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Gelbschwanz-Blenny, Enchelyurus flavipes
| Deutscher Name: | Gelbschwanz-Blenny |
| Wissenschaftlich: | Enchelyurus flavipes |
| Synonyme: | Gelbschwanz-Schleimfisch, Gelbfuß-Schleimfisch, Gelbschwanz Blenny, Flametail Blenny, Flame Tail Blenny, Yellowfin Blenny, Yellowtail Black Blenny |
| Herkunft: | Westpazifik, Südchinesisches Meer; Handelsware oft aus Indonesien, Malaysia, Philippinen |
| Riffaquarium-tauglich: | Bedingt geeignet: Korallen meist unbehelligt, Muscheln (v. a. Riesenmuscheln) gefährdet, kleine Garnelen mit Vorsicht |
| Verträglichkeit: | Meist friedlich, aber territorial gegenüber Schleimfischen, Grundeln und ähnlich geformten Fischen; Einzelhaltung empfohlen |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025 (ca. 32–35 ‰), pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH, 24–27 °C |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | Ab ca. 100 Litern, besser 120 Liter oder mehr mit viel Lebendgestein |
| Futter: | Algenaufwuchs, Nori, Spirulina-Futter, Granulat, kleines Frostfutter (Mysis, Artemia) |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel bis leicht; für eingefahrene, strukturreiche Becken |
| Geschlechts-Unterschiede: | Außen kaum sichtbar; Weibchen mit dunkel pigmentierter Genitalregion, Männchen mit Balzfärbung |
| Zucht möglich: | Eier werden in Höhlen abgelegt und vom Männchen bewacht; Larven leben planktisch, Nachzucht im Aquarium schwierig |
| Maximale Größe: | Bis ca. 7,6 cm (Handelsangaben teils bis 10 cm); Liefergröße 3–5 cm |
| Liefergröße: | ca. 3,0-5,0 cm |
Herkunft von Gelbschwanz-Blenny (Enchelyurus flavipes)
Der Gelbschwanz-Blenny, wissenschaftlich Enchelyurus flavipes, wurde 1868 von Wilhelm Peters beschrieben und gehört zu den Schleimfischen, genauer zur Familie der Blenniidae. Er stammt aus dem westlichen Pazifik; als Verbreitungsgebiet wird in der Fachliteratur das Südchinesische Meer genannt, im Handel finden sich häufig Fänge aus Indonesien, Malaysia, den Philippinen, Singapur und von Sulawesi. Dort lebt er auf flachen Korallenriffen, wo er gern auf Gesteinsbrocken nahe dem Grund sitzt, seine Umgebung beobachtet und gelegentlich höher am Riff Algenfilme und Fadenalgen abweidet. Sein Körper ist dunkelbraun bis tiefschwarz, Schwanzflosse, Afterflosse und die hintere Rückenflosse leuchten gelb; Rücken- und Afterflosse sind durch eine Membran mit der Schwanzflosse verbunden, daher auch der Gattungsname, der sich an einen Aalschwanz anlehnt. Häufig wird er mit dem bekannten Bicolor-Schleimfisch verwechselt, doch er hat einen runderen Kopf und keine kleinen Fortsätze zwischen den Augen. Der Art wird in der Roten Liste der IUCN keine Gefährdung zugeschrieben. Der deutsche Name ist nicht einheitlich: Neben Gelbschwanz-Blenny sind auch Gelbfuß-Schleimfisch und Gelbschwanz-Schleimfisch üblich. Dieser Artikel wird als Bestellware geführt; einen Nachzuchthinweis gibt es hier nicht, es handelt sich daher nicht um ausgewiesene Nachzucht.
Eignung für das Riffaquarium
Bedingt geeignet. Mit den meisten Steinkorallen, Weichkorallen und Anemonen kommt der Gelbschwanz-Blenny in der Regel gut aus, und im Becken wirkt er als Weidegänger eher nützlich. Ehrlich gesagt gibt es aber Berichte, dass er an Riesenmuscheln (Tridacna) knabbert, was eine Muschel schwächen oder sogar töten kann, und vereinzelt auch an SPS-Korallen nippt. Wer empfindliche Muscheln pflegt, sollte die Art daher nicht ohne Weiteres dazusetzen. Kleine Krebstiere wie Pfeffergarnelen oder Sexy-Garnelen können von Einzeltieren gelegentlich belästigt werden; mit größeren Garnelen, Einsiedlern und Schnecken gibt es in der Regel keine Probleme. Die Giftigkeit der Art ist nicht bekannt, besondere Giftdrüsen sind nicht beschrieben.
Vergesellschaftung und Verhalten
Der Gelbschwanz-Blenny ist gegenüber den meisten friedlichen Rifffischen unproblematisch, verteidigt aber seine Höhle und sein Sitzplatz-Revier. Gegenüber anderen Schleimfischen, Grundeln, Feuerschwertgrundeln und ähnlich gefärbten oder geformten Fischen kann er deutlich aggressiv werden, besonders in kleineren Becken. Artgenossen werden meist nicht geduldet; Paarhaltung gelingt in normal großen Becken selten und erfordert viel Platz und viele getrennte Höhlen. Wir empfehlen daher die Einzelhaltung. Gesellschaft aus ruhigen Arten wie Anemonenfischen, Kardinalbarschen oder friedlichen Lippfischen passt gut. Er sollte möglichst früh in das Becken kommen, bevor ähnliche Arten Reviere besetzen. Sehr schwache oder scheue Mitbewohner können bedrängt werden.
Wasserwerte und Temperatur
Der Gelbschwanz-Blenny braucht stabile, saubere Riffbedingungen: Dichte 1,023–1,025 (entspricht etwa 32–35 ‰ Salzgehalt), pH-Wert 8,1–8,4, Karbonathärte 7–10 °dKH und eine Temperatur von 24–27 °C. Wichtiger als einzelne Zahlen ist Konstanz: Schwankungen bei Salinität, Temperatur und KH sollten vermieden werden. Nitrat und Phosphat sollten niedrig, Ammoniak und Nitrit nicht nachweisbar sein. Das Becken sollte gut eingefahren sein, damit sich ausreichend Algenaufwuchs als natürliche Nahrung bilden kann. Gute Wasserbewegung und ein sauberes Wasser mit Abschäumung unterstützen seine Haltung.
Aquarium und Einrichtung
Für ein Einzeltier ist ein Becken ab etwa 100 Litern angegeben, einige Anbieter empfehlen 120 bis 150 Liter; mehr Volumen bringt Ruhe und Revierstruktur. Entscheidend ist eine gute Einrichtung: viel Lebendgestein mit Spalten, kleinen Höhlen und Löchern, in die er sich auch rückwärts zurückziehen kann, dazu erhöhte Sitzplätze. Ein dicht schließendes Abdeckglas oder Netz ist dringend zu empfehlen, denn wie viele Schleimfische kann er springen und schafft es durch kleine Lücken zwischen Abdeckung und Technik. Auch Kabel- und Rohrdurchführungen sollten gesichert sein.
Futter und Futterumstellung
Von Natur aus ist der Gelbschwanz-Blenny überwiegend Aufwuchsfresser und weidet Algenfilme und Fadenalgen von Steinen ab. Im Aquarium nimmt er nach den Erfahrungen vieler Pfleger problemlos Allesfresserkost an: Nori-Algen, Spirulina-Flocken, Algengranulat und getrocknete Algen als pflanzlicher Anteil, dazu fein gehacktes Frostfutter wie Mysis, Artemia, kleiner Krill oder Cyclops. Die Umstellung auf Frost- und Trockenfutter klappt meist ohne große Mühe, ist aber bei jedem Tier individuell. Beobachten Sie in den ersten Tagen, ob es Futter aufnimmt. Gefüttert wird am besten zwei- bis dreimal täglich in kleinen Portionen, damit das Wasser nicht belastet wird. In einem sehr sauberen Becken ohne Aufwuchs sollte Algenfutter zusätzlich bereitgestellt werden, zum Beispiel an einer Futterklammer.
Eingewöhnung
Gleichen Sie Temperatur und Salzgehalt langsam an, zum Beispiel mit der Tropfmethode über etwa 45 bis 90 Minuten, und lassen Sie das Wasser des Transportbeutels nicht ins Becken gelangen. Dimmen Sie das Licht beim Einsetzen und sorgen Sie dafür, dass der Fisch sofort Höhlen findet; das Abdeckglas sollte währenddessen geschlossen bleiben, da frisch eingesetzte Tiere leicht springen. Für die ersten Tage empfiehlt sich ruhige Beobachtung, am besten mit einem kleinen Angebot an Algenfutter. Bei der Vergesellschaftung ist darauf zu achten, dass keine ähnlichen Schleimfische oder Grundeln im Becken schon Reviere besetzt halten. Eine Quarantäne vor dem Einsetzen in ein bestehendes Riffbecken ist grundsätzlich sinnvoll.
Geschlechtsunterschiede
Äußerlich sind die Geschlechter nur schwer zu unterscheiden. Bei Weibchen ist die Genitalregion auffällig dunkel pigmentiert und hebt sich deutlich von der Umgebung ab. Männchen zeigen zur Balz eine besondere Färbung und ein auffälliges Werbeverhalten. Bei jungen Tieren in Liefergröße ist eine sichere Geschlechtsbestimmung in der Regel nicht möglich.
Zucht
Die Art ist eierlegend. Die Eier sind haftend, werden an einem Untergrund in einer Höhle befestigt und vom Männchen bewacht; die Larven leben anschließend planktisch im küstennahen Flachwasser. Im Aquarium ist von einzelnen Nachzuchten die Rede, die Aufzucht der planktischen Larven ist aber anspruchsvoll und für die meisten Pfleger kaum realistisch. Weil Artgenossen oft nicht verträglich sind, gelingt eine Paarhaltung in normalen Becken selten.
Endgröße und Lebenserwartung
Der Gelbschwanz-Blenny bleibt klein: Die Maximallänge wird mit etwa 7,6 cm angegeben, Handelsquellen nennen teils bis 10 cm. Unsere Liefergröße beträgt etwa 3–5 cm, die Tiere wachsen also noch etwas. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.