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Rosenberggarnele, Macrobrachium rosenbergii

Beeindruckende Größe

Wächst bis zu 30 cm und gehört zu den größten Süßwassergarnelen

Lange, kräftige Scheren

Männchen entwickeln markante, blaue Scheren mit hoher Spannkraft

Robuste Haltung

Verträgt weiches bis mittelhartes Wasser mit pH-Werten von 6,5 bis 8,0

Brackwasser-Zucht

Larven benötigen Brackwasser, um sich erfolgreich zu entwickeln

Rosenberggarnele, Macrobrachium rosenbergii


Auf einen Blick: Rosenberggarnele, Macrobrachium rosenbergii
Deutscher Name: Rosenberggarnele
Wissenschaftlich: Macrobrachium rosenbergii
Synonyme: Riesenflussgarnele, Giant River Prawn
Herkunft: Südostasien, Indien, Australien
Gesellschafts-Aquarium: bedingt geeignet
Wasserwerte: weich bis mittelhart, pH ca. 6,5 - 7,8
Temperatur: ca. 24-30° C
Beckengröße: ab 120 cm, mit zahlreichen Verstecken
Bepflanzung: robuste Pflanzen, viele Versteckmöglichkeiten
Futter: omnivor; sinkende Pellets, Frostfutter, Gemüse, Laub
Geschlechts-Unterschiede: Männchen mit größeren Scheren, Weibchen mit breiterem Abdomen
Zucht möglich: Ja, aber Larven benötigen Brackwasser
Maximale Größe: bis zu 30 cm
Liefergröße: ca. 5-8 cm
Mit Garnelen verträglich: nicht empfohlen
Im Detail: Rosenberggarnele, Macrobrachium rosenbergii

Herkunft der Rosenberggarnele (Macrobrachium rosenbergii)

Die Rosenberggarnele (Macrobrachium rosenbergii) stammt aus den Süß- und Brackwassergebieten Südostasiens, Indiens und Nordaustraliens. In ihrem natürlichen Habitat bewohnt sie Flüsse, Seen und Mangrovenregionen mit sandigem oder schlammigem Untergrund und vielen Versteckmöglichkeiten. Charakteristisch für diese imposante Süßwassergarnele sind die großen, auffälligen Scheren der Männchen, die oft eine bläuliche Färbung aufweisen. Sie ist eine der größten bekannten Süßwassergarnelenarten und kann unter guten Bedingungen eine beeindruckende Größe erreichen. Während der Nacht ist sie besonders aktiv und erkundet ihr Revier auf der Suche nach Nahrung.

Rosenberggarnele vergesellschaften

Diese Art kann mit größeren, ruhigen Fischen vergesellschaftet werden, solange genügend Platz und Verstecke vorhanden sind. Kleinere Fische und Zwerggarnelen sind jedoch nicht sicher, da sie als Beute betrachtet werden könnten. Innerartlich sind Männchen stark territorial, weshalb eine Haltung mehrerer Männchen nur in sehr großen Aquarien ratsam ist.

Passende Wasserparameter

Die Rosenberggarnele toleriert weiches bis mittelhartes Wasser mit einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7,8. Eine stabile Wasserqualität mit regelmäßigem Wasserwechsel ist wichtig.

Haltungstemperatur

Die ideale Temperatur liegt zwischen 24 und 30°C. Niedrigere Temperaturen verlangsamen das Wachstum und die Aktivität.

Die Beckengröße für Macrobrachium rosenbergii

Aufgrund ihrer Größe benötigt die Rosenberggarnele ein Aquarium ab 120 cm. Der Bodengrund sollte aus feinem Sand oder Kies bestehen, um eine natürliche Umgebung nachzubilden. Da sich die Tiere gerne am Boden aufhalten, sind große Steine, Wurzeln und Röhren als Rückzugsorte wichtig. Diese Strukturen helfen, Konflikte unter Artgenossen zu minimieren und bieten den Garnelen sichere Plätze zur Häutung.

Bepflanzung

Eine abwechslungsreiche Bepflanzung trägt zum Wohlbefinden der Rosenberggarnele bei. Besonders gut eignen sich robuste Pflanzen wie Anubias, Javafarn, Vallisnerien und verschiedene Cryptocorynen, da sie nicht so leicht beschädigt werden. Dichte Pflanzengruppen sowie Schwimmpflanzen wie Muschelblumen oder Froschbiss schaffen Versteckmöglichkeiten und sorgen für eine angenehme Lichtstimmung im Aquarium.

Das Futter für die Rosenberggarnele

Als Allesfresser nimmt sie spezielle Garnelen- und Krebs-Pellets, proteinreiche Pellets, Spirulina-Pellets sowie Frostfutter wie Mysis, Artemia und Krill an. Ergänzend sollte sie mit überbrühtem Gemüse wie Zucchini, Karotten oder Spinat sowie Seemandelbaum- oder Buchenlaub versorgt werden, um ihre Ernährung abwechslungsreich und gesund zu gestalten.

Geschlechtsunterschiede

Männchen haben deutlich größere Scheren als Weibchen. Weibchen besitzen einen breiteren Hinterleib für die Eientwicklung.

Die Zucht von Macrobrachium rosenbergii

Die Zucht ist möglich, aber die Larven benötigen Brackwasser zur Entwicklung. Nach einigen Stadien kehren sie ins Süßwasser zurück.

Die Endgröße von Rosenberggarnelen

Diese Garnele kann bis zu 30 cm groß werden und hat eine Lebenserwartung von bis zu 6 Jahren.

Verträglichkeit mit anderen Zwerggarnelen

Aufgrund ihrer Größe und ihres Jagdverhaltens ist sie nicht für ein Garnelenbecken geeignet.

Temperaturbereiche: Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Warum häuten sich Garnelen und Krebse?

Garnelen und Krebse gehören zu den Krebstieren und besitzen ein Außenskelett, das aus Chitin besteht. Da dieses Exoskelett nicht mit dem Tier mitwachsen kann, müssen sie sich regelmäßig häuten, um Platz für ihr wachsendes Körpervolumen zu schaffen. Während der Häutung streifen sie ihre alte Schale ab und sind anschließend für einige Stunden bis Tage weich und verletzlich, bis das neue Exoskelett aushärtet. In dieser Phase brauchen die Tiere Versteckmöglichkeiten wie z.B. Röhren.

Die Häutungshäufigkeit hängt vom Alter und der Wachstumsphase ab:

  • Junge Garnelen und Krebse häuten sich häufiger (alle paar Tage bis Wochen), da sie schneller wachsen.
  • Ausgewachsene Tiere häuten sich seltener (etwa einmal pro Monat oder seltener).

Ein ausreichendes Nahrungsangebot mit Mineralstoffen (z. B. Kalzium aus Sepiaschale oder Laub) und gute Wasserwerte unterstützen eine problemlose Häutung.

Was tun, wenn eine Garnele oder ein Krebs auf dem Rücken liegt?

Eine Garnele oder ein Krebs, der auf dem Rücken liegt, kann verschiedene Ursachen haben:

  1. Normales Verhalten während der Häutung
    • Während des Häutungsprozesses können Krebse oder Garnelen kurzzeitig auf dem Rücken liegen. Nach der Häutung sollten sie sich wieder normal bewegen.
  2. Probleme mit der Häutung
    • Falls das Tier längere Zeit auf dem Rücken liegt und sich nicht bewegt, könnte eine missglückte Häutung vorliegen. Dies kann durch Nährstoffmangel oder falsche Wasserwerte verursacht werden.
    • Maßnahmen:
      • Wasserwerte überprüfen (vor allem Kalzium- und Mineralstoffversorgung).
      • Sepiaschale oder spezielle Mineralfutter anbieten.
      • Bei Garnelen kann ein Wasserwechsel helfen, um den Häutungsprozess zu erleichtern.
  3. Schwäche oder Krankheit
    • Ein auf dem Rücken liegendes Tier könnte auch krank oder geschwächt sein.
    • Ursachen können Stress, Sauerstoffmangel oder eine Vergiftung durch Schwermetalle (z. B. Kupfer) sein.
    • Maßnahmen:
      • Sofort Wasserwerte prüfen.
      • Falls andere Tiere betroffen sind, einen großzügigen Wasserwechsel (30-50 %) durchführen.
      • Auf Futterreste und Wasserqualität achten, um Vergiftungen vorzubeugen.
  4. Vergiftung oder Sauerstoffmangel
    • Wenn mehrere Tiere betroffen sind, könnte eine plötzliche Wasserbelastung (z. B. nach Medikamenteneinsatz oder einer Überdosis Dünger) die Ursache sein.
    • Maßnahmen:
      • Starke Belüftung und sofortigen Wasserwechsel durchführen.

Ein einzelnes Tier, das sich nach einiger Zeit wieder aufrichtet und normal verhält, war wahrscheinlich nur beim Häuten oder hatte kurzzeitig Probleme mit der Balance.

Wie kann ich Krankheiten bei Garnelen und Krebsen vermeiden?

Krankheiten bei Garnelen und Krebsen lassen sich oft durch gute Haltungsbedingungen vermeiden. Hier sind die wichtigsten Maßnahmen:

  1. Saubere Wasserqualität gewährleisten
    • Regelmäßige Wasserwechsel (alle 1-2 Wochen ca. 20-30 %).
    • Ammonium, Nitrit und Nitrat kontrollieren (Nitrit sollte immer bei 0 mg/l sein).
    • Kein Chlor oder Kupfer im Wasser (Leitungswasser ggf. mit Wasseraufbereiter behandeln).
  2. Ausgewogene Ernährung bieten
    • Hochwertiges, abwechslungsreiches Futter mit pflanzlichen (alle) und tierischen Bestandteilen (Nur Krebse).
    • Mineralien und Kalzium (z. B. Sepiaschale, Laub) für gesunde Häutung.
    • Keine Überfütterung – Futterreste schnell entfernen, um Wasserbelastung zu vermeiden.
  3. Neue Tiere vorsichtig eingewöhnen
    • Neue Garnelen oder Krebse langsam an das Aquariumwasser gewöhnen (Tropf-Methode über 1-2 Stunden).
    • Quarantäne für neue Tiere, um Krankheiten nicht einzuschleppen.
  4. Stress vermeiden
    • Keine aggressiven Fische oder ungeeignete Vergesellschaftung.
    • Versteckmöglichkeiten durch Wurzeln, Höhlen und Pflanzen bieten.
    • Keine plötzlichen Wasserveränderungen oder große Temperaturschwankungen.
  5. Parasiten und Infektionen vorbeugen
    • Regelmäßige Kontrolle der Tiere auf Verfärbungen, Flecken oder ungewöhnliches Verhalten.
    • Keine aggressiven Medikamente oder Kupferhaltige Mittel im Garnelen-/Krebsbecken verwenden.
    • Neue Pflanzen vor dem einsetzen erst einige Tage wässern. Entfällt bei In Vitro-Pflanzen, diese sind immer sicher!

Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen bleiben Garnelen und Krebse in der Regel gesund und munter!

Wie gewöhne ich Krebse und Garnelen ein?

Die Eingewöhnung von Garnelen und Krebsen ist ähnlich wie bei Fischen, ein Wasserwechsel vor Beginn der Eingewöhnung empfiehlt sich grundsätzlich immer.

Zunächst hängt man nach dem auspacken aus der Styrobox die geschlossenen Beutel für einige Zeit in das Aquarium damit sich die Temperatur langsam angleichen kann. Wenn das erfolgt ist kann man den Inhalt des Beutels inkl. Tier(en) vorsichtig in ein sauberes Gefäß schütten und dann langsam in kleinen Portionen Wasser vom Aquarium zugeben damit sich die Tiere an das neue Wasser gewöhnen können. 

Wenn sich das Wasservolumen mindestens verdreifacht hat kann man die Garnelen mit einem Kescher herausfangen und ins Aquarium geben. Krebse kann man entweder mit der Hand fangen (Vorsicht vor den kräftigen Scheren bei Cherax & Co.) oder ebenfalls mit einem Kescher.

Fütterung von Garnelen und Krebsen im Aquarium?

1. Was fressen Garnelen und Krebse im Aquarium?

Garnelen und Krebse sind überwiegend Allesfresser, wobei Garnelen eher zu Aufwuchsfressern zählen und Krebse einen höheren Proteinbedarf haben. In der Natur ernähren sie sich von Algen, Pflanzenresten, Mikroorganismen und kleinen tierischen Bestandteilen. Im Aquarium sollte die Ernährung abwechslungsreich sein und pflanzliche sowie tierische Komponenten enthalten.

2. Welches Futter eignet sich für Garnelen?

Für Garnelen sind spezielle Garnelenfutter-Pellets, Blätter (z. B. Seemandelbaumblätter, Walnussblätter), überbrühte Gemüse (Zucchini, Spinat, Erbsen) und Algen eine gute Wahl. Proteinhaltige Futtermittel sollten nur in Maßen gegeben werden, da zu viel tierisches Eiweiß Häutungsprobleme verursachen kann.

3. Was ist das beste Futter für Krebse?

Krebse benötigen mehr tierisches Eiweiß als Garnelen. Spezielle Krebs-Pellets, Frostfutter wie Artemia oder Mysis sowie proteinhaltige Futtersticks sind ideal. Zudem fressen sie gerne überbrühtes Gemüse, Laub und Fischfutterreste. Wichtig ist, dass das Futter sinkt, da Krebse es am Boden aufnehmen.

4. Kann ich Fischfutter für Garnelen und Krebse verwenden?

Fischfutter ist nicht optimal für Garnelen, da es oft zu proteinreich ist. Krebse können gelegentlich Fischfutter bekommen, sollten aber zusätzlich mit pflanzlicher Nahrung und speziellem Krebsfutter versorgt werden.

5. Wie oft sollte ich Garnelen und Krebse füttern?

  • Garnelen: 2-3 Mal pro Woche eine kleine Menge füttern, da sie sich auch von Algen und Biofilm ernähren.
  • Krebse: Täglich eine Portion füttern, um sicherzustellen, dass sie ausreichend Nährstoffe erhalten.

6. Wieviel Futter ist ideal?

Das Futter sollte innerhalb weniger Stunden vollständig gefressen sein. Zu große Mengen führen zu Futterresten, die die Wasserqualität verschlechtern. Besonders bei Garnelen genügt oft eine winzige Menge, da sie sich von natürlichen Aufwüchsen ernähren.

7. Ist Laub als Nahrung geeignet?

Ja, Laub ist eine natürliche und gesunde Futterquelle für Garnelen und Krebse. Seemandelbaumblätter, Walnuss-, Buche- und Eichenblätter sind besonders beliebt, da sie langsam zerfallen und über Wochen als Futterquelle dienen.

8. Kann ich meine Garnelen und Krebse mit Lebendfutter füttern?

Garnelen benötigen gar kein Lebendfutter, da es zuviel Protein enthält. Krebse hingegen nehmen gern gelegentlich kleine Lebendfutter-Tiere wie Artemia oder Mückenlarven an. Wichtig ist bei beiden Gattungen, insgesamt nicht zu proteinreich zu füttern, um Häutungsprobleme zu vermeiden.

9. Welche Rolle spielt Spirulina in der Ernährung?

Spirulina (z. B. Spirulina platensis) ist eine wertvolle pflanzliche Futterergänzung, die Garnelen und Krebse mit wichtigen Nährstoffen und natürlichem Astaxanthin versorgt, was die Farbausprägung fördert.

10. Kann ich mein Garnelen- oder Krebsfutter selbst herstellen?

Ja! Eine Mischung aus getrocknetem Gemüse, Algenpulver, Spirulina und Laub eignet sich als hausgemachtes Garnelenfutter. Krebse profitieren von selbstgemachten Futtertabletten mit zusätzlichem Eiweiß, z. B. aus getrocknetem Fisch oder Insektenprotein.

11. Was tun, wenn Garnelen oder Krebse das Futter nicht annehmen?

Falls die Tiere das Futter ignorieren, kann es sein, dass sie noch natürliche Nahrung im Becken finden. Alternativ kann ein anderes Futter ausprobiert werden, da manche Garnelen und Krebse wählerisch sein können.

12. Wie kann ich Überfütterung vermeiden?

Regelmäßiges Absaugen von Futterresten und eine sparsame Dosierung helfen, Überfütterung zu vermeiden. Weniger ist oft mehr – besonders bei Garnelen, die sich selbstständig von Biofilm und Algen ernähren.

Wie werden Krebse versendet?

Krebse sind wirbellose Tiere und können per DHL versendet werden. Die Tiere sind so gut verpackt, dass auch ein Transport über 2 oder 3 Tage den Tieren keine Probleme bereiten würde. In rund 90% der Fälle sind aber unsere DHL Pakete bereits am Folgetag des Versands beim Kunden. Wer seine Krebse auf jeden Fall am nächsten Tag erhalten möchte, kann wahlweise per Tierkurier GO! versenden lassen.

Der Versand von Krebsen erfolgt grundsätzlich einzeln in Beuteln mit etwas Wasser verpackt in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Krebse mit zusätzlichem Wasservolumen vor zu starker Hitze geschützt. Im Winter versenden wir Krebse automatisch mit zusätzlichen Heatpacks.

Wie werden die Garnelen versendet?

Garnelen sind wirbellose Tiere und können per DHL versendet werden. Die Tiere sind so gut verpackt, dass auch ein Transport über 2 oder 3 Tage den Tieren keine Probleme bereiten würde. In rund 90% der Fälle sind aber unsere DHL Pakete bereits am Folgetag des Versands beim Kunden. Wer seine Garnelen auf jeden Fall am nächsten Tag erhalten möchte, kann wahlweise per Tierkurier GO! versenden lassen.

Der Versand der Garnelen erfolgt grundsätzlich in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Garnelen mit zusätzlichem Wasservolumen vor zu starker Hitze geschützt. Im Winter versenden wir die Garnelen mit Heatpacks.

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