Teufelswels, Bagarius bagarius, 8-12 cm
269,99 €*
81 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 8,10 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Versand in Thermobox, bei Kälte mit Wärmepack · Geld zurück, falls ein Tier nicht lebend ankommt
Teufelswels, Bagarius bagarius, 8-12 cm
| Deutscher Name: | Teufelswels |
| Wissenschaftlich: | Bagarius bagarius |
| Synonyme: | Devil Catfish; Giant Goonch (Handelsname) |
| Herkunft: | Südasien (Indien, Nepal, Bangladesch, Mekong- & Ganges-Systeme) |
| Gesellschafts-Aquarium: | nicht geeignet |
| Wasserwerte: | weich bis mittelhart, pH ca. 6,5–7,5 |
| Temperatur: | ca. 22–26 °C |
| Beckengröße: | ab 200 cm für adulte Tiere |
| Bepflanzung: | untergeordnet, Fokus auf Struktur und Verstecke |
| Futter: | carnivor; Fisch, Frost- und Lebendfutter |
| Geschlechts-Unterschiede: | äußerlich kaum unterscheidbar |
| Zucht möglich: | Nein, im Aquarium nicht dokumentiert |
| Maximale Größe: | über 60 cm möglich |
| Liefergröße: | 8–12 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | nicht geeignet |
Herkunft des Teufelswelses (Bagarius bagarius)
Der Teufelswels (Bagarius bagarius) ist kein Fisch für flüchtige Blicke oder bunte Schaubecken, sondern ein eindrucksvoller Spezialist extremer Lebensräume. In den großen Flusssystemen Südasiens – darunter Ganges, Brahmaputra und Mekong – bewohnt er schnell strömende Abschnitte mit steinigem Untergrund, massiven Felsbrocken und tiefen Kolken. Das Wasser ist dort klar, sauerstoffreich und ständig in Bewegung. Laub, Pflanzen und feiner Schlamm spielen kaum eine Rolle; stattdessen dominieren nackter Stein, Strömung und Schatten. Tagsüber liegt der Teufelswels regungslos zwischen Felsen oder unter überhängenden Strukturen, perfekt getarnt durch sein grau-braun gemustertes, stark abgeflachtes Erscheinungsbild. Erst in der Dämmerung wird er aktiv und gleitet kraftvoll, beinahe lautlos über den Boden. Seine breite Kopfpartie, die kräftigen Brustflossen und das raue Hautbild verleihen ihm eine archaische Präsenz, die mehr an einen urzeitlichen Räuber als an einen klassischen Aquarienfisch erinnert. Wer diesen Wels pflegt, entscheidet sich bewusst für Charakter, Kraft und Beobachtungstiefe statt Farbenpracht.
Teufelswels vergesellschaften
Für ein Gesellschaftsaquarium ist der Teufelswels nicht geeignet. Er ist territorial, dämmerungsaktiv und betrachtet kleinere Fische konsequent als Beute. Selbst größere Beifische geraten mit zunehmender Größe des Welses unter Druck. Eine Einzelhaltung oder die Pflege in sehr groß dimensionierten Spezialbecken ist die einzig sinnvolle Option. Der Fokus liegt klar auf dem Tier selbst, nicht auf einer bunten Besatzkombination.
Passende Wasserparameter
Bagarius bagarius bevorzugt sauberes, sauerstoffreiches Wasser mit stabilen Werten. Ein pH-Bereich von etwa 6,5 bis 7,5 sowie weiches bis mittelhartes Wasser haben sich bewährt. Entscheidend ist weniger der exakte Zahlenwert als die Konstanz und eine hohe Wasserqualität. Kräftige Filterung und deutliche Strömung orientieren sich am natürlichen Habitat.
Haltungstemperatur
Temperaturen zwischen 22 und 26 °C entsprechen den Bedingungen der Herkunftsgewässer. In diesem Bereich zeigt der Teufelswels ein ruhiges, kontrolliertes Verhalten. Höhere Temperaturen sind dauerhaft nicht empfehlenswert, da sie den Sauerstoffgehalt senken und Stress begünstigen können.
Die Beckengröße für Bagarius bagarius
Bereits junge Tiere wirken kompakt und kräftig, ausgewachsen erreicht der Teufelswels jedoch beeindruckende Dimensionen. Für adulte Exemplare ist ein Aquarium ab 200 cm Kantenlänge zwingend erforderlich. Die Einrichtung besteht aus schweren Steinen, massiven Wurzeln und stabilen Höhlen, die Strömung brechen und sichere Liegeplätze bieten. Feiner Bodengrund ist ungeeignet; grober Kies oder Steinplatten kommen dem natürlichen Umfeld deutlich näher.
Bepflanzung
Pflanzen spielen für den Teufelswels kaum eine Rolle. Durch seine Kraft und sein Gewicht würden die meisten Arten ohnehin beschädigt. Wenn überhaupt, eignen sich robuste Aufsitzerpflanzen in strömungsarmen Randzonen. Entscheidender als Grün ist eine durchdachte Struktur mit Schatten, Spalten und Rückzugsräumen.
Das Futter für Teufelswelse
Der Teufelswels ist ein ausgeprägter Fleischfresser. In der Natur jagt er Fische, Krebstiere und andere bodennahe Tiere. Im Aquarium nimmt er Frostfutter, größere Futterfische und andere proteinreiche Nahrung an. Gefüttert wird bevorzugt in den Abendstunden, wenn das Tier aktiv wird. Eine maßvolle Fütterung ist wichtig, da der Stoffwechsel eher langsam arbeitet.
Geschlechtsunterschiede
Äußerliche Geschlechtsunterschiede sind bei Bagarius bagarius nicht zuverlässig erkennbar. Auch bei ausgewachsenen Tieren lassen sich Männchen und Weibchen optisch kaum unterscheiden, weshalb eine gezielte Auswahl nicht möglich ist.
Die Zucht von Bagarius bagarius
Über eine gezielte Nachzucht von Bagarius bagarius im Aquarium liegen bislang keine gesicherten Erfahrungen vor. In seinem natürlichen Lebensraum ist davon auszugehen, dass die Fortpflanzung an saisonale Hochwasserphasen, starke Strömung und weitläufige Flussabschnitte gebunden ist. Diese komplexen Umweltbedingungen lassen sich in der Aquaristik derzeit nicht realistisch nachbilden. Der Teufelswels gilt daher aktuell als nicht im Aquarium züchtbar und wird ausschließlich wegen seines außergewöhnlichen Erscheinungsbildes und Verhaltens gepflegt.
Die Endgröße von Teufelswelsen
Der Teufelswels kann unter geeigneten Bedingungen eine Körperlänge von deutlich über 60 cm erreichen und zählt damit zu den groß werdenden Flusswelsen Asiens. Bei artgerechter Haltung in sehr großen, strukturierten Aquarien mit starker Strömung und stabiler Wasserqualität liegt die Lebenserwartung realistisch im Bereich von etwa 15 bis 20 Jahren. Diese lange Lebensspanne macht deutlich, dass die Pflege von Bagarius bagarius immer eine langfristige Entscheidung ist, die ausreichend Platz, Erfahrung und Planung voraussetzt.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Zwerggarnelen sind für den Teufelswels reines Beutetier. Eine Vergesellschaftung ist ausgeschlossen und würde zwangsläufig zu Verlusten führen.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen |
|---|
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.