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Orinoko-Guyanaharnischwels, Guyanancistrus guahiborum "L106"

Orangefarbener Flossensaum

Rücken- und Schwanzflosse mit auffälliger orangefarbener Spitzenzeichnung

Friedlich und gut haltbar

Ideal für Gemeinschaftsbecken mit Garnelen und kleinen Fischarten

Selten größer als 12 cm

Perfekt für Aquarien ab 80 cm mit Sandboden, Wurzeln und Struktur

Zucht ist vereinzelt gelungen

Höhlenbrüter mit Brutpflege – Nachwuchs möglich bei guter Wasserqualität

Orinoko-Guyanaharnischwels, Guyanancistrus guahiborum "L106"


Auf einen Blick: Orinoko-Guyanaharnischwels, Guyanancistrus guahiborum (L106)
Deutscher Name: Orinoko-Guyanaharnischwels
Wissenschaftlich: Guyanancistrus guahiborum (L106)
Synonyme: früher Hemiancistrus sp., Lasiancistrus sp. (veraltet), Orangefin Pleco
Herkunft: Venezuela, Río Orinoco Einzugsgebiet
Gesellschafts-Aquarium: gut geeignet
Wasserwerte: weich bis mittelhart, pH ca. 6,0 - 7,4
Temperatur: ca. 25-29° C
Beckengröße: ab 80 cm
Bepflanzung: bepflanzt, mit Sandboden, Wurzeln und vielen Verstecken
Futter: omnivor; Pellets, Frostfutter, Gemüse, Algen, Aufwuchs
Geschlechts-Unterschiede: Männchen mit längeren Odontoden und kräftigerem Kopfprofil
Zucht möglich: ja, vereinzelt im Aquarium gelungen
Maximale Größe: bis zu 12 cm
Liefergröße: ca. 5-7 cm
Mit Garnelen verträglich: ja, sehr gut geeignet
Im Detail: Orinoko-Guyanaharnischwels, Guyanancistrus guahiborum (L106)

Herkunft des Orinoko-Guyanaharnischwelses (Guyanancistrus guahiborum, L106)

Der Orinoko-Guyanaharnischwels (Guyanancistrus guahiborum, L106) stammt aus dem venezolanischen Einzugsgebiet des Río Orinoco. Er bewohnt dort strukturreiche Uferbereiche mit Sand- oder Feinkiesboden, Wurzeln, größeren Steinen und reichlich Verstecken. Ursprünglich wurde die Art unter den Gattungen Hemiancistrus oder Lasiancistrus geführt, was in älteren Literaturquellen und Datenbanken auch heute noch auftaucht. Inzwischen gilt jedoch Guyanancistrus als die korrekte Gattungszuordnung. Die auffällige Körperzeichnung mit marmorierten Bändern sowie der orange gefärbte Flossensaum machen diesen ruhigen Wels zu einem echten Blickfang im Aquarium.

Orinoko-Guyanaharnischwels vergesellschaften

L106 ist ein sehr friedlicher, geselliger Aquarienbewohner und lässt sich hervorragend mit Garnelen, kleinen Salmlern, Zwergbuntbarschen und anderen ruhigen Bodenfischen kombinieren. Wichtig ist ein gut strukturiertes Becken mit Rückzugsmöglichkeiten, z. B. Wurzeln, Tonröhren oder Welshöhlen. Revierverhalten ist kaum ausgeprägt, solange jedes Tier einen Rückzugsplatz hat.

Passende Wasserparameter

Der L106 bevorzugt weiches bis mittelhartes Wasser mit stabiler Wasserqualität. Ein pH-Wert zwischen 6,0 und 7,4 sowie eine Temperatur von 25 bis 29 °C sind ideal. Wichtig sind eine gute Sauerstoffversorgung, regelmäßige Wasserwechsel und eine nicht zu starke Strömung.

Haltungstemperatur

Die optimale Haltungstemperatur für Guyanancistrus guahiborum liegt bei 25 bis 29 °C. Die Art ist wärmeliebend und reagiert empfindlich auf plötzliche Temperaturschwankungen. Eine konstante Temperatur fördert Aktivität, Fressverhalten und Wohlbefinden.

Die Beckengröße für Guyanancistrus guahiborum (L106)

Ein Aquarium ab 80 cm Länge reicht für die Haltung eines oder mehrerer Tiere aus. Wichtig ist eine naturnahe Einrichtung mit feinem Sand, Holz, Laub, Pflanzen und Schattenplätzen. L106 ist dämmerungsaktiv und verbringt den Großteil des Tages in Verstecken. Eine gute Struktur verhindert Stress und ermöglicht ruhiges Verhalten.

Bepflanzung

Der Orinoko-Guyanaharnischwels ist pflanzenverträglich und ideal für bepflanzte Aquarien geeignet. Robuste Arten wie Javafarn, Anubias oder Cryptocorynen halten gelegentlichem Wühlen stand. Schwimmpflanzen helfen dabei, das Licht zu dämpfen und Rückzugsbereiche zu schaffen.

Das Futter für Orinoko-Guyanaharnischwelse

L106 ist ein omnivorer Aufwuchsfresser. Er nimmt gerne Frostfutter (Artemia, Mysis), proteinreiche Wels-Pellets, überbrühtes Gemüse (Zucchini, Kürbis, Gurke) sowie Algenaufwuchs und Biofilm auf. Eine abwechslungsreiche, ballaststoffreiche Ernährung fördert die Färbung und stärkt die Gesundheit.

Geschlechtsunterschiede

Männchen haben ein kräftigeres Kopfprofil sowie längere Odontoden an Brustflossen und Körperflanken. Weibchen bleiben etwas kleiner und wirken vor allem in der Laichzeit rundlicher. Bei adulten Tieren ist die Unterscheidung recht einfach möglich.

Die Zucht von Guyanancistrus guahiborum (L106)

Die Nachzucht von L106 ist im Aquarium selten, aber möglich. Es handelt sich um Höhlenbrüter mit Brutpflege durch das Männchen. Entscheidend sind passende Ton- oder Schieferhöhlen, gute Wasserqualität, eine ruhige Umgebung und abwechslungsreiche Fütterung. Die Aufzucht der Jungtiere gelingt mit feinem Staubfutter oder zerbröselten Tabletten.

Die Endgröße von Orinoko-Guyanaharnischwelsen

Guyanancistrus guahiborum erreicht eine Körperlänge von etwa 12 cm. Er bleibt damit handlich und eignet sich für mittelgroße Aquarien. Bei guter Pflege, stabilem Wasser und hochwertigem Futter kann der Orinoko-Guyanaharnischwels ein Alter von bis zu 10 Jahren erreichen.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Die Art gilt als vollständig garnelenverträglich und ist besonders für bepflanzte Gemeinschaftsbecken mit Wirbellosen geeignet. Auch Junggarnelen werden bei ausreichender Struktur in der Regel nicht behelligt. L106 ist daher eine hervorragende Wahl für friedliche Aquarien mit Wirbellosen.

Temperaturbereiche: Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen

2 von 2 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen


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2 Bewertungen

23. September 2026 14:18

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

ein tolles tier

ein schönes niedliches tier mit einer interessanten farbgestaltung

22. Dezember 2024 10:26

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Wunderschön!

Lieferzeit top! Die Fische sind gesund und munter!

Fragen zum Artikel

Hallo Interaquaristik-Team, ist es möglich bei Euch ein Pärchen zu erwerben?? Mit freundlichen Grüßen Nicole

Guten Tag,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Eine Geschlechtauswahl ist bei dieser Art leider nicht möglich, da wir die Tiere so liefern, wie sie vom Züchter eintreffen.

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Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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