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Gelbmasken-Doktorfisch, Acanthurus xanthopterus
| Deutscher Name: | Gelbmasken-Doktorfisch |
| Wissenschaftlich: | Acanthurus xanthopterus |
| Synonyme: | Gelbflossen-Doktorfisch, Gelbmasken-Doktor, Goldrand-Doktorfisch, Yellowfin Surgeonfish, Yellowmask Surgeonfish, Cuvier's Surgeonfish, Ringtail Surgeonfish |
| Herkunft: | Indopazifik von Ostafrika bis Hawaii und Französisch-Polynesien; auch östlicher Pazifik |
| Riffaquarium-tauglich: | Korallen und Wirbellose: bedingt geeignet; wegen der Endgröße nur im sehr großen Riffbecken sinnvoll |
| Verträglichkeit: | Aktiver, mit zunehmender Größe zänkischer Schwimmer; Einzelhaltung ist am sichersten, Doktorfisch-Gruppen nur in Riesenbecken |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025 (ca. 32–35 ‰), pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH, stabile Werte |
| Temperatur: | 24–27 °C (Fachangaben 22–28 °C) |
| Beckengröße: | ab ca. 4000 Liter mit sehr viel freier Schwimmstrecke |
| Futter: | Überwiegend pflanzlich: Algen, Nori, Grünfutter; dazu Mysis, Artemia und Granulat nach Eingewöhnung |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel; anspruchsvoll wegen Größe, Platzbedarf und Anfälligkeit für Weißpünktchen |
| Geschlechts-Unterschiede: | Keine verlässlichen äußeren Geschlechtsunterschiede bekannt |
| Zucht möglich: | Nicht als Nachzucht im Handel; Vermehrung im Aquarium nicht etabliert |
| Maximale Größe: | Im Handel meist bis ca. 50 cm angegeben, in der Natur bis ca. 70 cm; Freiland-Höchstalter ca. 29–34 Jahre |
| Liefergröße: | ca. 8,0-10,0 cm |
Herkunft von Gelbmasken-Doktorfisch (Acanthurus xanthopterus)
Der Gelbmasken-Doktorfisch Acanthurus xanthopterus ist im tropischen Indopazifik weit verbreitet. Sein Verbreitungsgebiet reicht von der ostafrikanischen Küste und dem Roten Meer über den Indischen Ozean bis nach Hawaii und Französisch-Polynesien, im Norden bis Südjapan und im Süden bis zum Great Barrier Reef und Neukaledonien. Zusätzlich kommt die Art im östlichen Pazifik vom Golf von Kalifornien bis Panama sowie an den Galápagosinseln vor. Man findet sie in Lagunen, an Außenriffhängen und über sandigen Flächen neben Korallen- und Felsbereichen, meist in Tiefen zwischen 1 und 100 Metern. Jungfische halten sich eher im Flachwasser auf, erwachsene Tiere bevorzugen geschützte Tiefen von Buchten und Lagunen. Je nach Region leben sie einzeln, in kleinen Gruppen oder in größeren Schwärmen und weiden Algenaufwuchs, Kieselalgen und Detritus ab. Erkennbar ist der Fisch an seinem purpurgrauen bis bräunlichen Körper, der gelben Zeichnung vor und um das Auge sowie den gelblichen Brustflossen. Die Art gilt nach der Roten Liste als nicht gefährdet. Das hier angebotene Tier misst etwa 8 bis 10 cm; ein Hinweis auf Nachzucht liegt nicht vor, daher ist von Wildfang auszugehen.
Eignung für das Riffaquarium
Bedingt geeignet, und das vor allem wegen der Größe. Der Gelbmasken-Doktorfisch ist ein Algen- und Detritusweider und nicht als gezielter Korallenfresser bekannt. Dennoch ist ein Fisch dieser Dimension in einem klassischen Riffaquarium kaum zu verantworten: Mit kräftigen Schwanzschlägen kann er Ableger und lose Korallenstücke umwerfen, und Aufbauten müssen sehr stabil sein. Weiche Korallen und Steinkorallen sind daher bedingt geeignet, wenn das Becken riesig und fest aufgebaut ist. Kleinere Garnelen, Schnecken und andere Wirbellose sind bedingt geeignet; in der Natur nimmt die Art neben Algen auch Hydrozoen und tierische Reste auf, ein gewisses Restrisiko für sehr kleine, frei laufende Tiere lässt sich daher nicht ausschließen. Wie alle Doktorfische trägt er beidseits des Schwanzstiels scharfe Klingen. Beim Keschern und bei Arbeiten im Becken Vorsicht walten lassen, denn Schnittverletzungen sind möglich und können sich entzünden.
Vergesellschaftung und Verhalten
Der Gelbmasken-Doktorfisch ist ein sehr aktiver Dauerschwimmer. Mit zunehmender Größe wird er gegenüber Artgenossen und ähnlich geformten Doktorfischen zänkisch, vor allem in beengten Becken. Am sichersten ist die Einzelhaltung. Mehrere Doktorfische lassen sich nur in wirklich sehr großen Anlagen mit langen Schwimmstrecken und vielen Sichtbarrieren halten; einen Erfolg garantiert das nicht. Vergesellschaftung mit friedlichen, nicht zu kleinen Fischen ist möglich, sehr scheue oder langsame Arten können jedoch gestresst werden. Wer Doktorfische vergesellschaften will, setzt den Gelbmasken-Doktorfisch zuletzt oder zugleich mit anderen Doktorfischen ein, sonst verteidigt er sein Revier verstärkt. Beobachte Rangeleien, Flossenschäden und Futterneid aufmerksam und halte einen Plan für das Umsetzen bereit.
Wasserwerte und Temperatur
Der Fisch braucht stabile, saubere Riffwasserwerte: Salzgehalt 32–35 ‰ (Dichte 1,023–1,025), pH 8,1–8,4, Karbonathärte 7–10 °dKH und eine Temperatur von 24–27 °C; in der Fachliteratur werden auch 22–28 °C genannt. Nitrit und Ammonium dürfen nicht nachweisbar sein, Nitrat sollte niedrig bleiben. Starke Strömung und hohe Sauerstoffsättigung kommen dem Weidegänger entgegen. Schwankungen bei Salzgehalt und Temperatur belasten Doktorfische besonders, deshalb Wasserwechsel und Nachdosierung gleichmäßig durchführen und die Werte regelmäßig messen.
Aquarium und Einrichtung
Ein Jungfisch von 8–10 cm wächst zügig. Die meisten Fachquellen nennen für die Art mindestens 4000 Liter Beckenvolumen, einzelne Händler geben auch etwa 2000 Liter an; bei der Endgröße sind 4000 Liter eher das Minimum. Wichtig ist neben dem Volumen die Länge: Der Fisch braucht eine lange, freie Schwimmstrecke, daher ist ein sehr langes Becken wichtiger als ein hohes. Die Riffaufbauten sollten sich an den Seiten und im Hintergrund konzentrieren, sodass in der Mitte Platz bleibt. Eine kräftige Strömung und starke Abschäumer- und Filterleistung sind Pflicht. Das Becken muss sicher abgedeckt sein, weil Doktorfische bei Erschrecken aus dem Wasser springen können.
Futter und Futterumstellung
Im Meer ernährt sich die Art überwiegend von Algenaufwuchs, Kieselalgen und Detritus. Im Aquarium sollte mehrmals täglich pflanzliche Kost bereitstehen: Nori-Algen am Futterclip, Spirulina-Flocken, Granulat mit hohem Pflanzenanteil und Frost- oder Trockenfutter für Pflanzenfresser. Ergänzend nimmt er nach der Eingewöhnung gern Mysis, Artemia und Krill in nicht zu kleinen Stücken an. Neu eingesetzte Tiere gewöhnt man am besten über Nori und Algenaufwuchs auf Steinen an Frost- und Trockenfutter; einzelne Tiere sind anfangs wählerisch. Lege Wert auf regelmäßige kleine Portionen statt seltener großer Gaben.
Eingewöhnung
Der Gelbmasken-Doktorfisch gilt als nicht ganz einfach in der Eingewöhnung und neigt bei Stress zur Weißpünktchenkrankheit. Die Tropfmethode ist daher sinnvoll: Tier samt Transportwasser in einen Eimer geben und über ein bis zwei Stunden langsam Beckenwasser zutropfen, damit sich Temperatur und Salzgehalt allmählich angleichen. Die Klingen am Schwanzstiel können sich im Netz verfangen, daher ist ein Umsetzen im Transportbeutel oder Behälter schonender. Eine Quarantäne mit ruhiger Beobachtung ist ratsam. Biete früh Algen zum Fressen an. Licht dimmen, Verstecke anbieten und gleich nach dem Einsetzen kontrollieren, ob das Tier frisst. Eine UV-Anlage und stabile Wasserwerte unterstützen die Gesundheit, garantieren sie aber nicht.
Geschlechtsunterschiede
Verlässliche äußere Geschlechtsunterschiede sind bei dieser Art nicht bekannt. Auffällig sind eher Altersunterschiede: Jungtiere haben Rücken- und Afterflosse noch ganz in Gelb, bei erwachsenen Fischen sind die Flossenränder dunkler und die Körperzeichnung verändert sich. Die Geschlechter lassen sich im Handel nicht sicher bestimmen.
Zucht
Der Gelbmasken-Doktorfisch ist im Handel nicht als Nachzucht erhältlich; die Tiere stammen aus dem Freiland. Eine Vermehrung im Heimaquarium ist nicht etabliert und aufgrund der Größe und des Platzbedarfs praktisch nicht zu erwarten.
Endgröße und Lebenserwartung
Die Endgröße wird in der Fachliteratur unterschiedlich angegeben: Händler und Aquarienquellen nennen meist etwa 45–50 cm, aus dem Freiland sind bis zu 70 cm belegt. Rechne daher mit einem sehr großen Fisch. Zur Lebenserwartung: Aus dem Freiland sind Höchstalter von etwa 29 bis 34 Jahren dokumentiert. Verlässliche Angaben zur durchschnittlichen Lebensdauer im Aquarium gibt es nicht; bei guter Haltung kann die Art aber viele Jahre alt werden, sodass die Anschaffung eine langfristige Verpflichtung bedeutet.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.