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Gemeiner Wimpelfisch, Heniochus acuminatus, ca. 6,0-8,0 cm
| Deutscher Name: | Gemeiner Wimpelfisch |
| Wissenschaftlich: | Heniochus acuminatus |
| Synonyme: | Rotmeer-Wimpelfisch, Wimpelfisch, Longfin Bannerfish, Pennant Coralfish, Reef Bannerfish, Featherfin Bullfish |
| Herkunft: | Indopazifik und Rotes Meer, Lagunen und Außenriffe bis etwa 75 m Tiefe |
| Riffaquarium-tauglich: | Bedingt geeignet: Korallen, Röhrenwürmer, Muscheln und Krustenanemonen können angezupft werden |
| Verträglichkeit: | Friedlich; als Einzeltier, Paar oder in sehr großen Becken als Gruppe; nicht zu aggressiven Arten setzen |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025, pH 8,1–8,4, KH 7–12 °dKH, 24–27 °C |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | Mindestens etwa 700–1.000 l, für ausgewachsene Tiere bis 1.500 l empfohlen |
| Futter: | Mysis, Artemia, Krill, Plankton-Frostfutter, Flocken, Nori und Algen; mehrmals täglich |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel; bei guter Futterannahme und stabilem Wasser robust, aber anfällig für Pünktchenkrankheit nach dem Umzug |
| Geschlechts-Unterschiede: | Keine verlässlichen äußeren Geschlechtsunterschiede bekannt |
| Zucht möglich: | Im Aquarium nicht üblich und sehr schwierig; Handelstiere sind in der Regel Wildfänge |
| Maximale Größe: | Bis etwa 25 cm; Lebenserwartung nach Haltungsangaben rund 5 Jahre oder länger |
| Liefergröße: | ca. 6,0-8,0 cm |
Herkunft von Gemeiner Wimpelfisch (Heniochus acuminatus)
Der Gemeine Wimpelfisch, wissenschaftlich Heniochus acuminatus, gehört zu den Falterfischen (Chaetodontidae) und wurde bereits 1758 von Linnaeus als Chaetodon acuminatus beschrieben. Sein Verbreitungsgebiet reicht über weite Teile des Indopazifiks, vom Roten Meer und der ostafrikanischen Küste über Indonesien und Australien bis nach Polynesien, Hawaii und in den Süden Japans. Er lebt in Lagunen, an geschützten Riffen und an Außenriffhängen, meist in Tiefen zwischen wenigen Metern und rund 75 Metern, je nach Region auch tiefer. Dort trifft man ihn je nach Gebiet paarweise oder in lockeren Gruppen an. Seine Nahrung besteht überwiegend aus Zooplankton, er knabbert in der Natur aber auch an Korallenpolypen und anderen festsitzenden Wirbellosen. Die Art gilt nach der Roten Liste als nicht gefährdet. Unverkennbar ist das schwarz-weiße Querstreifenmuster mit gelber hinterer Rückenflosse und gelber Schwanzflosse sowie der lange, weiße Rückenfaden, der dem Tier den Namen Wimpelfisch eingebracht hat. Freilebende Tiere erreichen bis zu 25 cm, im Durchschnitt werden häufig etwa 15 cm beobachtet. Verwechselt wird die Art gern mit dem sehr ähnlichen Schwarm-Wimpelfisch (Heniochus diphreutes), der eine kürzere Schnauze besitzt. Bei Ihrem Artikel handelt es sich um ein junges Tier von 6 bis 8 cm. Ein Hinweis auf Nachzucht liegt in der Lieferantenbezeichnung nicht vor; im Handel stammen die Tiere üblicherweise aus Wildfang.
Eignung für das Riffaquarium
Insgesamt nur bedingt riffsicher. Korallen: bedingt geeignet bis eher ungeeignet. Die Art frisst in der Natur auch Korallenpolypen, und im Aquarium muss mit dem Anzupfen von Steinkorallen, Weichkorallen und Zoanthus gerechnet werden; wie stark das ausfällt, ist von Tier zu Tier verschieden. Gut gefütterte Fische sind meist zurückhaltender, eine Garantie gibt es jedoch nicht. Andere Wirbellose: bedingt geeignet. Röhrenwürmer, Muscheln und Krustenanemonen können beschädigt werden. Garnelen: bedingt geeignet. Größere Garnelen werden häufig neben der Art gehalten, bei kleinen Garnelen und Einsiedlern lässt sich ein Fressen nicht ausschließen. Ein Vorteil: Viele Tiere fressen Glasrosen (Aiptasia), man sollte darauf aber nicht als verlässliche Bekämpfung setzen. Als Nutzen in einem reinen Fischbecken oder in einem Becken mit robusten, nicht empfindlichen Wirbellosen ist der Wimpelfisch sinnvoller als in einem sensiblen SPS-Riff. Gift- oder Springgefahr ist nicht bekannt; eine gut schließende Abdeckung ist für jedes Meerwasserbecken dennoch sinnvoll.
Vergesellschaftung und Verhalten
Der Gemeine Wimpelfisch ist ein sehr friedlicher Fisch, der nicht mit aggressiven oder sehr rauen Mitbewohnern wie großen Drückerfischen oder Zwergkaiserfischen mit Revieranspruch zusammen gehalten werden sollte, weil er sonst schnell unter Stress steht und beim Fressen zu kurz kommt. Frei lebende Tiere treten je nach Region als Paar oder in Gruppen auf. Im Aquarium sind Einzelhaltung, Paarhaltung und, in sehr großen Becken, auch eine Gruppe möglich. Die Quellenlage ist hier nicht einheitlich: Manche Pfleger berichten von problemloser Gruppenhaltung, andere empfehlen Einzelhaltung. Wer mehrere Tiere pfleglich halten möchte, setzt sie am besten gleichzeitig als kleine Jungtiere ein und sorgt für viel freien Schwimmraum und Rückzugsmöglichkeiten. Mit friedlichen Riffbarschen, Lippfischen, Doktorfischen und Anemonenfischen lässt sich die Art in ausreichend großen Becken gut zusammenstellen. Ein ausgeprägtes Revierverhalten gegenüber anderen Arten ist nicht typisch, gegenüber Artgenossen sind Rangeleien in zu kleinen Becken aber möglich.
Wasserwerte und Temperatur
Meerwasser mit einer Dichte von 1,023 bis 1,025 (etwa 32 bis 35 Promille Salzgehalt), pH-Wert 8,1 bis 8,4, Karbonathärte 7 bis 12 °dKH und einer Temperatur von 24 bis 27 °C. Für die Art werden in der Literatur auch etwas weitere Temperaturspannen von 22 bis 28 °C genannt; im Riffaquarium hat sich der Bereich um 25 bis 26 °C bewährt. Entscheidend sind stabile Werte, ein starker Eiweißabschäumer, gute Filterung und regelmäßige Teilwasserwechsel, da der Wimpelfisch als aktiver Fresser das Wasser belastet. Nitrat und Phosphat sollten möglichst niedrig gehalten werden. Kräftige Strömung mit ruhigen Zonen kommt der Art entgegen. Ein UV-Klärer wird von manchen Händlern empfohlen, weil neu eingesetzte Tiere nach dem Umzug gelegentlich an Pünktchenkrankheit erkranken; er ersetzt aber weder Quarantäne noch gute Pflege.
Aquarium und Einrichtung
Hier gehen die Angaben auseinander: Je nach Quelle werden 400 bis 1.500 Liter genannt. Für ein junges Tier von 6 bis 8 cm reicht zeitweise ein kleineres Becken, ein dauerhaftes Zuhause sollte aber mindestens 700 bis 1.000 Liter fassen. Für ausgewachsene Fische (bis etwa 25 cm), vor allem bei Paar- oder Gruppenhaltung, sind rund 1.500 Liter sinnvoll. Die Tiere sind ausdauernde Schwimmer und brauchen viel freien Raum vor einer niedrig bis mittelhoch aufgebauten Riffstruktur mit Höhlen und Rückzugsplätzen. Ein Sandboden und Lebendgestein kommen dem Verhalten entgegen. Das Becken muss eingefahren sein und ein stabiles Futterangebot (Mikrofauna) bieten. Die Abdeckung sollte gut schließen. Bitte planen Sie das Endmaß der Tiere von Anfang an ein.
Futter und Futterumstellung
In der Natur frisst der Wimpelfisch vor allem Zooplankton, daneben aber auch Korallenpolypen, Algen und festsitzende Wirbellose. Im Aquarium nehmen die meisten Tiere Ersatzfutter erstaunlich gut an: Mysis, Artemia, Krill, Plankton-Frostfutter in mundgerechter Größe sowie hochwertige Flocken und Granulat. Auch Nori-Algen oder pflanzliche Zugaben sollten regelmäßig angeboten werden. Berichte aus der Praxis legen nahe, dass ein dauerhaftes pflanzliches Angebot das Zupfen an Röhrenwürmern und Krustenanemonen verringern kann. Als Futterumstellung empfiehlt sich, zuerst Frostfutter in kleinen Portionen mehrmals täglich anzubieten und erst danach Trockenfutter einzumischen. Neu eingesetzte Tiere sollten mehrmals am Tag in kleinen Mengen gefüttert werden, bis sie sicher fressen. Prüfen Sie vor dem Kauf nach Möglichkeit, ob der Fisch im Becken des Händlers aktiv frisst. Frisst ein Tier über mehrere Tage nicht, ist das ein Warnzeichen und sollte nicht ignoriert werden.
Eingewöhnung
Setzen Sie den Fisch nach der Lieferung mit der Tropfmethode ein: Der Transportbeutel wird mit Beckenwasser über mindestens 45 bis 60 Minuten langsam verdünnt, sodass sich Temperatur und Salzgehalt schonend angleichen. Das Beutelwasser sollte nicht ins Becken gelangen. Plant man eine Quarantäne, ist diese für neu erworbene Falterfische besonders sinnvoll, weil Stress und der Wechsel der Wasserwerte die Pünktchenkrankheit begünstigen können. Dunkelt man das Becken in den ersten Stunden etwas ab, kommt das Tier schneller zur Ruhe. Bieten Sie ein ruhiges Umfeld mit Verstecken und kleine, häufige Futterportionen. Die ersten Tage sind entscheidend; Garantien für eine problemlose Eingewöhnung gibt es allerdings nicht. Beobachten Sie Atmung, Haut, Flossen und Futteraufnahme genau und handeln Sie bei Auffälligkeiten früh.
Geschlechtsunterschiede
Äußerlich lassen sich die Geschlechter nach den vorliegenden Angaben nicht sicher unterscheiden. Verlässliche Merkmale für Männchen und Weibchen sind für die Art nicht belegt.
Zucht
Eine Nachzucht im Heimaquarium gilt als sehr schwierig und ist nicht üblich. Die Tiere bilden in der Natur zwar Paare, die im Handel angebotenen Fische stammen aber normalerweise aus Wildfang. Ein Hinweis auf Nachzucht liegt für diesen Artikel nicht vor.
Endgröße und Lebenserwartung
Die Art erreicht bis etwa 25 cm Körperlänge, im Freiland werden häufig durchschnittlich um 15 cm beobachtet. Das angebotene Tier von 6 bis 8 cm ist also noch ein Jungfisch und wächst deutlich heran. Zur Lebenserwartung gibt es keine einheitliche Zahl: Haltungsangaben sprechen von rund fünf Jahren oder länger bei guter Pflege. Unterschiede zwischen den Geschlechtern oder belastbare Freilandzahlen sind nicht gesichert; bitte als vorsichtigen Richtwert verstehen.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.