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Coloradokröte, Bufo alvarius

Beeindruckende Größe

Erreicht bis zu 19 cm und zählt zu den größten Kröten Nordamerikas

Robuster Wüstenbewohner

Bevorzugt eher trockene Regionen, sucht Wasser nur zur Fortpflanzung auf

Starkes Hautgift

Bildet giftige Alkaloide, die Fressfeinde und neugierige Haustiere abwehren

Langlebiger Terrarienbewohner

Kann bei guter Pflege und Haltung im Terrarium über 15 Jahre alt werden

Coloradokröte, Bufo alvarius


Auf einen Blick: Coloradokröte, Bufo alvarius
Deutscher Name:Coloradokröte
Wissenschaftlich:Bufo alvarius
Synonyme:Sonora-Wüstenkröte, Sonorakröte, Colorado-River-Kröte
Herkunft:Südwesten der USA und Nordwesten Mexikos
Lebensweise:Bodenbewohnend, nachtaktiv und ausgeprägt grabend
Haltungsform:Einzeln oder in einer sorgfältig beobachteten, artgleichen Gruppe
Mindestgröße des Terrariums:Für ein adultes Tier ab etwa 100 × 50 × 50 cm, besser größer
Temperatur und Luftfeuchtigkeit:Tagsüber etwa 21–27 °C, nachts kühler; wechselnde Feuchtezonen
Beleuchtung:12-Stunden-Rhythmus, schwaches bis mäßiges UVB und Schattenplätze
Bodengrund:Tiefer, grabfähiger Mix aus ungedüngter Erde, Sand und Laub
Futter:Abwechslungsreiche, passend große Futterinsekten und Regenwürmer
Maximale Größe:Meist etwa 11–19 cm Kopf-Rumpf-Länge; Weibchen oft größer
Im Detail: Coloradokröte, Bufo alvarius

Lebensraum und Verhalten von Coloradokröte (Bufo alvarius)

Die Coloradokröte stammt aus dem Südwesten Nordamerikas. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst vor allem das südliche Arizona und reicht über Randgebiete von New Mexico sowie historisch den äußersten Südosten Kaliforniens bis in den Nordwesten Mexikos. Dort ist sie unter anderem in Sonora, Chihuahua und im nördlichen Sinaloa anzutreffen. Trotz ihres Namens ist sie keine Bewohnerin völlig wasserloser Sandflächen. Sie nutzt ein erstaunlich breites Spektrum aus Wüsten- und Halbwüstengebieten, Grasland, dornigem Buschland, Flussniederungen und offenen Eichen- oder Wacholderlandschaften. Feuchte Senken, Viehtränken, langsam fließende Gewässer sowie nur vorübergehend gefüllte Regenbecken spielen besonders während der Fortpflanzung eine wichtige Rolle. Einen großen Teil trockener oder kühler Perioden verbringt die kräftige Kröte geschützt in selbst genutzten Bodenhöhlen, unterirdischen Verstecken oder verlassenen Nagerbauten. An der Oberfläche erscheint sie überwiegend nachts und besonders häufig nach sommerlichen Niederschlägen. Diese ausgeprägte Verbindung von trockenen Landhabitaten, grabfähigem Boden und zeitweise verfügbarem Wasser sollte sich in der Terrariengestaltung wiederfinden. Ein dauerhaft nasses Tropenterrarium wird ihrer natürlichen Lebensweise ebenso wenig gerecht wie ein vollständig trockenes Wüstenbecken ohne Wasserzugang.

Die richtige Haltung

Die Haltung erfolgt in einem gut belüfteten, bodenorientierten Terrarium mit großer Grundfläche. Für ein adultes Tier sollte die Anlage mindestens ungefähr 100 × 50 × 50 cm messen; mehr Platz erlaubt deutlich bessere Temperatur-, Feuchte- und Rückzugszonen. Für mehrere Tiere ist mindestens etwa 120 × 60 × 60 cm ein sinnvoller Ausgangspunkt, wobei Körpergröße, Geschlechterverhältnis und individuelles Verhalten zusätzlichen Raum erforderlich machen können. Das Terrarium braucht mehrere geräumige Verstecke, offene Jagdflächen und einen tiefen Bereich zum vollständigen Eingraben. Schwere Wurzeln, Steine und Höhlen müssen direkt auf dem festen Boden stehen und gegen Untergraben gesichert sein. Eine große, standfeste und flache Wasserschale gehört zur Grundausstattung. Sie muss einen bequemen Ein- und Ausstieg ermöglichen und so flach sein, dass die Nasenöffnungen jederzeit sicher über Wasser bleiben. Das Wasser wird regelmäßig erneuert und muss frei von Chlor, Reinigungsmittelresten und anderen hautreizenden Stoffen sein. Eine Vergesellschaftung mit anderen Arten ist nicht zu empfehlen. Auch bei artgleicher Gruppenhaltung sind mehrere Futterplätze und Rückzüge nötig; bedrängte oder beim Fressen benachteiligte Tiere müssen getrennt werden können.

Die richtige Bepflanzung

Eine Bepflanzung ist möglich, muss der Kraft und dem Grabverhalten dieser großen Kröte jedoch standhalten. Geeignet sind robuste, ungiftige Pflanzen, die bevorzugt in versenkten und standsicher abgedeckten Töpfen stehen. So bleiben die Wurzeln geschützt und einzelne Pflanzen lassen sich bei Bedarf austauschen. Dichte Pflanzengruppen können schattige Rückzüge schaffen, dürfen aber weder die Luftzirkulation behindern noch die freie Erreichbarkeit der Wasserstelle einschränken. Verwendete Pflanzen und Substrate müssen frei von Dünger, Pflanzenschutzmitteln, Blattglanz und scharfkantigen Bestandteilen sein. Lose Dekoration ist ungeeignet, da sie beim Untergraben kippen kann.

Beleuchtung, UV, Heizung und Luftfeuchte

Im Terrarium sollte ein deutliches Klimgefälle entstehen. Als praxistauglicher Rahmen gelten tagsüber etwa 21–27 °C, wobei ein begrenzter, von oben erwärmter Bereich ungefähr 24–27 °C erreichen darf. Kühlere Verstecke müssen jederzeit erhalten bleiben; eine gleichmäßige Erwärmung des gesamten Bodens ist ungeeignet. Nachts kann die Temperatur auf etwa 18–22 °C sinken. Für adulte Tiere wird häufig eine relative Luftfeuchte von ungefähr 40–60 % empfohlen, während feuchte Rückzugsbereiche und die Wasserschale jederzeit verfügbar bleiben. Kurzzeitig höhere Werte nach dem Befeuchten sind unproblematisch, sofern die Anlage anschließend wieder abtrocknen kann. Entscheidend sind unterschiedliche Mikroklimata statt eines dauerhaft konstanten Messwertes. Staunasse Erde und feuchtwarme, stehende Luft erhöhen die Belastung für Haut und Atemwege. Eine ausgeprägte saisonale Ruhephase sollte nur bei gesunden, gut vorbereiteten Tieren und mit ausreichender Erfahrung durchgeführt werden. Temperatur, Beleuchtungsdauer und Fütterung müssen dafür langsam angepasst werden; eine unkontrollierte Abkühlung ist zu vermeiden.

Fütterung

Die Coloradokröte ist ein kräftiger Lauerjäger und nimmt vor allem lebende Beute wahr. Im Terrarium eignen sich abwechslungsreich gefütterte Grillen, Heuschrecken, geeignete Schaben, Regenwürmer und weitere passend große Futterinsekten. Larven mit hohem Fettgehalt sollten nur ergänzend angeboten werden. Wirbeltierbeute ist für eine ausgewogene Haltung nicht erforderlich und gehört nicht in den regelmäßigen Futterplan. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Aktivität, Jahreszeit und Körperzustand; heranwachsende Tiere benötigen kleinere und häufigere Portionen als adulte Kröten. Da diese Art leicht sehr kräftig wird, sind Gewicht und Körperform regelmäßig zu kontrollieren. Futtertiere sollten vor dem Verfüttern hochwertig ernährt werden. Ein geeignetes Calciumpräparat wird regelmäßig eingesetzt, ein Amphibien-taugliches Multivitaminpräparat in größeren Abständen. Enthält das Präparat Vitamin D3, muss die Dosierung auf die tatsächliche UVB-Versorgung abgestimmt werden, damit weder Mangel noch Überversorgung entstehen. Nicht gefressene Futtertiere sind zeitnah aus dem Terrarium zu entfernen.

Geschlechtsunterschiede

Ausgewachsene Weibchen werden gewöhnlich größer, schwerer und rundlicher als Männchen. Männliche Tiere bleiben oft schlanker und entwickeln zur Fortpflanzungszeit dunkle, verdickte Brunstschwielen an den inneren Fingern beziehungsweise Daumen. Auch die kräftigeren Unterarme dienen dem Festhalten des Weibchens im Amplexus. Ein Abwehr- oder Lösungsruf kann bei Männchen ein weiteres Merkmal sein, sollte jedoch nicht durch unnötiges Anfassen provoziert werden. Bei jungen Tieren ist eine sichere Geschlechtsbestimmung meist noch nicht möglich; Färbungsunterschiede allein gelten nicht als verlässliches Kennzeichen.

Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung

In der Natur setzt die Fortpflanzung vor allem nach kräftigen Sommerregen ein. Die Tiere versammeln sich dann an temporären Tümpeln, Teichen, Gräben oder langsam fließenden Gewässerabschnitten. Das Weibchen gibt mehrere Tausend Eier in langen Schnüren ins Wasser ab, die während des Amplexus äußerlich befruchtet werden. Die Larven müssen ihre Entwicklung abschließen, bevor vorübergehende Gewässer austrocknen; je nach Bedingungen erfolgt die Metamorphose ungefähr nach sechs bis zehn Wochen. Eine gezielte Nachzucht erfordert eine sorgfältig vorbereitete saisonale Simulation mit veränderten Temperaturen, trockenerer Ruhezeit und anschließender intensiver Beregnung. Zusätzlich wird ein großes, hygienisch kontrollierbares Wasserbecken mit sicheren Ausstiegen benötigt. Wegen der sehr hohen Eizahl, des erheblichen Platzbedarfs der Larven und der anspruchsvollen Wasserhygiene gehört die Zucht in erfahrene Hände. Eine Ruhephase darf ausschließlich mit gesunden, ausreichend genährten adulten Tieren geplant werden.

Endgröße und Lebenserwartung

Die belastbaren Größenangaben liegen überwiegend bei etwa 11–19 cm Kopf-Rumpf-Länge. Weibchen erreichen gewöhnlich die oberen Werte dieser Spanne und wirken deutlich massiger, während Männchen häufig kleiner und schlanker bleiben. Einzelne abweichende Angaben fallen größer aus, sind jedoch nicht einheitlich belegt. Für die Terrarienplanung sollte unabhängig vom Geschlecht mit einer großen, kräftigen und bewegungsfreudigen Kröte gerechnet werden.

Nice-to-Know

Die Coloradokröte zeigt einen stark saisonalen Lebensrhythmus. Während trockener Phasen kann sie lange verborgen im Substrat ruhen und nach Feuchtigkeit oder Beregnung plötzlich deutlich aktiver werden. Ein längerer Aufenthalt unter der Erde ist daher nicht automatisch ein Krankheitszeichen, sollte aber durch kontrollierte Temperatur-, Feuchte- und Gewichtswerte begleitet werden. Ihr grabendes Verhalten macht eine tiefe, formstabile Bodenschicht wichtiger als aufwendige Kletterdekoration. Zum Beobachten eignen sich vor allem die Abendstunden. Häufiges Herausnehmen oder Berühren ist weder für das Tier noch für den Halter sinnvoll.

Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen

Die großen Parotiddrüsen hinter den Augen und weitere Hautdrüsen können ein stark wirksames Sekret abgeben. Es darf nicht in Augen, Mund, Nase, offene Wunden oder auf andere Schleimhäute gelangen. Das Sekret kann Menschen schädigen und stellt insbesondere für Hunde und Katzen eine akute Vergiftungsgefahr dar. Tiere und Terrarium müssen deshalb für Kinder und Haustiere zuverlässig unzugänglich sein. Die Abgabe des Sekrets darf niemals absichtlich ausgelöst werden; Gewinnung, Sammlung oder Aufnahme sind strikt zu unterlassen. Berührungen sollten auf unvermeidbare Pflege- und Kontrollmaßnahmen beschränkt bleiben. Dafür werden saubere, angefeuchtete und puderfreie Einmalhandschuhe verwendet, die zugleich die empfindliche Amphibienhaut vor Rückständen auf menschlichen Händen schützen. Nach Arbeiten am Terrarium sind Hände und verwendete Geräte gründlich zu reinigen. Bei Kontakt mit Schleimhäuten oder Anzeichen einer Vergiftung ist unverzüglich medizinische beziehungsweise tierärztliche Hilfe erforderlich.

Temperaturbereiche: Warm (24-26°C) - heizen

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Fragen zum Artikel

Welche gröse haben die tiere

Guten Tag und vielen Dank für Ihre Frage.

Ausgewachsen erreichen Coloradokröten meist etwa 11–19 cm Kopf-Rumpf-Länge.

Die aktuelle Größe der verfügbaren Tiere nennt Ihnen gerne unsere Reptilien-Beratung persönlich unter 0160 99593364.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede

Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:

  • Frösche
    • Meist eine glatte, feuchte Haut
    • Lange Hinterbeine für weite Sprünge
    • Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
    • Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
  • Kröten
    • Trockene, warzige Haut
    • Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
    • Können in trockeneren Gebieten überleben
    • Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
  • Unken
    • Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
    • Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
    • Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)

Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.

Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?

Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.

Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.

Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:

  • Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
  • Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
  • In der Regel keine Hautatmung haben.

Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.

Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).

Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?

Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.

Häufige Futterquellen für Amphibien:

  • Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
  • Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
  • Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)

Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?

Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:

  • Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
  • Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird

Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.

Halten Amphibien eine Winterruhe?

Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.

  • Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
  • Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
  • Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.

Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?

Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:

  • Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
  • Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
  • Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander

Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.

Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?

Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.

Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?

  • Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
  • Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
  • Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
  • Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
  • Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.

Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?

Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.

  • Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
  • Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
  • Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.

Alternative Proteinquellen für große Amphibien:

Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill

Fazit:

Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.

Wie werden Amphiben versendet?

Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.

Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.

Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?

Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.

Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:

  • Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
  • Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
  • Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.

Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.

Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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