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Gelbkopf-Falterfisch, Chaetodon xanthocephalus
| Deutscher Name: | Gelbkopf-Falterfisch |
| Wissenschaftlich: | Chaetodon xanthocephalus |
| Synonyme: | Gelbkopf-Falterfisch, Yellowhead Butterflyfish, Goldheaded Butterflyfish, Goldring Butterflyfish |
| Herkunft: | Westlicher Indischer Ozean, von Ostafrika bis Sri Lanka und zu den Malediven |
| Riffaquarium-tauglich: | Ungeeignet für Korallenbecken; frisst Korallenpolypen, Röhrenwürmer und kann an Muscheln knabbern. Für Zierkrebse nur bedingt geeignet. |
| Verträglichkeit: | Einzeln oder als eingewöhntes Paar; gegenüber anderen Falterfischen oft revierbetont, mit friedlichen Beifischen meist verträglich |
| Wasserwerte: | Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte 1,023–1,025), pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dH, 24–27 °C |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | Mindestens etwa 600 Liter, besser 1.000 Liter und mehr |
| Futter: | Allesfresser mit Hang zu Korallenpolypen; Mysis, Krill, Artemia, Muschelfleisch, Algenfutter und Spirulina |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel bis anspruchsvoll; heikel ist vor allem die anfängliche Futterumstellung |
| Geschlechts-Unterschiede: | Äußerlich keine verlässlichen Unterschiede bekannt |
| Zucht möglich: | Keine Aquarienzucht bekannt; Freiwasserlaicher |
| Maximale Größe: | Bis etwa 20 Zentimeter; angebotene Größe 6–8 cm |
| Liefergröße: | ca. 6,0-8,0 cm |
Herkunft von Gelbkopf-Falterfisch (Chaetodon xanthocephalus)
Der Gelbkopf-Falterfisch lebt im westlichen Indischen Ozean. Sein Verbreitungsgebiet reicht von der Ostküste Afrikas, etwa Kenia und Tansania, über die Malediven bis nach Sri Lanka und in Teile Südostasiens; auch Angaben aus Myanmar und von der Westküste Thailands liegen vor. Dort besiedelt er Korallenriffe und Lagunen in etwa 1 bis 30 Metern Tiefe. Erwachsene Tiere trifft man oft an einzeln stehenden, korallenreichen Riffblöcken mit spürbarer Strömung, bevorzugt etwas tiefer. Die Jungfische halten sich dagegen einzeln in flachen, geschützten und oft bewegten Riffbereichen auf und verstecken sich viel. Meist sieht man die Art einzeln, als Paar oder in lockeren kleinen Gruppen. In der Natur ernährt sie sich allesfressend von Algen, kleinen Wirbellosen und Korallenpolypen. Die Art gilt als nicht gefährdet, ist aber nirgends besonders häufig. Auffällig ist ihre Zeichnung: ein weißlich-grauer Körper mit mehreren dunklen, V-förmigen Linien, dazu ein leuchtend gelber Kopfbereich und überwiegend gelbe Rücken- und Afterflossen. Wichtig für Ihre Planung: Die Tiere werden in der Regel aus Wildfängen gewonnen. Ein Hinweis auf Nachzucht liegt für diesen Artikel nicht vor, und eine solche wird deshalb nicht angenommen.
Eignung für das Riffaquarium
Für ein klassisches Riffaquarium mit Korallen ist der Gelbkopf-Falterfisch ungeeignet. Als korallivorer Falterfisch knabbert er an Weichkorallen, Steinkorallen, Scheibenanemonen und Glasrosen. Manche Pfleger berichten, dass er Steinkorallen eher von unten anpickt und nicht an den Wachstumsspitzen frisst, und dass er einzelne Weichkorallen in Ruhe lässt. Das ist jedoch individuell verschieden und kein verlässliches Verhalten, sodass Korallen immer gefährdet sind. Röhrenwürmer stehen ebenfalls auf seinem Speiseplan, und an Riesenmuscheln kann er knabbern. Für Garnelen und andere Zierkrebse ist er bedingt geeignet: Große, wehrhafte Krebse sind meist weniger gefährdet, kleine Garnelen können aber als Futter angesehen werden. Sicherer ist die Haltung in einem Fischbecken mit Lebendgestein, Algenaufwuchs und robusten, nicht fressbaren Wirbellosen. Eine Gefahr durch Gift ist für die Art nicht bekannt.
Vergesellschaftung und Verhalten
Der Gelbkopf-Falterfisch wird meist einzeln oder als bereits harmonierendes Paar gehalten. Gegenüber anderen Falterfischen, vor allem bei ähnlicher Zeichnung oder Färbung, kann er sich revierbetont und aggressiv zeigen, besonders in kleineren Becken. Friedliche, ruhige Mitbewohner wie Zwergkaiserfische, Riffbarsche in Maßen oder Doktorfische in großem Becken werden meist toleriert. Sehr robuste und hektische Fische, die ihm das Futter wegschnappen, setzen ihn unter Stress. Für ein Paar oder eine Gruppe braucht es sehr viel Platz, Sichtschutz und eine behutsame Zusammenstellung. Neue Falterfische sollten Sie nie nachträglich zu einem eingewöhnten Tier setzen. Eine Garantie für Verträglichkeit gibt es nicht, da sich jedes Tier anders verhält.
Wasserwerte und Temperatur
Der Gelbkopf-Falterfisch braucht stabile, saubere Meerwasserbedingungen. Empfohlen werden ein Salzgehalt von etwa 33–35 ‰ (Dichte 1,023–1,025 bei 25 °C), ein pH-Wert von 8,1–8,4 und eine Karbonathärte von 7–10 °dH. Die Temperatur sollte bei 24–27 °C liegen; in der Literatur finden sich Angaben von 22–28 °C. Nitrat und Phosphat sollten niedrig bleiben, Ammonium und Nitrit müssen dauerhaft unter der Nachweisgrenze liegen. Gute Strömung und eine kräftige Eiweißabschäumung kommen dem Riffbewohner entgegen. Vermeiden Sie größere Schwankungen, vor allem bei Salzgehalt und Temperatur.
Aquarium und Einrichtung
Der Gelbkopf-Falterfisch ist ein aktiver Schwimmer und wird bis zu rund 20 Zentimeter groß. Die Literatur nennt je nach Quelle Beckengrößen zwischen etwa 450 und 1.300 Litern. Wir empfehlen für die Haltung eines einzelnen Tieres mindestens etwa 600 Liter, besser 1.000 Liter oder mehr. Die Grundfläche ist wichtiger als die Höhe, damit er frei schwimmen kann. Aufbauten aus Lebendgestein mit Höhlen und Überhängen liefern Verstecke und Algenaufwuchs zum Abweiden. Das Becken muss sicher abgedeckt sein. Für die angebotene Größe von 6–8 cm bietet sich zunächst ein ruhiges, gut eingefahrenes Becken an, das bereits für die Endgröße ausgelegt ist.
Futter und Futterumstellung
Der Gelbkopf-Falterfisch ist ein Allesfresser mit Neigung zu Korallenpolypen. Zu Beginn kann die Futterumstellung schwierig sein, deshalb sollten Sie auf frisch eingewöhnte Tiere achten und mehrmals täglich kleine Portionen anbieten. Bewährt haben sich Mysis, Krill, Artemia, Muschelfleisch, Zooplankton, Spirulina- und Algenfutter sowie Nori. Hat er erst einmal Frostfutter angenommen, gilt er als gut haltbar. Wenn er Trockenfutter wie Flocken und Pellets akzeptiert, lässt sich der Speiseplan zusätzlich abrunden. Ein eingefahrenes Becken mit Algenaufwuchs auf dem Gestein hilft sehr. Zeigt er sich zögerlich, locken Sie ihn mit Muschelfleisch oder kleinen lebenden Futtertieren. Falls er keine Nahrung aufnimmt, ziehen Sie fachkundigen Rat hinzu.
Eingewöhnung
Gleichen Sie Temperatur und Salzgehalt langsam mit der Tropfmethode an. Dafür tropfen Sie mehrere Stunden nach und nach Beckenwasser in den Transportbeutel oder einen Eimer, bis die Werte übereinstimmen. Setzen Sie den Fisch behutsam ohne das Transportwasser ein und dimmen Sie das Licht. Eine Quarantäne in einem separaten, ruhigen Becken ist empfehlenswert, um Krankheiten wie Weißpünktchen oder Hautparasiten früh zu erkennen und die Futteraufnahme zu beobachten. Bieten Sie anfangs mehrmals täglich Futter an und halten Sie Mitbewohner zunächst fern. Rechnen Sie damit, dass Wildfänge mehrere Tage bis Wochen für die Eingewöhnung benötigen.
Geschlechtsunterschiede
Äußerlich sind Männchen und Weibchen kaum zu unterscheiden. Verlässliche Merkmale sind nicht bekannt. Einzig zur Laichzeit wirken Weibchen mit Eiern etwas voller im Bauch.
Zucht
Die Art ist ein Freiwasserlaicher. Die Tiere werden oft paarweise beobachtet, vermutlich in dauerhafter Bindung. Zum Laichen entlassen sie Eier und Samen ins freie Wasser; die Eier sind kugelförmig und treiben. Aus dem Aquarium sind keine Nachzuchten bekannt, und über die Fortpflanzung ist insgesamt wenig dokumentiert. Der Handel stützt sich daher auf Wildfänge.
Endgröße und Lebenserwartung
Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor. Die Endgröße liegt bei bis zu etwa 20 Zentimetern; in der Literatur finden sich teils auch kleinere Maximalwerte. Die angebotene Größe von 6–8 cm entspricht daher einem noch jungen Tier, das im Aquarium noch deutlich wachsen kann.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.