Breitkopf-Schwimmwühle, Typhlonectes natans
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Breitkopf-Schwimmwühle, Typhlonectes natans
| Deutscher Name: | Breitkopf-Schwimmwühle |
| Wissenschaftlich: | Typhlonectes natans |
| Synonyme: | Keine gängigen Synonyme bekannt |
| Herkunft: | Nordwestliches Südamerika – Kolumbien, Venezuela, Brasilien – Flüsse und überschwemmte Gebiete |
| Lebensweise: | Rein aquatisch, nachtaktiv, grabend |
| Haltungsform: | Vollaquatisches Aquarium ohne Landteil, feiner Bodengrund empfohlen |
| Mindestgröße des Terrariums: | 100x40x40 cm für ein Paar, größer bei Gruppenhaltung |
| Temperatur & Luftfeuchtigkeit: | 24-28°C Wassertemperatur, Umgebungsluftfeuchtigkeit spielt keine Rolle |
| Beleuchtung: | Normale Aquarienbeleuchtung, Tageslichtspektrum ohne UV-Anteil ausreichend |
| Bodengrund: | Feiner Sand oder sehr feiner Kies, grabfreundlich und weich |
| Futter: | Frostfutter wie rote und weiße Mückenlarven, Tubifex, Krill, Regenwurm-Stücke |
| Maximale Größe: | bis zu 45 cm |
Lebensraum und Verhalten der Breitkopf-Schwimmwühle (Typhlonectes natans)
Diese faszinierende Schwanzlurche stammt aus den Flüssen, Überschwemmungsgebieten und Altarmen des nördlichen Südamerikas, insbesondere aus Kolumbien, Venezuela und Teilen Brasiliens. Die Breitkopf-Schwimmwühle lebt vollkommen aquatisch und verlässt das Wasser niemals. Mit ihrem aalartigen, schlangenähnlichen Körper und der dunklen, oft blaugrauen Färbung gleitet sie anmutig durch dicht bepflanzte Gewässer. Tagsüber ruht sie meist versteckt in Sand, unter Wurzeln oder in Höhlen, nachts wird sie aktiv und durchstreift das Becken auf der Suche nach Futter. Ihre kleinen Augen verraten schon: Sehen ist nicht ihre Stärke. Stattdessen orientiert sie sich über Chemorezeptoren und einen sehr feinen Tastsinn.
Die richtige Haltung im Aquarium
Die Breitkopf-Schwimmwühle ist vollständig aquatisch und benötigt kein Landteil, ein klassisches Aquarium ist also die richtige Wahl. Dabei sollte das Becken mindestens 100 cm lang sein und mit feinem Sand oder sehr feinem Kies ausgestattet werden, da diese Tiere gerne graben. Wurzeln, Steinaufbauten und höhlenartige Strukturen bieten den Tieren naturnahe Rückzugsorte. Da sie recht sauerstoffreiches Wasser benötigen, ist eine gute Filterung in Kombination mit geringer Oberflächenbewegung ideal. Eine Abdeckung ist Pflicht, da Schwimmwühlen gelegentlich die Wasseroberfläche aufsuchen und sehr geschickt entkommen können.
Die richtige Bepflanzung
Die Bepflanzung sollte aus robusten, unter Wasser gut wachsenden Arten bestehen. Empfehlenswert sind z.B. Anubias, Javafarn oder Vallisnerien. Diese Pflanzen bieten nicht nur Verstecke, sondern sorgen auch für Struktur im Becken. Schwimmpflanzen wie Froschbiss oder Muschelblume dämpfen das Licht und schaffen naturnahe Bedingungen.
Beleuchtung, Temperatur & Wasserwerte
Eine Standard-LED-Aquarienbeleuchtung reicht für Typhlonectes natans völlig aus, UV-Anteile sind nicht notwendig. Die Wassertemperatur sollte konstant zwischen 24 und 28°C liegen, wobei ein Heizstab mit Thermostat unbedingt erforderlich ist. Eine Nachtabsenkung ist nicht notwendig. Die Wasserwerte sollten weich bis mittelhart sein, der pH-Wert kann zwischen 6,5 und 7,5 liegen. Die Luftfeuchtigkeit ist irrelevant, da die Tiere rein aquatisch leben. Sauerstoffreiche Bedingungen sind durch gute Filterung und ggf. Oxydatoren sicherzustellen.
Fütterung: Was frisst die Schwimmwühle?
Typhlonectes natans ist ein Fleischfresser und nimmt ausschließlich tierisches Futter. Geeignet sind vor allem Frostfutter wie rote und weiße Mückenlarven, Krill, Regenwurmscheiben und Tubifex. Auch gefrostete Fischstücke werden manchmal angenommen. Lebendfutter ist weniger geeignet, da Schwimmwühlen langsam fressen und eher auf Geruch reagieren. Wichtig ist eine regelmäßige, proteinreiche Fütterung, am besten abends oder in der Dämmerung. Eine gelegentliche Vitamingabe kann sinnvoll sein.
Geschlechtsunterschiede bei Typhlonectes natans
Die Unterscheidung der Geschlechter ist schwierig. Männchen haben einen leicht verdickten Schwanzbereich (Kloakenregion), während Weibchen oft insgesamt etwas größer erscheinen. Erst bei erwachsenen Tieren lassen sich diese Unterschiede halbwegs sicher erkennen.
Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung
Typhlonectes natans ist lebendgebärend. Die Weibchen bringen nach erfolgreicher Paarung etwa 5–20 voll entwickelte Jungtiere zur Welt. Diese sind von Beginn an selbstständig und können direkt mit kleinem Frostfutter oder Tubifex-Stückchen versorgt werden. Eine Nachzucht ist unter guten Bedingungen auch im Aquarium möglich, allerdings sollte das Aufzuchtbecken strukturarm und gut zu reinigen sein.
Die Endgröße und Lebenserwartung von Typhlonectes natans
Die Breitkopf-Schwimmwühle erreicht eine Länge von bis zu 45 cm, bleibt dabei aber sehr schlank. In menschlicher Obhut sind Lebenserwartungen von 10 bis 15 Jahren keine Seltenheit.
Nice-to-Know: Eine Amphibie ohne Beine
Schwimmwühlen wirken auf den ersten Blick wie Aale oder Schlangen, gehören jedoch zu den Amphibien. Sie besitzen weder Beine noch ausgeprägte Augen, sind aber hochspezialisiert auf das Leben im Wasser. Ihre glatte Haut dient nicht nur der Atmung, sondern macht sie auch extrem geschmeidig. Sie wirken beinahe "außerirdisch" und sind ein echter Geheimtipp für Aquarianer, die etwas Besonderes suchen.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Zimmertemperatur (19-21°C) - kein Heizer in beheizten Räumen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede
Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:
-
Frösche
- Meist eine glatte, feuchte Haut
- Lange Hinterbeine für weite Sprünge
- Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
- Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
-
Kröten
- Trockene, warzige Haut
- Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
- Können in trockeneren Gebieten überleben
- Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
-
Unken
- Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
- Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
- Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.
Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?
Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.
Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.
Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:
- Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
- Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
- In der Regel keine Hautatmung haben.
Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.
Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).
Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?
Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.
Häufige Futterquellen für Amphibien:
- Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
- Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
- Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)
Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?
Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:
- Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
- Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird
Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.
Halten Amphibien eine Winterruhe?
Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.
- Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
- Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
- Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.
Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?
Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:
- Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
- Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
- Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander
Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.
Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?
Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.
Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?
- Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
- Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
- Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
- Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
- Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.
Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?
Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.
- Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
- Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
- Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.
Alternative Proteinquellen für große Amphibien:
Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill
Fazit:
Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.
Wie werden Amphiben versendet?
Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.
Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.
Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?
Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.
Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:
- Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
- Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
- Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.
Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.
Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.