren und trockeneren Abschnitt können steigende Temperaturen, häufigere Beregnung und eine gut belüftete Regenkammer die Ruf- und Paarungsaktivität fördern. Diese Konditionierung sollte ausschließlich mit gesunden, gut genährten Tieren erfolgen. Beim Amplexus umklammert das Männchen das Weibchen; die Befruchtung findet äußerlich im Wasser statt. Der Laich wird in schwimmenden Gruppen an der Wasseroberfläche oder zwischen Wasserpflanzen abgegeben. Eier und Kaulquappen benötigen ein separates, hygienisch geführtes Aufzuchtbecken mit geeigneter Wasserqualität und flachen Ausstiegsbereichen für die Metamorphose. Da Gelege umfangreich sein können und die Larven unterschiedliche Entwicklungsgeschwindigkeiten zeigen, erfordert die Nachzucht erhebliche Platzreserven, Erfahrung und tägliche Kontrolle. Adulte Tiere betreiben keine Brutpflege und müssen vom Nachwuchs getrennt werden.
Endgröße und Lebenserwartung
Ausgewachsene Korallenfinger-Laubfrösche erreichen gewöhnlich etwa 7–11,5 cm Kopf-Rumpf-Länge; einzelne kräftige Weibchen können rund 12 cm erreichen. Männchen bleiben häufig kleiner und schlanker. Die erreichbare Größe hängt unter anderem von Geschlecht, Herkunft, Alter und Ernährungszustand ab. Ein sehr rundlicher Körper ist nicht automatisch ein Zeichen besonderer Gesundheit, da die Art bei energiereicher Fütterung leicht Fett ansetzt.
Nice-to-Know
Die grüne Grundfarbe kann abhängig von Temperatur, Licht, Ruheplatz und Aktivitätszustand in bläuliche, olivfarbene oder bräunliche Töne wechseln. Kleine weiße Flecken können zur natürlichen Zeichnung gehören. Tagsüber nimmt der Frosch oft eine kompakte Ruhehaltung ein und legt die Gliedmaßen eng an den Körper. Zusätzlich verteilt er ein wachsartiges Hautsekret, das den Wasserverlust in trockeneren Phasen verringert. Trotz seines meist gelassenen Erscheinungsbildes ist er kein Streicheltier. Beobachtung bei gedämpftem Abendlicht zeigt sein natürliches Kletter- und Jagdverhalten am besten. Männchen können besonders nach dem Sprühen laut und ausdauernd rufen, was bei der Wahl des Terrarienstandorts berücksichtigt werden sollte.
Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen
Die Haut gibt schützende Sekrete mit biologisch aktiven Peptiden ab. Der Blauer Korallenfinger-Laubfrosch gilt zwar nicht als stark giftiger Pfeilgiftfrosch, dennoch dürfen Sekrete nicht in Augen, Mund, offene Wunden oder an Lebensmittel gelangen. Nach Arbeiten im Terrarium sind die Hände gründlich zu waschen. Gleichzeitig können Hautfette, Seife, Cremes, Desinfektionsmittel und andere Rückstände dem Frosch schaden. Unvermeidbares Umsetzen erfolgt deshalb möglichst kurz und mit angefeuchteten, puderfreien Einmalhandschuhen. Kinder und Haustiere sollten keinen direkten Kontakt mit dem Tier oder seinem Wasser haben.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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3 Bewertungen
19. März 2025 19:39
Schönes Tier
Nicht allzu kleiner juveniler Frosch, schön blau gefärbt nach Eingewöhnung und er/ sie frisst mit gutem Appetit diverses Futter. Versand und Verpackung auch reibungslos.
7. Januar 2025 14:54
Gesund und munter angekommen
Dies ist bereits meine zweite Bestellung dieser Art und ich bin erneut sehr zufrieden mit dem Kauf und das Tier ist gesund angekommen.
13. Dezember 2024 11:38
Kleiner Hüpfer
Wie schon mehrmals davor war das Tier super verpackt und kam in einem putz munteren Zustand. Daumen hoch nur zu empfehlen
Fragen zum Artikel
Hallo! Sind die Frösche schon groß genug um zu 2 ausgewachsenen Korallenfingerfröschen dazugesetzt zu werden? Liebe Grüße Kathrin Andag
Guten Tag
vielen Dank für die Anfrage
Da diese Exemplare kleiner sind, ist das leider nicht möglich
Hallo, ich hätte gerne ein blauen und eine grünen korallenfingerlaubfosch ( Babys) Ist das möglich? Oder sind sie schon größer? Lg. Britt
Guten Tag uns vielen Dank für Ihre Anfrage. Bitte beachten Sie die aktuellen Verfügbarkeiten der Varianten und Größen im Shop.
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Häufige Fragen (FAQ)
Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede
Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:
-
Frösche
- Meist eine glatte, feuchte Haut
- Lange Hinterbeine für weite Sprünge
- Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
- Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
-
Kröten
- Trockene, warzige Haut
- Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
- Können in trockeneren Gebieten überleben
- Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
-
Unken
- Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
- Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
- Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.
Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?
Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.
Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.
Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:
- Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
- Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
- In der Regel keine Hautatmung haben.
Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.
Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).
Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?
Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.
Häufige Futterquellen für Amphibien:
- Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
- Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
- Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)
Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?
Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:
- Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
- Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird
Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.
Halten Amphibien eine Winterruhe?
Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.
- Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
- Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
- Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.
Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?
Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:
- Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
- Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
- Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander
Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.
Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?
Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.
Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?
- Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
- Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
- Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
- Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
- Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.
Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?
Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.
- Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
- Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
- Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.
Alternative Proteinquellen für große Amphibien:
Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill
Fazit:
Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.
Wie werden Amphiben versendet?
Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.
Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.
Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?
Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.
Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:
- Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
- Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
- Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.
Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.
Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.