93,99 €*
28 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 2,80 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Glasperlen-Anemone, Heteractis aurora, Größe S–M
| Deutscher Name: | Glasperlen-Anemone |
| Wissenschaftlich: | Heteractis aurora |
| Synonyme: | Glasperlenanemone, Sandanemone, Perlanemone |
| Herkunft: | Tropischer Indopazifik und Rotes Meer, sandige und geröllige Riffböden |
| Lichtbedarf: | Sehr hell; auf Zooxanthellen angewiesen, Lichtstärke langsam steigern |
| Strömung: | Mittlere, nicht zu harte Strömung ohne direkten Dauerstrahl |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025 (ca. 33–35 ‰ Salzgehalt), pH 8,1–8,4, KH 7–9 °dH, stabile Werte ohne Schwankungen |
| Temperatur: | ca. 24–26 °C (Quellen nennen teils 22–27 °C) |
| Platzierung: | Auf hohem Sandbett, nicht auf dem Riffgestein; Fuß gräbt sich tief ein |
| Ernährung: | Zooxanthellen-Licht plus ca. 1–2 Mal pro Woche kleine Stücke von Fisch, Garnele oder Krill |
| Symbiose mit Anemonenfischen: | Natürlicher Wirt für einzelne Anemonenfische, z. B. Clarks Anemonenfisch; Annahme im Aquarium nicht garantiert |
| Schwierigkeitsgrad: | Anspruchsvoll, nur für erfahrene Riffaquarianer |
| Maximale Größe: | Mundscheibe bis ca. 25–30 cm, Gesamtangaben teils bis 50 cm |
| Lieferform: | Größe S–M |
Herkunft von Glasperlen-Anemone (Heteractis aurora)
Die Glasperlen-Anemone, wissenschaftlich Heteractis aurora, gehört zu den Wirtsanemonen und ist eine echte Seeanemone aus der Ordnung Actiniaria. Sie ist weder eine Scheibenanemone (Corallimorpharia) noch eine Zylinderrose (Ceriantharia), sondern eng mit den bekannten Heteractis- und Stichodactyla-Arten verwandt. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht vom Roten Meer und dem westlichen Indischen Ozean über Melanesien bis nach Mikronesien. Dort lebt sie meist einzeln auf sandigen oder gerölligen Riffböden und in flachem Wasser, oft nur wenige Meter unter der Oberfläche. Unverwechselbar machen sie die Tentakel: Sie sind etwa fünf Zentimeter lang und tragen in regelmäßigen Abständen kleine Verdickungen, die wie aufgefädelte Glasperlen wirken. Die Färbung reicht von Weiß, Beige und Braun bis zu violetten oder grünlichen Tönen, die Tentakelspitzen können magentafarben oder bläulich sein. Der Fuß ist häufig orange bis rötlich. In Teilen des Roten Meeres gibt es Tiere mit nur schwach ausgeprägten Perlen. Die Art vermehrt sich im Freiland geschlechtlich und durch Teilung. Im Handel wird sie nicht als Nachzucht geführt; die Tiere stammen aus Importen. Die Haltung ist nur mit Erfahrung und gutem Wasser empfehlenswert.
Haltung im Riffaquarium
Heteractis aurora gilt als empfindlicher als viele andere Wirtsanemonen und verzeiht Schwankungen schlecht. Ein eingefahrenes, stabiles Riffaquarium ist Voraussetzung, am besten ab etwa 300 Litern; die Angaben dazu reichen je nach Quelle von rund 160 bis 500 Litern, größer ist hier klar im Vorteil. Als Richtwerte gelten eine Dichte von 1,023–1,025 (entspricht etwa 33–35 Promille Salzgehalt), ein pH-Wert von 8,1–8,4, eine Karbonathärte von etwa 7–9 °dH und eine Temperatur von rund 24–26 °C. Teilweise werden auch 22–27 °C genannt. Wichtig ist, dass diese Werte konstant bleiben, denn Nitrat- und Phosphatspitzen oder Temperatursprünge können schnell zum Ausbleichen führen. Die Anemone braucht sehr helles Licht, damit ihre symbiotischen Algen sie mitversorgen; eine kräftige LED- oder HQI-Beleuchtung ist üblich. Die Strömung sollte mittel sein und die Anemone nicht dauerhaft direkt anblasen. Ein gesundes Tier wirkt prall, hat eine geschlossene Mundscheibe, einen unverletzten Fuß und einen leichten Braunschimmer. Schlaffe, stark gebleichte, treibende oder ihr Inneres nach außen kehrende Tiere sind ein Warnzeichen. Gelegentlich löst die Art kleine Fußstücke ab, aus denen neue Tiere heranwachsen können.
Licht, Strömung und Platzierung
Die Glasperlen-Anemone ist ein Sandbewohner: Sie gräbt ihren Fuß tief in den Boden ein und streckt oft nur die Mundscheibe heraus. Bei Gefahr zieht sie sich ganz ins Substrat zurück. Sie braucht deshalb ein breites, tiefes Sandbett von mindestens etwa 10 Zentimetern, das nicht von Putzern oder Schnecken ständig umgegraben wird. Soll sie an einer bestimmten Stelle anwachsen, drückt man eine flache Mulde in den Sand und schaltet die Strömungspumpe vorübergehend aus oder dreht sie stark herunter, damit die Anemone nicht verweht wird. Das Licht darf dort ruhig intensiv sein, direkt darüber sollte aber kein Aufbau schatten werfen. Gönnen Sie ihr viel freien Platz rundum, da die Mundscheibe großflächig ausbreitet und Nachbarn mit den Nesselzellen berührt. Die Art ist wanderfreudig, wenn ihr der Standort nicht passt: Sie kann den Fuß lösen und mit der Strömung weitertreiben. Das ist ein Stresssignal und sollte Anlass sein, Licht, Strömung und Wasserwerte zu prüfen.
Ernährung und Fütterung
Hauptnahrung liefern die Zooxanthellen in ihrem Gewebe, wenn die Beleuchtung stark genug ist. Das reicht aber auf Dauer nicht immer aus, deshalb sollte die Glasperlen-Anemone zusätzlich gefüttert werden. Bewährt haben sich etwa ein- bis zweimal pro Woche kleine, mundgerechte Stücke von frischem Fisch- oder Garnelenfleisch, Krill oder Mysis. Die Futterstückchen werden mit einer Pinzette oder Pipette direkt auf die Tentakel gelegt. Die Anemone transportiert sie dann zum Mund. Nicht Verdautes sollte entfernt werden, damit das Wasser nicht belastet wird. Überfüttern schadet mehr als es nutzt: Wenn die Anemone das Futter ausspuckt oder sich nicht öffnet, pausieren Sie besser. Falls Anemonenfische im Becken leben, tragen auch sie durch Futterreste und Ausscheidungen zur Versorgung bei, ersetzen aber keine gezielte Fütterung.
Symbiose mit Anemonenfischen
Heteractis aurora ist als natürlicher Wirt für Anemonenfische belegt. Im Freiland wurden unter anderem Clarks Anemonenfisch (Amphiprion clarkii), der Rotmeer-Anemonenfisch (Amphiprion bicinctus) und Allards Anemonenfisch (Amphiprion allardi) in ihr gefunden. Junge Orangeflossen-Anemonenfische (Amphiprion chrysopterus) nutzen sie ebenfalls. Im Aquarium gelingt die Symbiose mit Clarks Anemonenfisch am ehesten. Es gibt aber keine Garantie, dass ein Anemonenfisch die Anemone annimmt. Manche Fische ignorieren sie oder beziehen lieber eine andere Stelle im Becken. Eine Anemone ist außerdem kein Muss für Anemonenfische. Setzen Sie Fische und Anemone erst zusammen, wenn die Anemone sicher festsitzt und stabil gesund wirkt.
Wanderverhalten, Nesselkraft und Pumpenschutz
Die Nesselkraft gilt im Vergleich zu manchen anderen Anemonenarten als eher gering, sollte aber nicht unterschätzt werden. Die Tentakel können kleben, und bei empfindlichen Personen sind Hautreaktionen möglich; tragen Sie bei Arbeiten im Becken Handschuhe und vermeiden Sie Augenkontakt. Ein Vergiftungsrisiko für den Menschen ist nicht sicher beschrieben. Kleine Fische und Garnelen können bei engem Kontakt gefangen werden, Korallen in direkter Nähe der Mundscheibe können durch die Nesselzellen geschädigt werden. Gegenüber anderen Anemonen kann sie sich territorial verhalten. Wichtig ist ein wirksamer Pumpenschutz: Die wandernde Anemone kann in Ansaugöffnungen von Strömungspumpen, Förderpumpen und Skimmerpumpen gelangen und dort verletzt werden oder Wasserqualität belasten. Schützen Sie jede Ansaugung mit feinem Gitter, Schaumstoff oder Vorfilter, und kontrollieren Sie die Anemone täglich. Ein Absterben im Becken kann schnell zu einer Wasserbelastung führen, daher tote Tiere sofort entnehmen.
Eingewöhnung
Setzen Sie die Anemone nicht einfach um, sondern gleichen Sie Temperatur und Salzgehalt langsam an. Bewährt hat sich die Tropfmethode: Das Tier bleibt im Transportwasser und bekommt über einen dünnen Schlauch über ein bis zwei Stunden tropfenweise Beckenwasser, bis Temperatur, Dichte und pH-Wert nahezu gleich sind. Halten Sie die Anemone dabei immer unter Wasser und vermeiden Sie Luftkontakt, da sie sonst Luft einschließen und ihr Gewebe verletzen kann. Anschließend setzen Sie sie behutsam in eine Mulde im Sandbett, bei zunächst schwacher Strömung. Das Licht sollte anfangs gedimmt oder durch Beschattung reduziert sein und über einige Tage gesteigert werden, damit die Zooxanthellen nicht geschädigt werden. In den ersten Wochen sollten Sie täglich kontrollieren, ob sie sich eingräbt, öffnet und eine leichte Färbung zeigt. Gebleichte Tiere benötigen besonders gute Bedingungen und können sich nur unter stabilen Verhältnissen erholen. Ein Erfolg lässt sich nicht garantieren.
Endgröße und Lebenserwartung
Die Mundscheibe erreicht bei ausgewachsenen Tieren etwa 25–30 cm Durchmesser, in manchen Quellen werden für die gesamte Anemone bis zu 50 cm genannt. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor. Pauschale Aussagen über sehr hohe Alter bei Seeanemonen lassen sich nicht sicher auf diese Art übertragen. Planen Sie die Beckengröße und den Platz um die Anemone daher großzügig, da sie sich je nach Zustand stark ausdehnt oder zusammenzieht.
Lieferung
Die Glasperlen-Anemone wird als Einzeltier geliefert, nicht als Ableger. Der Artikel ist Bestellware: Wir beschaffen das Tier nach Ihrer Bestellung. Die angegebene Lieferform S–M ist eine Größenklasse und beschreibt ein kleines bis mittelgroßes Tier innerhalb der Art. Es handelt sich dabei nicht um ein festes Zentimetermaß, da eine Anemone je nach Wasserstand, Öffnungsgrad und Tageszeit sehr unterschiedlich groß wirkt. Das Tier wird nicht als Nachzucht angeboten. Farbe und Zeichnung variieren natürlicherweise von Tier zu Tier, sodass kein Exemplar dem anderen gleicht. Bereiten Sie das Aquarium, das Sandbett und den Pumpenschutz vor, bevor das Tier ankommt, und planen Sie Zeit für die Eingewöhnung ein.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen |
|---|
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.