Großer Armmolch, Siren lacertina
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Großer Armmolch, Siren lacertina
| Deutscher Name: | Großer Armmolch |
| Wissenschaftlich: | Siren lacertina |
| Synonyme: | Riesenschlammlurch, Riesensirene |
| Herkunft: | Südosten der USA – Sümpfe, Altarme, stehende Gewässer mit dichter Vegetation |
| Lebensweise: | Rein aquatisch, nachtaktiv, grabfreudig |
| Haltungsform: | Großes Aquaterrarium ohne Landteil, mit grabfähigem Bodengrund |
| Mindestgröße des Aquariums: | 120x50x50 cm (LxBxH) für ein Einzeltier, größer bei Gruppenhaltung |
| Temperatur & Luftfeuchtigkeit: | 18–24 °C Wassertemperatur, keine Luftfeuchte nötig |
| Beleuchtung: | Diffuse Tageslicht-LEDs ausreichend, keine UV-Bestrahlung nötig |
| Bodengrund: | Feiner Sand oder sehr weiches Substrat ohne scharfe Kanten |
| Futter: | Fische, Würmer, Insektenlarven, Amphibienpellets, Schnecken |
| Maximale Größe: | bis zu 90 cm |
Lebensraum und Verhalten des Großen Armmolchs (Siren lacertina)
Der imposante Siren lacertina zählt zu den größten aquatischen Amphibien Nordamerikas. In freier Wildbahn besiedelt er Sümpfe, Altarme und langsam fließende oder stehende Gewässer mit weichem Bodengrund und dichter Ufervegetation. Dort lebt er vollkommen unter Wasser, atmet über auffällige äußere Kiemenbüschel und gräbt sich bei Gefahr blitzschnell ein. Typisch ist sein aalartiger Körperbau ohne Hinterbeine, aber mit zwei winzigen Vorderbeinen – ein Überbleibsel der evolutionären Anpassung an das Leben im Wasser. Siren lacertina ist dämmerungs- bis nachtaktiv und meidet helles Licht. In der Natur kann er Trockenzeiten überstehen, indem er sich in eine selbst produzierte Schleimhülle zurückzieht. Trotz seiner Größe ist er überraschend friedlich und lässt sich bei artgerechter Haltung gut beobachten.
Die richtige Haltung im Aquarium
Für ein adultes Exemplar ist ein geräumiges Aquaterrarium mit mindestens 120x50x50 cm Grundfläche erforderlich. Ein Landteil wird nicht benötigt, dafür aber ein gut strukturierter Wasserbereich mit Sandboden, Wurzeln, Tonhöhlen und Laub. Wichtig ist eine sichere Abdeckung, da Armmolche trotz ihrer Größe erstaunlich geschickt sind und sich auch durch kleine Öffnungen zwängen können. Eine geringe Strömung über Luftheber oder Mattenfilter ist ideal. Als Bodengrund eignet sich feiner Sand oder sehr weicher Schlamm, da der Molch sich regelmäßig eingräbt. Auch bei Gruppenhaltung zeigt sich die Art friedlich, jedoch sollte genügend Platz und Struktur zur Verfügung stehen.
Die richtige Bepflanzung
Robuste Wasserpflanzen wie Javafarn, Anubias und Cryptocorynen eignen sich hervorragend, um dem Molch Deckung zu bieten und das Aquarium naturnah zu gestalten. Schwimmpflanzen wie Froschbiss oder Riccia reduzieren das Lichtniveau und fördern das Wohlbefinden. Feinfiedrige Arten wie Hornkraut oder Wasserpest lockern die Struktur zusätzlich auf. Eine dichte Bepflanzung ist nicht notwendig, sollte aber zumindest Versteckmöglichkeiten bieten.
Beleuchtung, Temperatur & Luftfeuchtigkeit
Der Große Armmolch benötigt keine UV-Bestrahlung. Eine gleichmäßige LED-Beleuchtung mit Tageslichtspektrum genügt. Die Wassertemperatur sollte konstant zwischen 18 und 24 °C liegen. In kühleren Räumen kann ein Heizstab mit Thermostat verwendet werden. Eine Luftfeuchtigkeit muss nicht reguliert werden, da die Tiere rein aquatisch leben. Wichtig ist ein regelmäßiger Wasserwechsel sowie eine effektive, aber strömungsarme Filterung über Schwamm- oder Mattenfilter.
Fütterung: Was frisst der Große Armmolch?
Siren lacertina ist ein gefräßiger Fleischfresser. Er nimmt Regenwürmer, Tubifex, Mückenlarven, Schnecken und kleinere Fische ebenso bereitwillig an wie spezielle Amphibienpellets. Auch Bachflohkrebse oder Garnelen werden gern gefressen. Eine abwechslungsreiche Ernährung ist wichtig, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Die Tiere fressen meist in der Dämmerung oder nachts, und auch Futtergaben mit der Pinzette werden angenommen.
Geschlechtsunterschiede bei Siren lacertina
Äußerlich sind Männchen und Weibchen kaum unterscheidbar. In der Fortpflanzungszeit kann die Kloakenregion der Männchen leicht anschwellen. Eine sichere Geschlechtsbestimmung ist meist nur bei geschlechtsreifen Tieren und mit Erfahrung möglich.
Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung
Die Nachzucht des Großen Armmolchs ist bislang selten gelungen. In der Natur legen Weibchen ihre Eier im Schutz dichter Vegetation oder unter Wurzeln ab. Die daraus schlüpfenden Larven behalten ihre äußeren Kiemen und sind vom ersten Tag an selbstständig. Im Aquarium gelingt die Nachzucht nur unter idealen Bedingungen und mit viel Geduld.
Die Endgröße und Lebenserwartung von Siren lacertina
Der Große Armmolch kann in Ausnahmefällen bis zu 90 cm lang werden. Die meisten Tiere bleiben jedoch etwas kleiner. Bei guter Pflege können diese Amphibien ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen und gelten damit als sehr langlebige Pfleglinge.
Nice-to-Know: Faszinierend und urtümlich
Der Große Armmolch gehört zu den urtümlichsten Amphibien überhaupt. Seine äußeren Kiemen, der fehlende Hinterleib und sein aalartiger Körperbau lassen ihn fast prähistorisch wirken. Besonders spannend: Trotz seiner Größe wirkt er neugierig und zeigt bei ruhiger Umgebung oft ein erstaunlich zutrauliches Verhalten.
| Telefon: | Aquaristik: Anforderung aktueller Fischfotos und Videos per WhatsApp: 016099209130. |
|---|---|
| Temperaturbereiche: | Kaltwasser (4-18°C) - kein Heizer, Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede
Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:
-
Frösche
- Meist eine glatte, feuchte Haut
- Lange Hinterbeine für weite Sprünge
- Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
- Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
-
Kröten
- Trockene, warzige Haut
- Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
- Können in trockeneren Gebieten überleben
- Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
-
Unken
- Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
- Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
- Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.
Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?
Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.
Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.
Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:
- Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
- Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
- In der Regel keine Hautatmung haben.
Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.
Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).
Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?
Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.
Häufige Futterquellen für Amphibien:
- Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
- Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
- Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)
Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?
Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:
- Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
- Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird
Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.
Halten Amphibien eine Winterruhe?
Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.
- Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
- Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
- Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.
Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?
Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:
- Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
- Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
- Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander
Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.
Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?
Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.
Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?
- Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
- Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
- Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
- Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
- Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.
Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?
Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.
- Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
- Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
- Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.
Alternative Proteinquellen für große Amphibien:
Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill
Fazit:
Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.
Wie werden Amphiben versendet?
Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.
Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.
Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?
Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.
Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:
- Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
- Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
- Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.
Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.
Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.