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Brauner Waldsteiger, Leptopelis millsoni

Variable Farbzeichnungen

Von Hellgrau bis Braun mit Mustern – jedes Individuum ist ein echtes Unikat

Reagiert auf Stimmung

Kann sich je nach Umgebung, Licht, Temperatur oder Stress etwas umfärben

Benötigt Regenwaldklima

Hohe Luftfeuchtigkeit und stabile Temperaturen sind essenziell

Semi-aquatische Haltung

Eher ein Landfrosch mit Wasserschale statt großem Aquaterrarium

Brauner Waldsteiger, Leptopelis millsoni


Auf einen Blick: Brauner Waldsteiger, Leptopelis millsoni
Deutscher Name:Brauner Waldsteiger
Wissenschaftlich:Leptopelis millsoni
Synonyme:Brauner Waldsteiger, Orangeaugen-Waldsteiger
Herkunft:Tropische Tieflandwälder West- und Zentralafrikas, von Nigeria bis in das Kongobecken und nach Nordwestangola
Lebensweise:Nachtaktiver, baumbewohnender Waldsteigerfrosch; hält sich bevorzugt auf Ästen und in dichter Vegetation auf
Haltungsform:Hochformatiges, ausbruchsicheres Regenwaldterrarium mit kräftigen Kletterstrukturen und gutem Luftaustausch
Mindestgröße des Terrariums:Orientierungswert ab etwa 60 × 45 × 90 cm (L × B × H) für ein adultes Paar; großzügiger ist empfehlenswert
Temperatur und Luftfeuchtigkeit:Tagsüber etwa 22–26 °C, nachts ungefähr 18–22 °C; hohe Luftfeuchte bei wirksamer Belüftung
Beleuchtung:Helles Tageslicht für einen natürlichen Rhythmus; schwaches UV-B kann mit schattigen Ausweichplätzen angeboten werden
Bodengrund:Lockerer, schadstofffreier Waldbodenersatz mit Drainage, Laubstreu, Moos und morscher Rinde
Futter:Passende lebende Insekten und andere kleine Wirbellose; abwechslungsreich, gut ernährt und bedarfsgerecht supplementiert
Maximale Größe:Männchen etwa 4–5 cm, Weibchen ungefähr 7,4–8,7 cm Kopf-Rumpf-Länge
Im Detail: Brauner Waldsteiger, Leptopelis millsoni

Lebensraum und Verhalten von Brauner Waldsteiger (Leptopelis millsoni)

Leptopelis millsoni bewohnt die feuchten Waldlandschaften West- und Zentralafrikas. Das bekannte Verbreitungsgebiet reicht vom südwestlichen Nigeria über Kamerun, Äquatorialguinea, Gabun und die Republik Kongo bis in die Demokratische Republik Kongo sowie nach Nordwestangola einschließlich Cabinda. Auch Vorkommen in der südwestlichen Zentralafrikanischen Republik werden angenommen. Die Art ist vor allem an tropische Tieflandregenwälder gebunden, wurde jedoch ebenfalls in älteren Sekundärwäldern und bewaldeten Kulturlandschaften festgestellt. Vollständig offene oder stark ausgeräumte Flächen entsprechen ihrem Lebensraum dagegen nicht. Typisch sind Wälder in der Umgebung größerer, langsam fließender Gewässer, Galeriewälder und feuchte Bereiche mit dichter Strauch- und Baumschicht. Dort sitzt der nachtaktive Frosch auf Ästen und Blättern; rufende Männchen halten sich während der Fortpflanzungszeit häufig in Gewässernähe auf. Tagsüber benötigt er geschützte, schattige Ruheplätze zwischen Laub, Rinde und dichter Vegetation. Das großräumig verwendete Artkonzept umfasst wahrscheinlich mehrere geographisch strukturierte Linien. Deshalb sollten Herkunftsangaben zu angebotenen Tieren möglichst genau dokumentiert und verschiedene Fundortlinien nicht unbedacht miteinander verpaart werden.

Die richtige Haltung

Das Terrarium sollte deutlich höher als breit eingerichtet und lückenlos verschlossen sein, denn die großen Haftscheiben ermöglichen sicheres Klettern an Pflanzen, Ästen und Scheiben. Für ein adultes Paar kann ein Hochterrarium ab etwa 60 × 45 × 90 cm als Orientierungswert dienen; größere Anlagen bieten besonders den kräftigen Weibchen mehr Bewegungsraum. Mehrere stabile Äste in verschiedenen Höhen, Korkröhren, Rindenstücke und breite Blätter schaffen Ruhe- und Jagdplätze. Der untere Bereich erhält eine Drainageschicht und einen lockeren, feuchten Bodengrund, darf aber nicht vernässen. Eine flache, standsichere Wasserschale mit leichtem Ausstieg muss jederzeit verfügbar sein und täglich gereinigt werden. Beregnung oder Sprühen sorgt für Feuchtigkeit, eine wirksame Quer- oder Kaminlüftung verhindert jedoch stickige Dauer­nässe. Vergesellschaftungen mit anderen Arten sind nicht zu empfehlen; auch innerhalb einer Gruppe müssen Futterkonkurrenz, Größenunterschiede und nächtliche Unruhe aufmerksam beobachtet werden.

Die richtige Bepflanzung

Eine dichte, aber nicht undurchdringliche Bepflanzung gibt dem Brauner Waldsteiger Sicherheit und bildet unterschiedliche Feuchtigkeitszonen. Geeignet sind robuste, ungedüngte Terrarienpflanzen mit breiten, tragfähigen Blättern, beispielsweise kletternde Aronstabgewächse, Farne und klein bleibende Ficus-Arten. Pflanzen und Äste müssen das Gewicht großer Weibchen tragen können. Freie Sprungwege zwischen den Sitzplätzen bleiben wichtig. Moose und Laubstreu unterstützen ein feuchtes Mikroklima, dürfen aber eine gute Belüftung des Bodens nicht verhindern. Neu eingesetzte Pflanzen müssen frei von Pflanzenschutzmitteln, Blattglanz und Düngerresten sein. Scharfkantige Dekoration sowie klebrige oder harzende Materialien haben im Amphibienterrarium keinen Platz.

Beleuchtung, UV, Heizung und Luftfeuchte

Für die Haltung eignet sich ein warmes, feuchtes Regenwaldklima mit einem moderaten Tagesgefälle. Tagsüber sind ungefähr 22–26 °C sinnvoll, nachts darf die Temperatur auf etwa 18–22 °C zurückgehen. Dauerhafte Hitze und schlecht belüftete, warme Stauluft belasten Amphibien schnell. Die relative Luftfeuchte kann nach dem Sprühen zeitweise auf 80–90 % steigen und zwischen den Beregnungen auf etwa 65–75 % absinken. Oberflächen sollten zwischendurch leicht abtrocknen, während tiefere Bodenschichten feucht bleiben. Temperatur und Feuchte sind mit zuverlässigen Messgeräten in mehreren Höhen zu kontrollieren. Eine helle Tagesbeleuchtung von ungefähr zehn bis zwölf Stunden unterstützt den Rhythmus und die Pflanzen. Da die Art nachtaktiv ist, muss sie schattige Rückzugsplätze nutzen können. Schwaches UV-B kann in geeigneter Entfernung angeboten werden, ersetzt aber weder eine ausgewogene Fütterung noch die Supplementierung der Futtertiere.

Fütterung

Der Brauner Waldsteiger ist ein Ansitz- und Bewegungsjäger, der lebende, passend große Wirbellose erbeutet. Geeignet sind unter anderem Heimchen, Grillen, Schaben, Fliegen, Motten und kleine Heuschrecken. Die Futtertiere sollten abwechslungsreich ausgewählt, vor der Verfütterung hochwertig ernährt und nicht größer als sicher schluckbare Beute angeboten werden. Kalzium wird regelmäßig dünn aufgestäubt; ein amphibiengeeignetes Vitamin- und Mineralstoffpräparat kommt in angemessenen Abständen hinzu. Bei vorhandener UV-B-Beleuchtung ist die Supplementierung darauf abzustimmen, damit keine Überversorgung entsteht. Gefüttert wird vorzugsweise am Abend, wenn die Frösche aktiv werden. Nicht gefressene Futtertiere sind zu entfernen, bevor sie die Tiere in den Ruhephasen stören. Körperform, Aktivität und Futteraufnahme geben bessere Hinweise auf die passende Menge als ein starres Fütterungsschema.

Geschlechtsunterschiede

Der Geschlechtsdimorphismus ist deutlich: Adulte Männchen erreichen ungefähr 4–5 cm Kopf-Rumpf-Länge, während Weibchen etwa 7,4–8,7 cm erreichen und erheblich massiger wirken können. Geschlechtsreife Männchen fallen zudem durch ihre nächtlichen Paarungsrufe auf, besonders bei feuchtwarmer Witterung oder nach intensiver Beregnung. Bei halbwüchsigen Tieren ist eine sichere Bestimmung allein anhand der Körpergröße nicht möglich. Für Paar- oder Gruppenhaltung muss der Größenunterschied berücksichtigt werden, damit kleinere Tiere ungestört fressen können.

Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung

Die Fortpflanzungsbiologie dieser Art ist nicht in allen Einzelheiten gesichert. In der Natur rufen die Männchen während feuchter Fortpflanzungsphasen von Ästen in der Nähe von Bächen oder größeren Waldgewässern. Für Waldsteigerfrösche der Gattung ist eine Eiablage in feuchten Bodennestern oder Mulden nahe am Wasser typisch; für Leptopelis millsoni wird die weitere Larvenentwicklung in ruhigem bis langsam bewegtem Wasser angenommen. Eine Kaulquappe wurde in einem langsam fließenden, sandigen Waldbach nachgewiesen. Für einen Zuchtversuch sind daher ein ausgeprägter Feuchtigkeitswechsel, geeignete Eiablagebereiche und ein separates, hygienisch kontrollierbares Larvengewässer erforderlich. Wegen der noch offenen taxonomischen Abgrenzung sollten ausschließlich Tiere nachvollziehbar gleicher Herkunft miteinander verpaart werden. Die Nachzucht ist eine Aufgabe für erfahrene Amphibienhalter und lässt sich nicht durch einzelne Klimareize garantieren.

Endgröße und Lebenserwartung

Die Art gehört zu den größeren Waldsteigerfröschen. Adulte Männchen erreichen etwa 40–49 mm Kopf-Rumpf-Länge. Weibchen werden mit ungefähr 74–87 mm deutlich größer und kräftiger. Die Angaben beziehen sich auf die Körperlänge ohne ausgestreckte Hinterbeine. Da unter dem Namen Leptopelis millsoni geographisch unterschiedliche Linien geführt werden, kann die tatsächlich erreichte Größe etwas variieren.

Nice-to-Know

Der Brauner Waldsteiger kann braun mit dunkleren Querbändern, stellenweise aber auch grünlich erscheinen. Auffällig sind seine großen Augen mit rostfarben bis rötlich wirkender Iris sowie die kräftigen Haftscheiben an den Zehen. Tagsüber bleibt er meist reglos in geschützten Bereichen; erst nach Einbruch der Dämmerung beginnt er zu klettern und nach Beute Ausschau zu halten. Rufende Männchen können nachts deutlich hörbar sein, was bei der Wahl des Terrarienstandortes berücksichtigt werden sollte.

Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen

Eine für Menschen gefährliche, artspezifisch belegte Giftwirkung ist nicht bekannt. Wie andere Amphibien schützt der Brauner Waldsteiger seine empfindliche Haut jedoch durch Schleim und Hautsekrete, die Augen, Mund oder vorgeschädigte Haut reizen können. Gleichzeitig können Rückstände von Seife, Creme, Desinfektionsmitteln oder Tabakrauch den Frosch schädigen. Direkter Kontakt ist deshalb auf notwendige Pflegemaßnahmen zu beschränken. Falls ein Umsetzen unvermeidbar ist, eignen sich angefeuchtete, puderfreie Einmalhandschuhe. Anschließend werden Hände und verwendete Geräte gründlich gereinigt; Schleimhautkontakt ist zu vermeiden.

Telefon: Terraristik: Telefonberatung (8.30-15.00 Uhr) und Anforderung aktueller Tier-Fotos per WhatsApp: 016099593364
Temperaturbereiche: Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede

Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:

  • Frösche
    • Meist eine glatte, feuchte Haut
    • Lange Hinterbeine für weite Sprünge
    • Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
    • Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
  • Kröten
    • Trockene, warzige Haut
    • Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
    • Können in trockeneren Gebieten überleben
    • Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
  • Unken
    • Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
    • Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
    • Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)

Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.

Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?

Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.

Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.

Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:

  • Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
  • Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
  • In der Regel keine Hautatmung haben.

Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.

Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).

Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?

Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.

Häufige Futterquellen für Amphibien:

  • Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
  • Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
  • Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)

Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?

Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:

  • Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
  • Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird

Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.

Halten Amphibien eine Winterruhe?

Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.

  • Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
  • Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
  • Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.

Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?

Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:

  • Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
  • Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
  • Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander

Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.

Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?

Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.

Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?

  • Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
  • Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
  • Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
  • Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
  • Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.

Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?

Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.

  • Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
  • Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
  • Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.

Alternative Proteinquellen für große Amphibien:

Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill

Fazit:

Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.

Wie werden Amphiben versendet?

Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.

Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.

Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?

Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.

Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:

  • Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
  • Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
  • Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.

Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.

Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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