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Europäischer Laubfrosch, Hyla arborea

Perfekter Kletterer

Seine Haftzehen ermöglichen sicheres Klettern auf glatten Oberflächen

Tagestarnung

Grüne, anpassbare Hautfarbe, perfekte Tarnung in Blättern und Sträuchern

Einfache Haltung

Benötigt ein bepflanztes Hochterrarium mit Kletterästen und Wasserschale

Interessantes Verhalten

Aktiv bei Dämmerung, springt agil zwischen Ästen und Blättern umher

Europäischer Laubfrosch, Hyla arborea


Auf einen Blick: Europäischer Laubfrosch, Hyla arborea
Deutscher Name:Europäischer Laubfrosch
Wissenschaftlich:Hyla arborea
Synonyme:Laubfrosch, Gemeiner Laubfrosch
Herkunft:Mittel-, Nord- und Südosteuropa
Lebensweise:Baumbewohnend, kletterfreudig und überwiegend dämmerungs- bis nachtaktiv
Haltungsform:Hochterrarium, bei genügend Raum auch kleine artgleiche Gruppe
Mindestgröße des Terrariums:Für 2 bis 3 adulte Tiere ab etwa 60 × 45 × 80 cm, größer ist besser
Temperatur und Luftfeuchtigkeit:Tagsüber etwa 20–25 °C, nachts 16–20 °C; saisonale Winterruhe erforderlich
Beleuchtung:Helle Tagesbeleuchtung mit schwachem UVB und schattigen Rückzugsplätzen
Bodengrund:Lockerer, schadstofffreier Feuchtboden mit Drainage und Laubauflage
Futter:Abwechslungsreiche, passend große Insekten und andere Gliedertiere
Maximale Größe:Männchen etwa 3,2–4,3 cm, Weibchen meist etwa 4–5 cm
Im Detail: Europäischer Laubfrosch, Hyla arborea

Lebensraum und Verhalten von Europäischer Laubfrosch (Hyla arborea)

Der Europäische Laubfrosch bewohnt nach heutiger taxonomischer Abgrenzung vor allem Teile Mittel-, Nord- und Südosteuropas. Viele weiter östlich, südwestlich oder im Mittelmeerraum lebende Populationen, die früher Hyla arborea zugerechnet wurden, gelten inzwischen als eigenständige Arten. Deshalb ist bei Terrarientieren eine nachvollziehbare Herkunft besonders wertvoll. In der Natur nutzt der kleine Kletterfrosch keine geschlossenen Baumkronen, sondern bevorzugt sonnige, windgeschützte und strukturreiche Landschaften. Typisch sind Hecken, Brombeergebüsche, Hochstaudenfluren, lichte Waldränder, Röhrichte und feuchte Brachen mit breiten Blättern als Sitzwarten. Dort findet er Wärme, erhöhte Ruheplätze und ein vielfältiges Angebot an Insekten. Zur Fortpflanzung wandern die Tiere an gut besonnte, pflanzenreiche und möglichst fischfreie Stillgewässer mit Flachwasserbereichen. Den Sommer verbringen sie überwiegend an Land und häufig deutlich über dem Boden. Im Herbst suchen sie geschützte, frostfreie Quartiere unter Wurzeln, Holz, Steinen oder in lockeren Bodenschichten auf. Diese ausgeprägte jahreszeitliche Lebensweise muss auch bei der Haltung berücksichtigt werden: Ein dauerhaft gleichmäßig warmes Tropenterrarium entspricht den Bedürfnissen dieser europäischen Art nicht.

Die richtige Haltung

Das Terrarium sollte deutlich höher als breit eingerichtet sein und viele waagerechte sowie schräg verlaufende Kletterwege bieten. Für zwei bis drei adulte Tiere ist ein Maß von etwa 60 × 45 × 80 cm als praxisgerechte Untergrenze anzusehen; bei mehreren Männchen ist mehr Grundfläche und Struktur sinnvoll, damit sich die Tiere ausweichen können. Glatte, gut zu reinigende Scheiben, sichere Lüftungsflächen und absolut dichte Kabel- und Türdurchführungen verhindern ein Entweichen. Äste unterschiedlicher Stärke, Korkelemente und breite Blätter schaffen erhöhte Sitzplätze. Ein flaches, leicht zugängliches Wassergefäß gehört dauerhaft zur Einrichtung. Das Wasser wird täglich erneuert und darf weder Chlorreste noch Reinigungsmittel enthalten. Staunässe, ständig nasse Oberflächen und schlechte Luftzirkulation sind zu vermeiden. Eine Vergesellschaftung mit anderen Amphibienarten ist wegen unterschiedlicher Ansprüche, möglicher Krankheitsübertragung und Verwechslungs- oder Hybridisierungsrisiken nicht empfehlenswert. Männchen können während der Fortpflanzungszeit sehr laut rufen.

Die richtige Bepflanzung

Eine dichte, aber nicht undurchdringliche Bepflanzung vermittelt Sicherheit und bildet die bevorzugten erhöhten Sitzwarten nach. Geeignet sind robuste, breitblättrige Terrarienpflanzen sowie rankende Gewächse, sofern sie unbehandelt und für Amphibienterrarien geeignet sind. Zwischen den Pflanzen müssen freie Sprungwege, gut belüftete Bereiche und mehrere unterschiedlich helle Ruheplätze erhalten bleiben. Neu gekaufte Pflanzen sollten vollständig von gedüngter Verkaufserde befreit, gründlich gespült und möglichst vor dem Einsetzen separat beobachtet werden. Pflanzenschutzmittel, Blattglanzsprays und mineralischer Dünger dürfen nicht in das Terrarium gelangen. Eine Drainageschicht unter einem lockeren Gemisch aus ungedüngter Erde, Laubhumus und geeigneten strukturgebenden Bestandteilen hilft, überschüssiges Wasser abzuleiten. Eine Auflage aus sauberem Laub schützt den Boden und schafft Mikrobereiche, ohne den Laubfrosch am Klettern zu hindern.

Beleuchtung, UV, Heizung und Luftfeuchte

Während der aktiven Jahreszeit sind tagsüber ungefähr 20–25 °C mit einem etwas wärmeren, gut kontrollierten Sitzplatz passend. Nachts darf die Temperatur auf etwa 16–20 °C sinken. Starke Hitze wird schlecht vertragen; insbesondere geschlossene Glasterrarien dürfen niemals direkter Sonne ausgesetzt sein. Die relative Luftfeuchtigkeit kann meist zwischen etwa 60 und 80 Prozent schwanken. Abendliches Sprühen mit geeignetem Wasser ist sinnvoll, doch Blätter und Einrichtung sollten zwischendurch oberflächlich abtrocknen können. Gute Belüftung ist ebenso wichtig wie Feuchtigkeit. Eine jahreszeitlich verkürzte Beleuchtungsdauer und eine fachgerecht vorbereitete Winterruhe gehören zum natürlichen Rhythmus. Häufig werden dafür etwa 5–8 °C über mehrere Wochen bis wenige Monate genutzt. Dauer und Temperatur müssen an Herkunft, Kondition und bisherige Haltung angepasst werden. Überwintert werden ausschließlich gesunde, ausreichend vorbereitete Tiere; unerfahrene Halter sollten den Ablauf vorab mit einem sachkundigen Züchter oder amphibienkundigen Tierarzt planen.

Fütterung

Europäische Laubfrösche fressen lebende Insekten und andere kleine Gliedertiere, die sie häufig von erhöhten Sitzplätzen aus erbeuten. Geeignet sind beispielsweise kleine Grillen, Heimchen, Fliegen, Motten, Schaben und passend große Heuschrecken. Eine abwechslungsreiche Auswahl ist einer einseitigen Fütterung vorzuziehen. Die Futtertiere sollten selbst hochwertig ernährt und in einer Größe angeboten werden, die problemlos bewältigt werden kann. Calcium wird regelmäßig dünn aufgestäubt; ein geeignetes Vitamin- und Mineralstoffpräparat kommt nach Herstellerangabe und abgestimmt auf Alter, Futtervielfalt und UVB-Versorgung zum Einsatz. Eine wahllose Überdosierung, insbesondere fettlöslicher Vitamine, ist zu vermeiden. Jungtiere benötigen kleinere Beute und kürzere Fütterungsabstände als ausgewachsene Frösche. Adulte Tiere sollten nicht dauerhaft überreichlich gefüttert werden, da wenig aktive Exemplare zur Gewichtszunahme neigen können. Nicht gefressene Futtertiere werden zeitnah entfernt.

Geschlechtsunterschiede

Ausgewachsene Männchen besitzen eine große kehlständige Schallblase. Ihre Kehle wirkt gelblich bis bräunlich, dunkler und meist deutlich faltiger als bei Weibchen. Während der Fortpflanzungszeit fallen die Männchen zusätzlich durch ihre kräftigen, weit tragenden Rufe auf. Weibchen haben gewöhnlich eine helle, weißliche und glatter erscheinende Kehle und erreichen im Mittel etwas größere Körpermaße. Bei Jungtieren und noch nicht vollständig entwickelten Exemplaren ist eine sichere Geschlechtsbestimmung anhand der Größe oder Kehlfärbung allein nicht zuverlässig.

Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung

Für eine naturnahe Fortpflanzung sind ein ausgeprägter Jahresrhythmus, eine fachgerecht durchgeführte Winterruhe und eine anschließende schrittweise Erwärmung entscheidend. Mit steigenden Temperaturen und zunehmender Beregnung beginnen die Männchen zu rufen. Zur Eiablage benötigen die Frösche einen ausreichend großen, gut besonnten beziehungsweise hell beleuchteten Wasserbereich mit flachen Zonen und Wasserpflanzen. Das Weibchen verteilt mehrere kleine Laichballen an Pflanzenteilen. Je nach Tier und Herkunft können insgesamt mehrere Hundert Eier entstehen. Die Kaulquappen benötigen ein separates, biologisch stabiles Aufzuchtbecken ohne Fische, mit sorgfältig kontrollierter Wasserqualität und passender Ernährung. Nach der Metamorphose sind sehr kleine Futtertiere, ausbruchssichere Aufzuchtbehälter und eine zuverlässig hohe Futterdichte erforderlich. Wegen des strengen Schutzstatus müssen auch eigene Nachzuchten lückenlos dokumentiert und fristgerecht bei der zuständigen Behörde gemeldet werden.

Endgröße und Lebenserwartung

Europäische Laubfrösche bleiben zierlich. Adulte Männchen erreichen meist ungefähr 3,2–4,3 cm Kopf-Rumpf-Länge, Weibchen häufig etwa 4–5 cm. Einzelne Populationen können innerhalb dieses Rahmens abweichen. Die schlanke Gestalt, langen Hinterbeine und verbreiterten Haftscheiben an den Zehen machen die Art zu einem geschickten Kletterer und Springer.

Nice-to-Know

Die Oberseite ist nicht immer leuchtend grün. Je nach Temperatur, Feuchtigkeit, Untergrund und Aktivität kann ein Tier olivgrün, graugrün, bräunlich oder gelblich erscheinen. Charakteristisch ist der dunkle Seitenstreifen, der vom Kopf über die Flanke bis in die Leistengegend verläuft. Obwohl die Tiere tagsüber oft ruhig auf Blättern sitzen, benötigen sie reichlich nutzbaren Raum für nächtliche Kletter- und Sprungbewegungen. Der Europäische Laubfrosch ist in Deutschland streng geschützt. Naturentnahmen sind verboten; gehalten werden dürfen ausschließlich Tiere mit legaler, vollständig belegbarer Herkunft. Erwerb, Abgabe, Nachzucht, Tod oder Entweichen sind der zuständigen Artenschutzbehörde entsprechend den geltenden Vorgaben zu melden.

Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen

Der Europäische Laubfrosch gilt nicht als gefährliches Gifttier. Seine empfindliche Haut bildet jedoch schützende Sekrete mit biologisch wirksamen Bestandteilen. Diese können bei Kontakt mit Augen, Mund, Schleimhäuten oder kleinen Hautverletzungen reizen. Nach unvermeidbarem Kontakt sollten die Hände gründlich gewaschen werden. Noch wichtiger ist der Schutz des Frosches: Rückstände von Seife, Creme, Desinfektionsmitteln, Nikotin oder Reinigern können über seine durchlässige Haut aufgenommen werden. Die Tiere sollten daher möglichst nicht angefasst werden. Ist ein Umsetzen unvermeidbar, eignen sich angefeuchtete, puderfreie Einmalhandschuhe oder ein sauberer Fangbehälter.

Telefon: Terraristik: Telefonberatung (8.30-15.00 Uhr) und Anforderung aktueller Tier-Fotos per WhatsApp: 016099593364
Temperaturbereiche: Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede

Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:

  • Frösche
    • Meist eine glatte, feuchte Haut
    • Lange Hinterbeine für weite Sprünge
    • Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
    • Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
  • Kröten
    • Trockene, warzige Haut
    • Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
    • Können in trockeneren Gebieten überleben
    • Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
  • Unken
    • Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
    • Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
    • Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)

Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.

Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?

Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.

Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.

Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:

  • Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
  • Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
  • In der Regel keine Hautatmung haben.

Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.

Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).

Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?

Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.

Häufige Futterquellen für Amphibien:

  • Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
  • Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
  • Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)

Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?

Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:

  • Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
  • Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird

Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.

Halten Amphibien eine Winterruhe?

Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.

  • Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
  • Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
  • Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.

Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?

Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:

  • Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
  • Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
  • Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander

Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.

Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?

Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.

Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?

  • Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
  • Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
  • Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
  • Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
  • Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.

Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?

Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.

  • Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
  • Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
  • Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.

Alternative Proteinquellen für große Amphibien:

Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill

Fazit:

Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.

Wie werden Amphiben versendet?

Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.

Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.

Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?

Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.

Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:

  • Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
  • Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
  • Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.

Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.

Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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