Gestreifter Laubfrosch, Hyla crepitans
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Gestreifter Laubfrosch, Hyla crepitans
| Deutscher Name: | Gestreifter Laubfrosch |
| Wissenschaftlich: | Hyla crepitans |
| Synonyme: | Venezuela-Laubfrosch, Südamerikanischer Baumfrosch, Boana crepitans |
| Herkunft: | Mittel- und Südamerika – Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Brasilien – Regenwälder und Savannen |
| Lebensweise: | Halbbaumbewohnend, dämmerungs- und nachtaktiv |
| Haltungsform: | Hochformatiges Terrarium mit Wasserteil oder große Wasserschale |
| Mindestgröße des Terrariums: | 60x45x80 cm (LxBxH) für ein Paar, größer für Gruppen |
| Temperatur & Luftfeuchtigkeit: | 24-28°C am Tag, leichte Nachtabsenkung, 70-85 % Luftfeuchtigkeit |
| Beleuchtung: | Tageslichtlampen mit optionaler UV-B (2.0) zur Unterstützung des Kalziumstoffwechsels |
| Bodengrund: | Feuchter Kokoshumus mit Laub und Moosen |
| Futter: | Insekten, Würmer, gelegentlich kleine Frösche oder Echsen, Vitamin- und Kalziumzugabe nötig |
| Maximale Größe: | bis zu 9 cm |
Lebensraum und Verhalten des Gestreiften Laubfroschs (Hyla crepitans)
Der Gestreifte Laubfrosch ist in weiten Teilen Südamerikas verbreitet und bewohnt sowohl tropische Regenwälder als auch feuchte Savannenlandschaften. Besonders häufig findet man ihn in Wassernähe, etwa an Flussufern, in Überschwemmungsgebieten oder in dicht bewachsenen Baumkronen. Er ist dämmerungs- und nachtaktiv, verbringt den Tag versteckt und wird mit Einbruch der Dunkelheit aktiv. Sein markanter Ruf dient zur Reviermarkierung und Partneranlockung. Trotz seiner kletterfreudigen Natur ist er nicht ausschließlich baumbewohnend, sondern nutzt auch flache Wasserstellen zum Ablaichen.
Die richtige Haltung im Terrarium
Ein hochformatiges Terrarium mit ausreichend Klettermöglichkeiten und einer Wasserstelle ist essenziell für die Haltung dieses Frosches. Eine Größe von 60x45x80 cm ist für ein Paar ausreichend, für Gruppen sollte größer geplant werden. Korkröhren, Äste und Bambusröhren bieten ideale Klettergelegenheiten. Eine große Wasserschale reicht aus, alternativ kann ein kleiner Wasserbereich eingeplant werden.
Die richtige Bepflanzung
Dichte tropische Vegetation schafft eine naturnahe Umgebung. Besonders geeignet sind großblättrige Pflanzen wie Bromelien, Farne und Philodendren, die Versteckmöglichkeiten und Kletterhilfen bieten. Moose und Efeutute helfen, die Luftfeuchtigkeit stabil zu halten.
Beleuchtung, UV und Temperatursteuerung
Der Tag-Nacht-Rhythmus kann mit LED-Tageslichtlampen simuliert werden. Eine geringe UV-B-Zufuhr (2.0) kann das Wohlbefinden und den Kalziumstoffwechsel unterstützen, ist aber nicht zwingend notwendig. Die Tagestemperaturen liegen bei 24-28°C, nachts kann sie leicht auf 20°C absinken. Eine Wärmelampe kann punktuell Wärme bieten, sollte aber so positioniert sein, dass sich der Frosch nicht verbrennen kann, eine an der Seite oder Rückwand angebrachte Heizmatte schafft ebenfalls eine schöne Grundwärme. Die Luftfeuchtigkeit liegt optimal bei 70-85 % und wird durch tägliches Sprühen oder einen Nebler aufrechterhalten.
Fütterung: Was frisst der Gestreifte Laubfrosch?
Der Gestreifte Laubfrosch ist ein opportunistischer Jäger und frisst verschiedene Insekten wie Grillen, Heuschrecken und Würmer. Bei sich bietender Gelegenheit nimmt er in der Natur auch kleine Frösche oder Echsen an. Eine ausgewogene Ernährung mit regelmäßiger Vitamin- und Kalziumergänzung ist essenziell für seine Gesundheit.
Geschlechtsunterschiede bei Hyla crepitans
Männchen bleiben kleiner als Weibchen und haben eine dunklere Kehlfärbung. In der Paarungszeit sind sie durch ihre lautstarken Rufe gut erkennbar.
Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung
Die Weibchen legen ihre Eier in flachen Wasseransammlungen ab. Die Kaulquappen entwickeln sich dort innerhalb von 6-8 Wochen zu Jungfröschen. In Terrarien ist eine erfolgreiche Nachzucht möglich, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch genug gehalten wird.
Die Endgröße und Lebenserwartung von Hyla crepitans
Mit bis zu 9 cm bleibt der Gestreifte Laubfrosch relativ klein. In artgerechter Haltung kann er eine Lebenserwartung von 8-12 Jahren erreichen.
Nice-to-Know: Anpassung an wechselnde Lebensräume
Der Gestreifte Laubfrosch ist besonders anpassungsfähig und kann sowohl in tropischen Regenwäldern als auch in trockeneren Savannengebieten überleben. In der Trockenzeit vergräbt er sich oft im feuchten Bodengrund oder sucht Schutz in Baumhöhlen, um Feuchtigkeit zu speichern.
| Temperaturbereiche: | Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede
Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:
-
Frösche
- Meist eine glatte, feuchte Haut
- Lange Hinterbeine für weite Sprünge
- Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
- Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
-
Kröten
- Trockene, warzige Haut
- Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
- Können in trockeneren Gebieten überleben
- Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
-
Unken
- Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
- Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
- Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.
Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?
Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.
Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.
Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:
- Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
- Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
- In der Regel keine Hautatmung haben.
Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.
Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).
Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?
Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.
Häufige Futterquellen für Amphibien:
- Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
- Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
- Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)
Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?
Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:
- Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
- Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird
Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.
Halten Amphibien eine Winterruhe?
Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.
- Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
- Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
- Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.
Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?
Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:
- Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
- Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
- Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander
Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.
Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?
Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.
Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?
- Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
- Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
- Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
- Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
- Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.
Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?
Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.
- Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
- Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
- Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.
Alternative Proteinquellen für große Amphibien:
Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill
Fazit:
Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.
Wie werden Amphiben versendet?
Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.
Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.
Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?
Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.
Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:
- Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
- Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
- Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.
Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.
Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.