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Maiden-Schläfergrundel, Valenciennea puellaris
| Deutscher Name: | Maiden-Schläfergrundel |
| Wissenschaftlich: | Valenciennea puellaris |
| Synonyme: | Orangepunkt-Schläfergrundel |
| Herkunft: | Indopazifik vom Roten Meer bis Samoa, Südjapan, Great Barrier Reef und Neukaledonien |
| Riffaquarium-tauglich: | Bedingt geeignet: ungefährlich für Korallen, frisst Kleintiere im Sand, wirbelt Sand auf |
| Verträglichkeit: | Friedlich, am besten paarweise, gegenüber Artgenossen unverträglich |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025, pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | ab etwa 400 Litern mit großer, tiefer Sandfläche |
| Futter: | Mysis, Artemia, Krill, Cyclops, Hummereier, sinkendes Granulat, mehrmals täglich |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel, Gefahr der Unternährung in jungen Becken |
| Geschlechts-Unterschiede: | Äußerlich kaum zu unterscheiden |
| Zucht möglich: | Im Aquarium selten, Paare laichen in der Wohnhöhle |
| Maximale Größe: | bis etwa 16 bis 20 cm |
| Liefergröße: | ca. 5,0-7,0 cm |
Herkunft von Maiden-Schläfergrundel (Valenciennea puellaris)
Die Maiden-Schläfergrundel ist im tropischen Indopazifik weit verbreitet. Ihr Vorkommen reicht vom Roten Meer und Madagaskar über die Malediven, Indonesien und Papua-Neuguinea bis nach Fidschi und Samoa, nördlich bis nach Taiwan und Südjapan und südlich bis zum Great Barrier Reef und nach Neukaledonien. Sie besiedelt Sandflächen in klaren Lagunen und an seewärtigen Riffen, wo sie meist in zehn bis dreißig Metern Tiefe lebt, gelegentlich aber auch deutlich tiefer bis über achtzig Meter vorkommt. Selbst auf dunklem Vulkansand wurde sie beobachtet. Die Tiere leben in festen, monogamen Paaren, die unter größeren Geröllstücken oder Steinen eine flache Wohnhöhle anlegen. Tagsüber durchkauen sie unermüdlich den Sand, indem sie ihn mit dem Maul aufnehmen und durch die Kiemen wieder ausstoßen. Dabei filtern sie kleine Krebstiere, Würmer und andere Bodenorganismen heraus. Ihren Namen verdankt die Art den hübschen orangefarbenen Tupfen auf hellem, leicht bläulich schimmerndem Grund, die besonders an Kopf und Flanken auffallen. Die Art gilt in der Roten Liste als nicht gefährdet.
Eignung für das Riffaquarium
Die Maiden-Schläfergrundel ist für das Riffaquarium bedingt geeignet. Steinkorallen, Weichkorallen und größere Wirbellose wie Garnelen, Einsiedlerkrebse oder Schnecken werden nicht angegriffen. Allerdings frisst sie die Kleinfauna im Sandbett, etwa Würmer und Kleinkrebse, und dezimiert sie erheblich. Durch das ständige Sandkauen kann feiner Sand auf tief sitzende Korallen rieseln, und beim Untergraben kann lockeres Gestein verrutschen. Das Riff sollte daher auf dem Beckenboden statt auf dem Sand aufgebaut sein.
Vergesellschaftung und Verhalten
Gegenüber anderen Fischarten ist die Maiden-Schläfergrundel friedlich und eher zurückhaltend. Mit Artgenossen und anderen Schläfergrundeln kommt es außerhalb eines Paares jedoch oft zu heftigen Auseinandersetzungen, daher pflegt man sie einzeln oder als harmonierendes Paar. Sehr ruppige oder futterneidische Fische sollten vermieden werden. Die Tiere springen bei Schreck leicht aus dem Wasser, besonders in der Nacht, weshalb eine lückenlose Abdeckung und ein schwaches Nachtlicht dringend zu empfehlen sind.
Wasserwerte und Temperatur
Im Meerwasseraquarium sind stabile Riffbedingungen wichtig: Dichte 1,023 bis 1,025 bei 25 °C, entsprechend etwa 33 bis 35 Promille Salzgehalt, pH-Wert 8,1 bis 8,4, Karbonathärte 7 bis 10 °dKH und Temperatur 24 bis 27 °C. Die Art sollte nur in ein gut eingefahrenes Becken mit gereiftem Sandbett eingesetzt werden.
Aquarium und Einrichtung
Da die Maiden-Schläfergrundel 16 bis 20 Zentimeter lang werden kann, sollte das Aquarium mindestens etwa 400 Liter fassen. Entscheidend ist eine große, mindestens fünf bis acht Zentimeter tiefe Sandfläche aus feinem bis mittelfeinem Korallensand sowie flache Steine oder Geröllstücke, unter denen die Tiere ihre Höhle anlegen können.
Futter und Futterumstellung
Die Maiden-Schläfergrundel ist ein Fleischfresser, der im Aquarium unbedingt zusätzlich gefüttert werden muss, da die Kleinfauna im Sand schnell aufgebraucht ist. Gut angenommen werden Mysis, Artemia, Krill, Cyclops und Hummereier sowie sinkendes Granulat und Futtertabletten. Mehrere kleine Mahlzeiten am Tag sind wichtig, damit die Tiere nicht abmagern. Das Futter sollte bis zum Boden gelangen können.
Eingewöhnung
Die Eingewöhnung erfolgt am besten bei gedämpftem Licht. Zunächst wird der Beutel etwa 15 bis 20 Minuten zum Temperaturausgleich auf die Wasseroberfläche gelegt. Danach wird der Salzgehalt mit der Tropfmethode über 30 bis 60 Minuten langsam angeglichen, bevor die Grundel ohne Transportwasser in ein abgedecktes Becken umgesetzt wird. In den ersten Tagen sollte genau beobachtet werden, ob sie ausreichend frisst.
Geschlechtsunterschiede
Männchen und Weibchen sind äußerlich kaum zu unterscheiden. Am einfachsten ist der Kauf eines bereits harmonierenden Paares, das man daran erkennt, dass die Tiere dicht beieinander schwimmen und gemeinsam eine Höhle bewohnen.
Zucht
Im Freiland laichen die Paare in ihrer Wohnhöhle unter Steinen, wo das Gelege bewacht wird. Im Aquarium gelingt dies nur selten, die Aufzucht der planktonischen Larven ist sehr schwierig und bisher kaum dokumentiert.
Endgröße und Lebenserwartung
Die Maiden-Schläfergrundel erreicht eine Länge von etwa 16 bis 20 Zentimetern. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.