Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

INTERAQUARISTIK

Sortiment entdecken

Alle Kategorien

Blitzversand
Lebendgarantie
Top-Service
Riesige Auswahl

Hieroglyphen-Schmuckschildkröte, Pseudemys concinna concinna FZ

Feiner Linienpanzer

Der Panzer zeigt helle Zeichenlinien, die im Wasser lebendig fein schimmern

Sonnenaktiver Charakter

Auf trockenen Plätzen wärmt sie sich sichtbar unter Licht, Wärme und UVB

Kräftiger Schwimmtrieb

Im großen Wasserteil zieht sie aktiv ihre Bahnen und taucht oft kraftvoll ab

Pflanzenbetonte Kost

Mit Wasserpflanzen und Wildkräutern lässt sie sich natürlich beschäftigen

Hieroglyphen-Schmuckschildkröte, Pseudemys concinna concinna FZ


Auf einen Blick: Hieroglyphen-Schmuckschildkröte, Pseudemys concinna
Deutscher Name: Hieroglyphen-Schmuckschildkröte
Wissenschaftlich: Pseudemys concinna
Synonyme: River Cooter, Fluss-Schmuckschildkröte, historisch Emys hieroglyphica, Pseudemys hieroglyphica
Herkunft: Nordamerika – östliche und südöstliche USA – Flüsse, Seen und pflanzenreiche Stillgewässer
Lebensweise: Aquatisch, tagaktiv, sonnenliebend und sehr schwimmfreudig
Haltungsform: Großes Aquaterrarium oder Innen-/Außenteich mit trockenem Sonnenplatz
Mindestgröße des Terrariums: ab 150x60x60 cm Wasserteil für kleinere adulte Tiere, für Weibchen größer planen
Temperatur & Luftfeuchtigkeit: Wasser 22-26°C, Sonnenplatz 32-38°C, Landteil trocken und gut belüftet
Beleuchtung: Helle Tageslichtbeleuchtung, starke UVB-Versorgung und Wärmespot am Sonnenplatz
Bodengrund: Sand oder große, glatte Steine; keine verschluckbaren Kiesel
Futter: überwiegend Wasserpflanzen, Wildkräuter und Grünfutter, Jungtiere zusätzlich tierische Kost
Maximale Größe: ca. 23-33 cm Panzerlänge, Weibchen meist deutlich größer
Im Detail: Hieroglyphen-Schmuckschildkröte, Pseudemys concinna

Lebensraum und Verhalten der Hieroglyphen-Schmuckschildkröte (Pseudemys concinna)

Die Hieroglyphen-Schmuckschildkröte stammt aus Nordamerika und ist in weiten Teilen der östlichen und südöstlichen USA verbreitet. Dort lebt Pseudemys concinna in Flüssen, Altarmen, Seen, überschwemmten Uferbereichen, Sümpfen und pflanzenreichen Gewässern, in denen Wasserflächen, Strömungszonen, weiche Sedimente und sonnige Ruheplätze eng miteinander verbunden sind. Sie gehört zur Familie der Neuwelt-Sumpfschildkröten (Emydidae) und ist eine echte Wasserschildkröte: Ihr Alltag spielt sich überwiegend im Wasser ab, wo sie ausdauernd schwimmt, zwischen Wasserpflanzen frisst und bei Störung blitzschnell abtaucht. Gleichzeitig ist sie eine ausgeprägte Sonnenanbeterin. In der Natur liegen mehrere Tiere oft auf Baumstämmen, Wurzeln oder flachen Ufersteinen, um Wärme und UV-Licht aufzunehmen. Besonders auffällig ist die helle, geschwungene Zeichnung auf dem Panzer, die an feine Linien, Schleifen und kleine Zeichen erinnert. Genau diese „Hieroglyphen“-Optik macht junge Tiere besonders attraktiv, während ältere Schildkröten dunkler werden können und dadurch eine ruhigere, kräftigere Ausstrahlung bekommen.

Die richtige Haltung im Terrarium/Paludarium

Für die Hieroglyphen-Schmuckschildkröte reicht weder eine Wasserschale noch ein klassisches Landterrarium aus. Pseudemys concinna benötigt ein echtes Aquaterrarium mit großem, tiefem Wasserteil und einem vollständig trockenen, gut erreichbaren Sonnenplatz. Der Wasserbereich muss so bemessen sein, dass die Schildkröte frei schwimmen, wenden, tauchen und aktiv nach Futter suchen kann. Für kleinere adulte Tiere sollte der Wasserteil mindestens 150x60x60 cm messen; kräftige Weibchen werden deutlich größer und sollten langfristig eher in Anlagen ab 200x80x60 cm oder in einem sicher eingefassten Teich mit geeignetem Sonnenplatz gepflegt werden. Der Landteil ist kein Wohnbereich, sondern ein funktionaler Trockenplatz: Die Schildkröte muss komplett aus dem Wasser steigen können, damit Panzer und Haut zuverlässig abtrocknen. Eine stabile Rampe, rutschfeste Oberfläche und ein ausbruchssicherer Aufbau sind Pflicht, denn Schmuckschildkröten klettern zielstrebig, wenn sie eine Kante erreichen.

Die richtige Bepflanzung

In der Natur bewegt sich die Hieroglyphen-Schmuckschildkröte durch pflanzenreiche Gewässer, und auch in der Haltung spielt Grünfutter eine wichtige Rolle. Eine dauerhafte, dekorative Bepflanzung im Aquaterrarium ist jedoch nur begrenzt realistisch, weil Pseudemys concinna Wasserpflanzen gern frisst, beknabbert oder beim Schwimmen aus dem Bodengrund löst. Sinnvoll sind robuste, schnell nachwachsende Pflanzen wie Wasserpest, Hornkraut, Wasserlinsen, Froschbiss oder Muschelblumen, die zugleich als Beschäftigung und Futterergänzung dienen können. In größeren Becken oder Teichanlagen lassen sich kräftige Pflanzkörbe mit Vallisnerien, Wasserfreund oder Sumpfpflanzen ausprobieren, sollten aber so gesichert werden, dass die Schildkröte sie nicht sofort ausgräbt. Wichtiger als ein dauerhaft perfektes Pflanzenbild ist eine naturnahe Funktionszone: freie Schwimmfläche, sichtbare Futterpflanzen, Schattenbereiche unter Schwimmpflanzen und ein klar erreichbarer Sonnenplatz ergeben zusammen eine Haltung, die zum Verhalten dieser großen Wasserschildkröte passt.

Beleuchtung, UV und Temperatursteuerung

Die Hieroglyphen-Schmuckschildkröte braucht eine kräftige Beleuchtung, weil Wärme, Tagesrhythmus und UV-Versorgung direkt mit Aktivität, Futteraufnahme und Panzerentwicklung zusammenhängen. Über dem Sonnenplatz sollte ein Wärmespot installiert werden, der lokal etwa 32-38°C erreicht. Dort kann Pseudemys concinna ihren Körper aufwärmen und anschließend wieder in das kühlere Wasser wechseln. Das Wasser selbst liegt idealerweise bei 22-26°C, bei Jungtieren eher im stabilen oberen Bereich, bei adulten Tieren etwas darunter. Zusätzlich ist eine geeignete UVB-Lampe für Wasserschildkröten notwendig, damit der Kalziumstoffwechsel unterstützt wird und sich Panzer sowie Knochen gesund entwickeln können. UV-Lampen müssen regelmäßig nach Herstellerintervall erneuert werden, weil sichtbares Licht nicht bedeutet, dass noch ausreichend UVB ankommt. Die Luftfeuchtigkeit ist bei dieser aquatischen Schildkröte nicht wie bei Regenwaldtieren der zentrale Haltungswert; entscheidend ist ein trockener, gut belüfteter Landteil, der nach jedem Sonnenbad vollständig abtrocknen kann. Heizstab, Außenfilter, UVB-Lampe und Wärmespot sollten immer so installiert werden, dass die Schildkröte sie nicht beschädigen oder sich daran verbrennen kann.

Fütterung: Was frisst die Hieroglyphen-Schmuckschildkröte?

Pseudemys concinna frisst im Jugendalter noch deutlich mehr tierische Kost, wird mit zunehmender Größe aber pflanzenbetonter. Für Jungtiere eignen sich hochwertige Wasserschildkrötensticks, Gammarus nur als Ergänzung, Regenwürmer, kleine Schnecken, Insektenlarven, Bachflohkrebse und gelegentlich frostfrische Futtertiere in passender Größe. Bei heranwachsenden und adulten Tieren sollten Wasserpflanzen, Löwenzahn, Wegerich, Römersalat, Endivie, Radicchio, Vogelmiere und andere geeignete Wildkräuter den Schwerpunkt bilden. Wichtig ist eine Ernährung, die nicht dauerhaft zu eiweißreich ausfällt, weil schnelles Wachstum und ein unausgewogenes Kalzium-Phosphor-Verhältnis Panzerprobleme begünstigen können. Sepiaschale oder eine andere geeignete Kalziumquelle sollte regelmäßig angeboten werden. Gefüttert wird immer im Wasser, denn Wasserschildkröten schlucken ihre Nahrung dort am sichersten. Kleine Portionen, sichtbare Pflanzenkost und abwechslungsreiche Futtertage halten die Tiere aktiver und helfen zugleich, das Wasser weniger stark zu belasten.

Geschlechtsunterschiede bei Pseudemys concinna

Die Geschlechtsunterschiede der Hieroglyphen-Schmuckschildkröte werden erst bei subadulten bis adulten Tieren zuverlässig sichtbar. Männchen bleiben meist kleiner, wirken schlanker und besitzen deutlich längere Vorderkrallen, die bei der Balz eine wichtige Rolle spielen. Außerdem ist ihr Schwanz länger und kräftiger, die Kloake sitzt weiter vom Panzer entfernt. Weibchen erreichen deutlich mehr Körpermasse, bekommen einen breiteren Panzer und benötigen entsprechend mehr Platz im Wasserteil. Bei Jungtieren ist eine sichere Geschlechtsbestimmung kaum möglich, weil Krallenlänge, Schwanzform und Größenunterschiede erst mit der Geschlechtsreife deutlich werden. Für die Haltung ist dieser Punkt sehr wichtig: Eine kleine junge Schildkröte kann später ein kräftiges Weibchen werden, das wesentlich mehr Schwimmraum braucht als anfangs vermutet. Mehrere Tiere sollten nur in sehr großen Anlagen gepflegt werden, da auch friedlich wirkende Wasserschildkröten mit zunehmendem Alter Revierdruck, Futterkonkurrenz oder dauerhafte Belästigung zeigen können.

Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung

Die Fortpflanzung von Pseudemys concinna beginnt mit einer typischen Balz, bei der das Männchen vor dem Weibchen schwimmt und mit den langen Vorderkrallen feine, vibrierende Bewegungen im Gesichtsfeld des Weibchens ausführt. Nach erfolgreicher Paarung legt das Weibchen die Eier nicht ins Wasser, sondern sucht an Land einen geeigneten Eiablageplatz mit grabfähigem, warmem Substrat. In der Haltung bedeutet das: Geschlechtsreife Weibchen benötigen zwingend eine geeignete Eiablagestelle, auch wenn kein Männchen vorhanden ist, da unbefruchtete Eier ebenfalls gebildet werden können. Fehlt ein passender Platz, kann Legenot entstehen. Für die Nachzucht muss ein separater Landbereich mit feucht grabfähigem Sand-Erde-Gemisch und ausreichender Tiefe vorhanden sein. Die Inkubation erfolgt kontrolliert im Brutsubstrat; Temperatur und Feuchtigkeit beeinflussen die Entwicklung der Embryonen. Da Pseudemys concinna groß wird, viel Platz braucht und langlebig ist, sollte eine Nachzucht nur geplant werden, wenn geeignete Aufzucht- und Endplätze langfristig gesichert sind.

Die Endgröße und Lebenserwartung von Pseudemys concinna

Die Hieroglyphen-Schmuckschildkröte gehört zu den großen Wasserschildkröten. Männchen bleiben meist bei etwa 20-25 cm Panzerlänge, während Weibchen häufig 28-33 cm erreichen und dabei deutlich massiger werden. Diese Endgröße prägt die gesamte Haltung: Ein kleines Jungtier wirkt anfangs handlich, entwickelt sich aber zu einer kräftigen, sehr schwimmfreudigen Schildkröte mit hohem Platzbedarf, starkem Stoffwechsel und entsprechend leistungsfähiger Filtertechnik. Bei guter Pflege kann Pseudemys concinna etwa 30-40 Jahre alt werden, einzelne Tiere können auch noch älter werden. Wer sich für diese Schildkröte entscheidet, plant daher nicht für eine kurze Terrarienphase, sondern für viele Jahre mit einem großen Wasserteil, starkem Licht, zuverlässiger UVB-Versorgung, sauberem Sonnenplatz und konsequenter Wasserpflege. Genau diese Langlebigkeit macht sie faszinierend, verlangt aber eine ehrliche Planung der späteren Adultgröße.

Nice-to-Know: Die besondere Tarnung der Hieroglyphen-Schmuckschildkröte

Der Name Hieroglyphen-Schmuckschildkröte passt besonders gut zu jungen und halbwüchsigen Tieren, denn ihre Panzerzeichnung wirkt wie ein feines Netz aus Linien, Bögen und hellen Zeichen. Zwischen Wasserpflanzen, Lichtreflexen und dunklem Bodengrund löst diese Zeichnung die klare Körperkontur auf und hilft der Schildkröte, optisch mit ihrer Umgebung zu verschmelzen. In natürlichen Gewässern ist das ein großer Vorteil: Von oben betrachtet verschwimmt der Panzer mit Schatten, Pflanzenstängeln und bewegtem Licht auf der Wasseroberfläche. Ältere Tiere können dunkler werden, wodurch die Zeichnung weniger kontrastreich erscheint, doch gerade diese Veränderung macht Pseudemys concinna spannend. Sie zeigt nicht nur als Jungtier ihre auffällige Schmuckzeichnung, sondern entwickelt mit den Jahren eine kräftige, erwachsene Erscheinung, die gut zu einer großen, naturnah eingerichteten Wasserschildkrötenanlage passt.

Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen

Die Hieroglyphen-Schmuckschildkröte ist nicht giftig und besitzt keine Stacheln oder hautreizenden Wehrsekrete. Dennoch sollte sie nicht unnötig angefasst werden, weil Wasserschildkröten Stress durch Handling deutlich wahrnehmen und adulte Tiere mit kräftigem Biss reagieren können. Wie bei Reptilien üblich, ist saubere Hygiene wichtig: Nach Arbeiten im Wasserteil, nach dem Reinigen des Filters oder nach direktem Kontakt mit der Schildkröte sollten die Hände gründlich gewaschen werden. Kinder sollten die Pflege nur unter Aufsicht übernehmen und die Schildkröte nicht wie ein Kuscheltier behandeln. Besonders wichtig ist außerdem ein ausbruchssicheres Aquaterrarium oder Teichgehege. Pseudemys concinna darf niemals in heimische Gewässer gesetzt werden, da ausgesetzte nordamerikanische Wasserschildkröten ökologische Probleme verursachen und in Deutschland bereits freilebende Bestände beobachtet wurden.

Telefon: Terraristik: Telefonberatung (8.30-15.00 Uhr) und Anforderung aktueller Tier-Fotos per WhatsApp: 016099593364
Temperaturbereiche: Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen

0 von 0 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Bewerten Sie dieses Produkt!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.


Fragen zum Artikel

Wie groß sind diese Schildkröten, wenn Sie geliefert werden? Ich bräuchte dringend eine etwas größere Schildkröte, die ich zu meiner schon großen Schildkröte dazu geben kann. Bekommt ihr in nächster Zeit auch mal eine Tropfschildkröte? Eine Tropfschildkröte würde ich bevorzugen, wenn möglich. Ich bitte um schnelle Rückmeldung. Ich bedanke mich im Voraus. Beste Grüße Anja

Guten Tag
sie haben die Möglichkeit, die aktuelle Größe der Tiere bei der zuständigen Terraristikabteilung anzufragen.

Eigene Frage stellen

Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.

−25 %
5x Goldfisch im Mix , Carassius auratus (Kaltwasser)

29,99 €* 39,99 €* (25.01% gespart)
9 Bonuspunkte sichern
1

Durchschnittliche Bewertung von 4.9 von 5 Sternen

Amanogarnele , Caridina multidentata

Ab 1,59 €*

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Aulonocara spec. Dragon Blood albino , DNZ

18,99 €*
6 Bonuspunkte sichern
1

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Bitterlingsbarbe , Rohanella titteya , ehem. Puntius titteya ehem. Puntius titteya

Ab 3,59 €*
1 Bonuspunkte sichern
3
−27 %
Tipp

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Erbsenkugelfisch , Carinotetraodon travancoricus (Minifisch)

5,49 €* 7,49 €* (26.7% gespart)
2 Bonuspunkte sichern
3
−10 %

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gelbsaum-Prachtharnischwels , L81 , Baryancistrus spec., 6-8 cm Baryancistrus spec., 6-8 cm

62,99 €* 69,99 €* (10% gespart)
19 Bonuspunkte sichern
1

Häufige Fragen (FAQ)


 

Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede

Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:

  • Frösche
    • Meist eine glatte, feuchte Haut
    • Lange Hinterbeine für weite Sprünge
    • Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
    • Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
  • Kröten
    • Trockene, warzige Haut
    • Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
    • Können in trockeneren Gebieten überleben
    • Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
  • Unken
    • Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
    • Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
    • Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)

Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.

Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?

Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.

Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.

Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:

  • Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
  • Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
  • In der Regel keine Hautatmung haben.

Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.

Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).

Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?

Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.

Häufige Futterquellen für Amphibien:

  • Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
  • Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
  • Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)

Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?

Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:

  • Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
  • Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird

Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.

Halten Amphibien eine Winterruhe?

Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.

  • Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
  • Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
  • Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.

Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?

Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:

  • Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
  • Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
  • Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander

Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.

Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?

Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.

Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?

  • Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
  • Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
  • Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
  • Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
  • Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.

Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?

Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.

  • Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
  • Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
  • Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.

Alternative Proteinquellen für große Amphibien:

Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill

Fazit:

Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.

Wie werden Amphiben versendet?

Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.

Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.

Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?

Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.

Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:

  • Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
  • Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
  • Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.

Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.

Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

Jetzt anmelden und 3 € sparen

Neue Tiere, frische Lieferungen und exklusive Angebote direkt in Ihr Postfach – als Dankeschön gibt es einen 3 €-Gutschein ab 30 € Einkaufswert.

Abmeldung jederzeit mit einem Klick. Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung.